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Freitag, 16. Januar 2015

Rezension ~ Der Fall Moriarty

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Fall Moriarty
Autor: Anthony Horowitz
Gebundene Ausgabe: 341 Seiten
Verlag: Insel Verlag
Ersterscheinung: 28. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3458176128
ISBN-13: 978-3458176121
Originaltitel: Moriarty
Genre: Krimi
Reihe: Sherlock Holmes von Anthony Horowitz
Band: II 


Über den Autor

Der internationale Bestseller-Autor Anthony Horowitz, am 05.04.1956 im englischen Stanmore geboren, zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten Schriftstellern Englands. Zu internationaler Bekannheit gelangte er auch In Deutschland vor allem aufgrund seiner Jugendbücher um den Helden Alex Rider. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller machte sich Anthony Horowitz einen Namen als Autor von Theaterstücken und Drehbüchern (u. a. Inspector Barnaby). Ende 2011 erschient sein Werk "Das Geheimnis des weißen Bandes", bei dem es sich um einen neuen Sherlock Holmes Roman handelt, mit dem er an das Lebenswerk des verstorbenen Arthur C. Doyle anknüpft.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr, die Gerüchteküche brodelt: Der gefürchtete amerikanische Gangster Clarence Devereux will seine Geschäfte nach England ausdehnen. Auch Professor Moriarty, einst der große Gegenspieler Sherlock Holmes , soll seine Hände im Spiel haben aber ist er nicht tragisch ums Leben gekommen? Und welche Rolle spielt der undurchsichtige Detektiv Chase? Der Machtkampf der Giganten des Verbrechens fordert seine Opfer als in London eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, macht sich Inspector Jones von Scotland Yard daran, die Machenschaften des Amerikaners aufzudecken. Eine blutige Spur führt von den Docks bis in die Katakomben des Smithfield Meat Market. Kann es sein, dass Moriarty doch noch lebt? Ganz in der Tradition seines Sherlock-Holmes-Romans "Das Geheimnis des weißen Bandes" schickt Anthony Horowitz erneut die Ermittler von Scotland Yard auf Verbrecherjagd. Sherlock Holmes findet in Athelney Jones einen würdigen Nachfolger.


Rezension/Meinung

Ich bin schon immer ein Fan von Sherlock Holmes gewesen und schon seit »Das weiße Band« irgendwie neugierig, was Anthony Horowitz mit diesem Ermittler in seinen Büchern wohl anstellt, denn das könnte ja für Kenner der echten Holmes-Romane entweder sehr unschön oder aber doch auch durchaus gelungen wirken. Den ersten Band kenne ich bisher noch nicht, trotzdem habe ich mich an diesen hier gewagt, der mich durchaus überrascht hat.

Es ist schon interessant, wie es auf einen wirkt, wenn man einen Roman mit Sherlock Holmes erwartet, dieser aber, außer ab und an mal namentlich erwähnt zu werden, eigentlich nicht auftaucht. Das hängt vor allen Dingen wohl auch damit zusammen, dass dieser Roman zeitlich genau nach dem Vorfall an den Reichenbachfällen ansetzt. Von daher war ich doch zunächst etwas aus dem Konzept, traf man in »Der Fall Moriarty« von den bekannten Charakteren eigentlich nur auf den ein oder anderen Inspektor, aber eigentlich nicht wirklich auf einen der ansonsten bekannten Protagonisten, denn weder Dr. Watson, noch Sherlock Holmes haben einen Auftritt.

Allgemein merkt man durchaus, dass es sich um eine doch etwas weiter weg von den eigentlichen Romanen um Holmes angesiedelte Geschichte handelt, auch wenn sie vom sprachlichen Stil sehr in diese Richtung geht und auch von diversen anderen Punkten natürlich, wie der Art und Weise, wie Chase und Jones zu ihren Ermittlungsergebnissen kommen sehr dem Vorgehen von Holmes nachgeeifert wird.

Von daher entspricht der Roman im Grunde einem Krimi alter Schule und ist auf diese Art und Weise auch spannend, obwohl ich mich in mancher Situation schon gewundert habe, wie Chase manachen Schluss nicht ziehen konnte, der mir so logisch erschien. Tatsächlich löst sich da aber manches am Ende noch auf und ich habe Chase durchaus manchmal ein wenig unterschätzt.

Lange habe ich mich aber auch wirklich gefragt, in wie weit der Inhalt des Buches wirklich etwas mit dessen Titel zu tun hat, jedoch löste sich auch diese Frage noch auf und ich muss sagen, schlecht gemacht, ist das Buch auf jeden Fall nicht, auch wenn ich irgendwie ein wenig etwas anderes erwartet hätte.

Man sollte also nicht zu viel Sherlock Holmes erwarten, aber ein interessanter Krimi ist es durchaus, auch wenn halt eher in einem älteren Stil.


Fazit

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