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Mittwoch, 21. Januar 2015

Rezension ~ Die Kinder des Teufels

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Kinder des Teufels
Autor: Roman Rausch
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499260808
ISBN-13: 978-3499260803
Genre: Historischer Roman
Reihe: Die Kinderhexe
Band: II


Über den Autor

Roman Rausch schreibt seit Mitte der 1990er Jahre.
Einem breiten Publikum wurde er mit den Kriminalgeschichten um die beiden Würzburger Kommissare Kilian & Heinlein bekannt.Die Thriller-Reihe um den Hamburger Profiler Balthasar Levy gewann viele neue Leser.
Seit kurzem hat sich der Autor dem historischen Roman zugewandt. 'Die Kinderhexe' wurde 2012 unter die Top ten der besten histor. Romane auf lovelbooks.de gewählt.
Sein aktueller Titel heißt 'Die letzte Jüdin von Würzburg' - ein bewegender Schicksalsroman über den Mord an den Würzburger Juden von 1349.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wird Satan geboren, ist das Ende nah. Im Winter 1629 erreichen die grausamen Hexenverfolgungen in Würzburg ihren Höhepunkt: Die Stadt versinkt im Chaos. Als ein blutroter Komet am Himmel zerbirst, scheint das Ende der Welt gekommen. In eben jener Nacht stirbt Kathis Mutter im Kindbett. Nun muss sich die Elfjährige um das lang ersehnte Brüderchen kümmern, das ein auffälliges Muttermal trägt. Antonius und Crispin, Gesandte des Papstes aus Rom, wissen um die Bedeutung des fallenden Sterns: Er ist das Zeichen für die Ankunft des Antichrist. Eine tödliche Seuche, die nur Gottesfürchtige dahinrafft, scheint die Prophezeiung zu bestätigen. Und es beginnt eine erbarmungslose Hetzjagd nach dem Teufelskind, die Kathi und ihren Freunden alles abverlangt.


Rezension/Meinung

Mit »Die Kinder des Teufels« setzt Roman Rausch die Geschichte um die kleine Kathi, welche im Vorgängerband »Die Kinderhexe«, der Hexerei bezichtigt wurde, aber diesem Vorwurf noch entgehen konnte.

Von daher ist es natürlich durchaus praktisch, wenn man den Vorgängerband schon kennt, da man zum einen dann schon ein wenig mehr Wissen um die Charaktere, ihre Historie und ihre Persönlichkeit, zum anderen auch über die Situation, wie es dazu gekommen ist, wie die Menschen in Würzburg jetzt leben, woher ihre Ängste kamen und sich so stark fixieren, wie es in diesem Buch dargestellt wird. Trotzdem muss man »Die Kinderhexe« nicht zwingend kennen, um dieses Werk hier verstehen zu können und Spaß daran zu haben.

Dazu will ich auch gleich früh in dieser Rezension erwähnen, dass einen das Cover durchaus in eine falsche Richtung des Inhalts führen kann, da es doch sehr kitschig wirkt auf den ersten Blick, was man zwar in gewissem Rahmen bei historischen Büchern immer mal wieder vorfindet, jedoch nicht wirklich zu diesem Buch passt. Von kitschig ist die Handlung nämlich Meilen weit entfernt. Sie ist eher als spannend und sehr fesselnd zu beschreiben. Zumal ich durchaus auch den Eindruck hatte, dass alles sehr gut auch historisch durchdacht war, die Zeit einfach sehr gut beschrieben ist, auch vom Umfeld, da ja, teils unabhängig von der Handlung noch der Dreißigjährige Krieg tobt.

Außerdem lernt man sogar glatt noch Dinge durch solche Romane wie diesen, da mir zuvor nicht bewusst war, dass bei der Hexenverbrennung nicht nur der Angeklagte, sondern so gut wie immer, auch der Besager, welcher jemanden der Hexerei anklagen wollte, mit verbrannt wurde, da ja nur Menschen, die mit dem Teufel im Bunde sind, einander gegenseitig erkennen würden.

Roman Rausch schafft es auf jeden Fall die Panik, welche unter den Menschen, durch die vielen Tode und strenggläubigen auftreten und aus diesem Grunde nur durch den Teufel über sie gekommen sein können, sehr gut darzustellen und auch die Tatsache, wie und wodurch sie sich immer mehr darauf fokussiert, dass der Teufel und die Gefahr in einem bestimmten Kind verkörpert sein muss und nur durch den reinigenden Tod des Kindes von ihnen genommen werden kann.

Dabei ist es einfach genial, welche Erklärung am Ende einem die Auflösung bietet, wie die Tode zustande gekommen sind, weiß man ja selbst, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit keine höhere Macht war. Es ist einfach alle so stimmig und schlüssig, dass ich echt beeindruckt war.

Ergänzt wird das Ganze dadurch, dass Roman Rausch mit Kathi, Crispin und Antonius sehr glaubwürdige, unterschiedliche, aber im Zusammenspiel stimmige Charaktere erschaffen hat, bei denen es einfach Spaß macht, mit ihnen mitzufiebern.

Ein historischer Roman, den ich nur empfehlen kann, vor allen Dingen, wenn man eher weniger Kitsch enthalten haben will.


Fazit

Kommentare:

  1. Hey Themis

    Da ich auf deiner Challengeseite nicht kommentieren kann, kurz hier: Schön, dass du bei meiner Challenge dabei bist.
    Ich wünsche dir dabei viel Spass, Erfolg und vor allem, dass dir 2015 viele tolle Protagonisten über den Weg laufen werden.
    Könntest du dann bitte jeweils die Rezensionen in deiner Liste verlinken? Danke.

    lg Favola

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    1. Sobald die Rezensionen fertig sind, mache ich das ^^ Bisher habe ich nur schonmal Merker für die Protagonisten gesetzt :o)

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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