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Dienstag, 20. Januar 2015

Rezension ~ Fronleichnamsmord

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Fronleichnamsmord
Autor: Bea Rauenthal
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 5. Dezember 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611842
ISBN-13: 978-3548611846
Genre: Krimi
Reihe: Zeitreise Krimi - Jo und Lutz
Band: III


Über die Autorin

Bea Rauenthal ist das Pseudonym der Autorin Beate Sauer, unter dem sie im Jahr 2013 den ersten Teil ihrer Krimi-Trilogie veröffentlichte. Im Mittelpunkt stehen die Ermittlungen der beiden Hauptkommissare Weber und Jäger, die auf einer Art Zeitreise schwierige Mordfälle aufklären müssen.


Inahltsangabe/Klappentext

Jo ist erleichtert. Ihre dritte Zeitreise führt sie "nur" ins Jahr 1974 und auf eine Polizeistation. Doch ihre Kollegen entpuppen sich als Machos, und die Polizeimethoden sind ziemlich gestrig. Lutz dagegen ist überglücklich. Er lebt in einer Hippie-Kommune, trägt Batik-Shirts, kifft, und es ist Fußball-WM. Der Fall, den Jo und Lutz lösen müssen, führt sie mitten in die Kämpfe zwischen linken Revoluzzern und reaktionären Sturköpfen. Aber sie erleben das WM-Finale live mit, und dass gewisse Substanzen einen echt locker machen können, kommt ihnen ebenfalls zugute ...


Rezension/Meinung

Dies ist schon der dritte und wie ich vermute letzte Band dieser Reihe, aber ich muss sagen, er ist auch einer der besseren, vor allen Dingen auch Lutz kommt in diesem Teil sehr gut zur Geltung.

Dieses Mal werden Lutz und Jo in das Jahr 1974 versetzt, wie man weiß, ebenso wie 2014, von welchem Jahr aus sie starten, ein Jahr der Fußballweltmeisterschaft und allein dadurch begründet, gibt es schon so manche lustiges Szene. Ich finde es nämlich zu amüsant, wie Lutz versucht alles Mögliche nach den WM-Spielen zu planen, damit er bloß alles hautnah miterleben kann, teilweise einfach gar nicht richtig präsent und aufmerksam ist, weil gerade irgendwie ein Spiel läuft, was durchaus zu mancher nicht ganz so von Jo gewünschter Situation führt. Zudem passt das Leben als Hippie, in welches Lutz diesmal gerutscht ist, einfach zu gut. Vor allen Dingen ist es amüsant, wie locker er den Drogenkonsum damals sieht, wenn man bedenkt, dass er bei der Polizei eigentlich eine andere Meinung haben sollte.

Sehr gefallen hat mir auch, dass Jo, diesmal bei der Polizei, trotz dieser Stellung, es dort nicht ganz so einfach hat und es ihr teilweise mehr Steine in den Weg legt, als hilft, zumal Frauen in den 70er Jahren ja doch von den Männern, meist sehr machohaften, doch anders gesehen wurden, als heutzutage. Von daher ist allein sich etwas mehr durchzusetzen schon ein Kampf für sie. Dabei ist es einfach klasse, wie sie z.B. mit ihrem Auto kämpfen muss, fehlen doch noch Servolenkung, Anschnallgurte und andere Dinge. Interessant ist nur, dass sie diesmal, hingegen der anderen Teile, keine Vorfahrin von sich ist, da sie auf ihre Eltern trifft. Das bringt in diesen natürlich auch viel mit Humor gespickten Krimi, wieder noch ein bisschen mehr Ernst hinein.

Allein von der Zeit her sind die 70er einfach klasse beschrieben, mit einigen Facetten und allem was man sich allein schon vom Klischee her vorstellt. Auch der Fall, welcher diesmal ein wenig anders geartet ist, als in den anderen Bänden, ist sehr spannend und fügt sich wieder sehr gut in die weitere Handlung ein und war bisher auch der für mich am schwersten zu durchschauende, zumindest vom Motiv her.

Das Buch hat irgendwie von allem etwas, ein wenig Romantik, Spannung, viel Humor und machte mir beim Lesen einfach sehr viel Spaß. Von daher kann ich es wieder nur empfehlen, man muss halt aber durchaus Krimis mit mehr Humor auf jeden Fall mögen.


Fazit


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