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Mittwoch, 14. Januar 2015

Rezension ~ Kolibri

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Kolibri
Autor: Kati Hiekkapelto
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 15. September 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453269365
ISBN-13: 978-3453269361
Originaltitel: Kolibri
Genre: Krimi


Über die Autorin

Kati Hiekkapelto, 1970 geboren, hat als Lehrerin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann. Sie lebt mit ihrer Familie auf Hailuoto, einer kleinen Insel im Norden Finnlands. Kolibri ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kaum hat Anna Fekete ihre erste Stelle als Kriminalkommissarin angetreten, landet auch schon ein Mordfall auf ihrem Tisch: eine junge Frau, die beim Joggen im Wald auf grauenvolle Weise getötet wurde. Anna nimmt die Ermittlungen auf. Ihr zur Seite gestellt ist Esko Niemi, ein alter Haudegen, der seine junge Kollegin torpediert, wo er kann. Bis ein zweiter Mord geschieht und Esko klar wird, dass sie den Killer nur gemeinsam finden werden. Doch Anna ist bereits auf eigene Faust unterwegs. Die 19-jährige Riikka wird beim Joggen im Wald brutal ermordet. In den Taschen ihres Sportanzugs findet sich ein Amulett, dem die Polizei jedoch keine weitere Beachtung schenkt. Anna Fekete und ihr Kollege Esko Niemi übernehmen die Ermittlungen. Beim Verhör von Riikkas Freundeskreis erfahren sie, dass Riikka sich kurz zuvor von ihrem Freund getrennt hat. Allerdings ergibt die Autopsie, dass sie am Tag ihres Todes Geschlechtsverkehr hatte. Der Fall verkompliziert sich, als ein zweites Opfer gefunden wird. Wieder taucht ein Amulett beim Leichnam auf. Doch es gibt keinen Hinweis, dass die beiden Opfer sich gekannt haben. Wie sich zeigt, stellen die Amulette einen blutrünstigen Aztekengott dar. Handelt es sich bei dem Täter um einen Serienmörder, der seine Opfer zufällig auswählt? Bevor Anna Fekete und Esko Niemi eine Antwort finden, geschieht ein dritter Mord. Der Tatort entpuppt sich als kaltblütige Falle.


Rezension/Meinung

Skandinavische Krimis habe ich schon einige gelesen, jedoch war bisher noch kein finnischer Krimi unter diesen. Mit »Kolibri« hat sich das jedoch geändert, mein erster finnischer Krimi und auch für die Autorin ihr Debüt.

Dafür, dass es das Debüt der Autorin ist, muss ich sagen, dass es schon ziemlich gelungen ist, auch wenn mir persönlich einige Kleinigkeiten nicht so gefallen. Zum einen bleiben manche Fragen offen, zum anderen sind die Charaktere teilweise etwas eigenartig und auch die Handlung offenbart noch manche Schwäche.

Zunächst einmal zu den Charakteren. Anna Fekete, die Protagonistin, ist soweit eigentlich relativ sympathisch und man merkt an vielen Stellen, dass die Autorin ihrer Persönlichkeit Tiefe verleihen will, ihr eine Vergangenheit angedacht hat und ähnliches. Trotzdem ging es mir mit ihr auch oft so, dass ich ihre Handlungen so gar nicht verstehen konnte, manchmal Andeutungen gemacht wurden, aber nichts erläutert. Daher ist sie für mich irgendwie ein Charakter, den ich nicht so richtig greifen konnte. Zu Beginn und zum Ende des Buches hin, fiel mir das insgesamt am leichtesten, aber im Mittelteil hatte ich mit Anna ehrlich meine Probleme. Auch ihr Kollege Esko ist für mich nur teils gelungen, denn zunächst versteht man sein Verhalten zwar nicht, aber es ist stimmig, im Verlauf des Romans scheint mir die Autorin eine Entwicklung bei diesem Charakter zeigen zu wollen, die aber für mich nicht stimmig war, da man sie einfach nicht versehen konnte, da einfach die Gründe für seine Veränderungen im Dunklen blieben. Alle weiteren Charaktere blieben zwar nicht vollkommen blass, aber bei manchen bekam man sogar eher Informationen, bei denen ich mich fragen musste, warum ich sie erhalte.

Die Handlung selbst ist auf jeden Fall interessant, auch wenn ich mich ein wenig gefragt habe, warum zwei Handlungsstränge eröffnet wurden, da deren Zusammenspiel irgendwie nicht gegeben war, mir daher etwas der Bezug vom einen zum anderen fehlte, auch wenn man sich durchweg die Frage stelle, hängt es zusammen oder nicht? Außerdem gibt es an einigen Stellen durchaus noch Längen an denen sich die Handlung sehr zog, man irgendwie etwas fremd zu allem wurde. Manche Begebenheit in der Handlung habe ich auch so gar nicht verstanden, da sie keinen Grund zu haben schien, aber einem von der eigentlichen Haupthandlung abbrachte.

Am Ende des Buches waren für mich manche Motive, Gründe und Erkenntnisse ein wenig aus der Luft gegriffen, teils kamen sie zu schnell, so dass sie ein wenig gezwungen wirkten, als hätte das Buch schnell beendet werden müssen. Andere Fragen, wurden nie beantwortet, was schade ist. Insgesamt waren für mich die Lösungen, die sich einem auftaten etwas zu unglaubwürdig, hatten nicht so ganz den stimmigen Charakter, den ich erhofft hätte. Trotzdem lässt sich das Buch durchaus gut lesen, ist an einigen Stellen durchaus spannend und hat teilweise einen interessanten Hintergrund, auch wenn manchmal ein bisschen weniger durchaus mehr gewesen wären, in allen Aspekten, Handlung und auch bei den Charakteren.


Fazit

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