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Dienstag, 13. Januar 2015

Rezension ~ Reiten ohne Sattel und Zaumzeug

Allgemeine Informationen zum Buch

Titel: Reiten ohne Sattel und Zaumzeug
Autor: Karin Tillisch
Broschiert: 80 Seiten
Verlag: Cadmos Verlag
Ersterscheinung: 1. August 2006
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861275503
ISBN-13: 978-3861275503
Genre: Sachbuch


Über die Autorin

Karin Tillisch ist seit über 10 Jahren als Fachjournalistin und Fotografin in der internationalen Pferdewelt unterwegs und veröffentliche schon zahlreiche Reportagen, Serien und auch Bücher im In- und Ausland.Im Januar 2000 kam der Tiger-Horse-Wallach Shadow zu ihr, der als Problempferd galt und von anderen Trainern und Reitern als bösartig abgestempelt worden war. Mit ihrer Ausbildungsmethode, dem Pegasus System, gelang es ihr, Shadows Vertrauen zu gewinnen. Heute sind Karin Tillisch und Shadow gern gesehene Gäste auf Shows und Pferdemessen in ganz Europa und begeistern das Publikum nicht nur durch die Vielfalt ihres Könnens, sondern auch durch die stets sichtbare Harmonie zwischen Pferd und Mensch.

Im Cadmos Verlag sind bisher ihre Bücher "Reiten ohne Sattel und Zaumzeug", "Vom Roundpen zur Freiheitsdressur" und "Junges Pferd - was nun?" erschienen.
Schnupper-Tageskurse und weitere Informationen zu Karin Tillisch finden Sie auf ihrer Homepage www.karin-tillisch.com

 

Inhaltsangabe/Klappentext

Karin Tillisch und ihr Pferd Shadow zeigen auf vielen Shows und Messen neben einem umfassenden Repertoire an Tricklektionen auch stets das Reiten ohne Sattel und Zaumzeug. Dieses Buch entstand aufgrund der großen Nachfrage interessierter und ambitionierter Pferdefreunde, die sich durch die Shows und Kurse von Karin Tillisch begeistern ließen. Das Reiten ohne Sattel und Zaumzeug bringt Pferd und Mensch nicht nur in physischer Weise näher zusammen. In einer Welt, in der die Technisierung mittlerweile auch in den Reitsport vorgedrungen ist und mancher Reiter mangels besseren Wissens versucht, sein Pferd mit allerlei „Hilfsmittelchen“ vom Zusatzpulver zur Beruhigung bis hin zu mehr oder minder pferdefreundlichen Gebissen unter Kontrolle zu bringen, wird es wieder Zeit für ein Buch, das den Leuten vor allem eines beibringen soll: fühlen! Kein Zaumzeug der Welt und kein noch so ausgeklügelter Hilfszügel kann ein Pferd wirklich beherrschen. Das hat sicherlich schon jeder Reiter erfahren, dem das Pferd trotz angenommener Kandare im Gelände durchging. Die einzige Sicherheit sieht die Autorin beim Reiten im absoluten Vertrauen zwischen Pferd und Mensch. Das Pferd, so sind sich alle einig, soll dem Menschen vertrauen – doch wie soll das gehen, wenn der Mensch auf seinem Rücken es mit Hilfszügeln zusammenschnürt und mit scharfen Gebissen traktiert? Dieses Buch wir dem Leser helfen, sein Pferd besser zu verstehen und zu einer Reitweise zurückzufinden, die dem Wesen der Pferde entspricht.


Rezension/Meinung

Beim Lesen dieses Buches war ich ehrlich sehr positiv überrascht auf welche Weise die Autorin einen an das Reiten ohne Zubehör, wie Sattel und Zäume heranführt und auch vor allem, wie sie ihr Vorgehen begründet.

Ich mag es nämlich sehr, dass sie langsam an die Dinge heran geht und somit sowohl der Reiter, als auch das Pferd nach und nach alles erlernen und nach diesem Plan ausreichend Zeit hätten, sich an das Neue zu gewöhnen. Ebenso sind die Erklärungen, vor allen Dingen zu den einzelnen Zäumungsvarianten, die man immer mehr abstuft, echt gut. Dabei geht sie immer wieder darauf ein, dass man sich und dem Pferd Zeit geben muss und man auch einfach damit rechnen sollte, dass es langwierig werden könnte. Für mich einfach ein sehr pferdegerechtes Vorgehen, da nichts erzwungen wird, welches ich nur befürworten kann, denn eins der wichtigsten Dinge, die man im Umgang mit Pferden benötigt, ist Geduld.

Ein wenig gewundert hat mich jedoch, dass ich bei der Reihenfolge und auch ihren Erklärungen das Gefühl hatte, sie hält ohne Zaumzeug, aber mit Sattel zu reiten einfacher, als umgekehrt. In meinen Augen ist es nämlich eher so, dass ich eher ohne Sattel und mit Zäumung zurecht käme.

Gut fand ich aber auch, dass sie sagt, dass man nicht unbedingt jedes Pferd ohne Polster zwischen sich und dessen Rücken reiten sollte, auch wenn man es gern täte. Diese kleinen Hinweise, die einfach darauf abzielen, einem auch etwas sensibler für das eigene Pferd zu machen, finde ich einfach toll, denn schließlich sollte man ja nur aus eigensinnigen Wünschen seinen Partner Pferd keinen größeren Schaden oder Schmerz zufügen.

Auf jeden Fall ist es eine interessante Lektüre aus der ich manches für mich mitnehmen konnte und die für mein Gefühl einen guten Erstleitfaden darstellt, wie man sicher und harmonisch das Ziel mit möglichst wenig Equpiment zu reiten, erreichen kann, auch wenn es mit einem fundierten Trainer an der Seite sicher noch besser geht.


Fazit


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