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Freitag, 9. Januar 2015

Rezension ~ Rumo und die Wunder im Dunkeln

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Rumo und die Wunder im Dunkeln
Autor: Walter Moers
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 21. November 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492267106
ISBN-13: 978-3492267106
Genre: Fantasy / Humor
Reihe: Zamonien


Über den Autor

Walter Moers wurde am 24. Mai 1957 in Mönchengladbach geboren. Nach der Schule lebte er zunächst von Gelegenheitsarbeiten, begann eine kaufmännische Lehre, die er jedoch nicht beendete. Parallel dazu brachte er sich selbst das Zeichnen bei und arbeitet heute als Autor, Illustrator und Comic-Zeichner. Moers gilt als öffentlichkeitsscheu und lebt zurückgezogen. Erste Veröffentlichungen gelangen ihm 1984 mit cartoonartigen Comics für ein meist erwachsenes Publikum. Seinen Durchbruch hatte Moers mit seiner Zeichnung »Das kleine Arschloch« das auch verfilmt wurde. Eine seiner bekanntesten Figuren hingegen ist »Käpt’n Blaubär« dessen Geschichten im Fensehen in der »Sendung mit der Maus« sowie als Kinderbücher und sogar als Musical erfolgreich waren. Der 1999 erschienene Roman »Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär« bildet zudem den Grundstein seiner erfolgreichen »Zamonien-Romane« die sich wieder eher an ein erwachsenes Publikum richten. Die weiteren Bände der Reihe sind »Ensel und Krete«, erschienen 2000, »Rumo & Die Wunder im Dunkel«, erschienen 2003, »Die Stadt der Träumenden Bücher«, erschienen 2004 sowie »Der Schrecksenmeister«, erschienen 2007. Der sechste Band der »Zamonien-Romane« erschien im Oktober 2011 unter dem Titel »Das Labyrinth der Träumenden Bücher« erstmals im Knaus Verlag und stellt eine Fortsetzung des vierten Bandes dar, in dessen Ende ein zweites Abenteuer von Hildegunst von Mythenmetz angesprochen wird. Im November 2012 erscheint mit »Zamonien« das ultimative Lexikon für alle Fans und Liebhaber von der Reihe. Moers Schreibstil orientiert sich sehr stark an der Tradition des Grotesken und verbindet Schauerliches und Komisches. Er ist auch gespickt mit Wortspielen, Anagrammen und Anspielungen. Viele der verwendeten Wortspiele fallen auch durch Ihre visuelle Gestaltung auf, da der Autor alle seine Bücher selbst illustriert. Walter Moers arbeitet auch heute noch als freier Journalist für die Zeitung »Titanic«


Inhaltsangabe/Klappentext

Rumo – der Wolpertinger aus Walter Moers’ Bestseller "Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär" – macht sich selbständig und geht seinen Weg: Wie er kämpfen und lieben lernt, Feinde besiegt, Freunde gewinnt und das Böse kennenlernt und wie er schließlich auszieht, um das größte Abenteuer seines Lebens zu bestehen, davon erzählt dieser spannende, ergreifende und komische Roman von Walter Moers.


Rezension/Meinung

Seit langem habe ich kein Buch von Walter Moers mehr gelesen, aber Rumo stand noch bei mir im Schrank, also wurde mit meiner Erinnerung an »Die dreizehn einhalb Leben des Käpt’n Blaubär« und »Der Schrecksenmeister« dieses Buch angegangen.

Ehrlich gesagt, kam es mir weniger amüsant vor, als die anderen beiden Bücher, was eventuell aber auch daran gelegen haben könnte, dass mir irgendwie zu Beginn des Buches der rote Faden sehr fehlte. Vor allem die Zeit, in der Rumo noch auf der Zyklopeninsel ist, war für mich irgendwie einfach nur zäh. Deutlich spannender, interessanter etc. wurde es meines Erachtens nach, und vor allen Dingen erst, nachdem Rumo und Smeik auf den Eydeeten getroffen sind und Rumo dann in Wolperting ankommt. Was, so vermute ich, auch wirklich in vielen Punkten daran lag, dass die Geschichte dann langsam einen roten Faden erhielt, dem ich auch wirklich folgen konnte.

Letztendlich gibt es Dinge auch an diesem Buch, die Moers einfach richtig gut kann, denn die Bilder sind, wie in den anderen Büchern, die ich von ihm kenne, wieder eine geniale Untermalung der Geschichte und ergänzen sie einfach toll. Zudem ist das, was er erzählt auch alles wunderbar phantastisch und, wie ich zugeben muss, selbst die Teile der Geschichte, bei denen mir der rote Faden noch so richtig fehlte, die ich teilweise ein wenig zäh fand, hatten ihre Berechtigung, denn sie und manches Wissen aus ihnen, wurde später noch richtig wichtig.

Außerdem entwickelt Moers wieder so einige sehr interessante Charaktere und Orte. Vor allen Dingen auch Kolibril fand ich sehr interessant, als zweiten Eydeeten, den ich bisher aus dieser Welt kennenlernen konnte, wie auch viele der Wolpertinger, die in der Geschichte vorkommen, auch wenn mir Rumos große Liebe ein wenig zu mystisch vorkam. Ein bisschen zu viel Vorherbestimmung in gewissem Maß vielleicht einfach für mich. Hingegen war Smeiks Rolle, auch wenn ich ihn teilweise sehr langatmig fand, letztendlich eine, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte.

In meinen Augen bisher eindeutig nicht das beste Buch, was ich von Moers gelesen habe, auch wenn mir natürlich noch einige fehlen. Ein Fehler war des Buch jedoch nicht, auch wenn es mir an vielen Stellen einfach viel zu lange dauerte, bis wirklich etwas passierte, der Humor nicht ganz so vorrangig war und vielleicht manches etwas zu tiefgehend erklärt wurde, zumindest zunächst, auch wenn es am Ende so genau richtig war. Ein halt sehr eigenes Buch, das man aber sicherlich mag, wenn man Moers Geschichten, die man schon kennt, mochte. 


Fazit


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