Seiten

Freitag, 23. Januar 2015

Rezension ~ Sommer der Wahrheit

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Sommer der Wahrheit
Autor: Nele Löwenberg 
Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 16. Juni 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285619
ISBN-13: 978-3548285610 
Genre: Belletristik / Familiendrama



Über die Autorin

Nele Löwenberg ist der Mädchenname der Bestsellerautorin Nele Neuhaus. Sie begann schon in jungen Jahren zu schreiben und erlangte mit ihren Krimis inzwischen Weltruhm.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nebraska, Anfang der Neunzigerjahre: Sheridan Grant lebt mit ihrer Adoptivfamilie auf einer Farm inmitten von Maisfeldern. Sie leidet unter der Eintönigkeit des Farmlebens und dem strengen Regime ihrer Adoptivmutter, die der hochmusikalischen Sheridan sogar das Klavierspielen verbietet. Zum Glück gibt es den Farmarbeiter Brandon, den Rodeoreiter Nick und den Künstler Christopher, die Sheridan den Hof machen und sie davor bewahren, vor Langeweile zu sterben. Bis in einer Halloween-Nacht etwas Furchtbares passiert. Nun erweist sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...


Rezension/Meinung

Ich muss ehrlich gestehen, ich war mächtig neugierig, wie es wohl sein wird, von Nele Neuhaus, auch wenn sie hier unter ihrem Mädchennamen offiziell veröffentlicht, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um einen Krimi handelt, einen mal etwas anderen Roman zu lesen. Dabei hat sie mich doch auch auf die eine oder andere Art überrascht.

Zum einen war ich durchaus überrascht, dass dieses Familiendrama in den USA spielt, denn damit hatte ich zunächst gar nicht gerechnet. Trotzdem schafft sie es sehr gut das Farmleben, vor allen Dingen in dieser Region der USA und zu dieser Zeit, zu beschreiben. Teils noch sehr altmodische Ansichten, oftmals sehr gläubig und das wird auch sehr ausgelebt. Trotzdem scheinen die Menschen auch in manchen Dingen ein wenig freier zu sein, nicht immer so sehr unter Stress zu stehen, den Tag teils eher so zu nehmen, wie er denn kommen wird. Es baut sich also beim Lesen so richtig schön die Atmosphäre einer solchen Farm auf.

Dabei schafft es Nele Neuhaus auch sehr gut die einzelnen Charaktere herauszuarbeiten, wie unter anderem Sheridans Adoptivmutter, welche ein richtiger Drachen ist, viel noch an alten Gebräuchen festhängt, teils sehr altmodisch im Denken ist und zudem einfach ein Mensch wäre, dem ich nicht begegnen wollen würde. Die Abneigung gegen sie hat sich bei mir schon sehr früh eingestellt und sich im Verlauf der Handlung eher noch verschlimmert. Ebenso, wie zu Sheridians jüngstem Adoptivbruder, dem Nesthäkchen der Familie, welcher von seiner Mutter extrem verhätschelt wird.

Sheridian selbst ist auch ein Charakter, der eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit hat, obwohl sie teilweise Dinge tut, die ich so nicht in diesem Roman erwartet hatte. Vor allen Dingen, wie ausgeprägt doch teilweise ihr Sexualleben und dessen Beschreibung in diesem Buch, sowie Sheridians Ansichten dazu sind, damit hätte ich nie gerechnet. Bei ihr merkt man aber, was ich sehr gelungen finde, eine sehr deutliche Entwicklung vom Beginn des Romans zu seinem Ende hin, vor allen Dingen, wie ihre Persönlichkeit und sie selbst immer stärker wird, durch die Dinge, mit denen sie konfrontiert wird und auf welche Weise sie lernt, damit umzugehen.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, auch wenn es in manchen Punkten durchaus vorhersehbar vor, vor allen Dingen die Haupthandlung betreffend. Was jedoch viele Kleinigkeiten in der Handlung anbelangt, wurde ich doch noch so manches Mal ziemlich überrascht und vor allen Dingen haben mich dabei auch die Charakter und ihr Verhalten sehr positiv überrascht.

Ein sehr gelungenes Familiendrama, das zeigt, dass Nele Neuhaus auch in anderen Bereichen, als dem Kriminalroman richtig Talent hat und das ich jedem, der gern mal tiefer in eine Familie oder allgemein solche Geschichten eintaucht, nur ans Herz legen kann, denn Atmosphäre und Charaktere sind einfach sehr stimmig.


Fazit


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen