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Samstag, 31. Januar 2015

Rezension ~ Todesmelodie

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Todesmelodie
Autor: Andreas Franz / Daniel Holbe
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 2. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426639440
ISBN-13: 978-3426639443
Genre: Krimi
Reihe: Julia Durant
Band: XII


Über den Autor

Andreas Franz’ große Leidenschaft war von jeher das Schreiben. Bereits mit seinem ersten Erfolgsroman JUNG, BLOND, TOT gelang es ihm, unzählige Krimileser in seinen Bann zu ziehen. Seitdem folgte Bestseller auf Bestseller, die ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Krimiautor machten. Seinen ausgezeichneten Kontakten zu Polizei und anderen Dienststellen ist die große Authentizität seiner Kriminalromane zu verdanken. Andreas Franz starb im März 2011.

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit von Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan – und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein Projekt von Andreas Franz zu übernehmen? Daraus entstand die "Todesmelodie", die zu einem Bestseller wurde. Nach zwei weiteren Krimis, in denen er Julia Durant und ihr Kommissariat weiterleben ließ, war "Giftspur" Daniel Holbes erster eigenständiger Kriminalroman, dem nun der zweite folgt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Gleich der erste Fall nach ihrer Rückkehr in den aktiven Dienst verlangt Julia Durant, die immer noch unter dem Trauma ihrer Entführung leidet, wieder alles ab: In einem WG-Zimmer wird eine Studentin aufgefunden. Sie wurde grausam gequält und schließlich getötet, am Tatort läuft der Song „Stairway to Heaven“. Verbissen ermittelt das K11 die mutmaßlichen Verdächtigen, und das Gericht verurteilt sie zu hohen Haftstrafen. Zwei Jahre lang wähnen sich alle in dem Glauben, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde. Doch dann taucht ein weiterer toter Student auf, und wieder spielt dasselbe Lied …


Rezension/Meinung

Dieser Band der Reihe um Julia Durant, war für mich in einem gewissen Punkt einer der interessantesten bisher, stellt er doch den Übergang von den Bänden, die noch vom Erfinder der Reihe, Andreas Franz, geschrieben wurden, zu deren Fortführung durch Daniel Holbe nach dem Tod von Franz dar.

Sehr positiv aufgefallen ist mir dabei, dass man der Geschichte nicht anmerkt, dass des ursprüngliche Manuskript und sicherlich auch Passagen des Buches von einem Autor geschrieben wurden, der bei der Überarbeitung durch einen anderen, nicht mehr dabei sein konnte. Es wirkt, als sei das Buch alles aus der Hand eines Einzelnen entstanden. Einen Unterschied im Stil des Buches kann man nur dann feststellen, wenn man die Bücher von Franz etwas genauer kennt, jedoch auch nur in kleinen Verhaltensnuancen der Charaktere, die sich aber auch schon durch den Zeitsprung von zwei Jahren erklären lassen, die Julia Durant außer Dienst verbracht hat.

Für mich war es bei diesem Buch, bin ich doch erstmals mit späteren Fällen, rein von Daniel Holbe geschrieben, eingestiegen, sehr interessant zu erfahren, dass Julia Durant mit einem Trauma zu kämpfen hat, denn das habe ich bewusst erst durch diesen Band erfahren. Dabei ist es sehr gut eingearbeitet worden, wie sie sich manches Mal von diesen Erfahrungen auch noch beeinflussen lässt in ihrer Arbeit, gleichzeitig diese Tatsache aber nicht zu sehr aufgebauscht wird.

Und auch der Fall, um den es sich hier dreht, finde ich äußerst spannend, scheinen doch, auch wenn es zunächst unmöglich scheint, ein schon älterer Fall, den Julia direkt nach ihrer Rückkehr aus der Auszeit geleitet hat und der jetzige, im Zusammenhang zu stehen, legt sogar den gleichen Täter nahe, obwohl die Täter damals vermeintlich ermittelt und ins Gefängnis gebracht wurden. Dabei machte es mir wieder riesig Spaß mit zu ermitteln und zu rätseln, wie die beiden Fälle wohl zusammen hängen dürften, was alles hinter dem Ganzen steckt usw. Die Wendungen, die der Fall dabei nimmt, in Kombination auch damit, wie manche Dinge Julia Durant doch an den Nerven zehren, ist einfach sehr spannend gemacht. Zudem gefällt es mir, zu erfahren, wie Sabine Kaufmann, die ich ja schon kannte, hier in diesem Band zum ersten Mal, als neue Kollegin, richtig in Kontakt zu Julia Durant kommt, diese Entwicklung, vielleicht auch gerade unter dem Vorwissen, wie sie endet, fand ich sehr spannend.

Für mich ein richtig guter Krimi, den ich nur empfehlen kann und der, wie ich finde, auch wenn ich von den noch von Franz geschrieben Bänden bisher nicht so viele kenne, keinen allzu großen Bruch in der Geschichte darstellt, sich hingegen sehr gut einfügt und einfach extrem spannend ist und mit einem Ende aufwarten kann, bei dem man durchaus auch ein bisschen überrascht ist, wer genau unter welchem Motiv der Täter war.


Fazit

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