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Mittwoch, 25. Februar 2015

Rezension ~ Albert - Ein glorreiches Schnabeltier

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Albert - Ein glorreiches Schnabeltier
Autor: Howard L. Anderson
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
Ersterscheinung: 8. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550088949
ISBN-13: 978-3550088940
Originaltitel: Albert of Adelaide. A Story of Old Australia
Genre: Belletristik / Western / Humor


Über den Autor

Howard L. Anderson hat schon einiges erlebt: Er arbeitete auf einem Fischereiboot in Alaska, in den Stahlwerken von Pittsburgh, als Lastwagenfahrer in Houston und als Drehbuchautor in Hollywood. Er studierte Jura, und gegenwärtig vertritt er als Strafverteidiger Mexikaner, denen Straftaten auf amerikanischen Boden vorgeworfen werden.


Inhaltsangabe/Klappentext

Albert ist ein Schnabeltier, und man hat ihn einmal zu oft mit Popcorn beworfen. Bei der ersten Gelegenheit bricht er aus dem Zoo von Adelaide aus und macht sich auf die Suche nach dem legendären Alten Australien, wo Tiere wie er eine Heimat haben. Auf seiner Reise durch die australische Wüste begegnet er jeder Menge verrückter Gestalten: einem pyromanischen Wombat, einem kleinkriminellen Waschbären, Bandicoots, Kängurus, Dingos und sogar einem echten Tasmanischen Teufel. Die einen werden zu Weggefährten, die anderen wollen ihn lieber am nächsten Baum aufknüpfen. Die Wüste ist ein rauer Ort, aber zwischen Kneipenschlägereien, Verfolgungsjagden und brennenden Dörfern lernt Albert viel über Zugehörigkeit, Loyalität und Mut. Und findet dabei Freunde fürs Leben.

Wie "Farm der Tiere" ohne Farm, dafür mit Schnaps, Schusswaffen und Beuteltieren und viel lustiger.


Rezension/Meinung

Was der Autor mit diesem Buch wirklich erreichen und aussagen möchte, ist mir beim Lesen nicht wirklich klar geworden. Er bietet einem eine sehr wilde Mischung aus einer sehr wilden Geschichte, mit einer eher etwas seltsamen Handlung, auch wenn diese im Klappentext noch recht klar wirkt, einem Haufen vollkommen durchgeknallter Tiere, die sich, trotzdem sie Australien bevölkern, eigentlich wie im wilden Westen fühlen und wirklich alle ihre Probleme mit Schießereien zu lösen versuchen und der Frage, was soll das eigentlich alles.

Also wirklich einen Sinn habe ich bei der Handlung nicht mehr gefunden, auch wenn sie zunächst sehr simple klang, wenn man im Klappentext liest, auch welche Suche Albert sich zunächst macht. Jedoch wird durch die Begegnungen mit den anderen Bewohnern des Outback, denen dieses Leben durchweg nicht zu bekommen scheint, vollkommen in andere, sehr wirre Bahnen gelenkt. Feststellen muss man auf jeden Fall, dass man als Tier nicht im Outback wohnen sollte, denn dort wird man ziemlich sicher zum Säufer und sollte das nicht reichen, zum Irren. Eigentlich gibt es, außer dem zunächst noch sehr naiven Albert, kein einziges Tier in dieser Geschichte, was irgendwie nicht einen an der Waffel hätte. Zudem sind alle Tiere extrem brutal veranlagt und ich hatte den Eindruck, dass kein mir bekannter Western oder auch moderner Actionfilm mit der Anzahl an Schießereien und brutalen Szenen mithalten könnte, die einem dieses Buch bietet, in dem eigentlich viele sehr possierliche und von mir eher als liebenswürdig eingeschätzte Tiere mitspielen.

Dabei kommt es leider auch zu einigen Längen in diesem Buch, da der Mittelteil der Geschichte eigentlich aus vielen Wiederholungen, nämlich einer Schießerei nach der anderen zu bestehen scheint und man sich durchaus dem Gefühl nicht ganz verwehren kann, dass man eigentlich immer wieder das gleiche liest und nicht wirklich etwas Neues passiert. Ein wenig Auftrieb bekommt das Buch in diesen Szenen und auch im Allgemeinen dadurch, dass es zumindest immer mal wieder eine amüsante Szene gibt, wobei man auch da sagen muss, diese sind eher von einem düsteren und sehr sarkastischen Humor geprägt.

Aus der Grundidee des Romans hätte man sicher einiges machen können, wenn nicht alles so übertrieben hätte sein müssen, wie es leider der Fall ist. Schade in meinen Augen, denn das Buch wirkte sehr vielversprechend, so war es eher nur Mittelmaß und lässt mich auch ein wenig irritiert zurück, wie man als Autor auf eine solche Story kommen kann.


Fazit

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