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Sonntag, 22. Februar 2015

Rezension ~ Auch die Liebe hat drei Seiten

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Auch die Liebe hat drei Seiten
Autor: Susann Rehlein
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 9. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548284884
ISBN-13: 978-3548284880
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur



Über die Autorin

Susann Rehlein, geboren in Leipzig, arbeitet als Journalistin und Lektorin. Sie stammt zwar nicht aus Brandenburg und besitzt derzeit auch kein Schaf, aber sie kennt und liebt Kreuzberg. "Auch die Liebe hat drei Seiten" ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie hat einen Zahlenfimmel, ein größeres Problem mit menschlicher Nähe und ist auch ansonsten nicht besonders alltagstauglich. Zum Glück stellt Neuberlinerin Lisbeth, dreiundzwanzig Komma sieben Jahre alt, schnell fest, dass Kreuzberg genauso ein gemütliches Dorf ist wie das heimatliche Bückschitz in Brandenburg. Nur ein Problem hat sie noch: Edgar – der einzige Mensch, dessen Nähe sie ertragen kann, ohne ihn sofort durchzählen zu müssen. Zwar bringt er höchstpersönlich ihr Lieblingsschaf Paul nach Berlin. Dann aber lässt er Lisbeth, die gegen jeden Ansturm seinerseits gewappnet ist, viel mehr Raum, als sie eigentlich haben will …


Rezension/Meinung

Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem mir die Protagonistin so extrem unsympathisch ist, wie es bei diesem Buch der Fall war. Lisbeth ist irgendwie ein Charakter mit dem ich so gar nicht klar kam. Weniger, weil sie alles zählt, was zwar eine nervige Macke sein kann, als wegen den anderen Aspekten ihrer Psyche, denn im Allgemeinen wirkt sie extrem psychisch gestört, als wäre sie im besten Fall autistisch veranlagt und in den schlimmeren einfach sehr, sehr krank. Für mich auf jeden Fall daher ein Charakter, mit dem ich mich zum einen so gar nicht identifizieren konnte und der mir zum anderen auch noch mächtig auf die Nerven gegangen ist. Das mag auch daran gelegen haben, dass ich verdammt viele ihrer Ansichten und wie Aktionen, um aus ihrem Problem heraus zu kommen, wie sie es oftmals im Roman erwähnt, einfach extrem seltsam fand und so gar nicht nachvollziehen konnte.

Dazu kommt dann noch, dass dieses Buch für mich keinen wirklich erkennbaren roten Faden hatte, außer vielleicht der Tatsache, dass Lisbeth wirklich ziemlich verrückt ist und es auch noch schafft extrem viele Menschen, die zwar auf eine etwas andere Weise als sie, aber trotzdem ebenso verrückt sind, um sich zu scheren. Was mir das jedoch genau erzählen und sagen sollte, wollte mir einfach nicht klar werden. Ich habe mir einfach nur immer wieder denken müssen, um was für einen Haufen unsympathischer Charaktere es sich handelt. Zumal, wenn meine Theorie stimmt, dass Lisbeth psychisch nicht wirklich gesund ist, dann handeln in diesem Buch ehrlich alle samt extrem verantwortungslos. Der einzig normale Charakter in diesem Buch ist eindeutig das Schaf.

Die Kombination aus der für mich vollkommen unsinnigen Handlung, die eigentlich nicht wirklich eine ist, sondern eine wilde Aneinanderreihung von Ereignissen, die durch seltsame, unsympathische Charaktere ausgelöst wird, der ich einfach nichts abgewinnen konnte, weder Humor, noch Sinn, noch irgendwas, außer, dass sie mich nervte, gepaart mit einem Titel, der zu dem Buch für mich gar nicht passen wollte, außer dem Zusammenhang, dass dort ebenso unsinnig etwas gezählt wird, wie teilweise von Lisbeth, hat mir deutlich klar gemacht, dass dies einfach nicht mein Buch ist.

Manchen mag es wohl gefallen, aber empfehlen kann ich es nicht, außer man möchte mal eine extrem wirre und abwegige Geschichte lesen.


Fazit

Kommentare:

  1. "Der einzig normale Charakter in diesem Buch ist eindeutig das Schaf." You made my day!

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    1. Gern geschehen :D :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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