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Samstag, 7. Februar 2015

Rezension ~ Ein letzter Job

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Ein letzter Job
Autor: Adrian McKinty
Taschenbuch: 396 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag
Ersterscheinung: 16. April 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518463721
ISBN-13: 978-3518463727
Originaltitel: Falling Glass
Genre: Krimi / Thriller


Über den Autor

Adrian McKinty wird 1968 geboren. Er wird in Carrickfergus, in der Nähe von Belfast, groß. In Oxford sudierte er Philosophie und zog anschließend nach New York. 2001 zog McKinty nach Denver und wohnt nun seit 2008 mit seiner Familie in Melbourne.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein gnadenloser Killer jagt die Exfrau eines mächtigen Unternehmers und einen wortgewandten Gangster durch Irland. Ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende alle ihren Frieden finden und sei es im Tod.

Killian ist ein Spezialist darin, Menschen zu finden, die nicht gefunden werden wollen. Richard Coulter, Besitzer einer Fluglinie mit Beziehungen zu den höchsten politischen Kreisen Irlands, bietet ihm eine halbe Million Pfund, wenn er seine Exfrau Rachel und die beiden Töchter zu ihm zurückbringt. Killian wittert den Job seines Lebens, doch er stellt bald fest, daß er nicht der erste ist, der sich an Rachel die Zähne ausbeißt. Als er merkt, daß ein russischer Killer auf ihn angesetzt wurde, und ihm klar wird, daß es um mehr als eine Familienangelegenheit geht, muß Killian sich entscheiden, auf wessen Seite er steht.


Rezension/Meinung

Von diesem Autor lernte ich mit diesem Buch, nach »Der katholische Bulle« schon das zweite Werk kennen und ich war durchaus sehr überrascht, wie unterschiedlich die beiden Bücher sind.

Sehr auffällig an diesem Buch ist unter anderem, dass, obwohl es in Irland spielt und man grundsätzlich auch das Gefühlt hat, dass dies eigentlich schon etwas deutliche hätte werden sollen, kommt das Gefühl, in Irland zu sein, gar nicht richtig auf, denn das Buch könnte irgendwo auf der Welt spielen, es wäre eigentlich egal. Zumindest von der Atmosphäre her, die aufgebaut wird. Trotzdem sind die Orte, welche man so kennenlernt teilweise sehr interessant und auch schön beschrieben.

Ebenso fand ich es sehr auffällig, wie unterschiedlich die beiden Bücher des Autors doch auch vom Schreibstil sind, wobei ich in diesem Punkt diesem Buch den Vorzug geben würde, lassen sich die Sätze doch deutlich leichter lesen, scheinen mehr im Fluss zu sein und wirken weniger abgehackt. Wodurch es auf jeden Fall so war, dass man das Buch sehr gut lesen konnte.

Zur Geschichte selbst, kann ich nur sagen, dass sie zwar nichts Besonderes war, aber auch ein paar Kleinigkeiten aufweisen konnte, die ich durchaus gelungen fand, wie so manche kleine Spitze an Humor, die aufgeblitzt ist oder auch einen kleinen Funken Tiefgründigkeit, den ich so nicht erwartet hatte. Eigentlich handelt es sich nämlich eher um einen typischen Action-/Agenten-Thriller, die ich eher als sehr oberflächlichen bisher kennengelernt habe. Was die Charaktere anbelangt, muss ich auch gestehen, fand ich diese ein wenig eigenartig. Vor allen Dingen Rachel, als eine der wichtigsten Personen, war sehr seltsam, zum einen ist sie sehr naiv, zum anderen begeht sie mit ihrer Tat aber doch etwas, das zu dieser Naivität einfach nicht passen will, da es eigentlich mehr Realitätssinn erfordert, als man Rachel eigentlich zutrauen will.

Ein wenig fehlte mir doch leider die Spannung, denn auch, wenn vor allem das doppelte Spiel des Auftraggebers noch ein bisschen mehr Action in die Geschichte bringt, plätschert es eher etwas vor sich hin, da nichts passiert, was man nicht in gewissem Umfang schon erwartet hätte, es gibt wenig Wendungen, die einen eher unvorbereitet treffen usw.

Als Action-Thriller durchaus ganz ordentlich, aber nichts wirklich besonderes, wäre aber, wenn man diesen Autor gern lesen will, das Buch von ihm, welches ich aus meinem Wissen eher empfehlen würde.


Fazit

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