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Freitag, 20. Februar 2015

Rezension ~ Eine unbeliebte Frau

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Eine unbeliebte Frau
Autor: Nele Neuhaus
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 3. April 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548608876
ISBN-13: 978-3548608877
Genre: Krimi
Reihe: Kirchhoff und Bodenstein
Band: I 


Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe sieben Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen. Doch was hat den Staatsanwalt in den Tod getrieben?


Rezension/Meinung

Nachdem ich den fünften Band der Reihe als Wanderbuch hatte und dieser mir eigentlich ziemlich gut gefallen hat, vor allen Dingen auch durch die beiden Protagonisten Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein, war ich dann nun auch sehr neugierig auf die vier Vorgängerbände.

Zunächst war es für mich dann doch irgendwie sehr ungewohnt, wie fremd sich in diesem ersten Band Pia und Bodenstein sind, wodurch ich jedem nur raten würde auch wirklich am Anfang anzufangen und nicht mit einem der anderen Bände einzusteigen, weil das echt verwirren kann. Es passt natürlich in diesem Band sehr gut, lernen die beiden sich als Kollegen zunächst auch erst noch neu kennen. Dabei finde ich es hier durchaus gelungen, wie viel man jeweils über die beiden Protagonisten erfährt, denn es ist so viel, dass ich mir von ihnen ein Bild machen kann, welches nicht vollkommen blass ist, sondern schon recht detailliert, aber noch lange nicht so detailliert, dass nicht noch neue Facetten hinzukommen könnten in weiteren Bänden, welche das Bild durcheinanderbringen oder überladen würden. Dabei lernt man natürlich auch sehr viele weitere Charaktere kennen, die teilweise deutlich weniger klar werden, wobei die den beiden sehr nah stehenden Charaktere durchaus ausreichend facettenreich sind. Im Zusammenspiel finde ich Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein gerade deswegen sehr interessant, da sie doch aus so gänzlich unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen. Er doch deutlich näher am alten Adel und durch seine Frau Cosima an der High Society und Pia eher aus normalen bürgerlichen Verhältnissen. Trotzdem verstehen und ergänzen sich die beiden sehr gut.

Der Fall selbst ist auch zum großen Teil spannend und interessant, auch wenn ich zugeben muss, dass es doch arg viele Personen waren, die in den Ermittlungen auftauchen, sowohl unter den Verdächtigen, als auch dann noch die anderen Kollegen bei der Polizei, so dass es zwischendrin auch leicht ein kleines bisschen unübersichtlicher werden konnte. Zumal die Ermittlungen teilweise auch ein wenig langatmig waren, aber das kann man natürlich auch als Stilmittel erfassen, denn ich kann mir gut vorstellen, dass Ermittlungen in höheren Kreisen oftmals langatmig und langwierig sind. Dennoch wird der Krimi zum Ende hin immer energiegeladener und schneller in seinen Abläufen, was die Spannung wieder so weit steigert, dass manche etwas langatmigere Stelle durchaus gut in Vergessenheit geraten kann. Zumal es auch die ein oder andere interessante und spannende Wendung über den gesamten Fall hinweg gibt.

Allgemein handelt es sich um einen Krimi mit einigem an Lokalkolorit, der aber durch seinen sehr klassischen Krimistil sehr angenehm zu lesen ist und eine gelungene Atmosphäre aufweist. Zudem weiß ich schon, dass sich die Fälle eher steigern, außer der mir bekannte ist eine Ausnahme, wodurch ich auch allein diesen Auftakt nur empfehlen kann, da ich es immer besser finde, am Anfang einer Reihe zu beginnen.


Fazit

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