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Mittwoch, 18. Februar 2015

Rezension ~ Jagdhunde

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Jagdhunde
Autor: Jørn Lier Horst
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Grafit
Ersterschienung: 11. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3894256702
ISBN-13: 978-3894256708
Originaltitel: Jakthundene
Genre: Krimi


Über den Autor

Jørn Lier Horst, geboren 1970 in Bamble, ist leitender Kriminalbeamter bei der norwegischen Polizei. Deswegen kennt er sowohl das Milieu als auch die polizeilichen Ermittlungsmethoden, die er beschreibt, ganz genau. 2004 debütierte er als Kriminalschriftsteller und schrieb sich seitdem mit seinen Romanen um den Polizisten William Wisting in die erste Liga der norwegischen Krimiautoren. 2011 wurde er für Winterfest mit dem Bokhandlerprisen ausgezeichnet, mit dem die Mitglieder der norwegischen Buchhändlervereinigung ihr Lieblingsbuch des Jahres küren. Für Die Jagdhunde erhielt er den Vestfold Litteraturpris sowie den norwegischen Krimipreis Riverton Pris 2012 .


Inhaltsangabe/Klappentext

Skandinavischer Krimipreis 2013!
Norwegischer Krimipreis 2012!

Ungemütliche Zeiten für Hauptkommissar William Wisting: Wegen des Vorwurfs, Beweise manipuliert zu haben, wird er vom Dienst suspendiert. Der Fall, um den es geht, liegt schon siebzehn Jahre zurück, gilt aber bis heute als einer der aufsehenerregendsten der Kriminalgeschichte Norwegens. Damals war die junge Cecilia Linde erst verschwunden und wurde dann ermordet aufgefunden. Wisting hatte den Täter überführen können, doch nun stellt sich heraus, dass die Beweise gefälscht waren eine Topstory für die Medien.
Plötzlich ist der Hauptkommissar in der Rolle des Gejagten. Seine Kollegen drehen jeden Stein um, den er je angefasst hat, und die Journalistenmeute heftet sich unerbittlich an seine Fersen. Ihm bleibt nur ein einziger Weg: selbst herauszufinden, was damals wirklich geschah.
Trotz tatkräftiger Unterstützung seiner Tochter Line, einer Kriminalreporterin, entwickelt sich die Geschichte schnell zu einem nervenzerreißenden Wettlauf gegen die Zeit. Denn wieder verschwindet eine junge Frau und die Parallelen zu Cecilia Linde sind offensichtlich ...

Ausgezeichnet als bester skandinavischer Krimi des Jahres! (Glassnøkkelen)


Rezension/Meinung

Als Krimifan passiert es mir, wie soll es auch anders sein, immer häufiger, dass mir sehr ähnliche Ideen in den Krimis begegnen, was ja aber nicht vollkommen verwunderlich ist. Ich mag es auch eigentlich ganz gern, wenn Krimis noch einen so typischen älteren Stil haben, finde es aber genauso gut, wenn mir mal Dinge begegnen, die ich so bisher in einem Krimi noch gar nicht hatte.

Und genau das ist für mich einer der großen Pluspunkte dieses Krimis, denn von seiner Art her, ist er einfach einmal so ganz anders. Allein dadurch, dass der Protagonist so früh suspendiert wird und sich ein wenig eigenmächtig daran macht, den Dingen auf den Grund zu gehen, ändert die Art der Handlung einfach ungemein. Dabei hat es mir auch einfach mächtig Spaß gemacht, zum einen den Versuch zu wagen, herauszufinden, wer in dem alten und den neuen Fällen der Täter ist, aber auch, wer damals wohl wirklich die Beweise manipuliert hat, denn als Leser denkt man eindeutig an keiner Stelle groß daran, dass es wirklich Wisting selbst gewesen sein könnte, da es so gar nicht zu seiner Art passt.

Und auch die Verknüpfungen mir anderen kleinen Nebenschauplätzen, vor allen Dingen auch dem, was Wistings Tocher durch ihren Beruf noch so alles herausfindet, macht das Ganze einfach nur immer noch spannender und man fängt auch relativ schnell an, Vermutungen zu hegen, wer hinter dem Ganzen steck und wie einiges zusammenhängen könnte und ist sich doch immer nicht ganz sicher, ob man wirklich richtig liegen wird. Dabei hat es mir auch einfach enormen Spaß gemacht, darüber zu lesen, welche Wege Wisting abseits der normalen geht, da er ja eigentlich offiziell gar nicht ermitteln dürfte und er ihm dann so alles hilft, zumal da auch einige sehr interessante Charaktere aufgetaucht sind, die für mich auch diese Geschichte einfach bereichert haben.

Ich bin auf jeden Fall sehr begeistert von diesem relativ ruhigen, aber einfach extrem interessant gemachten Krimi, den ich einfach nur empfehlen kann, wenn man mal einen Krimi lesen möchte, der ein wenig von der Norm abweicht, dabei aber einfach nur klasse bleibt und jedem, der gern ein wenig mitermittelt beim Lesen, super Ansätze gibt, die einen auch auf die richtige Spur bringen können.


Fazit

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