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Donnerstag, 19. Februar 2015

Rezension ~ Schwarzer Schmetterling

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Schwarzer Schmetterling
Autor: Bernard Minier
Broschiert: 688 Seiten
Verlag: Droemer HC
Ersterscheinung: 1. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426199289
ISBN-13: 978-3426199282
Originaltitel: Glacé
Genre: Thriller


Über den Autor

Bernard Minier wird im Jahr 1960 geboren und ist im Südwesten von Frankreich aufgewachsen. Er schreibt seit seiner Kindheit die verschiedensten Geschichten, seine Kurzgeschichten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. "Scharzer Schmitterling" ist sein Debütroman. Er möchte damit nicht nur unterhalten sondern auch "ein Bild unserer Zeit zeichnen". Hierfür wurde er u.a. mit dem Prix Polar 2011 für den besten Roman geehrt. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt er heute in der Nähe von Paris.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eisiger Winter in den französischen Pyrenäen. Ein abgeschiedenes Dorf. Eine geschlossene Anstalt. Ein hochintelligenter Psychopath mit einem teuflischen Plan. In 2000 Meter Höhe machen Arbeiter eine verstörende Entdeckung: ein grauenvoll inszenierter Tierkadaver auf schnee- und blutbedeckten Felsen. Das Werk eines Wahnsinnigen? Am Tatort werden Spuren eines gefährlichen Serienmörders gefunden, doch dieser sitzt seit Jahren im hermetisch abgeriegelten Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Anstalt. Während Commandant Servaz und die junge Anstaltspsychologin Diane Berg verzweifelt versuchen, das Rätsel zu lösen, wird der kleine französische Ort Saint-Martin von einer kaltblütig inszenierten Mordserie erschüttert …


Rezension/Meinung

Vom Cover des Romans her, hätte ich dieses Buch eher nicht zur Hand genommen, aber da ich es vor einiger Zeit bei einem Gewinnspiel erhalten hatte, wollte ich meinen Gewinn nun ja dann auch irgendwann mal lesen. Vom Klappentext her jedoch, muss ich auch ehrlich gestehen, hat mir das Buch durchaus sehr zugesagt, denn es klang irgendwie interessant.

Leider war es jedoch so, dass die Geschichte dann doch etwas absurder wurde, als ich es erwartet hätte und auch die Charaktere teils von ihren Rollen deutlich untergeordneter wirkten, als man es zunächst durch den Klappentext hätte vermuten können. Vor allen Dingen Diane Berg und das Institut schienen mir die meiste Zeit irgendwie keine wirklich relevante Rolle zu spielen, obwohl sie im Klappentext noch so wichtig wirkten. Auch war es so, dass lange Zeit der wirkliche Zusammenhang zwischen dem Institut und den Mordfällen nicht so wirklich klar wurde, alles so für sich einzeln stand, außer dem Bezug zum Insassen Julian Hirtmann, der mir aber auch zu lose schien. Außerdem hatte er für mich eine deutlich zu kleine Rolle, hätte ich doch mehr Relevanz bei diesem Charakter erwartet.

Auch die Ermittlungen um das Team von Servaz, der mir als Charakter jedoch durchaus sehr sympathische war, sind teilweise etwas absurd, beginnend damit, dass der erste Fall sich um ein Tier dreht, dass durch seine Größe allein schon vollkommen absurd ist da so hingekommen zu sein, wo man es aufgefunden hat. Da hätte es einige ebenso schockierend zu beschreibende Möglichkeiten gegeben, die nicht ganz so absurd gewirkt hätten, aber vielleicht wirken solche Passagen auf Menschen, die sich weniger mit Pferden auskennen, nicht ganz so gestellt, wie auf mich. Allgemein wird mir bei den Taten ein bisschen zu arg auf den ersten Fall der Fokus gelegt und die eigentlichen Morde an Menschen wirken teilweise fast belanglos dagegen, auch wenn es wenigstens ab und an neue Erkenntnisse gibt, die es für einen durchaus spannender machen. Leider ahnt man irgendwann schon, wer hinter den Taten stecken wird, einfach weil diese Person in allem was sie macht verdächtig und seltsam wirkt, auch wenn man eigentlich keine Ahnung hat, was für ein Motiv eventuell hinter den Taten stehen könnte und sich wenigstens das nur langsam herauskristallisiert.

Insgesamt muss ich jedoch auch gestehen, hat mir das Ende einfach nicht gefallen, da einiges dann doch sehr absurd wurde, es alles ein bisschen konstruiert wirkte, das Motiv dann doch etwas weit hergeholt, vor allen Dingen, der Aufwand, der hinter allem stand, wie alles wirklich zusammenhängt und wer weswegen ausgenutzt wurde.

Man hätte sicher einiges aus der Idee rausholen können, aber diese Umsetzung lies sich zwar ganz gut lesen und war auch immer wieder durchaus spannend, aber die Auflösung hat mir einfach nicht gefallen, Psycho war an dem Thriller auch nichts und vor allen Dingen fand ich die Prioritäten etwas seltsam gesetzt.


Fazit

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