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Mittwoch, 4. Februar 2015

Rezension ~ Siebenschön

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Siebenschön
Autor: Judith Winter
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423214899
ISBN-13: 978-3423214896
Genre: Thriller
Reihe:  Em Capelli & Mai Zhou
Band: I


Über die Autorin

Judith Winter, 1969 in Frankfurt am Main geboren, studierte Germanistik und Psychologie in Berlin und Wien und arbeitete viele Jahre in einem renommierten wissenschaftlichen Institut, bevor sie sich selbständig machte. Nach Aufenthalten in Mailand und Paris lebt sie heute mit ihrer Familie in Konstanz.


Inhaltsangabe/Klappentext

›Theo hat versagt. Erstaunt blickt Christina Höffgen auf. Wer um Himmels willen ist Theo? Sie liest weiter. Du solltest Dich lieber beeilen. Die Adresse ist: Fordstraße 237. Ach übrigens: Ihr Name ist Jennifer.‹

Der rätselhafte Brief lässt Christina nicht mehr los. Gemeinsam mit ihrem Mann fährt sie zu der angegebenen Adresse, auch wenn sie nicht daran glaubt, dort tatsächlich eine Jennifer zu finden. Ein großer Irrtum. Die Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main spannt die beiden Kommissarinnen Emilia Capelli und Mai Zhou zusammen, um die bizarrste Mordserie aufzuklären, die die Stadt je erlebt hat. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, misstrauen die beiden Frauen einander auf Anhieb. Doch wohl oder übel müssen sie sich zusammenraufen, denn bald jagen sie einen gewissenlosen Serienkiller, der seine Morde als grausige Themenwelten inszeniert. Und sein »Werk« ist noch nicht vollendet …


Rezension/Meinung

Mit ihrem Auftakt zu einer Reihe über die Kommissarinnen Mai Zhou und Emilia Capelli hat Judith Winter einen sehr gelungen Thriller geschaffen, der sehr spannend ist, durchaus auch etwas zu brutal vielleicht für machen, aber zudem auch noch ein interessantes Motiv hinter die Taten stellt und mit den beiden Kommissarinnen ein durchaus nicht ganz harmonisches Paar geschaffen hat.

Um gleich mit den beiden Kommissarinnen einzusteigen, kann ich vorweg sagen, dass ich die beiden Charaktere sehr gelungen finde, vor allen Dingen auch, da sie doch deutlich unterschiedlich sind. Mai Zhou, die sehr beherrscht, diszipliniert und ordentlich ist, ihr gegenüber Emilia Capelli, die einfach sehr emotional ist, kein Blatt vor den Mund nimmt und zudem die Zusammenarbeit mit Frauen eher als Zumutung sieht. Da zudem Mai Zhou die “Neue” im Team ist, fällt dieser Punkt natürlich sehr deutlich auf. Trotzdem hätte ich, nachdem ich den Klappentext zum Buch gelesen habe, noch mehr Reibung zwischen den beiden Charakteren erwartet, als dann wirklich vorhanden war. Es klang einfach nach extremen Schwierigkeiten der beiden miteinander, so arg und vor allem direkt war es aber gar nicht. Sehr angenehm fand ich aber die Menge an Informationen, die man über den Hintergrund der beiden Kommissarinnen, sowie was sie persönlich beschäftigt, erhält. Genügend, um sich ein gutes Bild von ihnen zu machen und nicht zu viel, um den Fall zu überdecken.

Der Fall selbst ist auf jeden Fall richtig spannend, vor allen Dingen auch, weil man gar nicht so richtig versteht, wie der Täter zu seiner Handlungsweise kommt, wo die Motivationen liegen und weiteres. Dazu kommt dann, dass durch die Art und Weise, wie der Täter vorgeht, noch andere Menschen mit hineingezogen werde und diese dann wieder Unwägbarkeiten bilden. Finde ich persönlich eine sehr spannende Idee. Verbunden mit den vielen Wendungen, teilweise auch etwas überraschenderen Wendungen, bringt das einfach enorm viel Spannung in diesen Thriller. Teilweise ist er zwar ein wenig sehr brutal, was sicherlich nicht für jeden etwas ist, aber zu diesem Thriller passt es in meinen Augen sehr gut.

Es bleiben am Ende zwar noch manche Fragen offen, oftmals aber eher Mai Zhou und Em Capelli betreffend, aber das war, handelt es sich ja um einen Reihenauftakt, durchaus zu erwarten.

Ich kann den Thriller nur jedem empfehlen, der gerne einen interessanten Fall hat und es nicht zu schlimm findet, wenn es mal ein wenig brutaler wird.


Fazit

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