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Sonntag, 8. März 2015

Rezension ~ Messias

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Messias
Autor: Ralf Isau
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 1. März 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492267777
ISBN-13: 978-3492267779
Genre: Thriller / Fantasy



Über den Autor

Ralf Isau hat all seine für ihn wichtigen Werte von seinen Eltern vermittelt bekommen. Seine Mutter, eine Pelznäherin, brachte ihm den Glauben an Gott nahe. Von seinem Vater hat er die Erzählkunst. Sein Vater war ein sehr blumiger Erzähler und spielte Ralf oft auf seiner Mundharmonika vor, vor allem wenn dieser wieder einen Wutanfall hatte und das ganze Mietshaus in Westberlin zusamenbrüllte. Isau wollte nicht immer Schriftsteller werden, zum Beginn seiner Schulzeit hatte er sogar Probleme mit dem Schreiben, zeigte jedoch schon immer seine blühende Fantasie. Später begann er Gedichte zu schreiben und band seine Schulreferate wie Bücher ein. Ralf Isau wollte entgegen dem Wunsch seiner Eltern nach dem Abitur nicht studieren, sondern machte eine Ausbildung zum EDV-Kaufmann wobei er den Umgang mit Programiersprachen erlernte. Er merkte jedoch schnell, dass auch Programmieren nicht sein Traumberuf ist, so fing er 1988 an sein erstes Buch zu schreiben. Mit dem Roman wollte er seiner damals neunjährigen Tochter eine Freude machen. Das Buch sollte nur für sie sein, richtig dick sein und so spannend, dass man es zur Schlafenszeit noch mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weiterliest. Allerdings ist dieser Schmöker nicht sein erstes Buch, denn nach drei Jahren des Arbeitens daran stellt er fest, dass es immer noch nicht fertig ist. Um das Versprechen an seine Tochter dennoch einzulösen und ein eigenes Buch für sie zu schreiben, verfasst er eines an nur einem einzigen Tag und bindet den 'Drachen Gertrud' eigenhändig für seine Tochter in das Leder eines alten Stiefels ein. Als Michael Ende eine Lesung gab, schenkte Isau ihm eines seiner selbstgebundenen Werke. Dieser war gefesselt vom Drachen Gertrud und schickte das Buch seinem Verlag, der sich daraufhin bei Isau meldete und auch die Neschan Triologie herausbrachte. So begann die Karriere des Schriftstellers.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein nackter Mann mit blutenden Wundmalen. Ein silbernes Kruzifix, dessen Jesusfigur verschwunden ist. Bizarre Todesfälle in einem irischen Dorf. Ist der Messias in die Welt zurückgekehrt? Hat das Jüngste Gericht bereits begonnen? Der vatikanische Sonderermittler Hester McAteer soll das Wunder aufklären, ehe es die römische Kirche spaltet – und unsere Geschichte neu geschrieben werden muss. Ein trügerisches Spiel um Glauben, Macht und Tod.


Rezension/Meinung


Allein da mich das Cover und der Klappentext neugierig machten, habe ich zu diesem Buch gegriffen, welches in meinen Augen zunächst ein Thriller war, machte es doch auf mich von außen und durch seine Beschreibung her diesen Eindruck. Diese Einschätzung musste ich jedoch sehr schnell revidieren, war es doch so, dass dieses Buch eindeutige Fantasy-Aspekte aufweist, die auch nicht von der Hand zu weisen waren, so dass man es eigentlich nicht mehr als Thriller bezeichnen kann, da einfach zu viel, dafür teils zu wunderliches bis absurdes geschieht.

Zunächst muss ich sagen, dass ich die Kombination aus den Thriller- und Fantasyelementen allgemein nicht schlecht finde, auch wenn es immer angenehmer ist, wenn man schon darauf vorbereitet ist, dass in einem Buch deutlich auch Fantasyaspekte enthalten sind, da ich, wenn ich wirklich einen Thriller lesen will, so etwas nicht unbedingt dabei haben will. Allgemein ist das Buch jedoch durchaus spannend, wenn auch manchmal doch auch ein wenig sehr abgehoben, auch wenn genau aus diesem Grund teilweise wieder neue Fragen auftauchen. Jedoch merkt man auch, dass alles ein wenig zu konstruiert wirkt, es einfach etwas zu viele Zufälle und übersinnliche Ereignisse gibt, was für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen war und dem Ganzen einfach die Glaubwürdigkeit, selbst wenn man sich darauf eingestellt hat, ein Fantasybuch zu lesen, zu sehr untergraben hat. Es war selbst für ein solches Buch nämlich teils einfach ein bisschen zu viel.

Interessant fand ich aber vor allen Dingen den Protagonisten McAteer, der in seine Rolle für mich so gar nicht recht passen wollte. Zum einen, da er bei der Kirche ist, aber in sein geistliches Amt einfach nicht so richtig passen will. Zumindest kam dies bei mir so an. Sowohl von seinem Verhalten, als auch seinen Gedankengängen her und wie er sich zu gewissen Dingen in seinem und dem Leben im Allgemeinen stellt. Dazu kommt dann noch, dass seine familiäre Situation eh eher ungewöhnlich ist. Ebenso wie die Handlung, ist also auch der Protagonist ein bisschen zu sehr konstruiert, um wirklich glaubhaft zu sein. Gemocht habe ich ihn aber trotzdem irgendwie, denn hätte man ihn nicht in diese Rolle und diese Geschichte gesteckt, wäre er, denke ich, ein sehr guter Charakter.

Allgemein ein Buch, das sich sehr flüssig lesen lässt, aber bei dem man sich darauf gefasst machen muss, dass es wirklich eher Fantasy und weniger Thriller ist. Wenn man das nicht mag oder eher unvorbereitet davon getroffen wird, dann kann es nicht mehr stimmig für einen werden, da die Handlung einfach etwas zu konstruiert ist.




Fazit


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