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Mittwoch, 11. März 2015

Rezension ~ Phobia

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Phobia
Autor: Wulf Dorn
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 9. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267338
ISBN-13: 978-3453267336
Genre: Thriller



Über den Autor

Bereits mit 5 Jahren unterhielt Wulf Dorn mit seinen Geschichten sein Umfeld. Seit seinem 12. Lebensjahr schreibt er. Anfangs im Horrorgenre, doch bald wechselte dies zu Thrillern. Seine Kurzgeschichten wurden als Anthrologien und in Zeitungen veröffentlicht. Wulf Dorn ist augebildeter Fremdsprachenkorrespondent. 2005 nahmen er und vierzehn weiteren Autoren an einem literarischen Rekordversuch an der Bundesakademie für kulturelle Bildung teil: Unter der Moderation von Andreas Eschbach und Klaus N. Frick entwickelten und schrieben die fünfzehn Teilnehmer innerhalb nur eines Wochenendes die 300 Seiten starke Rohfassung des Science Fiction-Romans Sie hatten 44 Stunden. 2006 erschien der Roman als Studienausgabe im Hausverlag der Bundesakademie. Seit 1994 unterstützt der Autor neben dem Schreiben Patienten einer psychiatrischen Klinik in der beruflichen Rehabilitation. Diese Erlebnisse und sein Interesse an psychischen Phänomenen spiegeln sich in vielen seiner Geschichten wider. Mit seiner Frau und einer Glückskatze lebt der Autor in der Nähe von Ulm.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Angst hat ein Zuhause Der Wagen ihres Mannes in der Auffahrt. Sein Schlüssel in der Haustür. Seine Schritte auf dem Flur. Für Sarah Bridgewater sind es vertraute Geräusche. Doch es ist mitten in der Nacht, und der Mann auf dem Flur ist nicht Stephen. Trotzdem behauptet der Fremde, ihr Mann zu sein, und er scheint alles über sie zu wissen. Sarah bleibt zunächst keine Wahl, als sich darauf einzulassen. Denn nebenan schläft ihr sechsjähriger Sohn ... 


Rezension/Meinung

Sehr reizvoll an diesem Roman fand ich ehrlich den Aspekt, dass sich hier jemand in des Leben eines anderen drängen will, in dem er dieses sogar 1:1 versucht zu übernehmen und einfach so tut, als wäre er derjenige und das vollkommen ohne Rücksicht auf Verluste oder auch darauf, dass es doch jemanden geben könnte, der ihn vielleicht erkennt. Allein dieser Ansatz hat das Buch extrem interessant für mich gemacht.

Leider muss ich nur sagen, wurde dieser Ansatz nicht so sehr ausgebaut, wie ich es gern gesehen hätte, so dass wirklich ein wenig mehr mit der Psyche des Lesers gespielt wird. Es war leider eher so, dass ich schon einiges viel zu früh wusste, einem einfach zu viel verraten wurde, als dass der Psychothriller noch wirklich den Anspruch hätte hegen können, dass ich mich fragen musste, was ist wahr, was falsch, wer ist verrückt und wer nicht, weil man es einfach wusste. Motive hinter den Vorkommnissen waren einfach zu schnell klar und bis auf das Ende, welches mir persönlich nicht wirklich zugesagt hat, war es mir fast schon ein bisschen zu durchschaubar im Hauptplot.

Dazu kam, dass der Thriller irgendwie eher ein Krimi war, fehlte mir halt einfach der ‚Thrill‘. Dadurch, dass man einfach zu viel wusste, kam es nur noch darauf an, zu verfolgen, wie Sarah und Mark der Sache auf die Spur kommen. Dabei ist es leider auch noch so, dass Vieles ein wenig verworren ist und mir teils auch einfach unlogisch vorkam, was ich ein bisschen schade fand. Jedoch muss ich gestehen, haben sich die beiden Charaktere Mark und Sarah so entwickelt, dass sie mir beide durchaus sympathisch wurden. Nur in Bezug auf Mark lässt das Ende, welches mir eh schon nicht so sehr zusagte, auf einfach noch zu viele Fragen offen, so dass es in diese Richtung gefühlt nicht mal ein wirkliches Ende gibt.

Durch das, was ich bisher schon vom Autor wusste, unter anderem, wie beliebt seine Romane sind und dem, was mir der Klappentext versprach, hätte ich einfach mehr bzw. etwas anderes erwartet. Vor allen Dingen wohl aber wirklich einen Psychothriller, der an die Nerven geht, was dieses Buch bei mir leider so gar nicht geschafft hat. 


Fazit


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