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Mittwoch, 4. März 2015

Rezension ~ Stadt, Land und danke für das Boot

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Stadt, Land und danke für das boot
Autor:  René Freund
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Picus Verlag
Ersterscheinung: 5. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 371172003X
ISBN-13: 978-3711720030
Genre: Belletristik / Anekdotensammlung



Über den Autor

René Freund, 1967 in Wien geboren, lebt als freier Schriftsteller im Salzkammergut. Er arbeitete als Dramaturg, schrieb aber bald schon selbst Theaterstücke. Im Picus Verlag erschienen Sachbücher, die Romane »Wiener Theaterblut« und »Wechselwirkungen« sowie die Lesereisen Salzkammergut, Jakobsweg und Linz. 2013 erschien sein Roman »Liebe unter Fischen« (Deuticke).


Inhaltsangabe/Klappentext

Lieben Sie alte Traktoren? Haben Sie Erfahrungen mit verrotteten Booten? Probleme mit schlaflosen Kleinkindern? Oder mit ungerechtfertigten Strafzetteln?René Freund kann Ihnen dabei zwar auch nicht weiterhelfen und einfache Generallösungen aus dem Ärmel schütteln. Dafür vermag er es aber, die Banalität des täglichen Lebens mit scharfer Beobachtungsgabe und lockerem Sprachwitz in höchst unterhaltsamer Form in Worte zu verpacken.Ob er nun über die brisante Frage der Inländerintegration sinniert, seine persönlichen Resultate auf dem Gebiet der Namensforschung preisgibt, durch detaillierte Aufzählung seiner beunruhigenden körperlichen Symptome der lächerlichen Unterstellung, er sei ein Hypochonder, Paroli bietet oder sich an das Tabuthema der Auto-Erotik heranwagt: Mit seinen Realsatiren offeriert René Freund amüsante Leseeinsichten, die die Welt so zeigen, wie sie wirklich ist. Dabei gewährt er Einblick in sein Leben als Vater, in seinen Berufsalltag als Autor und in seine Gedanken zu den verschiedensten Phänomenen, die er in nächster Umgebung beobachtet. All das aus der Perspektive eines Pendlers zwischen zwei kontrastierenden Welten: dem täglichen Wahnsinn der Großstadt und der scheinbaren Idylle des Landlebens.


Rezension/Meinung

Was einem wirklich hinter dem Titel »Stadt, Land und danke für das Boot« erwartet, war mir zunächst so gar nicht klar, aber da ich ein anderes Buch des Autors sehr mochte, wollte ich es mit diesem auch einfach mal probieren. Es sei jedoch gesagt und das hatte ich selbst nämlich nicht erwartet, es handelt sich bei diesem Buch nicht um einen Roman, sondern um eine Art Anekdotensammlung.

In diesem Buch erwarten einen viele kurzgeschichtenartige Anekdoten, die jeweils diversen Oberthemen zugeordnet und meist miteinander eher wenig bis gar nichts zu tun haben. Trotzdem ist es einfach so, dass viele dieser Geschichten sehr amüsant sind, wie ich meinen würde, hat sogar der Großteil der Anekdoten sehr amüsante Seiten. Dabei ist es so, dass einige dieser Geschichten wie direkt aus dem Leben gegriffen wirken. Wie man es natürlich auch immer bei solchen Sammlungen hat, manche Anekdote bzw. Geschichte, ist besser, als die andere. So kommt es natürlich auch, dass es doch einige eher etwas langweiligere oder auch langatmigere Anekdoten zwischen den anderen deutlich besseren gibt.

Auffällig dabei ist, dass die Art der Anekdoten, ob sie zu den amüsanten oder eher den langatmigen zählt, deutlich davon abhängt, zu welchem Oberthema zu zugeordnet ist, da es einige Themenbereiche gibt, in denen sich die deutlich besseren Geschichten tummeln und man bei anderen Bereichen eher etwas der Langatmigkeit frönt. Teils, um den Humor noch ein wenig zu stützen, sind die Anekdoten arg überzogen, weisen sogar ab und an eine sehr spezielle Art des Humors auf, an die man sich zunächst etwas gewöhnen muss und die sicher auch nicht jedermanns Sache ist.

Ein Buch, das man gut Zwischendrin lesen kann, ist es ja so, dass man aufgrund der kurzen, unabhängigen Geschichten immer schnell mit einer dieser fertig wird. Eine typische Klolektüre, wie ich finde.


Fazit

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