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Freitag, 6. März 2015

Rezension ~ Südbalkon

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Südbalkon
Autor:  Isabelle Straub
Gebundene Ausgabe: 254 Seiten
Verlag: Blumenbar
Ersterscheinung: 6. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 335105002X
ISBN-13: 978-3351050023
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur



Über die Autorin

Isabella Straub, geboren in Wien, lebt in Klagenfurt am Wörthersee. Studium der Germanistik und Philosophie, danach Werbetexterin. Der Roman „Südbalkon“ (2013) war auf der Shortlist des Bremer Literaturförderpreises, des Franz-Tumler-Preises und gewann den Debütpreis der Erfurter Herbstlese. „Das Fest des Windrads“ erscheint im Frühjahr 2015.


Inhaltsangabe/Klappentext

Das Leben ist kein Südbalkon „Man sieht es einem Gebäude nicht an, wenn darin ausführlich gelitten wird.“ Ruth tut, was der Rest der Gesellschaft sich wünscht: Nichts. sie hat keinen Job, keine Kinder, nur einen Freund, für den sie das Flittchen spielt, bevor er wieder hinter dem Computer verschwindet. Ruth ist Außenseiterin, aber gerade weil sie nicht am normalen Leben teilnimmt, kann sie uns alles darüber erzählen. Voll Sehnsucht und Abscheu zugleich schaut sie in die Wohnungen der anderen, verabredet sich zum Kaffee aus Kostengründen in Möbelgeschäften, trifft sich zum Rendezvous im Küchenstudio und beobachtet zur Ermunterung Kranke vor der Klinik. In der modernen Stadt mit der allgemein zur Schau getragenen Happyness findet sie einfach keinen Platz. Bis sie Pawel begegnet.


Rezension/Meinung

Ein gesellschaftskritischer Roman wurde einem mit diesem Buch versprochen. Was ich erhalten habe, ist eine extrem wirre Geschichte, welcher für meinen Geschmack zu sehr der rote Faden fehlte, bei der ich jeden Charakter nervig und unsympathisch fand, mich letztendlich fragen musste, was an diesem Buch wirklich Kritik sein sollte.

Mein Problem, gerade im Bereich der Gesellschaftskritik war wohl einfach, dass ich die dargestellte Gesellschaft so wenig aus dem Leben gegriffen fand. Für mich hatte sie einfach deutlich mehr etwas sehr Abstraktes, Gekünsteltes und so stark Überzogenes, dass es einfach nicht passen wollte, dass eine so irreal wirkende Gesellschaft, als die teilweise wirklich real existente, herhalten sollte. Allgemein hatte ich eher das Gefühl in einer schlechten Talkshow gelandet zu sein, welche Themen mit viel Show und gecasteten Schauspielern publikumswirksam versucht darzustellen. Diese überzogene Darstellung, gepaart mit dem wenigen an Handlung, welche der Roman hergab, war für mich ein Mix, den ich irgendwie grausam fand. Kritik, bzw. die Möglichkeit etwas kritisch darzustellen, konnte ich da gar nicht finden, war doch viel zu wenig Substanz vorhanden.

Verstärkt wurde dieses Gefühl noch dadurch, dass ich mit Ruth, der Protagonistin so gar nicht warm werden konnte, ging sie mir die meiste Zeit einfach nur auf die Nerven. Das bei weitem schlimmste an ihr und dem gesamten Buch war jedoch diese Fiktion auf ein Sexspielen, welches sie immer, wenn es zum Akt kommen soll, mit ihrem Freund durchführt und von ihr als “Das siebte Flittchen” bezeichnet wird. Zum einen dominierte die Erzählung davon dieses Buch enorm, was ich allein schon störend empfand, da jedoch noch dazu kam, dass ich den Sinn hinter diesem ‘Spiel’ bzw. Verhalten einfach nicht verstehen konnte, machte es alles nur noch schlimmer.

Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, wie man an diesem Buch Gefallen finden kann, aber vielleicht bin ich einfach nur zu behütet aufgewachsen, zu weit weg von diversen Großstädten und kenne daher einfach solche Situationen nicht und kann sie mir auch einfach nicht vorstellen. Empfehlen kann ich das Buch daher bei weitem nicht, außer man möchte mal etwas echt Seltsames lesen.


Fazit

Kommentare:

  1. Ganz schlecht fand ich das Buch zwar nicht, aber vom Hocker hat es mich auch nicht gerade gerissen.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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    1. Ich fand dieses Buch extrem seltsam und habe die Autorin auch einfach nicht verstanden -.- Meins war das gar nicht :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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