Seiten

Sonntag, 29. März 2015

Rezension ~ Wenn die Nacht verstummt

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Wenn die Nacht verstummt
Autor:  Linda Castillo
Taschenbuch: 331 Seiten
Verlag: Fischer
Ersterscheinung: 15. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596184525
ISBN-13: 978-3596184521
Originaltitel: Breaking Silence
Genre: Thriller / Krimi
Reihe: Kate Burkholder
Band: III


Über die Autorin

Linda Castillo wurde in Dayton, Ohio geboren. Sie arbeitete jahrelang als Finanzmanagerin, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Ihr Thriller, welche in Ohio spielen sind nicht nur ein regionaler sondern ein internationaler Erfolg geworden. Die ersten beiden Bände schafften es in die Bestsellerliste des Spiegels und konnten sich wochenlang halten. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Texas.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie leben wie vor hundert Jahren. Sie sind gottesfürchtig und rechtschaffen. Doch auch sie trifft der Hass. Der dritte Band der Bestseller-Serie über die Amisch-Gemeinde in Painters Mill Die Eltern waren rechtschaffene Leute, gottesfürchtig und in der Amisch-Gemeinde von Painters Mill sehr angesehen. Doch nun liegen sie tot in der Güllegrube. Warum wollte der Mörder die Familie zerstören und die vier Kinder zu Waisen machen? Oder stehen diese Morde in einem Zusammenhang mit den Tätlichkeiten gegen Amische, die in letzter Zeit immer häufiger vorgekommen sind? Für Polizeichefin Kate Burkholder hat dieser Fall höchste Priorität und gemeinsam mit ihrem Freund John Tomasetti kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde in Painters Mill für immer zerstören wird.


Rezension/Meinung

Ein weiterer Fall um die Ermittlerin Kate Burkholder, der einen wieder nach Painters Mill und dessen Amish-Gemeinde entführt. Genau in diesem Punkt liegt für mich auch immer wieder der Reiz dieser Reihe, da das Leben der Amish einfach doch für heutige Verhältnisse so besonders ist, dass es den Krimis/Thrillern immer eine ganz eigene Atmosphäre gibt.

Für mich ist dieser Fall bisher einer der Besten der Reihe, da er, so prekär er sich im Verlauf des Romans auch entpuppt und was man so alles erfährt, einfach sehr glaubhaft darstellt, auch wenn er einfach auch sehr tragisch ist. Zunächst jedoch wirkt der Fall eigentlich nicht besonders spannend, denn schließlich sind nur zwei Menschen in der Güllegrube gestorben und es könnte sich auch gut und gerne um einen Unfall handeln. Je weiter Kate Burkholder jedoch bei ihren Ermittlungen vordringt, desto schlimmer stellt sich die ganze Szenerie da und die Atmosphäre die sich dabei entwickelt, die Bilder, welche die Autorin schafft, sind gelungen, aber auch sehr tragisch und erschreckend.

In Kombination mit dem, was man wieder über die Amish noch alles lernen kann, finde ich diesen Krimi einfach wieder rundum gelungen. Zumal es sich auch einfach alles sehr harmonisch zusammenfügt, man noch etwas lernt, ohne dass es stört, die Charaktere in ihrem Verhalten einem teils verständlicher werden, man sich über manches auch wundern kann. Vor allem die Charaktere gefallen mir in diesen Krimis doch sehr, denn auch wenn sie nur kurz auftreten, wirken sie auf mich immer sehr rund, an der ein oder anderen Stelle wäre es sicher manchmal noch schön, wenn man etwas mehr zu manchen Personen erfahren könnte, aber allgemein sind sie alles sehr gelungen, man nimmt sie der Autorin einfach ab. Vor allem jedoch bei Kate Burkholder hätte ich mittlerweile dennoch gern noch ein bisschen detaillierteren Hintergrund, auch wenn man einiges schon weiß, kennt man alle Bände, aber ab und an verstehe ich sie immer noch nicht so ganz.

Ein Fall mit einigen Wendungen, vielem, mit dem ich so nicht gerechnet hätte und vor allem auch einem Ende, das mich doch ein wenig überrascht hat. Ich kann das Buch auf jeden Fall nur empfehlen, vor allem, wenn man mal einen Krimi in etwas andere Atmosphäre lesen möchte.


Fazit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen