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Mittwoch, 15. April 2015

Rezension ~ Flammenschatten (eBook)

Allgemeine Informationen zum eBook



Titel: Flammenschatten
Autor: Traude Ailinger
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 261 Seiten
Verlag: GMEINER
Ersterscheinung: 1. Januar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-73499282-7
Genre: Krimi / Frauenroman / Cosy Crime



Inhaltsangabe/Klappentext

In einem entlegenen Internat in Schottland taucht ein dubioser Fremder auf. Dorothea Berger, Exilschwäbin und Lehrerin aus Leidenschaft, wittert sofort Unheil. Als ihr Schützling Annie, die sich hier vor ihrem gewalttätigen Vater versteckt hält, immer schwieriger wird, macht sich Dorothea mit dem gewieften Schüler Adam und dem charismatischen Musiklehrer John daran, die geheimnisvollen Vorgänge aufzuklären. Dabei gerät sie in ein Netz von Intrigen, das Annie und sie selbst in Lebensgefahr bringt …


Rezension/Meinung

Bis vor kurzem kannte ich den Begriff des Cosy Crime nicht, aber ich denke, dass es eindeutig eine Genrebeschreibung ist, die ich für dieses Buch sehr passend finde, denn auch, wenn es sich um einen Krimi handelt, ist dieser Aspekt deutlich hinten anstehend, hinter anderen Aspekten, wie einfach den Charakteren und ihren Entwicklungen sowie den allgemeinen Geschehnissen am Internat, was auch ein wenig an einen typischen Frauenroman erinnert.

Es dreht sich einfach sehr viel um Dorothea, ihre Entwicklungen, die sie durch macht, auch wie sie über andere Charaktere denkt, wie sich ihr Leben entwickelt und das vor allen Dingen in Bezug auf Adam und Annie, sowie ein paar ihrer Lehrerkollegen. Dabei ist Dorotheas Gefühlslage, wie sie zu anderen Charakteren steht und vor allen Dingen auch ihr Helferkomplex einer der wichtigsten Faktoren. Dieser sowohl in Bezug auf Annie, als auch Adam, ihren Kollegen, ihrer Familie, so dass sie eigentlich damit vollkommen überlastet ist. Dazu kommt dann noch, dass sich mysteriöse Vorfälle rund um die Schule und Annie häufen, so dass Dorothea deutlich überforderter wird, was man auch einfach spürt, vor allen Dingen, da sie doch mit ihren Einschätzungen einigen Kollegen gegenüber nicht direkt richtig liegt. Vor allem aber auch ihre Einstellung zu Beziehungen, wie ihrer Ehe oder der zu ihrer Familie, fand ich ziemlich interessant dargestellt. Gerade diese Betrachtungen machen den Roman daher auf jeden Fall schon sehr interessant, wenn sie auch eigentlich nicht wirklich etwas mit der Krimihandlung zu tun haben bzw. nur am Rande.

Teils fiel es mir manchmal etwas schwerer wirklich voll in die Geschichte einzutauchen, da die Sprüngen, vor allen Dingen oftmals auch die zeitlichen, zwischen den einzelnen Kapiteln durchaus sehr groß waren, manchmal gefühlt einige Wochen von einem zum anderen Kapitel vergangen waren und das für mich teils etwas ruppig von statten ging. Trotzdem findet man immer wieder sehr schnell in die Handlung hinein, auch wenn ich mir in manchen Abschnitten ein bisschen ausführlicheres gewünscht hätte, denn genau diese waren es meist auch, die sehr ruckartig endeten.

Allgemein lebt das Buch eindeutig von seinen Charakteren, dem Internatsleben und auch vielen alltäglichen Dingen, denn einen Krimiaspekt habe ich erst wirklich richtig auf den letzten paar Seiten gesehen, denn zuvor gab es zwar mysteriöse Vorfälle, aber wirklich krimitauglich waren diese eher weniger. Das Ende dann jedoch hat wirklich etwas von einem Krimi, auch wenn ich gestehen muss, dass ich es zwischendrin etwas verwirrend fand, da gewisse Dinge mir dann wieder zu schnell passierten und ein wenig die Erklärung fehlte, trotzdem ist das Ende, wenn man es dann zur Gänze kennt, sehr stimmig.

Ein Buch, dass weniger Krimi ist, als man vor allen Dingen durch den Titel und manche Punkte im Klappentext denken würde, das aber auf jeden Fall Spaß macht, wenn man sich nicht darauf fixiert, unbedingt einen Krimi lesen zu wollen.  


Fazit


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