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Donnerstag, 2. April 2015

Rezension ~ Mordsfreunde

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Mordsfreunde
Autor: Nele Neuhaus
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: List
Ersterscheinung: 2008
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548608868
ISBN-13: 978-3548608860
Genre: Krimi
Reihe: Pia Kirchhoff & Oliver von Bodenstein
Band: II


Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe sieben Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde - und von einigen Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?


Rezension/Meinung

Der zweite Fall von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein und wie ich finde ein noch deutlich besserer, als noch der erste Fall der beiden.

Allein schon die Idee, wie und wo das Opfer aufgefunden wurde, finde ich sehr gelungen. Zumal ich es interessant finde, dass die Personen, die in diesem Teil bei den Ermittlungen auftauchen allein schon dadurch interessant sind, da es sich größten Teils um noch sehr junge Menschen handelt, da das Opfer ja Lehrer war. Genau dieses Umfeld mit den Schülern, in Kombination damit, dass der Lehrer auch noch sehr im Umweltschutz engagiert war, macht die Atmosphäre dieses Krimis einfach sehr interessant.

Dazu kommt, dass man Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein auch immer noch besser kennenlernt. Dabei finde ich die Verstrickungen, die vor allen Dingen Pia mit diversen möglichen Verdächtigen bzw. Beteiligten am Fall eingeht auch sehr spannend. Sowohl mit dem Leiter des Opel-Zoos, in welchem Teile der Leiche gefunden werden, als auch mit einem der verdächtigen Schüler bzw. Umweltschützer geht sie doch ein wenig Laxer um, als ich es in einer solchen Konstellation bei einer Polizistin erwarten würde. Gleichzeitig wird sie von einigen Altlasten aus ihrem Leben durchaus auch psychisch noch ein wenig geplagt, was ich sehr gut eingewoben fand und ihr zudem ein wenig mehr Persönlichkeit gegeben hat, man sie jetzt deutlich besser verstehen kann. Unter anderem jedoch machte das Verstehen in diesem Kontext, manche andere Reaktion von ihr, bzw. dass sie nicht weiter nachgedacht hat, in manchen Situationen, etwas unglaubwürdiger.

Trotzdem muss ich sagen, habe ich den Krimi sehr gern gelesen. Vor allem da die Ermittlungen, trotz dem Ganzen, das man noch über Pia Kirchhoff erfährt, nicht nachrangig wirken, sondern den komplexesten und intensivsten Part des Krimis ausmachen. Es gibt durchaus immer wieder neue Einblicke in Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren, diverse Wendungen dadurch und durch andere Aspekte, so dass es durchweg spannend bleibt und man sich immer wieder selbst die Frage stellen kann, wen man gerade im Verdacht hat. Zusammen mit den kleinen regionalen Aspekten, die einen Regionalkrimi für mich immer noch besser machen, ist dieses Buch einfach gelungen und das noch besser, als es der Auftakt geschafft hat.


Fazit

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