Seiten

Mittwoch, 27. Mai 2015

Rezension ~ Tod im Misthaufen

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Tod im Misthaufen
Autor: Pfridolin Pferd
Taschenbuch: 228 Seiten
Verlag: Books on Demand
Ersterscheinung: 6. Mai 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373478896X
ISBN-13: 978-3734788963
Genre: humoristischer Kriminalroman



Über den Autor

Pfridolin Pferd: Pfridolin ist ein gutaussehender Hannoveraner, dessen größte Schwäche seine natürliche Bescheidenheit ist. Von Beruf ist er Freizeitpferd, mit Betonung auf Freizeit. Er verbringt seine Tage und Nächte in einem Reitstall mit Herdenauslaufhaltung, was ihm ganz gut gefällt. Einziger Wermutstropfen ist seine grauslig schief geschnittene Mähne, wegen der er seiner Meinung nach bisher keine Freundin hatte. Er ist bislang Deutschlands einziger Pferdeblogger (alle anderen schreiben über Pferde, hier schreibt das Pferd selbst!).
Auf https://pfridolinpferd.wordpress.com/ kann man seine Ansichten über das Leben und die sozialen Verwicklungen in seiner zwei- und vierbeinigen Umgebung nachlesen. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Eigentlich ist Pfridolin ein Freizeitpferd, das höchstens vom Gedanken an die nächste Mahlzeit oder dem Wunsch nach einem Liebesleben geplagt wird. Sein bester Kumpel Faxe hat ebenfalls die Ruhe weg. Als beide unverhofft eine Leiche finden, hat die beschauliche Zweisamkeit ein Ende. Mit einem Mal überschlagen sich die Ereignisse - die Beiden gehen auf Mörderjagd und Pfridolin hat trotz seiner abscheulich schief geschnittenen Mähne erstaunliche Erfolge beim anderen Geschlecht. Auch die Farbe Rosa, der Pfridolin als Fast-Hengst sonst eher ablehnend gegenübersteht, spielt eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen des nicht ganz so dynamischen Duos. „Ich sehe schon, sie müssen hier durch. Die Pferde wollen nach Hause, das sieht sogar ein Blinder.“ – kleiner Seitenhieb zu dem Giftzwerg, der böse guckte, aber nicht zu widersprechen wagte. Das lag wahrscheinlich daran, dass der nette Polizist ranghöher als der Giftzwerg war. Wie bei uns in der Wallachherde halt. Wir Pferde kennen uns mit sowas aus.


Rezension/Meinung

Man will etwas mit Humor und Spannung lesen, mag zudem Pferde und Krimis, dann ist man mit diesem Buch von Pfridolin Pferd auf jeden Fall genau beim richtigen Werk gelandet.

Das vor allen Dingen geniale an diesem Buch ist, dass es aus Sicht von Pfridolin, einem Hannoveraner Wallach geschrieben ist, welcher, nachdem im Misthaufen des Hofes, auf dem Pfridolin lebt, eine Leiche gefunden wurde, den Fall schnellstmöglich aufklären will, da er einfach nicht damit zurecht kommt, dass seine Besitzerin Dana und die anderen Menschen auf dem Hof so sehr von diesem Leichenfund eingenommen sind, dass sich eigentlich gar nicht mehr ausreichend, so empfindet es Pfridolin, um die eigentlich wichtigen Dinge, gekümmer wird. Unterstützt wird Pfridolin dabei zum einen von seinem Tinker-Freund Faxe und zum anderen einigen weiteren pferdischen Bewohnern des Hofes, die ihm als Zeugen und Informationsquellen dienen. Ebenso aber ist festzustellen, dass die menschlichen Charakter und Ermittler in diesem Krimi auch nicht ganz untätig sind. Die Auflösung des Falls jedoch ist, teils etwas unerwartet, aber plausibel und vor allen Dingen hält sie noch eine gute Überraschung für einen bereit.

Dabei erfährt man in diesem Krimi jedoch auch noch so einiges über Erzähler Pfridolin, sein Leben, die Beziehung zu seiner Besitzerin Dana, die er nur “die Frau” nennt, sowie zu einigen anderen Pferden des Hofes, vor allem der holden Weiblichkeit, die leider nicht so sehr von Pfridolin beeindruckt ist, wie er es gern hätte. Verantwortlich ist daran übrigens die Frau, welche ihm seinen männlichen Charm durch diverse Aktionen nimmt, die sie an ihm durchführt. Allein Pfridolins Erzählweise ist göttlich und ich habe so oft mit einem Grinsen im Gesicht da gesessen. Vor allen Dingen auch Faxe ist einfach genial, wenn er sich mal wieder durch diverse Grasbüschel, Heu und anderes Fressbares von dem ablenken lässt, um das es eigentlich gerade ging. Also allein die pferdischen Charaktere sind schon genial. Und auch bei den menschlichen hatte ich meine Freude. Und auch, wenn sowohl Dana, als auch Pfridolin ab und an von den Ermittlungen etwas zu anderen privaten Themen abschwenken, passt das einfach sehr zur Geschichte. Zudem erfährt man nebenbei so einiges über Pferde, ihre Sicht der Welt und wie man sich vielleicht als Mensch besser verhalten sollte, was gerade auch für Pferdefreunde echt genial ist, aber wie ich auch denke, selbst denjenigen nicht stören sollte, der bisher nicht ganz so viel mit Pferden am Hut hatte. Auch wenn dieser Krimi natürlich vor allen Dingen gerade für Pferdefreunde genau das richtige ist.

Ein Buch mit extrem viel Humor, einem genialen Protagonisten, denn Pfridolin ist einfach nur cool, ein Pferd, das einem seine Welt erklärt und nebenbei noch einen Mord löst, wenn auch nicht so ganz ohne Hilfe und zudem einem Krimiplot, der wirklich interessant ist und mit einem Ende punkten kann, dass sehr harmonisch ist, ich so aber nie erwartet hätte. Für jeden Pferde- und Krimifreund zu empfehlen, vor allem, wenn man wie ich beides sehr gern mag!


Fazit

PS: Wer gern eine Vorstellung davon entwickeln möchte, wie sich Pfridolins Roman wohl so lesen wird, der kann sich davon ein richtig gutes Bild auf seinem Blog (oben unter "Über den Autor" gennant) machen!

1 Kommentar:

  1. Klingt lustig. Allerdings wartet auf meinem SuB noch der Schafskrimi "Glennkill", mal schauen, ob ich mich danach an weitere tierische Ermittler wage...

    LG, Julia

    AntwortenLöschen