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Donnerstag, 16. Juli 2015

Rezension ~ Goldener Schuss

Alglemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Goldener Schuss
Autor: Stefan Schweizer
Broschiert: 312 Seiten
Verlag: Gmeiner, A
Ersterscheinung: 4. Februar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839216885
ISBN-13: 978-3839216880
Genre: Krimi



Über den Autor

Stefan Schweizer wurde in Ravensburg geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er in Stuttgart und in Pittsburgh/USA. Bis heute unternimmt er gerne lange Reisen in fremde Länder. Nach der Promotion und dem Zweiten Staatsexamen arbeitet er seit 2004 im Bildungswesen. 2013 zog es ihn mit seiner Familie für ein weiteres Jahr in die USA. Er ist Autor von zahlreichen Monografien und Aufsätzen zu den Themen Terrorismus, Literatur und Kulturwissenschaft. Seit 2012 veröffentlicht er Kriminalromane. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Privatdetektiv Enzo Denz erhält von dem türkischen Unternehmer Mehmet Gül den Auftrag, dessen untergetauchte Tochter zu suchen. Er findet Canan in der Ravensburger Szenekneipe Räuberpistole . Aber sie ist tot! Gestorben an einem "Goldenen Schuss". Für Denz weisen alle Indizien auf Mord hin. Ein Abgrund aus Drogen- und Menschenhandel tut sich auf ..



Rezension/Meinung

Ist man auf der Suche nach einem Krimi, der einmal so ganz anders ist, vor allen Dingen auch sprachlich, und trotzdem eindeutig die Elemente eines Krimis enthält, die man sich bei diesem einfach wünscht, wie Spannung und einen interessanten Fall, ist man bei diesem Buch sicher auf dem richtigen Weg. Jedoch muss bedacht werden, dass dieser Stil nicht unbedingt jedem Leser liegt und wer es weder mag, wenn mit der Sprache und dem Stil zu viel gespielt wird und der Ermittler, sagen wir mal, ein bisschen arg individuell ist, der sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen, denn dann wird ihm der Krimi nicht gefallen.

Man muss sich auf diesen Krimi nämlich eindeutig einlassen können. Ganz besonders stechen da die Punkte hervor, dass Enzo Denz, der Protagonist dieses Romans und privater Ermittler eher ein spezieller Typ ist. Er hat selbst nicht unbedingt etwas gegen die Einnahme von Drogen, wenn es in Maßen bleibt, trinkt durchaus ziemlich viel, läuft herum wie ein Hip Hopper und ist sicher nicht unbedingt die unauffälligste Gestalt beim Ermitteln. Dazu kommt zudem, dass man durch den Stil des Krimis seinen Gedankengängen sehr nahe kommt, so dass es häufiger dazu kommt, dass Dinge plötzlich als von unterschiedlichen Seiten beleuchtete Multiple-Choice-Auswahl präsentiert werden und man dabei dann alle Abwägungen Enzos mitbekommt, die dann zu der Wahl führen, die er trifft. Eine interessante Spielart in diesem Krimi, aber man muss sich zunächst dran gewöhnen. Ebenso spricht und denkt Enzo auch sehr häufig in Abkürzungen, ich unterstelle ihm sogar einen leichten AKÜFi, was vor allem dann etwas störend für mich war, wenn mir die Abkürzung nicht sofort klar wurde, zumal ich selbst kein so arger Freund zu vieler Abkürzungen bin. Aber wieder ein Punkt, der diesen Krimi vor allen Dingen sprachlich interessant und besonders macht.

Was jedoch glaube ich bei jedem punktet, egal, ob man Enzo nun mag und versteht und wirklich zu 100% mit dem Stil dieses Krimis mitgehen kann, ist die Handlung, der Fall, denn dieser ist wirklich gekonnt gemacht, führt einen durchaus, auch wenn man Vielleser im Krimibereich ist noch an einige Wendungen heran, die man so nicht mehr wirklich erwartet hätte, spielt vor allen Dingen auch damit, was man selbst als Leser einfach erwartet. Genau darin liegt auch für mich vor allem der positive Punkt an diesem Krimi, dass ich selbst doch auch noch ein bisschen überrascht werden konnte, wo ich schon bei vielen Krimis einfach extrem früh weiß, wie alles zusammenhängt, dass war mir hier, bis kurz vor dem Ende nicht zur Gänze klar, sondern ich hatte immer noch mehrere Optionen offen, von denen mir, ganz ehrlich gesagt, die letztendliche Lösung nicht als die erschien, die ich erwartet hätte, auch, wenn sie vollkommen logisch und stimmig ist.

Alles in allem auf jeden Fall ein lesenswerter Krimi, wenn man sich mit Enzos spezieller Art anfreunden kann, die sich auch sehr auf den Stil des Romans niederschlägt oder umgekehrt, auf jeden Fall ist er schon besonders beim Lesen und das muss man mögen, der Fall selbst punktet zumindest auf ganzer Linie.



Fazit



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