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Samstag, 14. November 2015

Rezension ~ Als der Himmel uns gehörte

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Als der Himmel uns gehörte
Autor: Charlotte Roth
Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. April 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516640
ISBN-13: 978-3426516645
Genre: Belletristik



Über die Autorin

Charlotte Roth wurde 1965 in Berlin geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft und schreibt seit zehn Jahren freiberuflich Romane. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Buches „Als wir unsterblich waren“, welches auf ihrer eigenen Familiengeschichte basiert, erfüllte sie sich einen Lebenstraum. Charlotte Roth tingelt mit ihrem Mann und ihren Kindern durch Europa, hängt aber mit ihrem Herzen an Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

London 2011. Die junge Läuferin Jennifer will an den Olympischen Spielen teilnehmen. Jetzt aber drohen Panikattacken ihren Traum zu gefährden. Mit ihrem Trainer, dem Iren Gregory, der sie heimlich liebt, reist Jennifer nach Mandeville, auf den Landsitz ihrer Familie. Sie hofft, sich bei ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter Alberta Rat holen zu können. Auch diese hat einmal an einer Olympiade teilgenommen, damals in Berlin, im Jahr 1936. Auf den Spuren ihrer Familiengeschichte wird Jennifer lernen, worum es im Leben wirklich geht.


Rezension/Meinung

Ich gebe zu, dass ich bei diesem Roman zunächst ein wenig skeptisch war, denn ich bin eigentlich kein großer Fan von Geschichten, wie während des Weltkrieges spielen, ebenso wenig, kann ich bisher groß behaupten, dass ich Olympia besonders spannend finde, aber trotzdem habe ich mich auf dieses Buch eingelassen und ich bin ehrlich überrascht worden, wie gut ich es doch finde.

Was mir einfach sehr gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Kriege gar nicht so in den Vordergrund gestellt werden, es ist eher so, dass sie einen Rahmen für die Geschehnisse bilden, diverses beeinflussen und einfach die Geschichte in ihrem Schatten stattfindet, was aber letztendlich gar nicht so sehr in die Richtung Kriegsgeschichte geht, die ich zunächst befürchtet hatte. Dabei ist es sehr spannend, wie viel wirklich auf dem Aspekt Sport und Olympia liegt. ich muss dazu gestehen, für mich wurde das Buch dadurch dann doch noch besser, da es vor allem um die Disziplinen Bogenschießen und Reiten ging. Ich liebe den Reitsport, damit hatte das Buch mich dann einfach gefangen, denn die Pferde spielten einfach eine sehr große Rolle. Vor allem Syrio das Wunderpferd von James, aus England, mit dem dieser bei den Spielen angetreten ist. Ich muss einfach sagen, dass dies mich sofort damit Versöhnt hat, dass ich ansonsten wenig Interesse in den meisten Olympiasportarten hege und das Buch schon für mich zu einem kleinen Erlebnis gemacht hat.

Dazu kommt, dass die Charaktere einfach toll sind. Bei vielen Dingen war es sehr spannend mitzuerleben, wie die Geschichte um Alberta, ihre Schwester, Hannes und James hat mir einfach so gut gefallen, auch die Pferde die darin vorkamen, vor allem aber hätte ich Alberta so einige Male am liebsten den Kopf gewaschen. Daneben stehen die Geschehnisse rund um Jennifer, der Enkelin Albertas, bei der es mir manches Mal ähnlich erging, bei der es aber nicht ganz so spannend war, wie bei der Erzählung zu ihrer Großmutter. Allein die Charakter haben mir schon sehr gut gefallen, ebenso, wie manche Intrige, die Politik, die alles überschattet, wie sich einfach alles ändert, die Auswirkungen auf die Menschen und ihr Verhalten. Ich muss sagen, dafür, dass ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Hat sich dieses Buch einfach als sehr lesenswert entpuppt.

Jedem, der sich für diese Zeit, spannende Liebesgeschichten, den Reitsport, Olympia und einfach eine toll erzählte Geschichte erwärmen kann, dem will ich dieses Buch auf jeden Fall ans Herz legen!


Fazit


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