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Samstag, 14. November 2015

Rezension ~ Der satanarchöolügenialkohöllische Wunschpunsch

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der satanarchöolügenialkohöllische Wunschpunsch
Autor: Michael Ende
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag
Ersterscheinung Neuausgabe: 18. September 2007
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 352217948X
ISBN-13: 978-3522179485
Empfohlenes Lesealter: 10 - 12 Jahre
Genre: Kinderbuch


Über den Autor

Michael Ende wurde 1929 als Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende und dessen Frau Luise Bartholomä in Garmisch geboren und wuchs in München auf. Kriegsbedingt konnte er seinen Schulabschluss erst 1948 machen. Im Anschluss daran besuchte er die Falckenberg–Akademie für Darstellende Kunst in München. Nach seinem Abschluss im Jahre 1950 agierte er drei Jahre lang an verschiedenen Theatern. In dieser Zeit verfasste Ende erste Texte für verschiedene politische Kabaretts. Zudem war er ab 1954 acht Jahre lang als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk tätig. Den von ihm verfassten Theaterstücken war jedoch kein Erfolg beschert. Sein Manuskript „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wurde von zwölf Verlagen abgelehnt, bevor ihn der Thienemann Verlag 1960 veröffentlichte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und unter anderem mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Große Bekanntheit erreichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ auch durch die Marionetten-Stücke der „Augsburger Puppenkiste“, welche im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Im Jahre 1962 erschien der Nachfolgeroman „Jim Knopf und die Wilde 13“. 1964 heiratete Ende seine erste Frau Ingeborg Hoffmann, mit der er 1970 nach Italien zog. Dort entsteht 1973 sein Roman „Momo“, zu dem er in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Mark Lothar das Libretto zur Oper „Momo und die Zeitdiebe“ erschuf. An der 1985 realisierten Verfilmung von „Momo“ war Michael Ende als Drehbuchautor beteiligt, zudem spielte er im Film eine kleine Nebenrolle. Sein wohl bekanntestes Werk veröffentlichte er im Jahr 1979: „Die unendliche Geschichte“. Auch die Verfilmung des Werkes durch Regisseur Wolfgang Petersen wurde ein großer Erfolg, obwohl Michael Ende aufgrund von künstlerischen Differenzen die Nennung seines Namens im Zusammenhang mit dem Film untersagt. Der Film zieht zwei Fortsetzungen nach sich, die jedoch bis auf den Titel und einiger Figuren keinen Zusammenhang mit der literarischen Vorlage aufweisen. Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahre 1985 heiratet Ende vier Jahre später Mariko Satō, die einige seiner Werke ins Japanische übersetzt hatte. Im selben Jahr erscheint „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. Michael Ende erlag 1995 im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden. Sein Grab auf dem Münchener Waldfriedhof schmückt ein überdimensionales Buch aus Bronze, aus dem die von ihm erschaffenen Figuren hervortreten. Das Grabmal wurde von Ludwig Valentin Angerer gefertigt. Michael Endes Werke wurden in 45 Sprachen übersetzt und erreichen eine Gesamtauflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der Geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seine Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, haben ein großes Problem: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und beide haben ihr Soll an bösen Taten noch lange nicht erfüllt. Daran sind nur Kater Maurizio und der Rabe Jakob schuld, die ihnen vom Hohen Rat der Tiere auf den Hals gehetzt wurden. Doch mit einem besonders raffinierten Plan könnte es den beiden Zauberern noch gelingen, den Rückstand an bösen Taten aufzuarbeiten. Maurizio und Jakob entdecken die bösen Absichten, aber können sie diese auch verhindern? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.


Rezension/Meinung

Durch Zufall ist mir dieses Buch in die Hände gefallen. Eigentlich ist es ja ein Kinderbuch, aber ich finde, die Geschichte von Michael Ende kann man in jedem Alter lesen. Vom Wunschpunsch kannte ich bisher nur die Cartoon-Serie aus dem Fernsehen und war natürlich dadurch schon sehr gespannt, wie wohl das Buch ist, aus der diese entstanden ist.

Sehr genial in diesem Buch sind auf jeden Fall die keinen Zeichnungen von Irrwitzer, Tante Tyrannja und den beiden Tieren Maurizio, dem Kater, sowie Jakob, dem Raben. Sie machen das Buch einfach noch ein bisschen lebendiger, als es die Geschichte an sich schon schafft. Vor allem sind sie auch genau so amüsant, wie man sich manche Beschreibung Endes vorstellt, vor allem von der Ankunft Tyrannjas und ihrem Aussehen.

Die Geschichte ist auch einfach toll. Ihr fehlt es weder an Humor, noch an der Spannung, die ich bei einem solchen Kinderbuch erwarte. Dazu kommt, dass auch sie, wie alle Geschichten Endes ein wenig einen Apell hat. Einem aufzeigt, wieso es sich lohnt gut zu sein, für das Gute zu kämpfen etc. Dadurch, dass dieser Aspekt einfach so in die Geschichte einfließt und nicht aufgesetzt oder gezwungen wirkt, finde ich ihn auch einfach sehr gelungen. Dabei ist es sogar so, dass man in gewisser Weise auch mit Irrwitzer und Tyrannja mitfiebert, da die beiden, obwohl sie eigentlich Böse sind, einfach auch ganz witzig wirken und sie zudem ja auch verständlicher Weise ihr Leben retten wollen. Jedoch sind und bleiben Maurizio und Jakob die beiden deutlich sympathischeren Charaktere in diesem Roman.

Richtig gut finde auch den Stil Endes, da ich die Stellen, an denen sich gewisse Dinge reimen müssen einfach nur zu gelungen finde. Es macht einfach irre viel Spaß diese Stellen zu lesen und gerade auch, wenn man noch Kind ist, sind diese Dinge für einen besonders interessant und wecken auch noch ein bisschen mehr die Lust dieses Buch entdecken zu wollen.

Ein Kinderbuch, das ich nur empfehlen kann, auch denen, die eigentlich keine Kinder mehr sind und denen dieses Buch in ihrer Kindheit nicht über den Weg gelaufen ist.



Fazit


1 Kommentar:

  1. Ich liebe dieses Buch einfach nur so sehr... Als ich es zuerst gelesen habe, war ich schon 12 oder 13, aber es hat mich trotzdem verzaubert und ich LIEBE die Gedichte aus dem Buch :D

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