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Donnerstag, 19. November 2015

Rezension ~ Der Seelenbrecher

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Der Seelenbrecher
Autor: Sebastian Fitzek
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur
Ersterscheinung: 1. Oktober 2008
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426637928
ISBN-13: 978-3426637920
Genre: Thriller



Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ... Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …


Rezension/Meinung

Ein Thriller, der allein von seiner Form schon ein wenig von den mir bisher bekannten Thrillern abweicht, denn anstatt, dass einfach die Geschichte erzählt wird, ist es so, dass es damit beginnt, dass eine Gruppe von Studenten in einem abgelegenen, eigentlich verlassen wirkenden Haus von ihrem Professor dahingehend befragt wird, ob sie einen Versuch mit ihm machen würden. Dabei rät er ihnen sofort, dass es für sie schwere Folgen haben könnte, wenn sie an diesem Versuch teilnehmen und jeder gehen sollte, der dies nicht in Kauf nehmen wollen würde. Schlussendlich bleiben zwei Studenten übrig, die eine ehemalige Fallakte zu lesen bekommen, zu der sie sich nach deren Lektüre äußern sollen. Diese Fallakte ist der Roman der einem erzählt wird.

Das interessanteste an dieser Fallakte ist, dass man nie wirklich sicher sagen kann, was entspricht der Wahrheit, was ist wohl Phantasie. Dabei wird die Akte in Romanform erzählt und Casper, der sich nicht daran erinnern kann, wer er eigentlich wirklich ist und aus diesem Grund in der Teufelsbergklinik verweilt, wird zum Anführer der Gruppe in der Klinik, die versucht herauszufinden, was sich abspielt, nachdem sich vermutlich der als Seelenbrecher bekannte Psychopath mit ihm und den anderen Patienten in der Klinik aufhält. Das zusätzlich schlimme, die Patienten haben keine Möglichkeit mehr die Klinik zu verlassen und sind mit dem Täter zusammen eingesperrt.

Ein sehr großes Talent von Sebastian Fitzek liegt auf jeden Fall in seinem Schreibstil, dem Talent gewisse Dinge zu beschreiben, denn man fühlt sich wirklich sehr in den Thriller hineingezogen, kann nur schwer mit dem Lesen aufhören und ist einfach gefesselt von den Begebenheiten. Zudem machen die Rätsel, die der Täter bei seinen Opfern zurück lässt den Thriller nur noch ein wenig spannender.

Die Charaktere selbst sind, bis auf den Täter, von dem man zwar weiß, wer es ist, aber ansonsten eher wenig erfährt, durchaus sehr gut beschrieben und manche wunderliche Art der Patienten kann auch ehrlich sehr amüsant sein, was den Thriller hin und wieder dann auch ein wenig auflockert. Bei Caspar selbst habe ich mich nur immer wieder gefragt, wer er wohl in Wirklichkeit sein könnte, da er ja doch deutlich mehr Wissen besaß in Bereichen, als er eigentlich haben dürfte, wenn er nicht eine gewisse Ausbildung besitzt. Und vor allem auch das Ende ist wirklich gelungen.

Alles in allem ein durchaus sehr guter Thriller, den ich gern gelesen habe.


Fazit


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