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Mittwoch, 18. November 2015

Rezension ~ Passagier 23

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Droemer HC
Ersterscheinung: 30. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342619919X
ISBN-13: 978-3426199190
Genre: Thriller



Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ... Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Rezension/Meinung

Durch den Autor Sebastian Fitzek habe ich bei diesem Thriller durchaus auch so einiges erwartet. Die meisten meiner Erwartungen konnte der Autor auch sehr gut erfüllen, auch wenn ich, wie bei vielen Werken aus diesem Genre, auch bei manchem etwas zu schnell auf die Lösung gekommen bin. Jedoch konnte er mich auch an vielen Stellen auf jeden Fall noch sehr überraschen.

Allein der Aspekt mit dem „Passagier 23“ auf Kreuzfahrtschiffen und wie sehr doch auch solche Unternehmungen für Selbstmorde, Morde und ähnliches genutzt werden, fand ich einen extrem spannenden Ansatz. Zumal man aus dieser Richtung auch super einen Krimi bzw. Thriller entwickeln kann, wie man an diesem hier sehr gut sehen kann. Es ist vor allen Dingen auch der Aspekt hier sehr interessant, dass man bei vielen Punkten lange nicht weiß, wer wohl der Täter ist oder auch, ob es überhaupt einen gegeben hat. Insbesondere der Fall rund um Martins Sohn und Frau finde ich dabei sehr spannend. Ebenso bei dem Mädchen Anouk, welches plötzlich auf dem Schiff wieder aufgetaucht ist oder auch dem Mutter-Tochter-Gespann Julia und Lisa, bei dem man sich wirklich fragen musste, was Lisa im Schilde führt und wer wohl diese ominöse Person Querkey sein könnte.

Insgesamt nahm der Thriller in vielen Punkten durchaus einen gänzlich anderen Verlauf, als ich ihn wirklich erwartet hätte. Manche sehr sympathische Person stellte sich doch in gewissen Punkten ganz anders dar, als ich je gedacht hätte, mancher zunächst wie ein Nebencharakter wirkender gewann deutlich mehr an Relevanz und vor allen Dingen das Motiv hat mich doch extrem überrascht.

Dabei gab es einige Charakter, die mir von Beginn an extrem unsympathisch waren, wie unter anderem Lisa, die enorm zickige Tochter Julias oder auch manchen Angestellten des Schiffs. Ganz anders war es da bei Elena, der Schiffsärztin, von der Martin Unterstützung erhält, die mir sehr sympathisch war oder Anouk, die ich eher ein wenig seltsam und schwer einzuschätzen empfand. Einer der genialsten Charaktere ist aber eindeutig Gerlinde Dobkowitz, die alte Dame durch deren Anruf Martin die »Sultan of the Seas« überhaupt wieder betritt. Ihre verrückte Art und ihre absurden Idee, unter anderem von einem „Bermuda Deck“ sind einfach nur genial und haben mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Bei Martin ist es so, dass ich ihn zwar durchaus auch sehr sympathisch finde, er mir jedoch etwas zu überzogen dargestellt ist, mit seiner Art, wie er als Polizist agiert und was er da alles so für seinen Job scheinbar zu machen scheint. Dieser Fakt lässt ihn einfach etwas unglaubwürdig wirken.

Alles in allem ist es aber ein richtig gelungener Thriller, bei dem ich nie erwartet hätte, dass das Motiv aus dieser Richtung kommt und bei dem es doch auch noch die ein oder andere Überraschung und überraschende Wendung gibt.


Fazit


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