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Freitag, 13. November 2015

Rezension ~ Tödliche Oliven

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Tödliche Oliven
Autor: Tom Hillenbrand
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: KiWi-Taschenbuch
Ersterscheinung: 6. November 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462046950
ISBN-13: 978-3462046953
Genre: Krimi
Reihe: Xavier Kieffer
Band: IV


Über den Autor

Tom Hillenbrand, geboren 1972, war Ressortleiter bei Spiegel Online und arbeitet nun als Schriftsteller und Kolumnist. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Seine ersten drei Kriminalromane standen monatelang auf Platz eins der Luxemburger Bestsellerliste. 


Inhaltsangabe/Klappentext

»Schlitzohr in Kochschürze – Xavier Kieffer hat es faustdick unter der Kochmütze.« Saarländischer Rundfunk Einmal im Jahr gönnt sich der Koch und Gourmet Xavier Kieffer einen Ausflug nach Italien. Gemeinsam mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, fährt er in die Toskana, unternimmt Weinproben und fährt einige Tage darauf mit einem Laster voller Wein und Öl zurück nach Luxemburg. Diesmal geht der Trip allerdings gehörig schief. Sein Freund versetzt ihn und Kieffer findet heraus, dass Alessandro bereits Tage zuvor ohne ihn nach Italien aufgebrochen ist – und seither hat niemand etwas von ihm gehört. Der Koch macht sich auf die Suche. Aber statt Alessandro findet er eine verlassene Mühle, Tanks voll seltsam riechenden Olivenöls und bewaffnete Männer, die gerade Öl in einen Lastwagen pumpen. Hat der Ölhändler krumme Geschäfte getätigt? Kann Kieffer seinen Freund finden, bevor es zu spät ist?


Rezension/Meinung

Ich muss ja gestehen, ich liebe diese Genuss-Krimis rund um den Koch Xavier Kieffer, der immer wieder in dubiose Machenschaften rund um edles Essen und vor allem auch edle Zutaten hineingezogen wird. In diesem Teil geht es, wie am Titel unschwer erkennen kann, um Oliven, genauer ihr Öl und wie in diesem Bereich so gemauschelt wird.

Für mich ist es dabei immer wieder extrem gekonnt, wie der Autor es schafft diese Themen, die ja wirklich auch durch die Realität inspiriert sind, so in einen Roman zu verpacken, dass zum einen die Spannung eines Krimis vorhanden ist, man einfach viel zu dem Thema erfährt und es sich alles so gut zusammenfügt. Irgendwie finde ich diese Krimis immer auch wieder lehrreich, weil man so viel zu machen Dingen erfährt, wie unter anderem zum Thunfisch oder in diesem Fall dem Olivenöl. Dabei ist es diesmal sogar noch ein wenig interessante, dass der Freund von Xavier, Alessandro Colao, welcher in die Machenschaften irgendwie verstrickt zu sein scheint, einfach spurlos verschwunden ist, es also nicht, wie in den Vorgängern, ein Todesopfer gibt.

Durch diesen, diesmal anderen Aspekt nehmen Xaviers Ermittlungen einfach eine ganz andere Dringlichkeit ein, als sie es zuvor immer getan haben, da in diesem Fall eventuell noch jemand zu retten sein könnte. Vor allem, da zunächst nicht zur Gänze klar ist, wie tief er in die Machenschaften vielleicht selbst verstrickt ist, wenn ja, ob er es aus eigenen Beweggründen begangen hat oder gezwungen wurde, ebenso, wie auch die Tatsache, dass er auch einfach so ein Opfer geworden sein kann. Alles ist möglich und man selbst weiß, ebenso wie Xavier, eigentlich nichts. Ein für mich sehr spannender Ausgangspunkt, bei dem ich auch etwas länger mal benötigt habe, um wirklich alles zu durchschauen.

Vor allem auch die Szenen zwischen Xavier und der ermittelnden Beamtin finde ich immer wieder sehr gekonnt. Vor allem da sie häufig einfach auch so schön ironisch und teils leicht sarkastisch sind. Das bringt zu den interessanten Themen und der Spannung auch immer wieder noch ein bisschen Humor in diesen Krimi.

Allgemein wieder ein Krimi, den ich sehr gern gelesen habe und eine Reihe, bei der ich mich auch schon auf die weiteren Bände freue, da sie zum einen sehr kurzweilig sind und zum anderen immer wieder interessante Themen bieten.


Fazit


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