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Mittwoch, 30. Dezember 2015

Rezension ~ Das ferne Echo der Zeit

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das ferne Echo der Zeit
Autor: Pamela Hartshorne
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 17. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479312
ISBN-13: 978-3442479313
Originaltitel: Time's Echo
Genre: Historischer Roman / Belletristik



Über die Autorin

Pamela Hartshorne hat als Redaktionsassistentin für den Observer gearbeitet, als Köchin auf einer Farm im australischen Outback und als Produktionsassistentin des Open Air Theatre in Regent's Park. Um ihre Promotion im Bereich Mediävistik zu finanzieren, wandte sie sich schließlich dem Schreiben zu. In den vergangenen fünfzehn Jahren gelang es Pamela Hartshorne, ihre historischen Forschungen mit einer Karriere als Schriftstellerin zu kombinieren, und sie wurde bereits mit zwei der renommiertesten Preise im Genre der romantischen Unterhaltung ausgezeichnet: dem RITA®, der Romance Writers of America sowie dem begehrten Romance Prize, der von der britischen Romantic Novelists' Association verliehen wird. Die Autorin lebt im englischen York. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein fesselnder Roman, der das Schicksal zweier Frauen über die Jahrhunderte hinweg verbindet York 1577: Die junge Hawise Aske lächelt einem Fremden auf dem Marktplatz zu. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt. Denn der Mann wird sie nicht mehr vergessen, und eine Geschichte von Liebe, unversöhnlichem Hass, brennendem Begehren und tödlicher Eifersucht nimmt ihren Lauf. Viereinhalb Jahrhunderte später verschlägt es die Weltenbummlerin Grace Trewe ins englische York, wo sie den Hausstand ihrer verstorbenen Patentante auflösen soll. Doch irgendetwas scheint sie dort festzuhalten. In seltsamen Träumen taucht sie ab in die elisabethanische Zeit und das Leben von Hawise.


Rezension/Meinung

Trotzdem ich diesen Roman ehrlich gelungen finde, hatte ich extreme Probleme beim Lesen. Gefühlt, bin ich einfach nicht voran gekommen und konnte nicht einmal sagen, woran es liegt, denn es war nicht so, dass ich das Buch schlecht oder langweilig fand. Ganz im Gegenteil, es hat sogar eine sehr gelungene Geschichte erzählt.

Vor allen Dingen hat mir die Mischung in diesem Buch zwischen phantastischen Elementen und dem Realen sehr gefallen. Es war einfach so ineinander verpackt und verschachtelt, dass es gut gepasst hat und nicht zu übertrieben oder gekünstelt wirkte. Insbesondere die Sprüngen zwischen Grace und dem, was sie als Hawise in deren Zeit erlebt, sind einfach genial gemacht. Wie sich langsam die eine Zeit mit der anderen überblendet, finde ich toll beschrieben und vor allen Dingen auch als Idee richtig super. In manchen Augenblicken war man auch zunächst ebenso verwirrt, wie es Grace sicher war, wenn man in die Zeit von Hawise abgedriftet ist.

Dabei muss ich gestehen, finde ich die Erzählung rund um Hawise doch noch ein wenig spannender, als die Dinge, die Grace in ihrer Zeit erlebt, wenn sie nicht gerade Hawise Geschichte folgen muss. Allein weil auch die Charaktere sehr toll beschrieben sind, wie die Witwe Dent, die sicherlich eine weise, alte Kräuterfrau war und damit aber sehr gut in das Bild der Hexe passte und einfach viel Raum für Angriffe gegen sie bot. Wohl auch, weil sie eine sehr starke und selbstbewusste Frau ist. Hawise hingegen ist sehr naiv zu Beginn, man merkt aber, wie die Zeit und ihre Erlebnisse sie verändern. Eine Entwicklung, die sehr passend ist, auch wenn sie lange nicht vollständig ist, da sie sich doch aus einigen Richtungen noch etwas diktieren lässt. Ganz besonders das personifizierte Böse in Gestalt von Francis macht es ihr da aber auch nicht gerade leicht.

Spannend ist auch, wie Grace mit diesen Erlebnissen umgeht und was ihre Umwelt daher von ihr denkt. Vor allem auch, da es auch dort so viele unterschiedliche Charaktere gibt, die einen, deutlich mehr in der Realität verhaftet, die anderen, jedoch dem Übersinnlichen durchaus zugeneigt.

Ein spannender historisch-phantastischer Roman, der auch viele Elemente enthält, die sehr mystisch, spannend, unheimlich etc. sind und der wirklich gut erzählt ist. Von daher verstehe ich immer noch nicht, warum ich beim lesen so langsam war.


Fazit


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