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Dienstag, 29. Dezember 2015

Rezension ~ Das Siegel

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Siegel
Autor: Wolfgang Hohlbein
Broschiert: 383 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 1987
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453135814
ISBN-13: 978-3453135819
Genre: Historischer Fantasyroman



Über den Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte und damit den Durchbruch feierte, schrieb er mehr als 150 Romane. Teils schreibt er diese alleine, teils mit Unterstützung seiner Frau, seiner Tochter oder unter Pseudonymen. Er gilt als einer der produktivsten Autoren überhaupt. Mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Romanen aus den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction, Kinderbücher und historische Romane – hat er sich eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Seine Werke verkauften sich über 40 Millionen Mal. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Düsseldorf.


Inhaltsangabe/Klappentext

Am frühen Morgen landet ein Schiff im Hafen von Alexandria. Unter den Gefangenen ist der junge Ulrich von Wolfenstein, der als Kreuzfahrer ins Heilige Land ziehen wollte und es nun als Sklave betritt. Er wird zum Mittelpunkt einer Intrige der Tempelritter und Sarazenen, das Schicksal Jerusalems liegt in seiner Hand.


Rezension/Meinung

Das Buch habe ich zum ersten Mal vor Jahren gelesen. Erinnere ich mich an meine Empfindungen von damals, muss ich gestehen, dass ich das Buch damals zwar nicht als eins der besten Hohlbeins empfand, jedoch durchaus mochte.

Jetzt mit einigem Abstand zu meinem jugendlichen Ich, kann deutlich sagen, dass das Buch durchauslesbar, aber nicht wirklich gut ist. Vieles geschieht einfach zu schnell, bei einigem gibt es einfach zu wenig Informationen. Allgemein ist es einfach alles zu schnell erzählt, trotzdem die Geschichte fast vierhundert Seiten einnimmt. Vor allen Dingen ist es einfach so, dass mir, trotzdem man bei Büchern Hohlbeins mit phantastischen Elementen rechnen muss, in diesem Fall hier dieser Aspekt ein bisschen zu viel. Es will einfach nicht so recht zum Rest der Geschichte passen. Allgemein hätte man einfach Vieles viel besser mit normalen Erklärungen, ohne Übersinnliches, erklären können. Vor allen Dingen die Beschreibungen vom Alten vom Berge ect., waren für mich einfach etwas zu viel. Auch, welche Widerstandskraft Ulrich haben soll, wo alle anderen von ihm beeinflusst werden.

Jedoch lässt sich das Buch durchaus gut lesen und es ist auch nicht so, dass man es als vollkommen langweilig bezeichnen kann, es gab nur einfach einige Stellen, an denen ich mich durchaus gefragt habe, warum so viele Wiederholungen jetzt sein müssen, unter anderem als immer wieder darauf herumgeritten wurde, dass Ulrich sich aufgrund der Reise durch die Wüste ausgetrocknet fühlt. Einen Satz in diese Richtung, jeden zweiten Satz lesen zu müssen, war doch ein wenig anstrengend.

Von daher ist es leider so, dass ein geschichtlich eigentlich sehr interssanter Konflikt hier ein bisschen zu sehr in die Fantasy-Richtung gezogen und dabei auch noch so eingebettet wird, dass es nicht wirklich stimmig für mich sein wollte, auch wenn Hohlbein durchaus auch hier, wie in vielen Seiner Werke sein Talent zum Erzählen beweist, wenn auch nicht wirklich ausschöpfen kann und mir einiges nicht so wirklich gefallen mochte.

Auch Ulrich ist ein Charakter, mit dem ich nur bedingt warm werden konnte. Vielleicht auch, weil manches so abgehackt berichtet wird, dass er einfach zu viel zu schnell lernt. Zu viel zu schnell kann, obwohl eigentlich doch mehr Zeit vergeht, was einem beim Lesen aber nicht so richtig bewusst wird. Oder er ist doch ein Wunderknabe und ich hatte mit meiner Empfindung recht.

Alles in allem kein ganz schlechtes Buch, aber auch nicht wirklich gut, sondern manchmal etwas anstrengend, aber durchaus lesbar.


Fazit


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