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Mittwoch, 30. Dezember 2015

Rezension ~ Hagen von Tronje

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Hagen von Tronje
Autor: Wolfgang Hohlbein
Taschenbuch: 509 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 1986
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453116542
ISBN-13: 978-3453116542
Genre: Fantasy



Über den Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte und damit den Durchbruch feierte, schrieb er mehr als 150 Romane. Teils schreibt er diese alleine, teils mit Unterstützung seiner Frau, seiner Tochter oder unter Pseudonymen. Er gilt als einer der produktivsten Autoren überhaupt. Mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Romanen aus den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction, Kinderbücher und historische Romane –  hat er sich eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Seine Werke verkauften sich über 40 Millionen Mal. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Düsseldorf.


Inhaltsangabe/Klappentext

Hagen von Tronje gilt als der einsame, finstere Verräter und Königsmörder, während Siegfried, der Drachentöter und Herrscher der Nibelungen, der strahlendste aller Helden ist. Im Spannungsfeld dieser beiden großen, schillernden Gestalten entwickelt sich das dramatische Geschehen des Nibelungenepos.


Rezension/Meinung

Eins der zwei Bücher Wolfgang Hohlbeins, die ich als Jugendliche schon gelesen hatte und dieses Jahr noch einmal wieder zur Hand genommen habe. im Gegnsatz jedoch zu dem anderen Werk Hohlbeins, muss ich bei diesem Buch sagen, dass mir die Geschichte, ebenso wie schon beim ersten Lesen, einfach gut gefallen hat.

Es liegt wohl zum einen daran, dass ich die Nibelungensage einfach sehr interessant finde und diese Adaption Hohlbeins, vor allen Dingen, da ich die Protagonistenrolle Hagen von Tronjes einfach genial finde, sehr mag. Auch, wenn vielleicht daher nicht alles vollkommen dicht am originalen Epos bleibt, ist es Hohlbein hier doch gelungen eine spannende und interessante Geschichte zu erzählen. Dabei finde ich es einfach klasse, dass die Rollen von Hagen und Siegfried hier durchaus ziemlich vertauscht sind, kommt einem Siegfried nicht wirklich als die Sagengestalt vor, die er im Original doch ist, sondern wirkt eher ein wenig naiv, arrogant und einfach nicht so wirklich sympathisch, sondern sehr auf sich und seine eigene Darstellung erpicht. Hagen, der in allen anderen Versionen eher einfach nur der böse Unsympath ist, wird hier zu einer Figur, die man einfach gern haben muss, da er sympathisch, einfühlsam, männlich, düster und so vieles anderes ist. Aber vor allen Dingen kommt man ihm deutlich näher, als in anderen Versionen und kann sein Handeln nachvollziehen.

Ansonsten wird in groben Zügen die bekannte Sage rund um Siegfried, Gunther, Brunhilde, Kriemhild, Hagen von Tronje und die Nibelungen erzählt, die viele schon in den unterschiedlichsten Ausführungen kennen werden. Alles nur aus einer leicht anderen Perspektive und mit wenigen kleinen Verschiebungen, da Hagens Rolle doch eine etwas andere ist. Dabei sind die Geschehnisse sehr spannend geschildert, ein wenig zusätzliche Mysthik mit eingestreut und Hagen fr mich ein genialer Protagonist, wobei ich insbesondere seine Beziehung zu Alberiech in diesem Roman sehr genial finde.

Ein Roman Hohlbeins, der mir nach wie vor richtig, richtig gut gefällt und den ich gern auch noch ein weiteres Mal lesen würde, da ich die Sage einfach super interessant umgesetzt finde und Hagen seit diesem Roman einer meiner Lieblingscharakere der Sage geworden ist.


Fazit

 

 

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