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Samstag, 31. Januar 2015

Rezension ~ Todesmelodie

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Todesmelodie
Autor: Andreas Franz / Daniel Holbe
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 2. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426639440
ISBN-13: 978-3426639443
Genre: Krimi
Reihe: Julia Durant
Band: XII


Über den Autor

Andreas Franz’ große Leidenschaft war von jeher das Schreiben. Bereits mit seinem ersten Erfolgsroman JUNG, BLOND, TOT gelang es ihm, unzählige Krimileser in seinen Bann zu ziehen. Seitdem folgte Bestseller auf Bestseller, die ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Krimiautor machten. Seinen ausgezeichneten Kontakten zu Polizei und anderen Dienststellen ist die große Authentizität seiner Kriminalromane zu verdanken. Andreas Franz starb im März 2011.

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit von Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan – und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein Projekt von Andreas Franz zu übernehmen? Daraus entstand die "Todesmelodie", die zu einem Bestseller wurde. Nach zwei weiteren Krimis, in denen er Julia Durant und ihr Kommissariat weiterleben ließ, war "Giftspur" Daniel Holbes erster eigenständiger Kriminalroman, dem nun der zweite folgt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Gleich der erste Fall nach ihrer Rückkehr in den aktiven Dienst verlangt Julia Durant, die immer noch unter dem Trauma ihrer Entführung leidet, wieder alles ab: In einem WG-Zimmer wird eine Studentin aufgefunden. Sie wurde grausam gequält und schließlich getötet, am Tatort läuft der Song „Stairway to Heaven“. Verbissen ermittelt das K11 die mutmaßlichen Verdächtigen, und das Gericht verurteilt sie zu hohen Haftstrafen. Zwei Jahre lang wähnen sich alle in dem Glauben, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde. Doch dann taucht ein weiterer toter Student auf, und wieder spielt dasselbe Lied …


Rezension/Meinung

Dieser Band der Reihe um Julia Durant, war für mich in einem gewissen Punkt einer der interessantesten bisher, stellt er doch den Übergang von den Bänden, die noch vom Erfinder der Reihe, Andreas Franz, geschrieben wurden, zu deren Fortführung durch Daniel Holbe nach dem Tod von Franz dar.

Sehr positiv aufgefallen ist mir dabei, dass man der Geschichte nicht anmerkt, dass des ursprüngliche Manuskript und sicherlich auch Passagen des Buches von einem Autor geschrieben wurden, der bei der Überarbeitung durch einen anderen, nicht mehr dabei sein konnte. Es wirkt, als sei das Buch alles aus der Hand eines Einzelnen entstanden. Einen Unterschied im Stil des Buches kann man nur dann feststellen, wenn man die Bücher von Franz etwas genauer kennt, jedoch auch nur in kleinen Verhaltensnuancen der Charaktere, die sich aber auch schon durch den Zeitsprung von zwei Jahren erklären lassen, die Julia Durant außer Dienst verbracht hat.

Für mich war es bei diesem Buch, bin ich doch erstmals mit späteren Fällen, rein von Daniel Holbe geschrieben, eingestiegen, sehr interessant zu erfahren, dass Julia Durant mit einem Trauma zu kämpfen hat, denn das habe ich bewusst erst durch diesen Band erfahren. Dabei ist es sehr gut eingearbeitet worden, wie sie sich manches Mal von diesen Erfahrungen auch noch beeinflussen lässt in ihrer Arbeit, gleichzeitig diese Tatsache aber nicht zu sehr aufgebauscht wird.

Und auch der Fall, um den es sich hier dreht, finde ich äußerst spannend, scheinen doch, auch wenn es zunächst unmöglich scheint, ein schon älterer Fall, den Julia direkt nach ihrer Rückkehr aus der Auszeit geleitet hat und der jetzige, im Zusammenhang zu stehen, legt sogar den gleichen Täter nahe, obwohl die Täter damals vermeintlich ermittelt und ins Gefängnis gebracht wurden. Dabei machte es mir wieder riesig Spaß mit zu ermitteln und zu rätseln, wie die beiden Fälle wohl zusammen hängen dürften, was alles hinter dem Ganzen steckt usw. Die Wendungen, die der Fall dabei nimmt, in Kombination auch damit, wie manche Dinge Julia Durant doch an den Nerven zehren, ist einfach sehr spannend gemacht. Zudem gefällt es mir, zu erfahren, wie Sabine Kaufmann, die ich ja schon kannte, hier in diesem Band zum ersten Mal, als neue Kollegin, richtig in Kontakt zu Julia Durant kommt, diese Entwicklung, vielleicht auch gerade unter dem Vorwissen, wie sie endet, fand ich sehr spannend.

Für mich ein richtig guter Krimi, den ich nur empfehlen kann und der, wie ich finde, auch wenn ich von den noch von Franz geschrieben Bänden bisher nicht so viele kenne, keinen allzu großen Bruch in der Geschichte darstellt, sich hingegen sehr gut einfügt und einfach extrem spannend ist und mit einem Ende aufwarten kann, bei dem man durchaus auch ein bisschen überrascht ist, wer genau unter welchem Motiv der Täter war.


Fazit

Freitag, 30. Januar 2015

Rezension ~ Narr

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Narr
Autor: Gerd Schilddorfer / David Weiss
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 8. Juni 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453436024
ISBN-13: 978-3453436022
Genre: Thriller
Reihe: Sina & Wagner
Band: II


Über den Autor

Gerd Schilddorfer ist in Wien geboren und aufgewachsen. Er war Reporter, Journalist und Fotograf, arbeitete sechs Jahre lang an der Dokuemtationsserie "Österreich II" von Hugo Portisch als Chefreporter mit, ist seitdem Reisender, Weltenbummler und begeisterter Motorradfahrer, Hobbykoch, Autor und Storyteller. Er lebt und arbeitet in Wien, Berlin, Niederösterreich und wo immer es ihn hinverschlägt. Zusammen mit David G. L. Weiss hat er drei Thriller geschrieben, die zwischen 2009 und 2011 erschienen sind. Die nächste Trilogie, die mit "Falsch" in diesem August beginnt, wird bei Hoffmann und Campe in Hamburg erscheinen.

David G.L. Weiss, (vollständiger Name: David Gustav Leopold Weiss, geboren am 4.2.1978 in Wien) lebt und arbeitet in Wien, im Waldviertel in Niederösterreich, in Frankfurt am Main und auch mal in Radeberg bei Dresden. Studium der Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Seine Diplomarbeit „Die Weltumseglung der österreichischen Fregatte SMS Novara in den Jahren 1857–1859“ ist in überarbeiteter und erweiterter Form als Buch erschienen. Seit 2005 ist er als freier Mitarbeiter für den Österreichischen Rundfunk tätig und ist regelmäßig bei der Sendung „Einfach zum Nachdenken“ auf Ö3 zu hören. David G.L. Weiss verfasste mehrere unselbstständige wissenschaftliche Schriften, den inzwischen leider vergriffenen Mozart-Roman „Miasma oder Der Steinerne Gast“, das Theaterstück „Die sieben Gesichter des Doktor Faust“ und mit zwei befreundeten Kollegen die gleichnamige Prosasammlung zur Radiosendung „Einfach zum Nachdenken“ in Kooperation mit dem ORF. Neuerdings ist er auch als Drehbuchautor für das ORF-Fernsehen und private Produktionsfirmen tätig. Zwischen 2009 und 2011 schrieb und veröffentlichte David G.L. Weiss zusammen mit Gerd Schilddorfer die Thriller „Ewig“, „Narr“ und „Teufel“.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der zweite Band der Verschwörungsthriller-Trilogie des erfolgreichen Autorenduos Schilddorfer & Weiss

Ein Geschichtsprofessor wird grausam erhängt, mehrere hochrangige österreichische Politiker werden Opfer von Anschlägen und ein Bankenskandal versetzt Wien in Aufruhr. Der Reporter Paul Wagner und der Gelehrte Georg Sina ermitteln – und langsam begreifen sie, dass hinter allem eine Verschwörung steckt, die zur Zeit des Wiener Kongresses ihren Anfang nahm. Vier geheime Pergamente, versteckt in vier verschiedenen Nationen, könnten selbst nach Jahrhunderten das Schicksal Europas entscheiden.


Rezension/Meinung

Mit »Narr« setzen Schilddorfer und Weiss ihre Reihe um Georg Sina und Paul Wagner, die mit »Ewig« ihren Anfang gefunden hat, fort. Ich selbst kenne »Ewig« bisher noch nicht, kann aber daher guten Gewissens sagen, dass man sich in die Handlung, sowie auch die Charaktere sehr gut hineinfinden kann, wenn man kein Vorwissen hat und mit diesem Band startet. Es ist also nicht zwingend relevant »Ewig« schon zu kennen, auch wenn es sicherlich noch besser gewesen wäre.

Insgesamt bildet dieser Roman vor allen Dingen eine extrem gekonnte Kombination aus historischer Wissensvermittlung, die sehr gut recherchiert ist, und einem spannungsgeladenen Thriller, der einen einfach sofort fesselt und den man gar nicht aus der Hand legen will. Dabei fand ich es einfach nur faszinierend, wie gut es den Autoren gelungen ist, die historischen Aspekte, so realitätsnah einzubringen und vor allen Dingen ihre kleinen Änderungen so einzuarbeiten, dass sie einfach stimmig mit den eigentlichen historischen Vorfällen blieben und diese nicht merkbar störten, wie man es sonst manches Mal bei diesem Versuch merklich erkennen kann. Für mich war es auch gerade daher nicht uninteressant, da es sich beim »Wiener Kongress« um ein historisches Ereignis handelt, von welchem ich vor diesem Roman nur wenig wusste und ich, durch mein Interesse an Historischem, dadurch natürlich noch so einiges spannendes erfahren konnte. Sehr gelungen war dabei auch, dass man, trotzdem einem sehr viel Wissen vermittelt wird, dieses nicht dazu führt, dass der Roman trocken wird oder auch allein nur an Spannung oder Geschwindigkeit verliert. Man ist durchweg beim Lesen auf eine spezielle Weise unter Spannung und wird teilweise sehr rasant durch die Geschehnisse geführt, ohne, dass man das Gefühl hätte, dass irgendwie etwas auf der Strecke bleibt.

Zudem haben Schilddorfer und Weiss mit Sina und Wagner zwei Charaktere geschaffen, die mir beide einfach sehr gut gefallen haben. Sie wirken einfach sehr realistisch und man kommt ihnen als Leser beim Lesen einfach sehr nah, wird emotional auch von ihnen angesprochen und fiebert und leidet mit ihnen auf jeder Seite mit. Charaktere, die mir so gut gefallen, wie diese beiden, habe ich bisher ehrlich selten in Romanen gefunden. Dazu kommt dann auch noch, dass die Nebencharaktere, teilweise sehr genial sind und ich erfreut feststellen konnte, dass auch bei diesen einfach viel Aufwand hinter stecken muss, da sie ebenso plastisch wirkten, wie die beiden Protagonisten, vielleicht nicht mit so viel Hintergrund, aber sie waren auch keine bloßen Pappfiguren, die kurz hingestellt wurden und eigentlich nichtssagend waren.

Für mich ein Thriller, den ich einfach nur jedem empfehlen kann, da er eine geniale Mischung bietet, aus klasse Charakteren, viel Spannung, einer fesselnden Story und vor allen Dingen nicht flach ist, sondern durch das viele Wissen, einem noch so einiges vermittelt!


Fazit

Donnerstag, 29. Januar 2015

Rezension ~ Eisiges Geheimnis

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Eisiges Geheimnis
Autor: Karin Salvalaggio
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Marion von Schröder
Ersterscheinung: 8. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547712025
ISBN-13: 978-3547712025
Originaltitel: Bone Dust White
Genre: Thriller


Über die Autorin

Karin Salvalaggio wurde in den USA geboren und ist in Alaska, Florida, Kalifornien und im Irak aufgewachsen. Seit zwanzig Jahren lebt und schreibt sie in London. Sie hat zwei Kinder und einen Schnauzer namens Seamus. Eisiges Geheimnis ist ihr Debüt. Weitere Informationen finden Sie auf www.karinsalvalaggio.com


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein eiskalter Wintermorgen im verlassenen Norden Montanas. Blutüberströmt bricht eine Frau vor dem Haus von Grace zusammen. Beim Versuch, sie zu retten, erkennt Grace in der Toten ihre vor vielen Jahren spurlos verschwundene Mutter. Die hochschwangere Polizistin Macy Greeley übernimmt den Fall. Sie kehrt zurück in die raue, eingeschworene Gemeinschaft nahe der kanadischen Grenze. Vor elf Jahren hat sie vergeblich versucht, Grace’ Mutter aufzuspüren. Grace ist in großer Gefahr. Jemand verfolgt sie. Im Krankenhaus wird auf sie geschossen. Dennoch lässt sie Macy zunächst nicht an sich heran. Bis die beiden Frauen dem Mörder immer näher kommen …


Rezension/Meinung

Irgendwie stehe ich diesem Buch ein wenig zwiegespalten gegenüber und kann gar nicht so genau sagen, ob ich es jetzt mochte oder eher etwas zu seltsam schon fand, für meinen Geschmack. Sicher kann ich aber sagen, es war für mich einfach kein Thriller, dafür fehlte mir einfach viel an Spannung.

Es ist jetzt nicht so, dass dieses Buch so gar keine Spannung besitzt, denn zu Beginn war eindeutig noch welche vorhanden, da der Auftakt, wie Grace den Mord beobachtet und vor die Tür stürmt, kaum angezogen in die Kälte und das, obwohl sie selbst nicht ganz bei Kräften ist, sehr fesselnd ist und auf jeden Fall Spannung erzeugt, aber schnell fing es dann an, dass die Spannung immer mehr abflachte, bis sie dann irgendwann gar nicht mehr vorhanden war.

Vor allen Dingen lag das sicherlich auch daran, dass die “Große Gefahr” von der noch der Klappentext spricht, nicht wirklich spürbar war, man sich irgendwie mit so viel drum herum abgelenkt hat, das durchaus interessant, aber eben nicht spannungsgeladen war. Man lernt nämlich viel über die einzelnen Beziehungen der Personen, in dieser Kleinstadt, in welcher Grace aufgewachsen ist kenne, was von dem alten Fall bekannt ist, in welche Richtungen ermittelt wurde und zu welchen Ergebnissen man damals gekommen ist. Vor allem aber auch unterschwellig, was wirklich vorgefallen sein wird. Jedoch ist nirgendwo wirklich eine aktuelle Gefahr spürbar. Für mich daher einfach kein Thriller, da ich nicht im Ansatz irgendwie bedenken um die Charaktere hatte, außer, dass sie teilweise so wirkten, als wären sie psychisch schon etwas mitgenommen.

Was mich selbst jedoch vor allem am meisten gestört hat, war wohl die Tatsache, dass ich nicht mit den beiden Protagonistinnen warm werden konnte. Macy, die ermittelnde Kommissarin, fand ich einfach irgendwie seltsam, von ihrem ganzen Verhalten her. Zudem wurde sie mir einfach auch so nicht sympathisch, mir fiel es schwer eine emotionale Bindung, auch nur im kleinsten Rahmen aufzubauen. Ebenso erging es mir mit Grace, mit der ich, vor allem durch ihr oft psychisch leicht auffälliges Verhalten, nur wenig anfangen konnte.

Interessant war das Buch dann aber trotzdem irgendwie noch, wollte man ja wissen, wie sich letztendlich alles auflösen wird. Dabei auffällig war vor allen Dingen, dass das Ende dann doch etwas aus der Luft gegriffen auftauchte, zu spontan alles erklärt wurde. Für mich nur wenig befriedigend.

Wer einen richtigen Thriller sucht, der sollte von diesem Buch lieber dir Finger lassen, denn an Spannung mangelt es, interessant ist es dennoch irgendwie und vielleicht schafft die Autorin es ja mit einem weiteren Band um ihre Kommissarin sich noch deutlich zu steigern, ausprobieren würde ich es jedenfalls.


Fazit

Rezension ~ Blinde Vögel

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Blinde Vögel
Autor: Ursula Poznanski
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 2. April 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250452
ISBN-13: 978-3805250450
Genre: Krimi
Reihe: Bea Kaspary & Florin Wenninger
Band: II


Über die Autorin

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren und begann nach einem abwechslungsreichen Schul- und Studienleben als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. Sie selbst sagt von sich, sie hätte sich schon immer gerne Geschichten ausgedacht, aber nie zu Papier gebracht. Wenn sie schrieb, dann nur Kurzgeschichten. Im Jahr 2000 nahm sie - leider erfolglos - an einem Drehbuchwettbewerb des ORF teil. Dadurch entdeckte sie, dass sie doch zu "längeren" Texten fähig war und fing Feuer. Sie sammelte Romanideen und schaffte es, mit "Buchstabendschungel" im Jahr 2003 ihr erstes Kinderbuch zu veröffentlichen. Es folgten Erstlesebücher, Kinderkrimis und ein Teenager-Liebesroman. Für ihre Werke wurde sie u.a. mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet und für den Österreichischen Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert. Bei Loewe legt sie im Frühjahr 2010 mit „Erebos” einen packenden Jugend-Thriller vor, der sich mit den Manipulationsmöglichkeiten virtueller Welten auseinandersetzt und gekonnt die reale mit der Welt des Online-Computerspiels verwebt. Ihr zweiter Thriller "Saeculum" für Jugendliche erschien im November 2011. Im Februar 2012 erschien ihr erster Thriller für erwachsene Leser mit dem Titel "Fünf" bei Rowohlt. Ursula Poznanski lebt mir ihrer Familie in Wien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei Tote bei einem Salzburger Campingplatz. Sie stranguliert, er erschossen. Die einzige Verbindung zwischen ihnen: eine Facebook-Gruppe, in der beide Mitglieder waren. Dort werden Gedichte voller Todesahnungen ausgetauscht. Zufall? Beatrice Kaspary folgt ihrem Instinkt und schleust sich als U-Boot in die Gruppe ein. Und schon stirbt noch ein Mitglied der Lyrik-Gruppe ...


Rezension/Meinung

»Blinde Vögel« ist der zweite Band der Reihe um die Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger. Nach ihrem Geocachingfall in »Fünf« ermitteln die beiden auch dieses Mal wieder in einem eher etwas spezielleren Umfeld, nämlich unter anderem den Social Media.

Auffälliger Unterschied bei diesen beiden Teilen der Reihe ist eindeutig, dass der erste Fall ein wenig realistischer wirkte, ist eine Ermittlung in den Social Media in meinen Augen nicht so ertragreich bzw. unwahrscheinlicher ein Ergebnis bringend, wie sie hier teilweise wirkt. Allgemein sind die logischen Zusammenhänge, vor allem jedoch ihre Wahrscheinlichkeit, in diesem Teil ein wenig geringer, als im Vorgängerband, was etwas schade ist, dem Lesevergnügen aber nicht direkt einen Abbruch tut. Obwohl es mir selbst immer etwas lieber ist, wenn ich einen Fall vor mir habe, den ich logisch wirklich nachvollziehen kann, er ein wenig realitätsnäher ist.

Ansonsten muss ich aber sagen, hatte ich sehr viel Spaß mit dem Buch, denn spannend ist es über die meisten Strecken auf jeden Fall und auch an denen, wo es ein wenig an Spannung mangelt, gab es doch trotzdem immer noch manche Punkte, die mein Interesse soweit geweckt haben, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Gerade auch durch die Lyrikgruppe und die Gedichte erhält der Krimi für mich eine interessante Note, da ich mich eigentlich nicht sonderlich mit Gedichten identifizieren kann, es aber spannend finde, was andere daraus so lesen. Auf jeden Fall mochte ich es, dass im Verlauf der Handlung immer wieder neue Fragen aufgeworfen wurden, die einen selbst zum Rätseln brachten, was ich bei Krimis sehr gern habe.

Mitunter aber fast am interessantesten fand ich, wie es mit Florin und Bea weitergeht, da schon in »Fünf« einiges zu ihrem Privatleben bekannt wurde und man durchaus den Eindruck am Ende des Ersten Teils hatte, dass sich zwischen den beiden ein wenig etwas entwickelt. Gerade auch, da sie mir zwei sehr sympathische Charaktere sind, war ich in diesem Punkt extrem neugierig. Daher hat es mir auch sehr gefallen, dass auch in diesem Teil wieder einiges auch aus dem Privatleben von Bea und Florin vorgekommen ist, da es, wie ich finde, wenig vom Krimi selbst ablenkt, ihn aber angenehm ergänzt.

Vom Lesefluss ist dieser Roman natürlich wieder richtig gelungen, wie es bisher alle Romane von Ursula Poznanski waren, die ich gelesen habe, da man durch ihre Schreibweise durchaus gefesselt wird.

Allgemein ein Krimi, den ich guten Gewissens empfehlen kann, auch wenn der Fall selbst vielleicht ein wenig unrealistischer ist, da die Ermittlung in den Sozialen Medien, sowie die Auflösung, wie alles zusammenkommt und die Erkenntnisse, zu welchen die Ermittlungen teilweise durch gewisse Dinge kommen, manchem ein bisschen weit hergeholt scheinen.


Fazit

Mittwoch, 28. Januar 2015

Rezension ~ Teuflische Versprechen

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Teuflische Versprechen
Autor: Andreas Franz
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. August 2005
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426628317
ISBN-13: 978-3426628317
Genre: Krimi
Reihe: Julia Durant
Band: VIII


Über den Autor

Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt geboren. Nach seinem Abschluss in Wirtschaftsenglisch und – französisch an einer Sprachenschule verdiente er sein Geld als Drummer in verschiedenen Bands. Später arbeitete er unter anderem als LKW-Fahrer und als „Mädchen für alles“ in einer Werbeagentur, im Anschluss in der Verwaltung eines größeren Konzerns. Anfang der 1990er Jahre eröffnete er sein eigenes Übersetzungsbüro. Schon in seiner Jugend schrieb Franz erste Gedichte und Kurzgeschichten. Seinen ersten Roman „Der Finger Gottes“ verfasste er bereits 1986, er fand aber über zehn Jahre lang keinen Verleger dafür. Sein Durchbruch als Schriftsteller gelang Andreas Franz erst mit seinem Kriminalroman „Jung, blond, tot“, der 1996 veröffentlicht wurde. Andreas Franz starb am 31.03.2011 an Herzversagen. Zuletzt lebte er in Hattersheim am Main, war verheiratet und hatte fünf Kinder


Inhaltsangabe/Klappentext

Korruption und Menschenhandel in der besten Gesellschaft Frankfurts!

In der Praxis der Psychologin Verena Michel taucht eines Tages die völlig verängstigte Maria aus Moldawien auf: Sie wurde als Sexsklavin in einer alten Villa gehalten und konnte ihrem Martyrium nur knapp entkommen. Die Psychologin bringt die Frau zu der befreundeten Anwältin Rita Hendriks. Kurz darauf ist Rita tot. Ein Fall für die engagierte Frankfurter Kommissarin Julia Durant, die bei ihren Ermittlungen bald zwei weiteren ungeklärten Morden auf die Spur kommt.


Rezension/Meinung

Der ersten Roman zur Julia Durant-Reihe, den ich gelesen habe, war schon von dem neuen Autor der Reihe, Daniel Holbe geschrieben, daher war es für mich durchaus auch spannend einmal festzustellen, wie doch auch die Unterschiede im Stil, der Handlung etc. allein durch unterschiedliche Autoren wohl auffallen. Dazu muss ich gestehen, dass ich den Unterschied schon merklich fand, selbst aber den Stil von Daniel Holbe dem Original, Andreas Franz, doch ein wenig vorziehe, wirkt der Schreibstil von Franz doch etwas distanzierter.

Trotzdem kann ich dieses Buch nur empfehlen, da es einfach eine geniale Handlung hat, die ich sehr spannend und fesselnd fand. Zumal es auch einfach, mit der Organisierten Kriminalität, um ein Thema geht, welches immer aktuell bleiben und sich in seinem Wesen wohl wenig verändern wird.

Dabei fand ich es einfach sehr gut verarbeitet, wie stark sich in dieses Milieu zu geraten, auch auf die Opfer auswirkt, erhält man doch durch Maria so einige Einblicke in dieses Leben und was den Frauen wirklich angetan wird. Trotzdem ist Maria ein Charakter, der von Franz sehr stark dargestellt wird, da sie sich immer an Dingen festgehalten, gehofft und vor allen Dingen gekämpft und nie ganz aufgegeben hat. Dabei ist es sehr spannend welche Beziehungen sie im Roman noch aufbaut, vor allen Dingen auch, wie sie und Julia Durant zueinander stehen.
Allgemein fand ich es auch sehr auffällig, dass in diesem Band der Reihe nicht ganz so viel zur persönlichen Situation von Julia und Frank enthalten ist, das nicht irgendwie mit dem Fall zu tun hat. Außer der Tatsache, dass Julias Vater eine etwas größere Rolle hat, da er mal direkt bei ihr in Frankfurt ist und man diesen noch besser kennenlernt, was ich sehr schön fand.

Der Fall selbst ist auch richtig spannend, vor allen Dingen, da es allein schon polizeiintern sehr interessant ist, wie man mit einem Schlag gegen das organisierte Verbrechen vorgehen muss, wenn man auch wirklich etwas erreichen will, da natürlich auch bei der Polizei immer wieder Spitzel sitzen, die ein Leck bilden und die besser nichts von den Vorhaben mitbekommen dürfen. Gerade, da diese aber oftmals nicht leicht zu erkennen sind, ist es schwer zu sagen, wem man wirklich vertrauen kann und wem nicht. In dieser Beziehung fand ich es einfach sehr gut gemacht, wie doch Abstimmungen, die Ermittlungen etc. sich schwieriger gestalten, man sich gegenseitig misstraut und vor allen Dingen, wie kompliziert es wird eine große Aktion zu planen.

Für mich ein sehr guter Krimi, der spannend, fesselnd und interessant ist, zudem einfach ein Thema behandelt, welches sehr komplex und leider wohl auch schwer zu bekämpfen ist. 


Fazit

Dienstag, 27. Januar 2015

Rezension ~ Blackout

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel:  Blackout - Morgen ist es zu spät
Autor: Marc Elsberg
Taschenbuch: 800 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung TB: 17. Juni 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442380294
ISBN-13: 978-3442380299
Genre: Thriller



Über den Autor

Marc Elsberg, geboren in Wien, lebte auch in Hamburg und schreibt Romane. Sein Debüt, der Thriller "Blackout - Morgen ist es zu spät" avancierte zum Bestseller und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im Mai 2014 erschien sein neuer Thriller "ZERO - Sie wissen, was du tust".


Inhaltsangabe/Klappentext

Ist Fortschritt ein Rückschritt? - Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es bald nicht mehr. Der Countdown läuft ... An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Erschreckend realistisch, genau recherchiert, mitreißend erzählt. (Quelle:'Fester Einband/19.03.2012')


Rezension/Meinung

Wieder einmal ein Buch, dass ich erst deutlich nach der Zeit gelesen habe, als es gerade gehypt wurde, was aber weniger daran lag, dass mich das Thema nicht interessiert hätte, als dass ich damals einfach nicht dazu gekommen bin.

Allein das Grundszenario dieser Geschichte ist extrem erschreckend, unvorstellbar und doch leider irgendwie möglich. Wenn man einfach mal bedenkt, wie wahrscheinlich solch ein Vorfall wirklich ist, vor allen Dingen, wie leicht angreifbar die Menschheit doch ist. Allgemein hatte ich schon immer den Eindruck, dass die Leute extrem abhängig von der Stromversorgung sind, denn so vieles würde ohne diese nicht mehr richtig funktionieren und dieser Roman führt einem sehr eindrücklich vor Augen, wie abhängig wir eigentlich wirklich sind.

Ich finde es einfach sehr genial beschrieben, wie die Menschen auf diesen Stromausfall reagieren, sich anfänglich noch nach Kräften unterstützen, aber dann, als er immer länger andauert, langsam auch anfangen in ihrem Überlebenswillen gegeneinander zu wenden. Allein auch schon, welche Tragödien dadurch entstehen, dass selbst die beste Notstromversorgung bei einem solchen großflächigem Ausfall der Stromversorgung, irgendwann ausfallen. Wie es den Menschen in Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen ergeht, die einfach darauf angewiesen sind, dass gewisse Maschinen funktionieren. Diese Atmosphäre, die so düster ist, schafft es Marc Elsberg einfach grandios darzustellen, vor allen Dingen auch noch mit diesem Funken Menschlichkeit, der selbst noch etwas glimmt, nachdem die Flamme vom Anfang, wo sich alle noch helfen, verlöscht.

Abgesehen von dieser allein schon sehr gelungen Beschreibung der Umstände, ist es auch so, dass die Geschichte dauerhaft spannend bleibt und einfach sehr fesselnd ist, da man einfach wissen will, wie es weitergehen wird, was die Menschen auf Dauer anfangen werden mit ihrer Situation, wie die Politik damit umgehen wird und vor allen Dingen natürlich auch, wie sie der Ursache und einer möglichen Lösung näher kommen. Dabei ist Piero Manzano ein Hauptcharakter, der mir einfach gefallen hat, da er trotz Hackerkarriere durchaus eine ehrliche Seele hat. Letztendlich war es zwar für die Story gar nicht so relevant und auch etwas nachrangig, welche Motive hinter der Verursachung des Stromausfalls standen, trotzdem waren auch sie durchaus interessant.

Insgesamt ist dieser Roman einfach ein regelrechter Pageturner, der ein Szenario malt, in welchem ich nie landen wollen würde, ich mir aber leider durchaus auch in der Realität vorstellen könnte. Genau aus diesem Grund ist es schon allein ein Roman, der sich zu lesen lohnt, der dabei auch einfach nur spannend und fesselnd ist. Daher eine klare Empfehlung von mir!


Fazit

Montag, 26. Januar 2015

Rezension ~ Kräuterapotheke für Pferde

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Kräuterapotheke für Pferde
Autor: Jürgen Bartz
Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Franckh Kosmos Verlag
Ersterscheinung: 9. Juni 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3440118169
ISBN-13: 978-3440118160
Genre: Sachbuch



Über den Autor

Tierarzt Dr. Jürgen Bartz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Wirkung von Heilkräutern und hält Seminare für Pferdehalter und Landwirtschaftskammern. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Pferdehaltung, -zucht und -sport. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Heilkräuter stärken die Gesundheit, beleben die Immunabwehr und stimulieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Mit Hilfe der kompakten Heilpflanzen-Porträts, der Kräuter-Rezepte und Tipps des Tierarztes Dr. Jürgen Bartz können Sie Aufgüsse, Umschläge und Trockenkräuter selbst herstellen und gezielt einsetzen. Heilkräuter richtig anwenden. Kräuterrezepte für Pferde. Kräuter von A-Z.


Rezension/Meinung

Dafür, was man mit Kräutern bei Pferden so bewirken kann, habe ich mich schon länger interessiert, da mein Kleiner ein wenig etwas mit der Lunge hat, und war schon sehr gespannt auf dieses Buch und vor allen Dingen, welche Kräuter wohl in welchen Bereichen einsetzbar sind und vor allen Dingen auch wie.

Durchaus überrascht hat mich dabei an diesem Buch, dass es einen unerwartet langen allgemein Teil besitzt, welcher sich eher grundsätzlich damit beschäftigt, wie Pferde Kräuter aufnehmen, verdauen, welche Stoffe sie so benötigen etc. Unter anderem wird dort auch noch einmal deutlich beschrieben, welche Zusammensetzungen idealtypische Weiden für Pferde haben sollten, damit ihnen eine ausgewogene Ernährung möglich ist. Allein schon in diesem Abschnitt erfährt man daher einiges Wissenswertes, das ich so detailliert zum einen noch gar nicht wusste und zum anderen auch nicht wirklich erwartet hätte.

Auf diese allgemeinen Erklärungen folgt ein langer Abschnitt, in welchem es dann zunächst um diverse Mischungen aus Kräutern geht. Dabei wird ausführlich erläutert, welche Mengen man von welchem Kraut für eine Mischung benötigt und nicht nur ein Verhältnis der Kräuter zueinander angegeben. Außerdem wird natürlich auch darauf eingegangen, in welchen Mengen man diese Mischung dann dem Pferd verabreichen kann, sowie in welchen Abständen und auf welche Zeitstrecke gesehen, denn nicht jedes Kraut kann ein Pferd über eine sehr lange Dauer bekommen, denn dann kann die Wirkung auch leicht vom Positiven ins Negative umschlagen und statt zu helfen, schadet man dann eher. Positiv fand ich in diesem Abschnitt, dass es zu vielen Ansatzpunkten eine Kräutermischung vorgestellt wurde, auch wenn oftmals doch die Verabreichung nicht für jeden, der nicht täglich mehrmals bei seinem Pferd ist, schwer durchzuführen sein kann.

Den Abschluss dieser Lektüre bildet ein Glossar über einige Kräuter, welche sehr ausführlich beschrieben sind, unter anderem mit ihrem Aussehen, ihren Charakteristiken, wo man sie findet, ihrer Wirkung, welchen Teil man dieses Krauts verabreichen kann, ob Blüte, Stängel, Wurzel etc. und natürlich in welcher Form, getrocknet, frisch etc. Alles ist auch sehr schön bebildert. Von daher hat man eine schöne, kleine Sammlung diverser Kräuter vorliegen, an die man sich halten kann.

Vieles in der Kräuterheilkunde ist nicht ganz trivial und sie ist nicht immer ganz leicht umzusetzen, aber grundsätzlich gibt einem dieses Buch einen sehr guten Überblick und einige Richtwerte, vor allen Dingen sollte es, wenn man sich an die Ratschläge hält, dafür sorgen, dass man seinem Pferd nicht aus gutem Vorsatz, aber Unwissen, schadet.


Fazit

Sonntag, 25. Januar 2015

Rezension ~ Drachenelfen - Die Windgängerin

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Drachenelfen - Die Windgängerin
Autor: Bernhard Hennen
Broschiert: 879 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 29. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453533453
ISBN-13: 978-3453533455
Genre: Fantasy
Reihe: Drachenelfen
Band: II


Über den Autor

Bevor Bernhard Hennen sich ganz dem Schreiben von historischen Romanen und Fantasy widmete, bereitste er den Orient und Mittelamerika. Seine Elfen Romane stürmten sofort die spitzen der Charts und er zählt zu der Spitze der deutschen Fantasyautoren. Seine Fachkenntnis zu den historischen Themen stammen aus von seinem Fachwissen als Archäologe, Historiker und Germanist. Er studierte an der Uni Köln. Sein erstes Buch schrieb er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein. Für das fantasy Rollenspiel "Das schwarze Auge" verfasste er mehrere Storymodule. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er seit 2000 wieder in seiner Geburtsstadt Krefeld.


Inhaltsangabe/Klappentext

Noch herrschen die mächtigen Drachen über Elfen, Zwerge und die anderen Völker Albenmarks. Doch ein unglaublicher Verrat in ihren eigenen Reihen beginnt zu wirken – und plötzlich müssen sich die Drachenelfen entscheiden: Dienen sie weiter ihren Herren oder kämpfen sie für eine neue Zeit, eine Zeit der Elfen . . . Nach dem großen Besteller Drachenelfen legt Bernhard Hennen den heiß ersehnten neuen Roman um die magische Welt der Elfen und Drachen vor.

Die Welt bebt. Während sich im geheimnisvollen Nangog dunkle Geschehnisse häufen und der Unsterbliche Aaron vor der Schlacht seines Lebens steht, ist im Land der Drachen und Elfen das Unglaubliche geschehen: Eine Gruppe findiger Zwerge hat einen der mystischen Drachen getötet. Für seine Drachenbrüder bedeutet dies Rache um jeden Preis, und ein Plan nimmt Gestalt an, der eine Metropole der Zwerge, die Tiefe Stadt, in Schutt und Asche legen soll. Doch damit ist auch das Leben der jungen Elfenkriegerin Nandalee in Gefahr. Auf geheimen Befehl Nachtatems hat sie sich als Spionin unter die Zwerge gemischt, um dort ihre letzte Prüfung zur Drachenelfe zu erfüllen. Nandalee ahnt nicht, dass ihr auch von ganz anderer Seite tödliche Gefahr droht. Laut einer Prophezeiung ist sie es, die den Untergang der Drachen besiegeln wird – und der Drachenelf, der ihr am nächsten steht, wurde bereits als Assassine ausgesandt . . . 


Rezension/Meinung

Nach dem ersten Teil »Drachenelfen« war ich schon sehr neugierig, wie die Saga wohl weitergehen wird und muss sagen, dieser Band ist auch wieder richtig gut.

Es ist ehrlich erstaunlich, wie viel Detailtiefe Bernhard Hennen wirklich in diese Bücher hineinbringt, wie viel Zeit er sich für die einzelnen Geschichten seiner Charaktere und natürlich das Gesamtgefüge lässt und es trotzdem nicht passiert, dass es langweilig oder langatmig wird. Zwar ist es so, dass man manche Handlungsverläufe immer etwas mehr herbeisehnt, als andere, denn ich bin ein großer Fan der Handlung um Gonvalon, da ich ihn als Charakter sehr mag. Jedoch sind alle Einzelhandlungen sehr interessant und spannend.

Richtig gelungen finde ich unter anderem, wie sich die Situation zwischen den Menschen, vor allem Artax und Muwahtta, immer mehr zuspitzt, in diesem Krieg, den sie gegeneinander, von den Devanthar beschlossen, führen müssen. Allein die Beschreibungen, wie sich langsam alles sammelt und alles vorbereitet wird, Strategien durchgesprochen und angegangen werden, ist einfach genial beschrieben und auch wenn man denken könnte, dass diese Abschnitte langatmig sein könnten, werden sie es nicht. Unter anderem auch sicher, weil immer mal wieder etwas Unerwartetes passiert und zudem auch noch die Brüche enthalten sind, bei denen man in der Handlung zu anderen Charakteren spring. Ebenso ist es in diesem Teil der Handlung auch so interessant, da man allein durch Artax, Volodi und Datames gleich drei sehr unterschiedliche Sichten hat und es für mich auch immer sehr spannend ist, wie es mit Datames und seiner Rolle wohl weitergehen wird.

Auch, was die Drachen mit der Tiefen Stadt der Zwerge angestellt haben und diese Schlacht, fand ich sehr interessant, zumal man sie immer wieder aus mehreren Perspektiven verfolgt hat, gibt es ja sowohl relevante erzählende Zwergencharaktere, als auch natürlich welche unter den Drachenelfen. Bei einigen der Charakter merkt man auch langsam immer mehr, wie sie anfangen sich etwas in ihrer Persönlichkeit zu verändern, durch das was ihnen alles wiederfährt, auch wenn es bei Nandalee, starrköpfig, wie sie von Beginn an war, sichtbar langsam geht. In diesem Teil der Geschichte fand ich es auch sehr spannend, dass sich endlich aufgelöst hat, wer von den Drachen derjenige ist, der versucht die alte Ordnung zu untergraben und welche List er noch so alles anwendet. Jedoch weiß man immer noch nicht so richtig um dessen Motivation, was alles für mich noch sehr spannend macht und wodurch es mir auch schwer fällt, weitere Schritte seinerseits vorauszuahnen. Es bleibt also auch dort sehr spannend.

Zudem scheinen auch noch andere Charaktere mehr an Relevanz zu gewinnen, wie unter anderem Eleborn, den man zwar schon kennenlernen durfte, bisher aber noch keine so große Rolle in diesem Spiel hatte und ich bin nur zu neugierig, wo er seinen Platz jetzt finden wird.

Ich bin ehrlich begeistert von dieser Fantasy-Reihe und schon sehr auf den dritten Band gespannt! Wer also High-Fantasy mag, dem kann ich diese Reihe nur ans Herz legen!


Fazit

Samstag, 24. Januar 2015

Rezension ~ Der dunkle Pfad Gottes

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der dunkle Pfad Gottes
Autor: Richard Doetsch
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 13. November 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404165322
ISBN-13: 978-3404165322 
Originaltitel: The Thieves of Heaven
Genre: Krimi / Thriller / Mysterie
Reihe: Michael St. Pieree
Band: I


Über den Autor

Richard Doetsch ist Inhaber einer Immobilienfirma. Während andere Autoren nur aufregende Thriller schreiben, führt er auch ein aufregendes Leben: Er ist Extremsportler und springt mit Fallschirmen und Gummibändern von Brücken, Klippen und Hochhäusern. In ruhigen Stunden spielt er Gitarre und Klavier. Er ist seit über zwanzig Jahren mit seiner Jugendliebe verheiratet und hat drei Kinder.

Seine Thriller um den Meisterdieb Michael St. Pierre waren große Erfolge in den USA und begeistern viele Fans. Die Filmrechte wurden an 20th Century Fox verkauft. Die Übersetzungen der Bücher sind in einem guten Dutzend Länder erschienen, unter anderem Russland, Italien, Brasilien, China, Polen, Japan und den Niederlanden.

Richard Doetsch arbeitet an seinem nächsten Thriller.


Inhaltsangabe/Klappentext

Michael St. Pierre war einmal der beste Dieb aller Zeiten. Er wollte für immer aufhören. Doch als seine Frau erkrankt, kann nur eine kostspielige Operation ihr Leben retten: Michael muss innerhalb einer Woche 250.000 Dollar beschaffen. Ein mysteriöser Auftraggeber verspricht ihm genau diese Summe, wenn Michael zwei antike Schlüssel stiehlt. Das Problem: Die Reliquien befinden sich im bestbewachten Museum der Welt, dem Vatikan. Michael macht sich bereit für den größten Raub der Geschichte. Und er ahnt nicht, dass er damit die Welt an den Rand des Abgrunds bringt. Denn er will etwas stehlen, das nicht für menschliche Augen bestimmt ist.


Rezension/Meinung

Ich hatte bei diesem Buch irgendwie einen richtigen Thriller bzw. Krimi erwartet, musste aber feststellen, dass das Buch doch deutlich mehr Mysterie- und Fantasy-Anteil hat, als ich je erwartet hätte.

Allgemein fand ich die Idee sehr gelungen, dass der Protagonist ein Meisterdieb ist, denn Bücher, bei denen ein Dieb die Hauptrolle spielt, lese ich eigentlich sehr gern, vor allen Dingen, da diese Charaktere, wie auch hier, eigentlich immer so gestaltet sind, dass sie zwar mit dem Raub Unrechtes tun, aber trotzdem sind sie meisten so, dass sie dabei keine Menschen gefährden wollen. Micheal St. Pierre ist daher für mich auch ein sehr sympathischer Charakter, weil er genau nach diesem Maßstab vorgeht und sich sogar, nachdem er einmal erwischt wurde, jetzt bemüht ein legales Leben zu führen.

Jedoch muss ich gesehen, war mir der noch normal wirkende Anteil dieses Buches, in dem es um den Auftrag geht, diese zwei Schlüssel zu stehlen, irgendwie viel zu kurz. Dem Klappentext nach, hätte ich damit viel mehr gerechnet, was sich rund um diesen Diebstahl abspielt und dann wurde alles sehr schnell abgehandelt. Das war einer der Punkte, der mir nicht sonderlich gefallen hat. Vor allem auch, da die Geschichte danach in eine Richtung abdriftet, die ich so nicht erwartet hätte und mir auch nicht so zusagte.

Allgemein wird es einfach plötzlich alles sehr unrealistisch und es war für mich so einfach zu abgehoben für das, was ich hinter dieser Geschichte eigentlich erwartet hätte. Auch viele der Charaktere sind leider sehr stereotyp, passen zwar zur Handlung, aber bieten einem wenig Überraschungen, wie leider das gesamte Buch, nachdem einem aufgefallen ist, dass es irgendwie kein so ganz realer Thriller zu sein scheint.

Insgesamt lässt sich das Buch zwar sehr gut lesen, da es einen angenehmen Schreibstil hat, aber die Wendung, die es nach dem Diebstahl der Schlüssel nimmt, gefällt mir nicht so wirklich, da ich es realer deutlich besser gefunden hätte. Zwar ist es in sich alles stimmig, aber man muss halt darauf gefasst sein, dass so etwas in diese Richtung kommt.

Allgemein ist der Roman nur zu empfehlen, wenn man kein Problem damit hat, dass es ein wenig übernatürlich werden wird, dann lässt er sich durchaus ganz gut lesen, möchte man aber einen richtigen Thriller / Krimi, ist man mit diesem Buch falsch beraten.


Fazit

Freitag, 23. Januar 2015

Rezension ~ Sommer der Wahrheit

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Sommer der Wahrheit
Autor: Nele Löwenberg 
Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 16. Juni 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285619
ISBN-13: 978-3548285610 
Genre: Belletristik / Familiendrama



Über die Autorin

Nele Löwenberg ist der Mädchenname der Bestsellerautorin Nele Neuhaus. Sie begann schon in jungen Jahren zu schreiben und erlangte mit ihren Krimis inzwischen Weltruhm.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nebraska, Anfang der Neunzigerjahre: Sheridan Grant lebt mit ihrer Adoptivfamilie auf einer Farm inmitten von Maisfeldern. Sie leidet unter der Eintönigkeit des Farmlebens und dem strengen Regime ihrer Adoptivmutter, die der hochmusikalischen Sheridan sogar das Klavierspielen verbietet. Zum Glück gibt es den Farmarbeiter Brandon, den Rodeoreiter Nick und den Künstler Christopher, die Sheridan den Hof machen und sie davor bewahren, vor Langeweile zu sterben. Bis in einer Halloween-Nacht etwas Furchtbares passiert. Nun erweist sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...


Rezension/Meinung

Ich muss ehrlich gestehen, ich war mächtig neugierig, wie es wohl sein wird, von Nele Neuhaus, auch wenn sie hier unter ihrem Mädchennamen offiziell veröffentlicht, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um einen Krimi handelt, einen mal etwas anderen Roman zu lesen. Dabei hat sie mich doch auch auf die eine oder andere Art überrascht.

Zum einen war ich durchaus überrascht, dass dieses Familiendrama in den USA spielt, denn damit hatte ich zunächst gar nicht gerechnet. Trotzdem schafft sie es sehr gut das Farmleben, vor allen Dingen in dieser Region der USA und zu dieser Zeit, zu beschreiben. Teils noch sehr altmodische Ansichten, oftmals sehr gläubig und das wird auch sehr ausgelebt. Trotzdem scheinen die Menschen auch in manchen Dingen ein wenig freier zu sein, nicht immer so sehr unter Stress zu stehen, den Tag teils eher so zu nehmen, wie er denn kommen wird. Es baut sich also beim Lesen so richtig schön die Atmosphäre einer solchen Farm auf.

Dabei schafft es Nele Neuhaus auch sehr gut die einzelnen Charaktere herauszuarbeiten, wie unter anderem Sheridans Adoptivmutter, welche ein richtiger Drachen ist, viel noch an alten Gebräuchen festhängt, teils sehr altmodisch im Denken ist und zudem einfach ein Mensch wäre, dem ich nicht begegnen wollen würde. Die Abneigung gegen sie hat sich bei mir schon sehr früh eingestellt und sich im Verlauf der Handlung eher noch verschlimmert. Ebenso, wie zu Sheridians jüngstem Adoptivbruder, dem Nesthäkchen der Familie, welcher von seiner Mutter extrem verhätschelt wird.

Sheridian selbst ist auch ein Charakter, der eine sehr ausgeprägte Persönlichkeit hat, obwohl sie teilweise Dinge tut, die ich so nicht in diesem Roman erwartet hatte. Vor allen Dingen, wie ausgeprägt doch teilweise ihr Sexualleben und dessen Beschreibung in diesem Buch, sowie Sheridians Ansichten dazu sind, damit hätte ich nie gerechnet. Bei ihr merkt man aber, was ich sehr gelungen finde, eine sehr deutliche Entwicklung vom Beginn des Romans zu seinem Ende hin, vor allen Dingen, wie ihre Persönlichkeit und sie selbst immer stärker wird, durch die Dinge, mit denen sie konfrontiert wird und auf welche Weise sie lernt, damit umzugehen.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, auch wenn es in manchen Punkten durchaus vorhersehbar vor, vor allen Dingen die Haupthandlung betreffend. Was jedoch viele Kleinigkeiten in der Handlung anbelangt, wurde ich doch noch so manches Mal ziemlich überrascht und vor allen Dingen haben mich dabei auch die Charakter und ihr Verhalten sehr positiv überrascht.

Ein sehr gelungenes Familiendrama, das zeigt, dass Nele Neuhaus auch in anderen Bereichen, als dem Kriminalroman richtig Talent hat und das ich jedem, der gern mal tiefer in eine Familie oder allgemein solche Geschichten eintaucht, nur ans Herz legen kann, denn Atmosphäre und Charaktere sind einfach sehr stimmig.


Fazit


Donnerstag, 22. Januar 2015

Rezension ~ Celeste bedeutet Himmelblau

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Celeste bedeutet Himmelblau
Autor: Brigitte Pons
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Egmont LYX
Ersterscheinung: 3. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380259388X
ISBN-13: 978-3802593888
Genre: Krimi
Reihe: Frank Liebknecht
Band: I


Über die Autorin

Brigitte Pons, 1967 in Groß-Gerau geboren, schreibt, seit sie schreiben kann. Die gelernte Bankkauffrau lebt vor den Toren Frankfurts, in Mörfelden-Walldorf. In den letzten Jahren hat sie sich mit zahlreichen Kurzkrimis und Anthologiebeiträgen inen Namen gemacht. Sie ist Mitglied bei den "Mörderischen Schwestern" und im "Syndikat".


Inhaltsangabe/Klappentext

Als im kleinen Örtchen Vielbrunn im Odenwald ein Bauer tot auf einem Feld gefunden wird, geht die Polizei zunächst von einem Unfall aus. Doch der junge Polizist Frank Liebknecht entdeckt sehr schnell Ungereimtheiten. Weil ihm niemand glauben will, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln - und gerät schon bald in einen Mahlstrom aus Verrat, Mord und fanatischer Verblendung ...


Rezension/Meinung

»Celeste bedeutet Himmelblau« ist eindeutig ein Regionalkrimi, der aber doch auch ein bisschen anders ist, als viele andere, die ich so kenne. Das liegt vor allen Dingen auch daran, dass er zwar mit dem Dorf, in welchem Frank ermitteln muss, in einer etwas verschrobenen Dorfgemeinschaft landet, der Krimi aber deutlich weniger klischeebehaftet ist, als es doch bei vielen Regionalkrimis, seit diese in Mode gekommen sind, der Fall ist.

Dabei fiel mir aber vor allem auch Frank Liebknecht, den man mit diesem Roman zum ersten Mal kennenlernt, auf. Irgendwie scheint er zunächst eher nicht viel Besonderes an sich zu haben. Er kam mir sogar eher ziemlich naiv vor in manchen Punkten, auch sehr neugierig, gleichzeitig zeigt er sich oftmals sehr schüchtern und ich hatte ehrlich ein Problem ihn für mich wirklich vom Alter einzuordnen, da er mir teilweise vom Verhalten noch sehr jung vorkam, teils wirkte er aber von seiner Art her auch schon deutlich älter. Diese Gegensätze in seinem Verhalten wurden auch ganz besonders dadurch deutlich, wie kühn er doch ermittelt, da er ja, trotzdem es sich um seinen ersten Fall handelt, anfängt viele Alleingänge zu unternehmen und auf eigen Faust zu ermitteln.

Ebenso gefielen mir viele der anderen Charaktere sehr gut, die sie alle ihre kleinen Eigenheiten hatten, wie auch Franks Kollegen Neidhard und Brunhilde oder die Dorfbewohner.

Den Fall selbst fand ich persönlich auch sehr interessant, was vielleicht auch gerade daran lag, dass keiner wirklich weiter ermitteln wollte, außer Frank, man aber selbst merkt, dass mehr hinter diesem Tod stecken muss. Allein die Alleingänge machen das Buch einfach sehr spannend und auch, wenn ich letztendlich gestehen muss, dass es eher weniger Wendungen gab, blieb das Buch einfach spannend und vermittelte den Drang weiterlesen zu wollen.

Für mich selbst, war der Fall zwar wieder ab einem gewissen Punkt schon sehr klar, wie häufig leider etwas vorhersehbar, aber gestört hat mich das jedoch eher weniger, da es trotzdem so war, dass dieser Drang weiterzulesen da war, auch wenn man die Lösung eigentlich schon hatte.

Von daher kann ich diesen Krimi nur empfehlen, der er sich einfach sehr gut lesen lässt und für meinen Geschmack mit Frank einen interessanten Protagonisten hat, der in einem durchaus nicht uninteressanten Fall ermittelt. Das Ende ist vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen, aber es ist trotzdem ein grundsolider Krimi und ich bin schon auf die nächsten Fälle von Frank Liebknecht gespannt.


Fazit

Mittwoch, 21. Januar 2015

Rezension ~ Die Kinder des Teufels

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Kinder des Teufels
Autor: Roman Rausch
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499260808
ISBN-13: 978-3499260803
Genre: Historischer Roman
Reihe: Die Kinderhexe
Band: II


Über den Autor

Roman Rausch schreibt seit Mitte der 1990er Jahre.
Einem breiten Publikum wurde er mit den Kriminalgeschichten um die beiden Würzburger Kommissare Kilian & Heinlein bekannt.Die Thriller-Reihe um den Hamburger Profiler Balthasar Levy gewann viele neue Leser.
Seit kurzem hat sich der Autor dem historischen Roman zugewandt. 'Die Kinderhexe' wurde 2012 unter die Top ten der besten histor. Romane auf lovelbooks.de gewählt.
Sein aktueller Titel heißt 'Die letzte Jüdin von Würzburg' - ein bewegender Schicksalsroman über den Mord an den Würzburger Juden von 1349.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wird Satan geboren, ist das Ende nah. Im Winter 1629 erreichen die grausamen Hexenverfolgungen in Würzburg ihren Höhepunkt: Die Stadt versinkt im Chaos. Als ein blutroter Komet am Himmel zerbirst, scheint das Ende der Welt gekommen. In eben jener Nacht stirbt Kathis Mutter im Kindbett. Nun muss sich die Elfjährige um das lang ersehnte Brüderchen kümmern, das ein auffälliges Muttermal trägt. Antonius und Crispin, Gesandte des Papstes aus Rom, wissen um die Bedeutung des fallenden Sterns: Er ist das Zeichen für die Ankunft des Antichrist. Eine tödliche Seuche, die nur Gottesfürchtige dahinrafft, scheint die Prophezeiung zu bestätigen. Und es beginnt eine erbarmungslose Hetzjagd nach dem Teufelskind, die Kathi und ihren Freunden alles abverlangt.


Rezension/Meinung

Mit »Die Kinder des Teufels« setzt Roman Rausch die Geschichte um die kleine Kathi, welche im Vorgängerband »Die Kinderhexe«, der Hexerei bezichtigt wurde, aber diesem Vorwurf noch entgehen konnte.

Von daher ist es natürlich durchaus praktisch, wenn man den Vorgängerband schon kennt, da man zum einen dann schon ein wenig mehr Wissen um die Charaktere, ihre Historie und ihre Persönlichkeit, zum anderen auch über die Situation, wie es dazu gekommen ist, wie die Menschen in Würzburg jetzt leben, woher ihre Ängste kamen und sich so stark fixieren, wie es in diesem Buch dargestellt wird. Trotzdem muss man »Die Kinderhexe« nicht zwingend kennen, um dieses Werk hier verstehen zu können und Spaß daran zu haben.

Dazu will ich auch gleich früh in dieser Rezension erwähnen, dass einen das Cover durchaus in eine falsche Richtung des Inhalts führen kann, da es doch sehr kitschig wirkt auf den ersten Blick, was man zwar in gewissem Rahmen bei historischen Büchern immer mal wieder vorfindet, jedoch nicht wirklich zu diesem Buch passt. Von kitschig ist die Handlung nämlich Meilen weit entfernt. Sie ist eher als spannend und sehr fesselnd zu beschreiben. Zumal ich durchaus auch den Eindruck hatte, dass alles sehr gut auch historisch durchdacht war, die Zeit einfach sehr gut beschrieben ist, auch vom Umfeld, da ja, teils unabhängig von der Handlung noch der Dreißigjährige Krieg tobt.

Außerdem lernt man sogar glatt noch Dinge durch solche Romane wie diesen, da mir zuvor nicht bewusst war, dass bei der Hexenverbrennung nicht nur der Angeklagte, sondern so gut wie immer, auch der Besager, welcher jemanden der Hexerei anklagen wollte, mit verbrannt wurde, da ja nur Menschen, die mit dem Teufel im Bunde sind, einander gegenseitig erkennen würden.

Roman Rausch schafft es auf jeden Fall die Panik, welche unter den Menschen, durch die vielen Tode und strenggläubigen auftreten und aus diesem Grunde nur durch den Teufel über sie gekommen sein können, sehr gut darzustellen und auch die Tatsache, wie und wodurch sie sich immer mehr darauf fokussiert, dass der Teufel und die Gefahr in einem bestimmten Kind verkörpert sein muss und nur durch den reinigenden Tod des Kindes von ihnen genommen werden kann.

Dabei ist es einfach genial, welche Erklärung am Ende einem die Auflösung bietet, wie die Tode zustande gekommen sind, weiß man ja selbst, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit keine höhere Macht war. Es ist einfach alle so stimmig und schlüssig, dass ich echt beeindruckt war.

Ergänzt wird das Ganze dadurch, dass Roman Rausch mit Kathi, Crispin und Antonius sehr glaubwürdige, unterschiedliche, aber im Zusammenspiel stimmige Charaktere erschaffen hat, bei denen es einfach Spaß macht, mit ihnen mitzufiebern.

Ein historischer Roman, den ich nur empfehlen kann, vor allen Dingen, wenn man eher weniger Kitsch enthalten haben will.


Fazit

Dienstag, 20. Januar 2015

Rezension ~ Fronleichnamsmord

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Fronleichnamsmord
Autor: Bea Rauenthal
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 5. Dezember 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548611842
ISBN-13: 978-3548611846
Genre: Krimi
Reihe: Zeitreise Krimi - Jo und Lutz
Band: III


Über die Autorin

Bea Rauenthal ist das Pseudonym der Autorin Beate Sauer, unter dem sie im Jahr 2013 den ersten Teil ihrer Krimi-Trilogie veröffentlichte. Im Mittelpunkt stehen die Ermittlungen der beiden Hauptkommissare Weber und Jäger, die auf einer Art Zeitreise schwierige Mordfälle aufklären müssen.


Inahltsangabe/Klappentext

Jo ist erleichtert. Ihre dritte Zeitreise führt sie "nur" ins Jahr 1974 und auf eine Polizeistation. Doch ihre Kollegen entpuppen sich als Machos, und die Polizeimethoden sind ziemlich gestrig. Lutz dagegen ist überglücklich. Er lebt in einer Hippie-Kommune, trägt Batik-Shirts, kifft, und es ist Fußball-WM. Der Fall, den Jo und Lutz lösen müssen, führt sie mitten in die Kämpfe zwischen linken Revoluzzern und reaktionären Sturköpfen. Aber sie erleben das WM-Finale live mit, und dass gewisse Substanzen einen echt locker machen können, kommt ihnen ebenfalls zugute ...


Rezension/Meinung

Dies ist schon der dritte und wie ich vermute letzte Band dieser Reihe, aber ich muss sagen, er ist auch einer der besseren, vor allen Dingen auch Lutz kommt in diesem Teil sehr gut zur Geltung.

Dieses Mal werden Lutz und Jo in das Jahr 1974 versetzt, wie man weiß, ebenso wie 2014, von welchem Jahr aus sie starten, ein Jahr der Fußballweltmeisterschaft und allein dadurch begründet, gibt es schon so manche lustiges Szene. Ich finde es nämlich zu amüsant, wie Lutz versucht alles Mögliche nach den WM-Spielen zu planen, damit er bloß alles hautnah miterleben kann, teilweise einfach gar nicht richtig präsent und aufmerksam ist, weil gerade irgendwie ein Spiel läuft, was durchaus zu mancher nicht ganz so von Jo gewünschter Situation führt. Zudem passt das Leben als Hippie, in welches Lutz diesmal gerutscht ist, einfach zu gut. Vor allen Dingen ist es amüsant, wie locker er den Drogenkonsum damals sieht, wenn man bedenkt, dass er bei der Polizei eigentlich eine andere Meinung haben sollte.

Sehr gefallen hat mir auch, dass Jo, diesmal bei der Polizei, trotz dieser Stellung, es dort nicht ganz so einfach hat und es ihr teilweise mehr Steine in den Weg legt, als hilft, zumal Frauen in den 70er Jahren ja doch von den Männern, meist sehr machohaften, doch anders gesehen wurden, als heutzutage. Von daher ist allein sich etwas mehr durchzusetzen schon ein Kampf für sie. Dabei ist es einfach klasse, wie sie z.B. mit ihrem Auto kämpfen muss, fehlen doch noch Servolenkung, Anschnallgurte und andere Dinge. Interessant ist nur, dass sie diesmal, hingegen der anderen Teile, keine Vorfahrin von sich ist, da sie auf ihre Eltern trifft. Das bringt in diesen natürlich auch viel mit Humor gespickten Krimi, wieder noch ein bisschen mehr Ernst hinein.

Allein von der Zeit her sind die 70er einfach klasse beschrieben, mit einigen Facetten und allem was man sich allein schon vom Klischee her vorstellt. Auch der Fall, welcher diesmal ein wenig anders geartet ist, als in den anderen Bänden, ist sehr spannend und fügt sich wieder sehr gut in die weitere Handlung ein und war bisher auch der für mich am schwersten zu durchschauende, zumindest vom Motiv her.

Das Buch hat irgendwie von allem etwas, ein wenig Romantik, Spannung, viel Humor und machte mir beim Lesen einfach sehr viel Spaß. Von daher kann ich es wieder nur empfehlen, man muss halt aber durchaus Krimis mit mehr Humor auf jeden Fall mögen.


Fazit


Montag, 19. Januar 2015

Rezension ~ Clickertraining

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Clickertraining - Positve Bestärkung in der Pferdeerziehung
Autor: Mata Pohl
Taschenbuch: 96 Seiten
Verlag: Books on Demand
Ersterscheinung: 10. Juni 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837022676
ISBN-13: 978-3837022674
Genre: Sachbuch


Über die Autorin

Mata Pohl ist studierte Tierverhaltenstherapeutin, Islandpferdetrainerin und Sportrichterin, und betreibt seit über 10 Jahren den Islandpferdehof Lüdingen. Sie selbst reitet seit ihrer Kindheit und gibt ihr Wissen in Kursen, im Unterricht und in ihren Büchern weiter. Dabei steht bei ihrer Arbeit mit Pferden und Reitschülern besonders das harmonische Miteinander im Mittelpunkt, so dass alle mit Freude und Motivation mitarbeiten. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Pferd welches flatternden Plastikplanen besonnen entgegentritt, das beim Tierarztbesuch gelassen bleibt und entspannt am lockeren Führstrick auf den Anhänger geht. So ein Pferd wünscht sich Jeder! Egal ob Jungpferd, Reitpferd oder Zuchtpferd, die Grundlagen guter Manieren sollte jedes Pferd beherrschen. Dieses Buch versorgt Sie mit dem nötigen theoretischen Hintergrundwissen für eine erfolgreiche Pferdeausbildung und Sie erfahren, wie Sie durch gezieltes Training mit dem Clicker ein wohlerzogenes Pferd bekommen, um welches Andere Sie beneiden werden.


Rezension/Meinung

Bei diesem Self-Published-Werk handelt es sich um eine kleine, aber feine Hilfe bei den ersten Schritten, wenn man mit seinem Pferd in das Clickertraining einsteigen möchte.

Es wird grundsätzlich sehr schön die Lerntheorie erläutert, welche für das Konzept des Clickerns einfach unverzichtbar ist und daraufhin auch ebenfalls wie in jeder guten Clicker-Lektüre erwähnt, dass es beim Clickertraining wichtig ist, dass man das Pferd wirklich immer nur positiv unterstützt, wenn es etwas richtig gemacht hat, Fehler aber im besten Fall wirklich einfach ignoriert. Denn Verhalten, auf das keine Reaktion gezeigt wird, stellt das Pferd irgendwann dauerhaft ein, da sie ihm keinen Vorteil verschafft. Ebenso wird auch ein wenig auf das Thema “Futter” eingegangen und wie man sein Pferd dazu bringt, höflich im Umgang zu sein und nicht durch Gier respektlos wird.

Danach geht das Buch sehr schön beschrieben und bebildert, Schritt für Schritt darauf ein, wie man das Clickertraining startet und zunächst das Pferd auf den Clicker konditioniert. Ein wenig Schade dabei ist, dass nur eine Möglichkeit der Konditionierung beschrieben wird, denn ich habe in anderen Werken auch schon von Varianten gelesen, bei denen ich denke, dass das Pferd schneller den Zusammenhang zwischen Click und guter bzw. richtiger Handlung begreift.

Mit diesen Hinweisen hat man schon viele wichtige Aspekte des Clickertrainings an der Hand, die einen dabei unterstützen werden, sein Pferd auf das Clickern vorzubereiten. Des Weiteren gibt diese Lektüre einem dann noch ein paar Möglichkeiten dem Pferd mittels Clickertraining diverses beizubringen, so unter anderem das Folgen eines Targets.

Es ist zwar so, dass man das Thema noch deutlich ausführlicher beleuchten kann, als es hier geschieht, aber mit seinen 96 Seiten ist es durchaus schon eine komprimierte und zusammengefasste Hilfe, aber eine, die man als ersten Anhaltspunkt sehr gut nutzen kann.


Fazit


Sonntag, 18. Januar 2015

Rezension ~ So verstehen Sie Ihr Pferd

Allgemeine Informationen zum Buch



Titel: So verstehen Sie Ihr Pferd
Autor: Tom Ainslie / Bonnie Ledbetter
Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
Verlag: Blv Buchverlag
Erscheinungsdatum: 1994
ISBN-10: 3405141354
ISBN-13: 978-3405141356
Genre: Sachbuch



Inhaltsangabe/Klappentext

Das Buch vermittelt fundiertes Wissen über Natur, Bewußtsein und Sozialverhalten des Pferdes. Es enthält viele Beispiele zu Körpersprache und Problemlösungen, Anleitungen zur Erziehung des Fohlens, Tips zum Kauf eines Pferdes oder Rennpferdes.


Rezension/Meinung

Dieses Buch ist schon alt und das merkt man an vielen Stellen auch. Vor allen Dingen daran, dass manche Verhaltensweisen, wie sie in diesem Buch beschrieben werden, heute hoffentlich bei den meisten von der Einstellung her als veraltet klingen. Trotzdem gibt es in diesem Buch auch einige Aspekte, die einfach immer aktuell sein werden, da sie über eine sehr lange Zeit einfach so stark geprägt wurden, dass sie sich so schnell nicht mehr ändern lassen.

Unter anderem gehen die Autoren nämlich auch viel auf den Umgang mit Pferden, vor allen Dingen aber auch darauf ein, was man aus ihrer Körpersprache, ihren Lautäußerungen etc. so alles lesen kann. Vieles davon weiß man sicherlich schon, da man es in anderen, eher neueren Büchern sicherlich schon gelesen hat, aber ich fand es gerade mal interessant zu sehen, wie diese Dinge doch auch in einem so alten Buch schon aufgegriffen werden. Obwohl es auch so ist, dass ich manche Aspekte, wie die Lautäußerungen des Pferdes ein bisschen zu gering beachtet fand. Ich kann mir jedoch auch vorstellen, dass man damals von seinem Wissen her noch gar nicht so weit war, dass man alles schon so gut erläutern konnte, wie es die Autoren neuerer Werke machen.

Ein wenig zu stark ausgeprägt ist für mich Persönlich der Aspekt, dass es um Rennpferde geht, da die Autoren auf diesen Aspekt, wie man ein gutes Rennpferd erkennt, etc. welcher Art des Verhaltens des Pferdes man schon ansehen kann, welches Verhalten dieses Pferd später beim Lauf zeigen wird, usw. einfach zu häufig und zu ausgreifend angesprochen wird. Zumindest, da man vom Titel des Buches her, zumindest ging es mir so, eine deutlich allgemeinere Erklärung zu diesem Thema erwartet.

Wie erwähnt, wird diese auch gegeben, aber auf die Zeitenzahl des Buches hochgerechnet, war es für mich ein bisschen zu viel Spezielles.

Allgemein aber ein durchaus interessantes Buch, vor allen Dingen, da man dadurch einfach mal sehen kann, wie die Meinungen in der Pferdewelt zu dem Zeitpunkt waren, als dieses Buch geschrieben wurde, erkennen kann, was sich verändert hat, was aber auch durch die Zeit gleichbleibend war. 


Fazit


Samstag, 17. Januar 2015

Rezension ~ Mein Leben als Pinguin

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Mein Leben als Pinguin
Autor: Katarina Mazetti
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
Ersterscheinung: 2. März 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550087845
ISBN-13: 978-3550087844
Originaltitel: Mitt liv som pingvin
Genre: Belletristik


Über die Autorin

Katarina Mazetti, geboren 1944 in Stockholm, war bis 1989 als Schwedisch- und Englischlehrerin im nordschwedischen Umeå tätig. Heute lebt sie in Lund und arbeitet als Journalistin bei Sveriges Radio. Mazetti schreibt für Erwachsene und Jugendliche.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wilma aus Stockholm, Lehrerin und tapfere Optimistin mit Unterbiss, hat es nicht leicht im Leben. Deshalb erfüllt sie sich ihren großen Traum: eine Reise in die Antarktis, zu den Pinguinen. Doch am Flughafen in Paris geht wieder mal fast alles schief: Erst in letzter Minute stolpert sie buchstäblich ins Gate und Tomas direkt in die Arme. Der wurde vor kurzem von seiner Frau verlassen und vermisst seine Kinder. Traurig sucht er die Einsamkeit – doch da hat er nicht mit Wilma gerechnet. An Bord der MS Orlowskij entdecken sie, dass man zusammen weniger allein ist – denn stehen Pinguine nicht immer ganz eng beieinander im eisigen Wind am Ende der Welt?


Rezension/Meinung


Klingt der Titel durchaus sehr amüsant, kann man nicht nur erwarten, dass dieser Roman nur humorvoll ist, gespickt mit ein wenig Romantik vielleicht, so wie ich es selbst zunächst erwartet hatte. Vor allen Dingen ist dieser Roman eher eine amüsante Charakterstudie von den Charakteren, die zusammen die Kreuzfahrt in die Antarktis unternehmen.

Vor allen Dingen Wilma, Tomas und Alba, als Erzähler dieser Geschichte werden dabei selbst sehr genau unter die Lupe genommen, von sich und auch den jeweils anderen, wie aber auch alle anderen Personen dieser Reise. Dabei fand ich selbst vor allen Dingen die Sicht der alten Alba, die eine Kabine mit Wilma bewohnt und ein sehr interessantes Hobby hat, sehr gelungen, da sie eindeutig richtige Charakterstudien vornimmt, oftmals doch die Dinge sehr genau trifft, dabei diese amüsant zusammenfasst und beschreibt und man ihr trotzdem anmerkt, dass sie selbst eigentlich eine durchaus nette Person zu sein scheint. Wilma mit ihrem Talent in jedes Fettnäpfchen zu stolpern, dabei aber immer vollkommen fröhlich zu sein und so zu wirken, als kenne sie einen Zustand jenseits von freudig erregt gar nicht, ist dabei auch ein Charakter, bei dem es bewundernswert ist, sie in dem Umgang mit anderen zu sehen, vor allen Dingen, da man von Seite zu Seite immer mehr mitbekommt, dass in ihr auch noch etwas anderes, verborgen ist, was man immer wieder durch Andeutungen merkt, und ihr noch eine Tiefe von ihrer Rolle und Persönlichkeit gibt, die bewundernswert ist. Tomas ist einfach nur schlecht gelaunt, aber irgendwie auch sehr interessant, vor allen Dingen seine Auffassung, wie er in die Situation gekommen ist, in welcher er steck und wie er damit umgeht.

Ich war ehrlich überrascht, wie ernst dieses Buch doch eigentlich wirklich ist und welche Themen es hinter seiner eher amüsanten und lockeren Fassade doch auch aufgreift. Es gibt in diesem Buch zwar durchaus auch Handlung, ja, aber diese ist eigentlich eher nebensächlich, denn die vielen Reisenden, ihre Macken, Eigenarten und was man so an ihnen beobachten kann, ist viel interessanter. Vor allen Dingen auch, wie sie sich auf der Reise verändern.

Eindeutig ein Buch, von dem ich wenig und wenn nur Humor erwartet hätte, dass mich aber positiv überrascht hat, auch wenn man solche Charakterstudien sicher mögen muss, um mit diesem Buch wirklich etwas anfangen zu können. 


Fazit


Freitag, 16. Januar 2015

Rezension ~ Der Fall Moriarty

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Fall Moriarty
Autor: Anthony Horowitz
Gebundene Ausgabe: 341 Seiten
Verlag: Insel Verlag
Ersterscheinung: 28. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3458176128
ISBN-13: 978-3458176121
Originaltitel: Moriarty
Genre: Krimi
Reihe: Sherlock Holmes von Anthony Horowitz
Band: II 


Über den Autor

Der internationale Bestseller-Autor Anthony Horowitz, am 05.04.1956 im englischen Stanmore geboren, zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten Schriftstellern Englands. Zu internationaler Bekannheit gelangte er auch In Deutschland vor allem aufgrund seiner Jugendbücher um den Helden Alex Rider. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller machte sich Anthony Horowitz einen Namen als Autor von Theaterstücken und Drehbüchern (u. a. Inspector Barnaby). Ende 2011 erschient sein Werk "Das Geheimnis des weißen Bandes", bei dem es sich um einen neuen Sherlock Holmes Roman handelt, mit dem er an das Lebenswerk des verstorbenen Arthur C. Doyle anknüpft.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr, die Gerüchteküche brodelt: Der gefürchtete amerikanische Gangster Clarence Devereux will seine Geschäfte nach England ausdehnen. Auch Professor Moriarty, einst der große Gegenspieler Sherlock Holmes , soll seine Hände im Spiel haben aber ist er nicht tragisch ums Leben gekommen? Und welche Rolle spielt der undurchsichtige Detektiv Chase? Der Machtkampf der Giganten des Verbrechens fordert seine Opfer als in London eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, macht sich Inspector Jones von Scotland Yard daran, die Machenschaften des Amerikaners aufzudecken. Eine blutige Spur führt von den Docks bis in die Katakomben des Smithfield Meat Market. Kann es sein, dass Moriarty doch noch lebt? Ganz in der Tradition seines Sherlock-Holmes-Romans "Das Geheimnis des weißen Bandes" schickt Anthony Horowitz erneut die Ermittler von Scotland Yard auf Verbrecherjagd. Sherlock Holmes findet in Athelney Jones einen würdigen Nachfolger.


Rezension/Meinung

Ich bin schon immer ein Fan von Sherlock Holmes gewesen und schon seit »Das weiße Band« irgendwie neugierig, was Anthony Horowitz mit diesem Ermittler in seinen Büchern wohl anstellt, denn das könnte ja für Kenner der echten Holmes-Romane entweder sehr unschön oder aber doch auch durchaus gelungen wirken. Den ersten Band kenne ich bisher noch nicht, trotzdem habe ich mich an diesen hier gewagt, der mich durchaus überrascht hat.

Es ist schon interessant, wie es auf einen wirkt, wenn man einen Roman mit Sherlock Holmes erwartet, dieser aber, außer ab und an mal namentlich erwähnt zu werden, eigentlich nicht auftaucht. Das hängt vor allen Dingen wohl auch damit zusammen, dass dieser Roman zeitlich genau nach dem Vorfall an den Reichenbachfällen ansetzt. Von daher war ich doch zunächst etwas aus dem Konzept, traf man in »Der Fall Moriarty« von den bekannten Charakteren eigentlich nur auf den ein oder anderen Inspektor, aber eigentlich nicht wirklich auf einen der ansonsten bekannten Protagonisten, denn weder Dr. Watson, noch Sherlock Holmes haben einen Auftritt.

Allgemein merkt man durchaus, dass es sich um eine doch etwas weiter weg von den eigentlichen Romanen um Holmes angesiedelte Geschichte handelt, auch wenn sie vom sprachlichen Stil sehr in diese Richtung geht und auch von diversen anderen Punkten natürlich, wie der Art und Weise, wie Chase und Jones zu ihren Ermittlungsergebnissen kommen sehr dem Vorgehen von Holmes nachgeeifert wird.

Von daher entspricht der Roman im Grunde einem Krimi alter Schule und ist auf diese Art und Weise auch spannend, obwohl ich mich in mancher Situation schon gewundert habe, wie Chase manachen Schluss nicht ziehen konnte, der mir so logisch erschien. Tatsächlich löst sich da aber manches am Ende noch auf und ich habe Chase durchaus manchmal ein wenig unterschätzt.

Lange habe ich mich aber auch wirklich gefragt, in wie weit der Inhalt des Buches wirklich etwas mit dessen Titel zu tun hat, jedoch löste sich auch diese Frage noch auf und ich muss sagen, schlecht gemacht, ist das Buch auf jeden Fall nicht, auch wenn ich irgendwie ein wenig etwas anderes erwartet hätte.

Man sollte also nicht zu viel Sherlock Holmes erwarten, aber ein interessanter Krimi ist es durchaus, auch wenn halt eher in einem älteren Stil.


Fazit

Donnerstag, 15. Januar 2015

Rezension ~ Das Dorf

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Das Dorf
Autor: Arno Strobel
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Ersterscheinung: 18. Dezember 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596198348
ISBN-13: 978-3596198344
Genre: Thriller



Über den Autor

Geboren ist Arno Strobel am 18.08.1962 in Saarlouis. Dann (Haupt-)Schule und Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, es folgte Bundeswehr und zwei Jahre Berufserfahrung und dann erst Mittlere Reife, Abitur und schließlich ein Studium im FB Versorgungstechnik. Dann merkte er, dass er eigentlich ein Faible für den IT-Bereich hat. Es folgte: Studiumaufbau IT, Programmieren und Netztwerktechnik. Anschließend folgte die Selbständigkeit als Berater im IT-Bereich und der letzte große Schritt in seiner bisherigen beruflichen Werdeganges war schließlich der zu einer großen deutschen Bank in Luxembourg, wo er seitdem im Bereich Change Management/Organisation tätig ist. Arno Strobel ist verheiratet und hat drei Kinder.


Inhaltsangabe/Klappentext

DU WILLST DEM MENSCHEN HELFEN, den du am meisten liebst. Doch der Ort, an den dich deine Suche führt, ist anders als alles, was du kennst. WILLKOMMEN IM DORF OHNE WIEDERKEHR …

Der neue Bestseller von Erfolgsautor Arno Strobel Panik, Todesangst – das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Freundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Fast drei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist …


Rezension/Meinung

Hingegen der letzten beiden Werke von Arno Strobel »Der Sarg« und »Das Rachespiel« ist es dem Autor in diesem Buch wieder gelungen mich durchaus etwas länger im Dunkeln tappen zu lassen, bei der Lösung, was es mit diesem ominösen Dorf auf sich hat. Mir persönlich hat dieser Punkt sehr zugesagt, da ich es doch lieber mag, wenn ich ein bisschen länger rätseln muss, wie sich die Dinge darlegen.

Gut gemacht war auf jeden Fall wieder die Atmosphäre, die richtig schön düster und irgendwie beklemmend ist. Das passt einfach grandios zu dem Effekt, dass man als Leser in seiner Psyche von diesem Thriller angesprochen werden soll, was er auch mit Leichtigkeit schafft. Gleichzeitig beginnt man sich durchaus auch immer wieder zu fragen, ob das alles so sein kann, wie es einem aktuell vorkommt, da mir selbst so manches nicht ganz stimmig erschien. Jedoch haben sich meine Vermutungen und Gefühle mit der Aufklärung, dem Ende des Buches, sofort als logisch und mir verständlich dargestellt. Sehr gut vom Autor gemacht, wie ich sagen muss, da man immer so eine gewisse Ahnung mitschwingen hat, aber nicht direkt auf des Rätsels Lösung kommt.

Genial ist auch einfach wieder, dass man sich oft wirklich nicht sicher sein kann, was wirklich Realität ist, was eventuell nur Einbildung von Bastian, da Strobel es da schafft sehr gekonnt, Verwirrung zum einen bei seinem Protagonisten, aber ebenso auch beim Leser entstehen zu lassen. Solche Aspekte finde ich in Psychothrillern einfach sehr gelungen, wenn man selbst als Leser nicht mehr sicher sein kann, was Schein und was Sein ist. Vor allen Dingen, da ich selbst mir immer versuche mein Bild davon zu machen, welche Möglichkeit logischer bzw. wahrscheinlicher ist und meine Schlüsse daraus zu ziehen. Es gelingt Strobel auch einfach sehr gut, dass man irgendwann selbst nicht mehr so ganz genau weiß, welchem Charakter in der Geschichte man wirklich noch trauen kann und will, egal, wie nett oder eher unwirsch sie sich verhalten.

Das Ende selbst, muss ich jedoch gestehen, fand ich dann gar nicht mehr so sonderlich gut, da es für mich nicht richtig stimmig war, auch wenn ich gestehen muss. Es passte zwar durchaus gut zur restlichen Handlung des Buches und doch war es mir vielleicht fast schon wieder ein bisschen zu simpel, zu glatt, als dass ich damit wirklich zufrieden bin.

Trotzdem hat Arno Strobel wieder einen Thriller geschaffen, den es sich, allein wegen der Spannung und der psychischen Spielchen in der Handlung lohnt zu lesen und der in vielen Teilen, zumindest meinem Geschmack nach, wieder besser gelungen ist, als noch die zwei Werke davor.


Fazit

Mittwoch, 14. Januar 2015

Rezension ~ Kolibri

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Kolibri
Autor: Kati Hiekkapelto
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 15. September 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453269365
ISBN-13: 978-3453269361
Originaltitel: Kolibri
Genre: Krimi


Über die Autorin

Kati Hiekkapelto, 1970 geboren, hat als Lehrerin gearbeitet, bevor sie zu schreiben begann. Sie lebt mit ihrer Familie auf Hailuoto, einer kleinen Insel im Norden Finnlands. Kolibri ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kaum hat Anna Fekete ihre erste Stelle als Kriminalkommissarin angetreten, landet auch schon ein Mordfall auf ihrem Tisch: eine junge Frau, die beim Joggen im Wald auf grauenvolle Weise getötet wurde. Anna nimmt die Ermittlungen auf. Ihr zur Seite gestellt ist Esko Niemi, ein alter Haudegen, der seine junge Kollegin torpediert, wo er kann. Bis ein zweiter Mord geschieht und Esko klar wird, dass sie den Killer nur gemeinsam finden werden. Doch Anna ist bereits auf eigene Faust unterwegs. Die 19-jährige Riikka wird beim Joggen im Wald brutal ermordet. In den Taschen ihres Sportanzugs findet sich ein Amulett, dem die Polizei jedoch keine weitere Beachtung schenkt. Anna Fekete und ihr Kollege Esko Niemi übernehmen die Ermittlungen. Beim Verhör von Riikkas Freundeskreis erfahren sie, dass Riikka sich kurz zuvor von ihrem Freund getrennt hat. Allerdings ergibt die Autopsie, dass sie am Tag ihres Todes Geschlechtsverkehr hatte. Der Fall verkompliziert sich, als ein zweites Opfer gefunden wird. Wieder taucht ein Amulett beim Leichnam auf. Doch es gibt keinen Hinweis, dass die beiden Opfer sich gekannt haben. Wie sich zeigt, stellen die Amulette einen blutrünstigen Aztekengott dar. Handelt es sich bei dem Täter um einen Serienmörder, der seine Opfer zufällig auswählt? Bevor Anna Fekete und Esko Niemi eine Antwort finden, geschieht ein dritter Mord. Der Tatort entpuppt sich als kaltblütige Falle.


Rezension/Meinung

Skandinavische Krimis habe ich schon einige gelesen, jedoch war bisher noch kein finnischer Krimi unter diesen. Mit »Kolibri« hat sich das jedoch geändert, mein erster finnischer Krimi und auch für die Autorin ihr Debüt.

Dafür, dass es das Debüt der Autorin ist, muss ich sagen, dass es schon ziemlich gelungen ist, auch wenn mir persönlich einige Kleinigkeiten nicht so gefallen. Zum einen bleiben manche Fragen offen, zum anderen sind die Charaktere teilweise etwas eigenartig und auch die Handlung offenbart noch manche Schwäche.

Zunächst einmal zu den Charakteren. Anna Fekete, die Protagonistin, ist soweit eigentlich relativ sympathisch und man merkt an vielen Stellen, dass die Autorin ihrer Persönlichkeit Tiefe verleihen will, ihr eine Vergangenheit angedacht hat und ähnliches. Trotzdem ging es mir mit ihr auch oft so, dass ich ihre Handlungen so gar nicht verstehen konnte, manchmal Andeutungen gemacht wurden, aber nichts erläutert. Daher ist sie für mich irgendwie ein Charakter, den ich nicht so richtig greifen konnte. Zu Beginn und zum Ende des Buches hin, fiel mir das insgesamt am leichtesten, aber im Mittelteil hatte ich mit Anna ehrlich meine Probleme. Auch ihr Kollege Esko ist für mich nur teils gelungen, denn zunächst versteht man sein Verhalten zwar nicht, aber es ist stimmig, im Verlauf des Romans scheint mir die Autorin eine Entwicklung bei diesem Charakter zeigen zu wollen, die aber für mich nicht stimmig war, da man sie einfach nicht versehen konnte, da einfach die Gründe für seine Veränderungen im Dunklen blieben. Alle weiteren Charaktere blieben zwar nicht vollkommen blass, aber bei manchen bekam man sogar eher Informationen, bei denen ich mich fragen musste, warum ich sie erhalte.

Die Handlung selbst ist auf jeden Fall interessant, auch wenn ich mich ein wenig gefragt habe, warum zwei Handlungsstränge eröffnet wurden, da deren Zusammenspiel irgendwie nicht gegeben war, mir daher etwas der Bezug vom einen zum anderen fehlte, auch wenn man sich durchweg die Frage stelle, hängt es zusammen oder nicht? Außerdem gibt es an einigen Stellen durchaus noch Längen an denen sich die Handlung sehr zog, man irgendwie etwas fremd zu allem wurde. Manche Begebenheit in der Handlung habe ich auch so gar nicht verstanden, da sie keinen Grund zu haben schien, aber einem von der eigentlichen Haupthandlung abbrachte.

Am Ende des Buches waren für mich manche Motive, Gründe und Erkenntnisse ein wenig aus der Luft gegriffen, teils kamen sie zu schnell, so dass sie ein wenig gezwungen wirkten, als hätte das Buch schnell beendet werden müssen. Andere Fragen, wurden nie beantwortet, was schade ist. Insgesamt waren für mich die Lösungen, die sich einem auftaten etwas zu unglaubwürdig, hatten nicht so ganz den stimmigen Charakter, den ich erhofft hätte. Trotzdem lässt sich das Buch durchaus gut lesen, ist an einigen Stellen durchaus spannend und hat teilweise einen interessanten Hintergrund, auch wenn manchmal ein bisschen weniger durchaus mehr gewesen wären, in allen Aspekten, Handlung und auch bei den Charakteren.


Fazit