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Dienstag, 31. März 2015

Rezension ~ Blutsbräute

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Blutsbräute
Autor: Margie Orford
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet TB
Ersterscheinung: 11. Februar 2008
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442368316
ISBN-13: 978-3442368310
Originaltitel: Like Clockwork
Genre: Thriller
Reihe: Clare Hart
Band: I


Über die Autorin

Margie Orford, als Tochter südafrikanischer Eltern in London geboren, zog im Alter von sechs Jahren nach Namibia, wo ihre Eltern im Estosha National Park Löwen erforschten. Margie wuchs in Windhoek auf und studierte in Südafrika. Auf dem Höhepunkt der Apartheid wurde sie als Redakteurin der kritischen Studentenzeitung "Varsity" verhaftet und ein Jahr lang inhaftiert. Ihre Abschlussarbeiten in Philosophie und Englischer Literaturgeschichte schrieb sie im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses. Wieder auf freiem Fuß, wollte sie die Welt sehen und reiste per Anhalter von der iranisch-türkischen Grenze bis nach Amsterdam. Zurück in Südafrika studierte sie bei dem Literaturnobelpreisträger J.M. Coetzee. Sie verbrachte zwei Jahre in England und kehrte nach der Geburt ihrer ersten Tochter in das inzwischen befreite Namibia zurück. Dort arbeitete sie als Publizistin, Journalistin und Filmemacherin. Neben ihren preisgekrönten Zeitungsartikeln und Reportagen veröffentlichte sie Sachbücher und ein großes wissenschaftliches Werk über weibliches Schreiben in Namibia. "Blutsbräute" ist ihr erster Roman, der Presse und Publikum im südlichen Afrika im Sturm eroberte. Die Idee zu ihm kam ihr, als sie für eine Reportage über Frauen- und Kinderhandel in Kapstadt recherchierte. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Töchtern in Kapstadt. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Als ein schönes junges Mädchen brutal ermordet an der Strandpromenade in Kapstadt aufgefunden wird, setzt sich die Profilerin Dr. Clare auf die Spur eines psychopathischen Serienkillers. Zusammen mit dem Polizei-Captain Riedwaan Faizal versucht sie das Persönlichkeitsprofil des Täters zu ermitteln: Ein Wettlauf mit der Zeit, denn offensichtlich stehen weitere Mädchen auf seiner Todesliste. Immer wieder drängen sich für Clare Parallelen zu der Gewalttat auf, die ihrer Zwillingsschwester im Alter von sechzehn Jahren widerfuhr, und die sie bis heute traumatisiert hat. Stehen die Morde in Verbindung mit dem Menschenhändlerring, über den Clare gerade ermittelt? Oder treibt der Mörder nur ein perfides Spiel mit ihr und dem Leid ihrer Schwester?


Rezension/Meinung

Mitunter am interessantesten an diesem Thriller ist eindeutig, dass er in Kapstadt spielt, denn Südafrika als Handlungsort hatte ich bisher nur selten in Thrillern. Gerade das Umfeld dort biete einfach ganz andere Möglichkeiten, als würde das Buch z.B. in Deutschland spielen.

Das Buch ist auf jeden Fall spannend geschrieben und gerade auch der Einstieg ist sehr gelungen und hat mich neugierig auf den Fall gemacht. Trotzdem muss ich leider auch sagen, kann der Thriller nicht zu 100% überzeugen, da es doch einige Stellen gibt an denen ich mich sehr wundern musste, wieso diese in die Handlung eingeflochten wurden. So beschäftigt sich Clare Hart, die Protagonistin des Romans, neben dem eigentlichen Fall, den ich durchaus als den interessantesten Aspekt des Thrillers empfinde, noch mit Interviews, vor allem mit den Gangstern, im Bereich des Kinderhandels und ich selbst finde das Thema zwar sehr interessant, aber da sie es so losgelöst von ihrem anderen Fall behandelt, wirkte es irgendwie immer sehr ablenkend von der eigentlichen Handlung, was mich ein wenig gestört hat. Es wurde dadurch einfach ein wenig langatmig, das Buch bekam einfach kleine Hänger. Zudem muss ich gestehen, finde ich einige der Charaktere in diesem Buch von ihrer Rolle her sehr schleierhaft.

Clare Hart und Riedwaan Faizal, welcher in dem Fall ermittelt, für den Clare ein Profil entwerfen soll, sind durchaus interessante Charaktere, die mir auch sehr gut gefallen, vor allen Dingen Riedwaan Faizal ist mir sehr sympathisch geworden. Anders ist es z.B. mit Clares Zwillingsschwester, die immer mal wieder auftaucht, die einstmals einer Gewalttat zum Opfer gefallen ist und irgendwie einfach ein extrem suspekter Charakter ist, bei dem ich gar nicht wusste, was man mir als Leser mit mancher ihrer Aktionen denn eigentlich sagen wollte, welche Rolle sie wirklich spielen soll.

Allgemein ist es aber so, dass man bei dem Hauptfall sehr gut miträtseln kann und dieser spannend ist, so dass ich es immer schade fand, wenn man aus ihm herausgerissen wird. Das Ganze an diesem doch eher ungewöhnlichen Handlungsort macht den Thriller auf jeden Fall interessant, wenn auch leider nicht zu etwas besonderem. Es ist einfach ein sehr solider Thriller, den man als Thrillerfan sehr gut lesen kann, auch wenn das Ende ein wenig verwirrend und seltsam ist, aber da es sich um den Auftakt einer Reihe um die Psychologin Clare Hart handelt, hoffe ich einfach, dass die weiteren Bände die Verwirrung aufklären.


Fazit

Montag, 30. März 2015

Rezension ~ Grave Mercy - Die Novizin des Todes

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Grave Mercy - Doe Novizin des Todes
Autor: Robin  LaFevers
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: cbj
Ersterscheinung: 10. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570401561
ISBN-13: 978-3570401569
Originaltitel: His Fair Assassin 1
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Grave Mercy / His Fair Assassin
Band: I


Über die Autorin

Robin Lorraine LaFevers wächst in Los Angels, Californien auf. Auch heute lebt sie noch dort mit ihrem Ehemann und ihren Söhnen auf einer kleinen Ranch in Süd-Kalifornien. Sie ist Autorin für Kinder und Jugendbücher. Grave Mercy ist ihr erstes Jugendbuch.


Inhaltsangabe/Klappentext

Auftragsmörderin mit Herz Die 17-jährige Ismae flüchtet vor einer Zwangsheirat und findet Zuflucht im Kloster von St. Mortain, wo die Schwestern noch den alten Gottheiten dienen. Doch um selbst ein neues Leben beginnen zu können, muss sie das Leben anderer zerstören: Der Gott des Todes hat ein Schicksal als Auftragsmörderin für sie vorgesehen … Ismaes erster Auftrag führt sie an den Hof der bretonischen Herzogin, wo sie mit einem unlösbaren Gewissenskonflikt konfrontiert wird: Wie kann sie den Auftrag des Todes ausführen, wenn das Opfer ihr Herz gestohlen hat?


Rezension/Meinung

Allein schon am Schreibstil merkt man sofort, dass es sich bei diesem Roman um ein Jugendbuch handelt. Es ist sehr locker, leicht und flüssig geschrieben, man fliegt geradezu durch die Sätze, da sie merkbar den typischen, etwas einfachen, aber daher umso angenehmer zu lesenden Stil eines Jugendbuchs haben.

Es ist zudem eine Geschichte mit einer sehr interessanten Idee, denn dass gerade Schwestern in einem Kloster zu Auftragsmörderinnen ausgebildet werden, finde ich durchaus gelungen. Leider ist es aber in diesem Punkt auch gleich schon so, dass für mich Ismae nicht wirklich in ihre Rolle passen will. Für mich fühlte sie sich, von ihrem Charakter her, wie man sie kennenlernt, einfach vollkommen falsch in dem an, was sie machen soll und auch teilweise macht. Irgendwie kann sie für mich als Protagonistin nicht richtig harmonisch in die Geschichte einfügen. Zudem fand ich die gesamte Beschreibung, wie die Ausbildung von statten geht und alles, was mit dem Kloster, in welchem die Novizinnen des Todes ausgebildet werden, nicht richtig stimmig. Allein die Art, wie sie ausgebildet werden, wie die ausbildenden Schwestern sich verhalten, hat mir irgendwie einfach nicht richtig gefallen wollen.

Davon abgesehen lässt sich die Geschichte jedoch sehr gut lesen, auch wenn ich gestehen muss, dass ich die politischen Verstrickungen und wie dort was genau mit welchen Dingen zusammenhängt oder auch nicht, definitiv nicht zur Gänze durchschaut habe. Teilweise wirkten die Dinge für mich auch nicht richtig sinnvoll, wenn ich die Zusammenhänge so betrachte, wie sie mir erschienen. Richtig störend ist dieser Aspekt jedoch nicht, denn wer versteht schon immer die Politik vollends. Sehr gut finde ich, dass die Liebesgeschichte, welche im Klappentext noch sehr dominant wirkt, so extrem dominant in der Handlung gar nicht ist, diese eher um einen interessanten Aspekt bereichert, aber definitiv nicht im Vordergrund steht.

Allgemein ist das Buch durchaus interessant gemacht, an einigen Stellen sogar spannend an anderen wiederum war es doch leider auch etwas langatmig von der Handlung her. Von daher, ein gutes Buch, aber definitiv nichts besonders und ich könnte mir vorstellen, dass man aus der Idee hinter der Geschichte mehr hätte machen können, aber vielleicht schaffen das die Folgebände, nur ob ich diese noch lesen werde, weiß ich nicht.


Fazit

 

Sonntag, 29. März 2015

Rezension ~ Wenn die Nacht verstummt

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Wenn die Nacht verstummt
Autor:  Linda Castillo
Taschenbuch: 331 Seiten
Verlag: Fischer
Ersterscheinung: 15. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596184525
ISBN-13: 978-3596184521
Originaltitel: Breaking Silence
Genre: Thriller / Krimi
Reihe: Kate Burkholder
Band: III


Über die Autorin

Linda Castillo wurde in Dayton, Ohio geboren. Sie arbeitete jahrelang als Finanzmanagerin, bevor sie sich der Schriftstellerei widmete. Ihr Thriller, welche in Ohio spielen sind nicht nur ein regionaler sondern ein internationaler Erfolg geworden. Die ersten beiden Bände schafften es in die Bestsellerliste des Spiegels und konnten sich wochenlang halten. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Texas.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie leben wie vor hundert Jahren. Sie sind gottesfürchtig und rechtschaffen. Doch auch sie trifft der Hass. Der dritte Band der Bestseller-Serie über die Amisch-Gemeinde in Painters Mill Die Eltern waren rechtschaffene Leute, gottesfürchtig und in der Amisch-Gemeinde von Painters Mill sehr angesehen. Doch nun liegen sie tot in der Güllegrube. Warum wollte der Mörder die Familie zerstören und die vier Kinder zu Waisen machen? Oder stehen diese Morde in einem Zusammenhang mit den Tätlichkeiten gegen Amische, die in letzter Zeit immer häufiger vorgekommen sind? Für Polizeichefin Kate Burkholder hat dieser Fall höchste Priorität und gemeinsam mit ihrem Freund John Tomasetti kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde in Painters Mill für immer zerstören wird.


Rezension/Meinung

Ein weiterer Fall um die Ermittlerin Kate Burkholder, der einen wieder nach Painters Mill und dessen Amish-Gemeinde entführt. Genau in diesem Punkt liegt für mich auch immer wieder der Reiz dieser Reihe, da das Leben der Amish einfach doch für heutige Verhältnisse so besonders ist, dass es den Krimis/Thrillern immer eine ganz eigene Atmosphäre gibt.

Für mich ist dieser Fall bisher einer der Besten der Reihe, da er, so prekär er sich im Verlauf des Romans auch entpuppt und was man so alles erfährt, einfach sehr glaubhaft darstellt, auch wenn er einfach auch sehr tragisch ist. Zunächst jedoch wirkt der Fall eigentlich nicht besonders spannend, denn schließlich sind nur zwei Menschen in der Güllegrube gestorben und es könnte sich auch gut und gerne um einen Unfall handeln. Je weiter Kate Burkholder jedoch bei ihren Ermittlungen vordringt, desto schlimmer stellt sich die ganze Szenerie da und die Atmosphäre die sich dabei entwickelt, die Bilder, welche die Autorin schafft, sind gelungen, aber auch sehr tragisch und erschreckend.

In Kombination mit dem, was man wieder über die Amish noch alles lernen kann, finde ich diesen Krimi einfach wieder rundum gelungen. Zumal es sich auch einfach alles sehr harmonisch zusammenfügt, man noch etwas lernt, ohne dass es stört, die Charaktere in ihrem Verhalten einem teils verständlicher werden, man sich über manches auch wundern kann. Vor allem die Charaktere gefallen mir in diesen Krimis doch sehr, denn auch wenn sie nur kurz auftreten, wirken sie auf mich immer sehr rund, an der ein oder anderen Stelle wäre es sicher manchmal noch schön, wenn man etwas mehr zu manchen Personen erfahren könnte, aber allgemein sind sie alles sehr gelungen, man nimmt sie der Autorin einfach ab. Vor allem jedoch bei Kate Burkholder hätte ich mittlerweile dennoch gern noch ein bisschen detaillierteren Hintergrund, auch wenn man einiges schon weiß, kennt man alle Bände, aber ab und an verstehe ich sie immer noch nicht so ganz.

Ein Fall mit einigen Wendungen, vielem, mit dem ich so nicht gerechnet hätte und vor allem auch einem Ende, das mich doch ein wenig überrascht hat. Ich kann das Buch auf jeden Fall nur empfehlen, vor allem, wenn man mal einen Krimi in etwas andere Atmosphäre lesen möchte.


Fazit

Samstag, 28. März 2015

Rezension ~ Plötzlich Fee - Frühlingsnacht

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Plötzlich Fee - Frühlingsnacht
Autor: Julie Kagawa
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 20. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267273
ISBN-13: 978-3453267275
Originaltitel: The Iron Fey, Book 4: Iron Knight
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Plötzlich Fee
Band: IV


Über die Autorin

Julie Kagawa wurde in Sacramento, Kalifornien geboren. Im Alter von neun Jahren zog ihre Familie mit ihr nach Hawaii. Statt dem Unterricht zu lauschen, vertrieb sie sich die Langeweile während der Schulstunden am Liebsten mit dem Verfassen von eigenen Geschichten. Neben dem Schreiben verbrachte mindestens genauso viel Zeit mit dem lesen von Büchern, da sie als Jugendliche eher eine Einzelgängerin war. Nach der Schule arbeitete die Autorin mehr als 10 Jahre in verschiedenen Buchhandlungen und als Hundetrainerin. Ihr deutschsprachiges Debüt "Plötzlich Fee - Sommernacht" erschien im März 2011 und stellt den Auftakt einer voraussichtlich vierteiligen Reihe für Jugendliche und junge Erwachsene dar. Auch der zweite Band "Plötzlich Fee - Winternacht" sowie das dritte Buch der Reihe "Plötzlich Fee - Herbstnacht", das im Januar 2012 erschien, sind dem Genre Fantasy Romance Fantasy zuzuordnen, den sie selbst auch gern liest. Im Herbst 2012 erschient mit "Plötzlich Fee - Frühlingsnacht" Band 4 ihrer Reihe, in deren Mittelpunkt die Liebesgeschichte von Meghan und dem Winterprinz Ash steht. Kurz darauf erschien im November Band 5 unter dem Titel "Plötzlich Fee - Das Geheimnis von Nimmernie". Seit 2014 erscheint eine weitere Reihe, welche in Nimmernie spielt unter dem Reihennamen "Plötzlich Prinz". Julie Kagawa lebt mit ihrer Familie in Louisville, USA.


Inhaltsangabe/Klappentext

Das Schicksal Nimmernies entscheidet sich Ash, der Winterprinz, hat für seine Liebe zu Meghan bereits alles riskiert. Seine eigene Mutter, die eisige Königin Mab, stellte sich ihm in den Weg, aus Nimmernie wurde er verstoßen, und sein einstiger bester Freund Puck wurde zu seinem Rivalen. Eigentlich müssten nun endlich bessere Zeiten anbrechen, denn die Eisernen Feen sind geschlagen und Meghan wurde zur rechtmäßigen Königin ihres Reiches gekrönt – eines Reiches, in dem Ash nur dann überleben kann, wenn er das Einzige, das ihm von Mabs Erbe noch geblieben ist, preisgibt: seine Unsterblichkeit. Und so steht für Meghan und Ash ein weiteres Mal alles auf dem Spiel, und in seiner dunkelsten Stunde muss der Winterprinz eine Entscheidung fällen, die ihm Meghan nicht abnehmen kann: ob ihre Liebe stark genug sein wird, die Schatten der Vergangenheit zu besiegen …


Rezension/Meinung

Irgendwie war dieser Band der Reihe so ganz anders, als die anderen. Ich finde zwar nicht, dass er schlechter ist als sie, sondern sogar einen kleinen Funken besser in manchen Belangen, aber vor allen dieses, er ist anders, wirkt nicht mehr zu hundert Prozent zugehörig zu den anderen Bänden, ist mir schon sehr aufgefallen.

Der größte Unterschied ist wohl, dass dieser Band von Ash erzählt wird und Meghan kaum wirklich eine Rolle spielt, was einen als Leser einfach alles einmal aus einer etwas anderen Position zeigt. Interessant ist es dabei auch auf jeden Fall und ich war auch ehrlich froh, dass ich nicht, wie in den anderen Bänden so extrem oft Meghan Chase lesen musste, weil mich das von Beginn an irritiert hat, dass die Protagonistin die ganze Zeit immer von anderen Charakteren mit Vor- und Nachnamen angesprochen wurde, aber dank ihrer hohen Abwesenheitsrate in diesem Roman, kam das diesmal nicht ganz so häufig vor!

Allgemein mag ich gerade die Zusammensetzung der Charaktere in diesem Roman sehr gern, also dass gerade Ash, Puck und Grimalkin eine so große Rolle spielen, da Puck und Grim seit dem ersten Band eigentlich meine beiden Lieblingscharaktere waren und mir sowohl Meghan, als auch Ash nie ganz so wichtig werden konnten, ich sie nie ganz so gern gemocht habe, auch wenn sie die eigentlichen Protagonisten in diesem Buch sind. Hier verschiebt es sich alles noch ein wenig zu Gunsten von Ash, aber Puck kommt eindeutig auch nicht zu kurz, was mich einfach beim Lesen mächtig gefreut hat, da die Passagen durch ihn einfach immer etwas mehr Humor erhalten und mir daher noch ein ganzes Stück besser gefallen, als wenn Puck mal nicht dabei ist.

Insgesamt unterscheidet sich der Roman auch einfach durch die Handlung arg von den anderen, geht es diesmal doch nicht darum einen Feind zu besiegen, sondern viel mehr um eine Suche, wobei ich diese einfach extrem schön beschrieben fand und auch manches Mal dann doch schmunzeln musste, wenn mir Kleinigkeiten auffielen, die man schon in andern Märchen- oder auch Fantasybüchern gelesen hatte, denn gerade diese bunte Mischung aus bekanntem, finde ich beim Nimmernie einfach toll.

So richtig zugehörig zu den Vorgängern der Reihe wirkt der Band eigentlich nicht mehr für mich, aber trotzdem fügt er sich harmonisch ein und gefällt mir einfach auch wieder richtig gut, da er einfach so schön fantastisch und leicht geschrieben ist und mir einfach sehr gefällt, dass es keinen Gegner gibt, den es zu bekämpfen gilt, sondern nur diese Suche. Allgemein kann ich es nur empfehlen, auch noch diesen Band zu lesen, auch wenn er ein klein wenig anders ist, aber es macht einfach mächtig Spaß mit den bekannten Gesichtern dieses auf jeden Fall für mich letzte Abenteuer zu erleben, denn einen weiteren Band würde ich nicht mehr lesen wollen, da ich das Ende, so wie es jetzt ist, einfach als so harmonisch im Gesamtkonzept empfinde, dass ich es nicht mehr verändert wissen wollen würde.


Fazit

Freitag, 27. März 2015

Rezension ~ Teufelsbande

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Teufelsbande
Autor: Daniel Holbe
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426513579
ISBN-13: 978-3426513576
Genre: Krimi
Reihe: Julia Durant
Band: XIV


Über den Autor

Andreas Franz’ große Leidenschaft war von jeher das Schreiben. Bereits mit seinem ersten Erfolgsroman JUNG, BLOND, TOT gelang es ihm, unzählige Krimileser in seinen Bann zu ziehen. Seitdem folgte Bestseller auf Bestseller, die ihn zu Deutschlands erfolgreichstem Krimiautor machten. Seinen ausgezeichneten Kontakten zu Polizei und anderen Dienststellen ist die große Authentizität seiner Kriminalromane zu verdanken. Andreas Franz starb im März 2011.

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit von Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan – und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein Projekt von Andreas Franz zu übernehmen? Daraus entstand die "Todesmelodie", die zu einem Bestseller wurde. Nach zwei weiteren Krimis, in denen er Julia Durant und ihr Kommissariat weiterleben ließ, war "Giftspur" Daniel Holbes erster eigenständiger Kriminalroman, dem nun der zweite folgt. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Tatort Frankfurt am Main. Auf einer Autobahnbrücke bietet sich Kommissarin Julia Durant ein entsetzlicher Anblick: ein verbranntes Motorrad, darauf die Überreste eines versengten Körpers. Das Opfer eines Bandenkrieges im Biker-Milieu? Die Ermittler stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Höchste Zeit, den Kollegen Brandt aus dem benachbarten Revier zu Rate zu ziehen.


Rezension/Meinung

Ein weiterer Band aus der Julia Durant-Reihe, die ich vor allem mit dem neuen Autor Daniel Holbe sehr gerne lese. In diesem Fall wird es, wie ich finde vor allen Dingen auch daher sehr interessant, da nicht nur Julia Durant, sondern auch ein weitere Charakter, einer anderen Reihe von Andreas Franz, Peter Brandt, eine Rolle spielt. Solche Gastauftritte haben irgendwie immer etwas Besonderes und in diesem Roman ist die Mischung einfach sehr gut gelungen.

Allein schon der Fall an sich ist dadurch interessant, dass er so viele Möglichkeiten bietet, da sowohl ein Bandenkrieg in der Rockerszene der Motorradclubs eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit ist, ebenso ist es aber auch durchaus wahrscheinlich, dass dies alles nur gestellt ist, um eventuell eine eher aus privaten Motiven motivierte Tat zu vertuschen. Zwei sehr konträre Ermittlungsstränge, die verfolgt werden müssen und bei denen lange nicht klar ist, welcher am Ende zum Ziel führen wird. Das noch gepaart mit der Tatsache, dass bereichsübergreifend ermittelt werden muss, da eine eindeutige Zuständigkeit Frankfurts bzw. Offenbachs nicht eindeutig klar ist. Dabei macht es auch einfach Spaß und bringt ein wenig Abwechslung in den Krimi, wie die Arbeitsmoral und Haltung der beiden Ermittlungsstandorte zueinander ist und dass Brandt und Durant es trotzdem schaffen ein sehr gutes Team zu bilden. Wobei ich auch sagen muss, dass ich Peter Brandt als Charakter sehr sympathisch finde, zumindest, soweit man ihn in diesem Krimi kennenlernt, kannte ich ihn vorher nämlich noch nicht. Dabei lernt man ihn auch genau im richtigen Maß kennen, denn die Mischung aus Szenen zum Privatleben der Ermittler und dem Fall ist sehr ausgewogen, denn der Fall überwiegt, aber man erfährt ausreichend Privates, um die Kommissare menschlicher und plastischer werden zu lassen.

Die Ermittlungen in der Rockerszene geben dem gesamten Krimi auch einfach eine spezielle Atmosphäre und gepaart mit einigen spannenden Wendungen und vor allem auch der Tatsache, dass man zwar schnell einiges an Wissen sammeln kann, aber einem die Verbindungsstücke erst nach und nach vor Augen kommen, ist der Krimi einfach spannend und sehr gut gelungen. Besonders auch, da die Auflösung auf jeden Fall sehr interessant ist, man sie nicht unbedingt so erwartet, aber im Gesamtkontext klar auf der Hand liegt.

Wieder ein sehr guter Julia Durant-Krimi, den ich nur empfehlen kann, vor allem, wenn man auch gern deutsche Krimis liest.


Fazit

Donnerstag, 26. März 2015

Rezension ~ Plötzlich Fee - Herbstnacht

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Plötzlich Fee - Herbstnacht
Autor: Julie Kagawa
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 23. Januar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267265
ISBN-13: 978-3453267268
Originaltitel: The Iron Fey, Book 3: Iron Queen
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Plötzlich Fee
Band: III


Über die Autorin

Julie Kagawa wurde in Sacramento, Kalifornien geboren. Im Alter von neun Jahren zog ihre Familie mit ihr nach Hawaii. Statt dem Unterricht zu lauschen, vertrieb sie sich die Langeweile während der Schulstunden am Liebsten mit dem Verfassen von eigenen Geschichten. Neben dem Schreiben verbrachte mindestens genauso viel Zeit mit dem lesen von Büchern, da sie als Jugendliche eher eine Einzelgängerin war. Nach der Schule arbeitete die Autorin mehr als 10 Jahre in verschiedenen Buchhandlungen und als Hundetrainerin. Ihr deutschsprachiges Debüt "Plötzlich Fee - Sommernacht" erschien im März 2011 und stellt den Auftakt einer voraussichtlich vierteiligen Reihe für Jugendliche und junge Erwachsene dar. Auch der zweite Band "Plötzlich Fee - Winternacht" sowie das dritte Buch der Reihe "Plötzlich Fee - Herbstnacht", das im Januar 2012 erschien, sind dem Genre Fantasy Romance Fantasy zuzuordnen, den sie selbst auch gern liest. Im Herbst 2012 erschient mit "Plötzlich Fee - Frühlingsnacht" Band 4 ihrer Reihe, in deren Mittelpunkt die Liebesgeschichte von Meghan und dem Winterprinz Ash steht. Kurz darauf erschien im November Band 5 unter dem Titel "Plötzlich Fee - Das Geheimnis von Nimmernie". Seit 2014 erscheint eine weitere Reihe, welche in Nimmernie spielt unter dem Reihennamen "Plötzlich Prinz". Julie Kagawa lebt mit ihrer Familie in Louisville, USA.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wenn Liebe zu Magie wird Am Vorabend ihres siebzehnten Geburtstags findet sich Meghan als Wanderin zwischen den Welten wieder: Sie und Ash, der Winterprinz, wurden wegen ihrer verbotenen Liebe aus Nimmernie verbannt. Nun sind sie auf der Flucht. Denn die Eisernen Feen, denen Meghan im letzten großen Kampf empfindlichen Schaden zufügte, sinnen auf Rache und machen auch vor der Welt der Sterblichen nicht halt. Für Meghan gibt es keinen sicheren Ort mehr. Doch diesmal ist sie nicht allein: Ash weicht nicht von ihrer Seite, seine Liebe zu ihr ist ihm längst wichtiger als das Wohlwollen seiner Mutter Mab. Als sich die Eisernen Feen zu einem neuen Angriff rüsten, kehren Meghan und Ash nach Nimmernie zurück, um zu kämpfen. Denn es steht alles auf dem Spiel: die Zukunft Nimmernies und ihre eigene ...


Rezension/Meinung

Noch einmal begibt man sich bei diesem dritten Band zusammen mit Meghan und Ash nach Nimmernie, diesmal in einer Mission die glatt ein wenig halsbrecherisch klingt, denn sie wollen die eisernen Feen ein für alle Mal besiegen, den König der eisernen Feen töten.

Eigentlich hatte ich mich ja nach dem letzten Band schon ein wenig gefragt, wie Julie Kagawa es schaffen wird, diese Reihe fortzusetzen und dabei weiterhin, so wie ich es bei ihr immer sehr mochte, auch Handlung zu behalten und nicht nur in Beziehungsdramen und ähnlichem zu verschwinden. Das jedoch hat sie auch in diesem dritten Band der Reihe wieder sehr gut hinbekommen, auch wenn er deutlich emotionaler noch ausfällt, als es bei den beiden ersten Bänden der Fall ist. Dazu kommt, dass er etwas vorhersehbarer in manchem wird, man deutlich gewisse Dinge vorausahnen kann, vieles sich einem doch etwas schneller offenbart, als man es bisher kannte. Trotzdem aber gibt es auch immer noch Wendungen und Geschehnisse mit denen ich so nie im Leben gerechnet hätte, die einen überraschen, aber sich einfach wieder sehr gut einfügen. Dabei rückt in diesem Band jedoch die Beziehung zwischen Ash und Meghan deutlicher in den Vordergrund, was nicht unbedingt schadet, vor allem wohl auch, weil das typische Bild, dass der Mann immer der starke Charakter ist, hier ein wenig geschwächt wird, was ich mal sehr schön finde, da in den meisten Jugendbüchern ja doch der übersinnliche, stark, gutaussehende Kerl und ein normales, oftmals eher schüchternes Mädchen auftauchen. Dazu kommt hier in der Geschichte immer noch der Faktor Puck, den ich nicht missen möchte, auch wenn es mittlerweile wirklich so ist, dass er eine extrem tragische Rolle hat.

Es bleibt jedoch dabei, dass Puck mein liebster Charakter ist, denn auch, wenn ich z.B. Ash mittlerweile deutlich sympathischer finde, als es noch im ersten Band der Fall war, finde ich Puck, allein durch seine Wortgefechte und wie er dabei kontert, einfach nur genial. Ebenso geht es mir mit Grimalkin, den ich, trotzdem er eigentlich nicht wirklich nett, sondern sehr egoistisch ist, einfach extrem gern habe und bei dem ich froh war, dass auch er in diesem Band wieder eine Rolle spielt. Besonders auch, weil sie diesen eher düsteren und emotionalen Band deutlich aufheitern.

Ein sehr gelungener dritter Teil der Reihe, auch wenn ich mich nach diesem Band ehrlich frage, wie sich der vierte gestalten wird, denn da kann ich mir noch nicht viel vorstellen, nach diesem doch auch ein wenig überraschenden Ende des dritten Teils. Auf jeden Fall will ich hoffen, dass auch dort wieder Puck mit von der Partie ist.


Fazit

Mittwoch, 25. März 2015

Rezension ~ Totenkünstler

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Totenkünstler
Autor: Chris Carter
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 8. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548285392
ISBN-13: 978-3548285399
Originaltitel: The Death Sculptor
Genre: Thriller
Reihe: Robert Hunter
Band: IV
 

Über den Autor

Der brasilianische Schriftsteller Chris Carter kommt 1965 als Sohn italienischer Einwanderer in Brasília zur Welt. Nach seinem Schulabschluss zieht Carter für ein Studium der forensischen Psychologie in die Vereinigten Staaten nach Michigan. Während seines Studiums übt er diverse Studentenjobs aus, ehe er nach seinem Studienabschluss als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft tätig ist. Aus dieser Zeit stammt auch ein Gros seiner Inspirationen zu seinen späteren Werken. Ein Umzug nach L.A. bringt auch größere persönliche Veränderungen mit sich und Carter gibt seinen sicheren Job auf, um eine Gitarristenkarriere, unter anderem für Ricky Martin und Shania Twain, zu starten. Los Angeles stellt auch den Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter dar, die er, mittlerweile als Vollzeit-Autor, von London aus schreibt, wo ihn seine Musikerkarriere hinverschlagen hat. In seiner Reihe bisher erschienen sind "Der Kruzifix Killer", "Der Vollstrecker", "Der Knochenbrecher", "Totenkünstler" und "Der Totschläger".


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Angst geht um beim Los Angeles Police Department. Wer von ihnen wird das nächste Opfer? Ein brutaler Mörder tötet Polizisten und formt aus ihren Körpern abscheuliche Figuren. Er versteht sich als Künstler. Und genau da setzen Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit ihren Ermittlungen an. Hunter weiß, wie Mörder denken. Und das könnte sein Todesurteil sein.


Rezension/Meinung

Es ist schon der vierte Fall für die Ermittler Robert Hunter und Carlos Garcia. Ebenso, wie die ersten drei Fälle, ist auch dieser neue Band von Chris Carter wieder im selben Stil, also nichts für schwache Nerven.

Wie gewohnt ist die Handlung dieses Thrillers sehr spannend, man wird von ihr gefesselt und ist einfach neugierig, wie jemand nur solche Gräueltaten begehen kann, was für ein Motiv dahinter steht, welche Aussage er mit seiner “Kunst bezweckt, wer wohl der Täter sein mag und was er als nächstes tut, in diesem Fall vor allem auch, ob es einen Polizisten treffen wird, den man als Leser schon besser kennt. Dabei entwickelt die Geschichte, so wie man es aus den anderen Hunter-Thrillern schon gewöhnt ist, wieder eine sehr rasante Geschwindigkeit, die Ereignisse kommen teils Schlag auf Schlag. Und natürlich sind sie wieder sehr brutal, so dass das Buch durchaus nichts für Leser mit schwachen Nerven oder einem niedrigen Ekelfaktor sein dürfte, denn diverse Dinge werden doch sehr detailliert beschrieben und Carters Mörder sind immer sehr brutal und häufig auch noch sehr phantasievoll.

Gerade aber, da der Täter dieses Mal mit Rätseln arbeitet, wird der Fall noch auf eine besondere Weise spannend. Man kann selbst auch versuchen, ebenso wie Hunter und Garcia Motiv und Hintergründe zu ergründen und trotzdem ist das Ende definitiv nicht gänzlich vorherzusehen, auch wenn es sich alles sehr logisch aufklärt, was ich an den Fällen der beiden auch immer sehr schätze, dass man zumindest ein greifbares, logisch nachvollziehbares Motiv erhält.

Dabei macht es auch einfach wieder Spaß die Zusammenarbeit von Hunter und Garcia zu beobachten, die einfach ein richtig geniales Team und mir schon beim ersten Band ans Herz gewachsen sind. Zudem waren die beiden nie platte Figuren sondern entwickeln sich von Band zu Band ein wenig, vor allem auch in ihrer Beziehung zueinander, wie auch in ihrer Persönlichkeit. Jedoch enthält kein Band, US-typisch, zu viel Privates der Ermittler.

Einfach wieder ein sehr guter Thriller aus der Feder Carters, auch wenn ich zugeben muss, dass für mich bisher keiner der Folgebände an den ersten Teil rankommt, aber ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen, da ich sie jedem Thrillerfan nur empfehlen kann.


Fazit

Dienstag, 24. März 2015

Rezension ~ Plötzlich Fee - Winternacht

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Plötzlich Fee - Winternacht
Autor: Julie Kagawa
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 3. Oktober 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267222
ISBN-13: 978-3453267220
Originaltitel: The Iron Fey, Book 2: The Iron Daughter
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Plötzlich Fee
Band: II


Über die Autorin

Julie Kagawa wurde in Sacramento, Kalifornien geboren. Im Alter von neun Jahren zog ihre Familie mit ihr nach Hawaii. Statt dem Unterricht zu lauschen, vertrieb sie sich die Langeweile während der Schulstunden am Liebsten mit dem Verfassen von eigenen Geschichten. Neben dem Schreiben verbrachte mindestens genauso viel Zeit mit dem lesen von Büchern, da sie als Jugendliche eher eine Einzelgängerin war. Nach der Schule arbeitete die Autorin mehr als 10 Jahre in verschiedenen Buchhandlungen und als Hundetrainerin. Ihr deutschsprachiges Debüt "Plötzlich Fee - Sommernacht" erschien im März 2011 und stellt den Auftakt einer voraussichtlich vierteiligen Reihe für Jugendliche und junge Erwachsene dar. Auch der zweite Band "Plötzlich Fee - Winternacht" sowie das dritte Buch der Reihe "Plötzlich Fee - Herbstnacht", das im Januar 2012 erschien, sind dem Genre Fantasy Romance Fantasy zuzuordnen, den sie selbst auch gern liest. Im Herbst 2012 erschient mit "Plötzlich Fee - Frühlingsnacht" Band 4 ihrer Reihe, in deren Mittelpunkt die Liebesgeschichte von Meghan und dem Winterprinz Ash steht. Kurz darauf erschien im November Band 5 unter dem Titel "Plötzlich Fee - Das Geheimnis von Nimmernie". Seit 2014 erscheint eine weitere Reihe, welche in Nimmernie spielt unter dem Reihennamen "Plötzlich Prinz". Julie Kagawa lebt mit ihrer Familie in Louisville, USA.


Inhaltsangabe/Klappentext

So richtig hat Meghan noch nie irgendwo dazugehört: Halb Mensch, halb Feenprinzessin, steht sie zwischen den Welten. Während sich im Feenland Nimmernie ein Krieg zwischen Oberons Sommerhof und dem Reich der Winterkönigin Mab anbahnt, spitzt sich Meghans Lage zu: Als Gefangene des Winterreichs sieht sie das Unheil heraufziehen, kann aber nichts unternehmen. Ihre magischen Fähigkeiten schwinden mit jedem Tag, und niemand glaubt ihr, dass die gefährlichen Eisernen Feen darauf lauern, Nimmernie zu unterjochen. Denn keiner hat die dunklen Feen, die selbst Mabs Grausamkeit in den Schatten stellen, je gesehen …


Rezension/Meinung

Mit dieser Reihe hat Julie Kagawa ehrlich etwas Tolles geschaffen, denn ich war irgendwie froh darüber die ganzen, einem ans Herz gewachsenen Charaktere aus dem ersten Band, in diesem wieder zu treffen.

Ganz besonders das Wiedersehen mit Grimalkin und auch Puck hat mich tierisch gefreut, da die beiden schon im Vorgänger zu meinen Lieblingen geworden waren und auch in diesem Teil sind die zwei einfach genial. Ich mag sie wohl einfach so gern, weil sie die Dinge nicht immer ganz so bierernst und genau nehmen. Allein Pucks Sprüche und Grimalkins einmalige Art, die einfach auch extrem gut zu einer Katze, bzw. einem Kater, passt, haben mich so oft zum Schmunzeln gebracht. Und obwohl Puck in gewissen Punkten leider auch eine eher traurige bzw. tragische Rolle in dieser Reihe hat, wird er wohl immer mein Lieblingscharakter bleiben. Ebenso habe ich mich über das Wiedersehen mit den anderen Charakteren gefreut, auch wenn ich zugeben muss, dass einiges davon mich doch durchaus auch extrem überraschend war.

Vor allen Dingen finde ich es aber auch wieder einfach nur klasse, dass es auch in diesem Band wieder deutlich wird, dass es ein Handlung gibt, die losgelöst von diversen Liebesgeschichten ist, die wirklich ihretwegen da ist und nicht nur das Geschehen um Meghan und Ash untermauern will, sondern wirklich noch mehr dahinter steckt. Mir gefällt es nämlich, auch in Jugendbüchern, immer irgendwie besser, wenn nicht die Handlung die Romanze geringfügig ergänzt, sondern wenn man wirklich spürt, dass sich Gedanken um eine Handlung gemacht wurden und sich eine Romanze in diese harmonisch einfügt. Besonders auch, da ich in diesem Fall die Idee hinter der ganzen Geschichte genial finde, da es einfach so stimmig ist. Vielleicht auch, weil ich es teils sehr schade finde, dass sich unsere Gesellschaft so sehr von Technik einnehmen lässt, für Besonders und teils auch Phantasie scheint kein richtiger Platz mehr.

Zudem hat das Buch so gut wie alles zu bieten: Spannung, eine gute Portion Humor (es leben Puck und Grimalkin), Emotionen und natürlich auch eine “kleine” Romanze, so dass es einfach Spaß macht dieses Buch zu lesen. Außerdem lässt einen der Schreibstil der Autorin einfach nur so durch die Seiten fliegen, fesselt und man merkt gar nicht, wie lange man schon in der Geschichte feststeckt.

Eine tolle Fortsetzung einer Reihe, die schon mit dem ersten Band einen tollen Start hatte, in ihrer Qualität nicht abgenommen hat und in der man geradezu mitverfolgen kann, wie die Geschehnisse die Charaktere verändern. Ich bin einfach nur neugierig, wie es weitergehen wird und freue mich schon auf die anderen Bände.


Fazit

Montag, 23. März 2015

Rezension ~ Tödlicher Triumph

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Tödlicher Triumph
Autor: Ralf Kurz
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Wellhöfer, Ulrich
Ersterscheinung: 10. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954281406
ISBN-13: 978-3954281404
Genre: Krimi
Reihe: Kommissar Bussard
Band: III


Über den Autor

Der Autor Ralf Kurz wurde 1961 geboren. Er erlernte den Kaufmannsberuf und ist selbständig tätig. Seit 2005 veröffentlicht er auch Romane unter dem Pseudonym Freeman. Seit 2006 schreibt er Beiträge für Anthologien. Ralf Kurz lebt in Freiburg im Breisgau.


Inhaltsangabe/Klappentext

Als der Leitende Oberstaatsanwalt entführt wird, ahnen weder Kommissar Bussard noch seine Kollegen, dass ein Serienmörder seine blutige Spur durch den Freiburger Osten ziehen wird. Die Ermittler kennen die Identität des Täters, doch er bleibt unsichtbar und ist den Beamten immer einen Schritt voraus.

In seinem dritten Kommissar-Bussard-Band jagt Ralf Kurz den atemlosen Leser von einem Tatort zum nächsten. "Tödlicher Triumph" garantiert Hochspannung - von der ersten bis zur letzten Seite!


Rezension/Meinung

Es ist schon Kommissar Bussards dritter Fall und trotzdem hat man als Neuling, der Kommissar Bussard zum ersten Mal bei den Ermittlungen begleitet nicht das Gefühl, dass man schon so viel verpasst hat, dass man sich mit dieser Reihe nicht zurechtfinden kann. Vielmehr ist es so, dass man sofort in diesem Buch ankommt, der Einstieg so gelungen ist, dass man sofort mitten in der Handlung ist und vor allen Dingen mit dem Kommissar auch noch einen sehr sympathischen Protagonisten an seiner Seite hat.

Kommissar Bussard ist schon etwas Besonderes, zum einen sehr sympathisch, ein richtiger Kumpeltyp und trotzdem hat er ein wenig etwas vom einsamen Wolf an sich. Über ihn erfährt man so einiges, er ist einfach menschlich und trotzdem ist es nie so viel Privates, dass es den Fall irgendwie beeinflusst. Es ergänzt sich einfach und man kann sich unter Bussard wirklich etwas vorstellen, er erhält Persönlichkeit und Charakter und diesen spürt man einfach, lernt ihn kennen, auch, wenn es schon sein dritter Fall ist und ich denke, es stört weder die alten Hasen, die schon zwei Fälle kennen, noch ist es überflüssig für Neulinge.

Dazu kommt, dass der Fall einfach irre spannend ist, man wird regelrecht von diesem Buch gefesselt und will es gar nicht mehr so recht aus der Hand legen. Allein aufgrund der vielen spannenden Wendungen, die teils auch sehr überraschend kommen, bleibt immer ein wenig Aufregung vorhanden, man wird immer neugieriger, kann Theorien entwickeln, diese wieder umschmeißen und es macht für mich als Leser unglaublich Spaß, dass ich trotz der vielen Geschehnisse immer noch leicht am Ball bleiben kann, meine Vermutungen teilweise sogar in die richtige Richtung führten, auch wenn mich mancher neue Pfad zunächst davon ablenken will oder kann.

Kombiniert mit den durchweg sehr plastischen Charakteren, die durch ihre unterschiedliche Persönlichkeit, ihre Art sich zu präsentieren und ihre Handlungen einfach etwas sehr individuelles hatten, sich einfach sehr stimmig in die Rollen, die ihnen angedacht waren einfügten und sie harmonisch ausfüllen, ist dieser Krimi einfach rundum gelungen.

Für jeden, der spannende Krimis, mit genialen Charakteren mag und keine Probleme damit hat, dass es derer auch ein paar mehr sein können, dem kann ich nur empfehlen dieses Buch zu lesen. 


Fazit



Sonntag, 22. März 2015

Rezension ~ Gestrandet auf Internat Bernstein

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Gestrandet auf Internat Bernstein
Autor: Andrea Russo
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Coppenrath, F
Ersterscheinung: Januar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649615320
ISBN-13: 978-3649615323
Empfohlenes Lesealter: 10 - 12 Jahre
Genre: Kinderbuch


Über die Autorin

Andrea Russo wurde 1968 in Hanau geboren und lebt heute mit ihrer Familie und ihrem Labrador in Oberhausen. Im Februar 2015 erscheint ihr neuer Roman "Nonna Lucia macht Urlaub".


Inhaltsangabe/Klappentext

Paulina kriegt die Krise: Gerade lümmelt sie noch nichtsahnend mit ihren besten Freunden Kira, Luca und Noah im Schwimmbad und genießt den Sommer, und im nächsten Moment eröffnet ihre Mutter ihr, dass sie nach den Ferien auf ein Internat gehen soll. Und nicht auf irgendeins, sondern auch noch auf ein Schloss mitten auf einer Flussinsel! Für Paulina klingt das ganz klar nach Streberknast! Länger als drei Tage bleibt sie da auf keinen Fall - das verspricht sie Kira hoch und heilig. Doch was in drei Tagen auf so einer Internatsinsel alles passieren kann, hätte sich Paulina niemals träumen lassen ...


Rezension/Meinung

Das gesamte Buch, allein schon durch das Cover schreit ganz laut heraus, ich bin ein richtiges Mädchenbuch und das kann ich nach dieser Geschichte nur unterschreiben, auch wenn ich nicht verhehlen kann, dass es sich um einer sehr gelungenes Mädchenbuch handelt.

Es fängt schon damit an, dass Paulina ein sehr sympathisches und modernes Mädchen ist, das aber nicht zu viel Wert auf Schnickschnack und Firlefanz legt. Sie ist eigentlich ziemlich normal, unternimmt gern etwas mit ihren drei besten Freunden, Kira, ihrer längsten und besten Freundin, Noah und Luca, ist kein Überflieger in der Schule und möchte später gern Autorin werden, da sie sehr gern liest. Jetzt jedoch hat sie ein Stipendium auf einem eher noblen Internat bekommen und eigentlich gar keine Lust darauf, dass sie sich von ihren Freunden treffen soll. Dabei sind die Pläne, die sie schmieden, damit Paulina möglichst schnell wieder zurück nach Hause kommt, sehr realistisch und nicht vollkommen aberwitzig.

Angekommen im Internat geht es dann aber sofort rund und es fehlt dem Buch eindeutig nicht an Spannung, auch wenn es immer noch so bleibt, dass nichts vollkommen Unrealistisches passiert, sondern man sich nur zu gut vorstellen kann, dass viele Dieser Dingen sehr gut passieren könnten. Zudem sind die neuen Leute, die Paulina kennenlernt auch alle einfach toll beschrieben, wie die alternative Shanti, Fleur, die nicht nur einen Namen hat, der etwas arrogant wirkt, sondern auch noch sehr von sich selbst eingenommen ist und noch viele andere. Dabei muss man einfach mir ihr mitfiebern, sowohl, wie sie die Dinge meistert, die im Internat auf Paulina zukommen, sowie auch zudem noch, wie sie damit umgehen wird, dass sie eigentlich ja nicht lange auf Bernstein bleiben wollte, aber doch anfängt manchen dort ins Herz zu schließen.

Dabei ist das Buch in einer Sprache geschrieben, die einfach super zu dem Altersbereich passt, für den dieses Buch ausgelegt ist und wenn Paulina mal etwas unflätig wird, dann sind es keine besonders schlimmen Ausdrücke, sondern welche, die man bei Kindern in diesem Alter wohl einfach erwarten muss, wenn sie noch harmlos fluchen. Allein aber schon ihre Beobachtungen zu manchen Personen etc. sind auch einfach klasse, zumal Paulina einfach eine Weltsicht hat, die einigen Jugendlichen deutlich besser zu Gesicht stehen würden, als diejenige, die sie vertreten. Sehr gelungen ist auch einfach, dass es modern ist, Handys und Smartphones genutzt werden, aber bei weitem nicht in einem zu großen Übermaß, so dass es irgendwie auch glatt ein ganz gutes Beispiel in diese Richtung ist,

Alles in allem ein Internats- und Mädchenbuch, das ich richtig gut gelungen finde und das ehrlich Spaß macht beim Lesen.


Fazit

Samstag, 21. März 2015

Rezension ~ Schattenblüte - Die Verborgenen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Schattenblüte - Die Verborgenen
Autor: Nora Melling
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris
Ersterscheinung: 1. November 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862520005
ISBN-13: 978-3862520008
Genre: Fantasy / Jugendbuch
Reihe: Schattenblüte
Band: I


Über die Autorin

Ein gelber Filzstift war Auslöser für Nora Melling mit dem Schreiben zu beginnen. Einen solchen bekam sie als kleines Mädchen geschenkt und die Geschichte, ob es wohl möglich ist, damit seine Haare gelb zu färben, war so spannend, dass sie sie aufschreiben musste. Fortan überlegte sich die in Hamburg geborene Autorin ständig Geschichten und machte nur selten Pausen. Eine kaufmännische Ausbildung und ein Umzug zum Studium nach Berlin prägten ihren weiteren Lebensweg. Auch heute lebt sie noch in Berlin, zusammen mit ihrem Mann und ihren 4 Kindern.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine Liebe‚ stärker als der Tod. Seit dem Tod ihres Bruders ist für Luisa nichts mehr, wie es war. Sie beschließt zu sterben. Aber kurz vor dem letzten Schritt hält jemand sie auf: Thursen nennt sich der Junge mit den geheimnisvollen Schattenaugen. Mit einer Gruppe Jugendlicher lebt er im Wald, und er spürt Luisas Schmerz. Die «Verborgenen» können ihre Gestalt ändern: Sie sind Werwölfe. Mit jeder Verwandlung wird Thursen mehr zum Tier – und die Erinnerung an sein früheres Leben verblasst. Bald wird er ganz Wolf sein, dann hat Luisa auch ihn verloren. Für ihre große Liebe würde Luisa alles tun. Doch reicht das, um Thursen zu retten?


Rezension/Meinung

Wieder einmal eine Geschichte, bei der ich mich ein wenig gespalten fühle, was meine Meinung anbelangt, denn einiges finde ich richtig gut gelungen, anderes wiederum ist mir einfach nicht stimmig genug.

Sehr gut finde ich bei diesem Buch einfach die Atmosphäre, denn von Beginn an ist sie ein wenig düster, was sehr zu der Thematik und vor allem auch Luisas Verlust passt. Zudem finde ich es auch sehr schön verarbeitet, wie wenig sie mit dem Verlust ihres kleinen Bruders klar kommt, welche Probleme ihr dabei das Verhalten ihrer Eltern bereitet, die lieber Schweigen und Verdrängen, als ihre Trauer anzunehmen und sich auch mal um die Tochter kümmern. Luisas Gefühle in diesem Bereich kann ich mehr als nachvollziehen und sie kommen einfach sehr klar und deutlich beim Leser an. Anders geht es mir bei ihrer Beziehung zu Thursen, da ging mir vieles viel zu schnell, von ihrer ersten Begegnung an hatte Luisa plötzlich so extrem starke Gefühle, was ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Da hätte ruhig ein bisschen mehr Zeit zwischen sein dürfen. Eins der wenigen Mankos in diesem Bereich, welches mir einfach nicht sehr gefallen hat.

Ansonsten ist es interessant zu erfahren, wie man langsam immer mehr über diese Gruppe rund um Thursen erfährt und es sind auch einige sehr interessante Charaktere dabei, wobei ich es spannend fand, wie stereotyp doch mancher dieser Charaktere ist, denn, dass es einen eher sehr bulligen, leicht ruppigen Kerl geben würde, fand ich in einer solchen Gruppe sehr zu erwarten. Dabei habe ich die Struktur in der Gruppe und deren Dynamik auch nur in kleinem Maß verstanden und habe mich doch an einem Punkt, als bei einem der Charaktere klar wurde, warum er dort gelandet ist, wirklich gefragt, ob das wirklich als Grund zählen kann, diesen Schritt so zu wagen, wie er dem Leser dargestellt wird. Andere Charaktere, wie Luisas kleine Nachbarin Lottie, finde ich da durchaus viel ansprechender und besser gelungen, denn die Kleine habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Dadurch, dass hier eher wieder die Beziehung zwischen Luisa und Thursen die Geschichte dominiert und man eher emotional von ihr geleitet wird, gibt es an richtiger Handlung nur wenig, was wirklich herausragend ist, außer der Ergründung des Rätsels um Thrusen, wie Luisa damit umgeht und was sie mit ihrem Wissen erreichen will. Spannend ist dieser Roman also eher nur in manchen Punkten, aber allein aufgrund seiner Atmosphäre lässt er sich gut lesen, auch wenn ich manchen Punkt etwas sehr weit hergeholt finde.

Allgemein ein gelungenes Werk, was manchmal etwas mehr Zeit hätte vertragen können und bei dem mir noch manche Frage offen blieb, welches aber durchaus interessant und gut zu lesen ist. 


Fazit


Freitag, 20. März 2015

Rezension ~ Die Shakespeare-Schwestern

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Die Shakespeare-Schwestern
Autor: Eleanor Brown
Taschenbuch: 374 Seiten
Verlag: Insel Verlag
Ersterscheinung: 20. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3458358358
ISBN-13: 978-3458358350
Originaltitel: The Weird Sisters
Genre: Belletristik / Gegenwartsliteratur


Über die Autorin

Eleanor Brown hat einen MA-Abschluß in Literatur und lebt in Denver, Colorado. Ihre Texte und Geschichten wurden in zahlreichen Anthologien, Magazinen und Literaturzeitschriften veröffentlicht.


Inhaltsangabe/Klappentext

Rosalind, Bianca und Cordelia: Die drei Schwestern von ihrem exzentrischen Vater liebevoll nach Shakespeare-Figuren benannt verbindet die Liebe zum Lesen. Darüber hinaus könnten sie jedoch unterschiedlicher nicht sein: Rose, die Vernünftige, die den Mann ihrer Träume gefunden hat, aber dem Abenteuer der großen Liebe nicht traut, Bean, die in New York ein Leben in Glanz und Glamour führt, und Cordy, das Nesthäkchen, das nicht erwachsen werden will und ziellos durch Amerika vagabundiert

Eines Sommers kehren Rose, Bean und Cordy nach Hause zurück, in die öde Kleinstadt im Mittleren Westen. Die anfängliche Freude über das Wiedersehen währt nur kurz, denn nicht nur das Temperament der Schwestern, auch deren unterschiedliche Lebensvorstellungen prallen aufeinander. Und als nach und nach die wohlgehüteten Probleme der jungen Frauen ans Tageslicht kommen, wird die familiäre Harmonie auf eine harte Probe gestellt ...


Rezension/Meinung

»Wir lieben uns. Wir mögen uns nur nicht besonders.«

Genau dieser Satz, der schon auf dem Cover steht, spielt für mich sehr viel aus dem Roman wieder, denn genau dieses Gefühl spürt man zwischen den einzelnen Schwestern innerhalb der Erzählung einfach sehr stark. Wobei die Art dieser Erzählung durchaus sehr speziell ist und es sich bei der Handlung eher um eher alltägliche Dinge und Probleme handelt, mit denen sich die Schwestern, seit langem wieder sehr nah beieinander, da sie ihr Elternhaus besuchen, rumschlagen müssen und sie bewegen.

Es ist dadurch so, dass das Buch eher von den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Schwestern lebt und nicht so arg von seiner Handlung. Man erfährt viel mehr, was die einzelnen der Schwestern, egal ob Rosalind, Bianca oder Cordelia prägt, wer sie prägte und vor allen Dingen, wie sie sich dadurch gegenseitig beeinflussten, um zu demjenigen Menschen zu werden, den man jetzt in diesem Buch vor sich hat. Vor allem, wenn man sich für solche Charakterstudien interessiert, dann ist dieses Buch sehr interessant.

Dabei weist dieses Buch noch eine Besonderheit auf, die mir so in diesem Rahmen bisher noch nicht begegnet ist, denn erzählt wird es von einem sehr speziellen auktorialen Erzähler, der alles weiß, egal, ob Zukunft, Gegenwart oder Vergangenheit, diese oftmals auf psychologischer oder auch emotionaler Ebene dann sehr detailliert beleuchtet beim Erzählen und natürlich manches Mal vorweg greift und ähnliches. Was einfach einen sehr speziellen Touch und eine sehr spezielle Atmosphäre in diesem Roman hervorruft. Jedoch ist sie auch zunächst sehr gewöhnungsbedürftig und ich denke mal, dass nicht jeder mit dieser Art der Erzählweise klarkommen wird.

Sehr interessant finde ich es auch, dass in diesem Buch, daher wohl auch unter anderem der Titel, immer wieder Zitate von Shakespeare von den Schwestern in Diskussionen genutzt werden, um ihren Standpunkt deutlich zu machen. Sehr ungewöhnlich wieder, aber da es so gekonnt eingefügt ist, in die Handlung und einfach stimmig, finde ich es eine sehr geniale Idee.

Allgemein ein sehr eigenes Buch, das ich sehr interessant fand und gern gelesen habe, aber ich denke schon, dass sich viele wirklich zunächst sehr in es einfinden müssen und es nicht mal einfach nur so für Zwischendrin geeignet ist.


Fazit

Donnerstag, 19. März 2015

Rezension ~ Schachzug

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Schachzug
Autor: Rolf von Siebenthal
Broschiert: 344 Seiten
Verlag: Gmeiner, A
Ersterscheinung: 1. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839214416
ISBN-13: 978-3839214411
Genre: Krimi


 

Über den Autor

Rolf von Siebenthal, Jahrgang 1961, ist ausgebildeter Sprachlehrer. Er arbeitete viele Jahre bei einer Tageszeitung und im Schweizer Verkehrsministerium, heute ist er selbstständiger Journalist und Texter. Er lebt mit seiner Familie in der Nordwestschweiz.


Inahltsangabe/Klappentext

Liestal im Baselland. Ein präziser Schuss aus 600 Metern Entfernung reißt Marcel Laval, einen aufstrebenden Manager, aus dem Leben. Der Journalist Max Bollag, der Schwager des Toten, macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Er hofft auf neuen Schwung für seine stockende Karriere und die kriselnde Ehe. Bei seinen Recherchen stößt Bollag auf einen Gegner, der eine Mission zu erfüllen hat - und keine Gnade kennt.


Rezension/Meinung

Was mich an diesem Buch vor allen Dingen auch fasziniert, ist die gekonnte Auswahl des Titels. Er hat etwas so schön Mehrdeutiges, vor allem, wenn man ihn im Bezug zu diesem Krimi sieht, denn zum einen kann man den Schachzug sprichwörtlich nehmen, als gekonnten strategischen Plan, zum anderen aber dreht es sich auch durchaus um echte Züge und Schach, die in gewisser Weise eine Rolle spielen.

Als weiteren sehr gelungenen Faktor in diesem Krimi sehe ich die Charaktere, denn die waren durchweg einfach toll beschrieben. Sowohl Max Bollag, der Protagonist des Krimis, welcher zwar durchaus auch ein wenig tollpatschig und ungeschickt sein kann und ab und an auch etwas seltsam ist, gehört zu den Personen, die einem einfach sympathisch werden muss. Dazu noch seine Neugier, den Hintergründen der Tat auf die Spur zu kommen, macht das Ganze einfach sehr spannend. Auch andere Charaktere, wie Neuenschwander, den Kommissar, mag ich sehr gern. Allgemein haben einfach alle Charaktere etwas, was sie ein wenig besonders macht und sei es nur eine geldgierige Nachbarin, der man dies aber sofort anmerkt. Der gelungenste Charakter für mich ist aber eindeutig Doris Lüthi, die extrem schlagfertig und taff ist, sogar gewissen Dingen etwas zu nah kommt und das alles in einem schon sehr hohen Alter. Die Dame muss man einfach gern haben.

Dabei bleibt das Buch von Beginn an fesselnd und spannend, es gibt immer wieder kleine oder auch größere und oft unerwartete Wendungen, die es oft schaffen, einem wirklich von dem richtigen Weg abzubringen, so dass man aber richtig gut auf einfach miträtseln kann, man einfach neugierig bleiben muss. Daraus resultierte auch, dass mich das Ende wirklich noch ein wenig überrascht hat, auch wenn es sich richtig gut in die restliche Handlung einfügt. Ebenso erging es mir auch ein wenig bei dem Motiv, welches ich aber auch richtig interessant und gelungen fand, da alles einfach so stimmig ist.

Ein Krimi, den ich nur empfehlen kann und der natürlich auch ein bisschen mit schweizerischem Lokalkolorit aufwartet, der einfach sehr gut in seiner Menge ist, so dass man zwar spürt, dass das Buch nicht in Deutschland, sondern der Schweiz spielt, aber man nicht den Eindruck bekommt, dass es zu dick aufgetragen wäre. Trotzdem muss man sich an manches ehrlich gewöhnen muss, unter anderem habe ich nämlich gelernt, dass es in der Schweiz “Das Tram” und nicht “Die Tram” heißt.


Fazit

Mittwoch, 18. März 2015

Rezension ~ Percy Jackson - Diebe im Olymp

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Percy Jackson - Diebe im Olymp
Autor: Rick Riordan
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Carlsen
Ersterscheinung: 25. August 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551310580
ISBN-13: 978-3551310583
Originaltitel: Percy Jackson: The lightning thief
Genre:  Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Percy Jackson
Band: I


Über den Autor

Rick Riordan wurde am 5. Juni 1964 in San Antonio, Texas geboren. Er studierte Englisch und Geschichte an der University of Texas und unterrichtete viele Jahre an Schulen in seiner Heimatstadt sowie in Kalifornien. Sein Debütroman veröffentlichte er 1997 mit »Big Red Tequila« – dem ersten Band seiner »Tres Navarre-Reihe« in der zuletzt 2007 »Rebel Island« erschien. Seinen internationalen Durchbruch erlangtre Riordan mit seine »Percy-Jackson«-Reihe deren erster Band 2005 mit »Diebe im Olymp« erschien, welche auch verfilmt wurde. Der fünfte Band »Die letzte Göttin« erschien Ende September 2011 auf deutsch. Der siebente Band »The Son of Neptune« erschien ebenfalls im Jahr 2011 in den USA. Parallel dazu veröffentlichte er 2010 den ersten Band einer weiteren Reihe, den »Kane Chronicles« mit dem Titel »The Red Pyramid«. 2011 erschien der zweite Teil der Chroniken "Der Feuerthron", ehe 2013 mit "Der Schatten der Schlange" der dritte Band folgt. Riordan wurde für seine Werke schon mit verschiedenen Preisen geehrt. Bereits 1998 erhielt er den Shamus Award und den Anthony Award für Big Red Tequila. 1999 folgte der Edgar Award für das beste Originaltaschenbuch für den Widower’s Two-Step. 2008 und 2009 konnte er sich den Mark Twain Award sichern. Und ebenfalls im Jahr 2009 wurde er mit dem Rebecca Claudill Award für "Percy Jackson - Diebe im Olymp" ausgzeichnet. 2012 wurde die neue Reihe um Percy Jackson unter dem Titel "Helden des Olymp" veröffentlicht. Mit "Der verschwundene Halbgott" kam im Oktober 2012 der erste Band auf den deutschen Buchmarkt. Im Januar 2013 folgte der zweite Band "Der Sohn des Neptun", nur wenige Monate später Band 3 "Die letzte Göttin". Der vierte Band erschien im Oktober 2014. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er noch immer in seiner Heimatstadt in San Antonio, Texas.


Inhaltsangabe/Klappentext

Percy versteht die Welt nicht mehr. Jedes Jahr fliegt er von einer anderen Schule. Ständig passieren ihm seltsame Unfälle. Und jetzt soll er auch noch an dem Tornado schuld sein! Langsam wird ihm klar: Irgendjemand hat es auf ihn abgesehen.

Als Percy sich mit Hilfe seines Freundes Grover vor einem Minotaurus ins Camp Half-Blood rettet, erfährt er die Wahrheit: Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, Percy also ein Halbgott. Und er hat einen mächtigen Feind: Kronos, den Titanen.

Die Götter stehen Kopf - und Percy und seine Freunde vor einem unglaublichen Abenteuer ...


Rezension/Meinung

Auch wenn die Percy Jackson-Reihe die erste von Riordan ist, habe ich zu diesem Autor eher etwas über Umwege und die neueren Reihen, wie “Die Kane-Chroniken” oder auch “Helden des Olymp” gekommen, so dass ich vor dem Lesen dieses Buches Percy zum einen durch den Film, zum anderen aber auch durch “Helden des Olymp” schon kannte.

Trotzdem ich also schon den Film zu diesem Buch kannte, der natürlich nicht wirklich die genaue Geschichte trifft, wie es ja immer ist, war ich schon sehr gespannt, vor allem wohl auch, weil mir schon klar war, dass ich die Geschichte eigentlich noch nicht richtig kenne. Was mir, wie bei allen Büchern von Riordan, die ich kenne, wieder einfach extrem gut gefallen hat, ist die Art und Weise, wie er Schreibt, den Wortwitz, den er teilweise mit einbringt, der meist richtig genial ist, mich so oft einfach zum Schmunzeln bringt. Das gepaart mit der Tatsache, dass seine Bücher einfach extrem spannend geschrieben sind, man geradezu durch die Seiten fliegt und nicht aufhören und das Buch weglegen will, da man einfach neugierig ist, wie es weitergehen wird. Allein diese fesselnde Art des Buches ist einfach nur toll.

Zudem ist es einfach nur genial, überhaupt auf diese Idee mit den Halbgöttern gekommen zu sein und alles um diese Idee herum zu spinnen und ich bin immer wieder positiv erstaunt, welche Kreativität in Rick Riordan stecken muss, bei den Ideen, auf die er so kommt, da sie auch immer so stimmig erscheinen. Vor allem auch, da man ja sogar noch etwas lernen kann mit diesem Buch, da man sehr viel Wissen über die griechische Mythologie erhält, was ich einfach nur genial finde, weil das Buch nicht nur rein unterhält, sondern auch noch, so ganz nebenbei, einiges an Wissen vermittelt.

Alles kombiniert mit den tollen Charakteren, wie natürlich allen voran Percy, dem Protagonisten, den ich einfach extrem sympathisch finde und den man einfach gern haben muss, dem sehr amüsanten Grover und auch Annabeth, die zwar bisher noch nicht meine beste Freundin unter den Charakteren ist, aber die auch einfach Persönlichkeit hat, ist einfach klasse.

Also ich werde auf jeden Fall auch noch diese Reihe vollständig lesen, da sie mir einfach schon beim ersten Band richtig Spaß macht und wie ich finde, es sogar schafft, sowohl für Jugendliche, als auch Erwachsene noch spannend und interessant zu sein. 


Fazit


Dienstag, 17. März 2015

Rezension ~ Lieber Linksverkehr als gar kein Sex

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Lieber Linksverkehr als gar kein Sex
Autor: Kristan Higgins
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch;
Ersterscheinung: 10. Februar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956490851
ISBN-13: 978-3956490859
Originaltitel: The Perfect Match
Genre: Belletristik / Frauenroman
Reihe: Blue Heron
Band: II
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Über die Autorin

Bevor Kristan Higgins hauptberuflich Autorin wurde, arbeitete sie in einem Verlag. Mit ihren humorvoll-romantischen Büchern, die stets von der Suche nach Mr Right handeln, hat sie ihre Leserinnen im Sturm erobert. Kristan Higgins lebt mit ihrer Familie in einem Dorf in Connecticut und verbringt jede Ferien im malerischen Neuengland. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Wenn man an seinem Geburtstag erfährt, dass man jetzt ein Alter erreicht hat, in dem die Qualität der Eizellen rapide abnimmt … Wenn der Mann, mit dem man seit Jahren sporadisch Sex hat, einen sitzen lässt … Und wenn selbst der Yorkshireterrier sich weigert, das Bett mit einem zu teilen … … dann kann das offenbar zu Kurzschlusshandlungen führen! Anders kann sich Honor nicht erklären, warum sie sich spontan bereit erklärt, einen Fremden zu heiraten, damit der die Greencard bekommt. Einen sehr britischen Fremden. Mit Tweedsakko und Cordhose. Der so gar nicht zu ihr passt. Aber vielleicht taugt dieser Alibimann wenigstens dazu, ihren Ex eifersüchtig zu machen? Doch je länger die Zweckbeziehung dauert, desto deutlicher merkt Honor: Abwarten und Tee trinken ist so gar nicht das, was ihr beim Anblick ihres sexy Verlobten in den Sinn kommt 


Rezension/Meinung

Ehrlich gesagt, der Titel klingt, wie ich finde, deutlich provokanter, als es das Buch letztendlich ist, aber in diesem Genre lieben die Autoren ja oftmals Wortspiele und verdrehen gern auch mal Sprichwörter etwas, um sie zum Buch bzw. Genre passend zu machen.

Man weiß also schon sofort, wenn man das Buch in die Hand nimmt, was für eine Art Geschichte einen nun erwarten wird. Man weiß auch, dass diese Geschichte auf jeden Fall mit Humor gespickt sein wird, ein wenig mit Drama und vielleicht auch Intrigen, mit einigem an Romantik, aber natürlich auch ein wenig ernsteren Aspekten. So hat man auf jeden Fall eine sehr bunte, aber auch sehr angenehme Mischung, die einen beim Lesen durchaus auch noch überraschen kann, wenn einem eigentlich klar ist, auf was das Ganze Buch hinauslaufen wird, da solche Geschichten einfach ein bestimmtes Ende haben müssen. Anders ist es hier auch nicht und trotzdem macht die Geschichte einfach verdammt viel Spaß, da ich die Charaktere sehr gern mochte, sie auch einfach toll erzählt wird.

Sowohl Tom als auch Honor sind beide Menschen, die ich irgendwie gern mochte, auch wenn Honor vielleicht manches Mal ein wenig zu naiv ist, aber es passt einfach zu Rolle. Honor ist für mich irgendwie der typische Charakter in solchen Frauenromanen, ein wenig stereotyp, aber ansonsten ganz sympathisch, aber sie ist halt eher das Nesthäkchen, die Liebe und Nette, da sind ihre Schwestern doch ein ganzes Stück verrückter und mischen das Buch auch noch gehörig auf. Tom ist auch in dem Sinn sehr stereotyp, dass er einfach der Kerl ist, der super aussieht und den alle Frauen einfach toll finden, einziger Punkt der ihn von den meisten abweichen lässt, er ist nicht der typische Ami, sondern Brite, macht ihn mir aber glatt sympathischer. Sehr genial finde ich auch die kleinen Einlagen von Spike, der Minihündin von Honor, die von Tom sehr passend immer Ratty genannt wird. Weiter Charaktere, wie Honors Großeltern, die einfach nur göttlich amüsant sind mit ihren kleinen Macken oder auch Charlie, der Tom sehr wichtig ist und eher für den etwas ernsteren Teil sorgt, sind alles Charaktere, die das Buch bunter machen und mir die Freude am Lesen auf jeden Fall erhalten konnten.

Die Handlung selbst ist im Groben und Ganzen so, wie man sie bei einem solchen Buch erwartet, kann durch einige kleine Aspekte aufwarten, die ich so bisher eher seltener hatte und es ist einfach so, dass diese Bücher auch viel dadurch leben, wie die Charaktere wirken, was hier einfach super gelungen ist. Wenn man also sich einfach gut unterhalten lassen und Spaß beim Lesen haben will, dann kann ich dieses Buch nur empfehlen. 


Fazit

 Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim »Mira-Verlag«, wie auch bei »Blogg dein Buch«
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Rezension ~ The Lost Symbol

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel:  The Lost Symbol
Autor: Dan Brown
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Bantam Press
Ersterscheinung: 15. September 2009
Sprache: Englisch
ISBN-10: 059305427X
ISBN-13: 978-0593054277
Genre: Thriller
Deutscher Titel: Das verlorene Symbol
Reihe: Robert Langdon
Band: III


Über den Autor

Dan Brown wurde 1964 in New Hampshire, USA als Sohn eines Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin geboren. Später sagte er einmal, dieses Umfeld, in dem Wissenschaft und Religion keine Gegensätze darstellten, sei der Schlüssel zu seinem Erfolg gewesen. Er studierte Englisch, Spanisch und Kunstgeschichte, unter anderem in Sevilla. Nach Abschluss seines Studiums versuchte er, in der Musikszene Fuß zu fassen, und war als Liedermacher und Sänger aktiv. Seinen Lebensunterhalt bestritt er zu dieser Zeit als Lehrer für Englisch und Spanisch. Der Erfolg in der Musikszene blieb jedoch aus, so dass er sich neu orientierte und zu schreiben begann. Nach wie vor hauptberuflich als Lehrer tätig, veröffentlichte er 1995 in einer kleinen Auflage das humorvolle „187 Men to Avoid: A Survival Guide for the Romantically Frustrated Woman“ - mit mäßigem Erfolg. 1998 schrieb Brown seinen ersten Thriller „Digital Fortress“ (deutscher Titel: „Diabolus“), in dessen Handlung er Themen wie Sicherheit im Internet und die Verletzung der Privatsphäre der Bürger durch Geheimdienste aufgreift. „Diabolus“ wurde 1998 in den USA veröffentlicht. Später wurde bekannt, dass der amerikanische Geheimdienst NSA Brown aufgrund des Inhalts des Buches beobachtet und sogar in die NSA-Zentrale vorlud. Kurze Zeit nach „Diabolus“ veröffentlichte Brown - allerdings unter dem Namen seiner Frau – ein weiteres humoristisches Werk in kleiner Auflage: „The Bald Book“. Im Jahr 2000 veröffentlichte er mit „Angels and Demons“ (deutscher Titel: „Illuminati“) seinen zweiten Roman, 2001 erschien dann "Meteor". Die Verkaufszahlen seiner drei Romane hielten sich aber nach wie vor in Grenzen, so dass Brown seine bisherigen Werke kritisch hinterfragte und sein umfangreiches Archiv nach noch nicht verwendetem Material durchsuchte. Dabei erinnerte er sich schließlich an eine Bemerkung seines Professors aus Sevilla, Leonardo Da Vinci habe möglicherweise geheime Hinweise in seinen Werken verborgen. Diese Grundidee verwendet Brown für seinen Roman „The Da Vinci Code“, der 2003 mit einer Auflage von 230.000 Exemplaren erschien und wenige Tage nach Veröffentlichung die Hardcover-Bestsellerliste der New York Times anführte. Das Buch war ein solcher Verkaufsschlager, dass es zwei Jahre lang ununterbrochen in dieser Liste geführt wurde. Der Thriller löste weltweit kontrovers geführte Diskussionen aus, da sein brisanter Inhalt insbesondere die katholische Kirche verstimmte. Dem Erfolg des Buches, dass in Deutschland unter dem Titel „Sakrileg“ 2004 erschien, tat dies keinen Abbruch: Es wurde in Dutzende Sprachen übersetzt und weltweit über 50 Millionen Mal verkauft. Im Oktober 2009 erschien der langersehnte dritte Roman um den Symbolforscher Robert Langdon, der Millionen Fans weltweit als Hauptfigur aus „Illuminati“ und „Sakrileg“ bestens bekannt ist. Der Roman trägt den Titel "Das verlorene Symbol". Im Mai 2013 erschien ein weiterer Roman, in dem auch Robert Langdon wieder ermitteln. Das neue Buch hat einen weltweiten gleichzeitigen Erscheinungstermin und trägt im amerikanischen Original den Titel "Inferno".


Inhaltsangabe/Klappentext

Harvard professor Robert Langdon is summoned to deliver an evening lecture in the Capitol Building, Washington DC. But within minutes of his arrival, a gruesome and disturbing discovery is made at the epicentre of the Rotunda. Langdon recognizes it as an ancient invitation, beckoning its recipient towards a long-lost world of hidden wisdom.


Rezension/Meinung

Von den Bücher Dan Browns der vorletzte und in dem, was ich bisher von diesem Buch gehört hatte, der schlechteste. Zumindest soweit die Meinungen, wenn man sie sich verteilt über alle seine Robert Langdon-Romane anguckt. Persönlich teile ich diese Meinung nicht, denn ich habe dieses Buch deutlich nach “Illuminati” und “Sakrileg”, sowie auch, obwohl es eigentlich nicht der Veröffentlichungsreihenfolge entspricht, nach “Inferno” gelesen und finde selbst, dass es vom Stil her einfach noch viel mehr den beiden ersten Bänden entspricht, als es bei “Inferno” der Fall ist, wodurch ich es doch noch ein wenig lieber mag, als “Inferno”.

Allgemein muss man halt leider sagen, dass das Stil vom Buch her nicht viel Neues im Vergleich zu den beiden ersten Teilen bietet und zudem auch noch, mit dem nicht mehr ganz so extrem religiösen Hintergrund dessen, hinter dem Robert Langdon her ist, vielleicht auch ein wenig an genau dieser Spannung verliert, die einem einfach kirchliche Hintergründe einfach noch bieten, da dort sicher noch mehr und Schwerwiegenderes verborgen wurde in der Geschichte, als es durch die Freimaurer oder ähnliche geschehen sein dürfte. Trotzdem ist das Buch wieder sehr spannend geschrieben und es hat mir Spaß gemacht es zu lesen, auch wenn man natürlich im Vorgehen wieder Parallelen erkennen kann und das Thema nicht ganz so gut ist, wie die anderen.

Interessant jedoch und abweichend zu den Vorgängern, fand ich es sehr spannend, dass ein wenig mehr Druck in die gesamte Geschichte kommt, da es diesmal um etwas deutlich persönlicheres für Robert Langdon geht, als es in den ersten beiden Teilen der Fall war. Diesen Aspekt fand ich auch wirklich sehr gelungen und einfach stimmig. Was ich als einzigen Punkt wirklich nicht so gelungen finde, aber das ist wohl durchaus auch ein sehr persönliches Empfinden, mir ist dieses Buch etwas zu spirituell geraten auf einer etwas abgehobeneren Art und Weise, als es noch bei den anderen, eher religiöser geprägten Bände war.

Ich mag diesen Dan Brown, auch wenn er gegenüber den Vorgängern ein wenig schwächelt, aber wenigstens passt er noch in die Reihe und fällt nicht so weit raus, wie ich es bei dem neusten Band der Reihe empfinde.


Fazit


Montag, 16. März 2015

Rezension ~ Nightshifted - Diagnose zur Dämmerung

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Nightshifted - Diagnose zur Dämmerung
Autor: Cassie Alexandra
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268986
ISBN-13: 978-3492268981
Originaltitel: Shapeshifted
Genre: Fantasy
Reihe: Nightshifted
Band: III


Über die Autorin

Cassie Alexander arbeitet sowohl als Krankenschwester als auch als Schriftstellerin. Am liebsten hat sie Alchemie, Blut und Wissenschaft – in genau dieser Reihenfolge. Als angehende Autorin nahm sie am renommierten Clarion West Workshop teil und gehört heute den Science Fiction Writers of America an. Ihre »Nightshifted«-Trilogie ist Cassie Alexanders phantastisches Debüt. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Edie Spence hat ihren Job auf der geheimen Krankenstation Y4 verloren - und ist plötzlich nicht nur pleite, sondern auch geächtet. Weil kein übernatürliches Wesen jemals wieder Kontakt zu ihr aufnehmen darf, sind Edies Dates mit Zombies, Werwölfen und Gestaltwandlern vorzeitig zu Ende. Doch dann steht plötzlich das Leben ihrer Mutter auf dem Spiel, und die mutige Krankenschwester kennt in solchen Fällen nur einen Ausweg: erneut in den Dienst der Schatten zu treten. Aber ihr Auftrag ist diesmal tödlicher denn je: Sie muss Santa Muerte finden, die aus der Gefangenschaft der Schatten entflohen und für den Krieg zwi schen Vampiren und Gestaltwandlern verantwortlich ist. Wird Edie ihre Mutter retten können, ohne Asher, der für sie zwischen die Fronten gerät, in Gefahr zu bringen?


Rezension/Meinung

Bei diesem Buch muss ich ehrlich gestehen, dass mir zunächst nicht klar war, dass es sich um den letzten Teil einer Reihe handelt. Genau dieser Punkt bricht einem aber beim Lesen durchaus ein wenig das Genick, bzw. erschwert das Verständnis durchaus, da man selbst einfach nicht wirklich Ahnung von vielen Dingen hat, die einem auch nicht weiter erläutert werden, das betrifft Charaktere, Dinge, Vergangenes, das man sicherlich alles wissen würde, wenn man die Vorgängerbände kennen würde. Von daher bei diesem Buch schon gleich vorweg, ich würde es nur dann lesen, wenn ich schon die anderen Bände kennen, zumindest jetzt mit meiner Erfahrung, es gelesen zu haben, ohne sie zu kennen.

Allgemein ist es so, dass ich Edie, die Protagonistin, zunächst nicht in allem ganz verstanden habe, was aber sicherlich an fehlendem Wissen lag. Ansonsten ist sie durchaus ein Charakter, mit dem ich ganz gut klargekommen bin, auch wenn sie teilweise etwas seltsam ist von ihrem Verhalten her. Vor allen Dingen hatte ich aber meine Probleme mit einigen der eher übernatürlichen Charaktere, da manche, wie man sie sich vorstellt, z.B. Vampire, so sind, wie man sie kennt, andere hingegen waren mir durchaus neu und unbekannt, aber bis auf bei sehr wenigen, auch für erfahrene Leser der Reihe neuen Charaktere, wird in diesem Teil immer etwas wenig zu diesen erwähnt.

Die Handlung selbst war durchaus interessant und für mich gab es noch die ein oder andere Wendung, die ich so nie im Leben erwartet hätte, auch wenn ich mich jetzt im Nachhinein schon frage, ob manches etwas eher zu vermuten gewesen wäre, wenn man in der Reihe schon besser drin gesteckt hätte. Es ist eine durchaus sehr durchdachte Handlung mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, wobei ich da auch sagen muss, dass es mir manchmal etwas zu schnell ging, die Details etwas mehr hätten sein können. Spannend war es aber, zumal ich mich irgendwann zumindest soweit hineingefunden hatte, dass ich auch immer mehr verstanden habe.

Ein Buch, das gut zu lesen ist und auf jeden Fall nicht uninteressant und mal eine etwas andere Art von Fantasy, als ich sie mit der typischen High Fantasy schon eher mal lese, nur ist es einfach so, dass man besser die anderen Bände kennen sollte, bevor man diesen hier liest.


Fazit

Sonntag, 15. März 2015

Rezension ~ City Crime - Puppentanz in Prag

Allgemeine Informationen zum Buch

Titel: City Crime - Puppentanz in Prag
Autor: Andreas Schlüter
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: TULIPAN VERLAG
Ersterscheinung: 26. Januar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864292190
ISBN-13: 978-3864292194
Empfohlenes Lesealter: 10 - 12 Jahre
Genre: Kinderbuch / Krimi
Reihe: City Crime
Band: II


Über den Autor

Andreas Schlüter, Buch- und Drehbuchautor, schreibt vor allem Kinder- und Jugendbücher und Krimis. Er wurde 1958 in Hamburg-Barnbek geboren, und arbeitete zunächst als Groß- und Außenhandelskaufmann, bevor er sich der Arbeit von Kinder- und Jugendgruppen widmete. Danach arbeitete Schlüter als freiberuflicher Journalist und Redakteur in einem Hamburger Medienbüro und bei verschiedenen Fernsehsendern. Seit 1996 schreibt er ausschließlich Bücher und Drehbücher. Bekannt wurde er mit seiner "Level 4"-Reihe, was bei Kindern und Jugendlichen sehr erfolgreich einschlug.


Inhaltsangabe/Klappentext

Auf nach Prag! Finns Schwester Joanna hat Karten für ihre Lieblingsband in der Goldenen Stadt gewonnen. Aber der Kurzurlaub wird zum Alptraum: Erst verschwinden die Karten. Dann bricht jemand in das Hotelzimmer der Geschwister ein und Finn und Joanna werden erpresst. Steckt etwa der gut aussehende Puppenspieler von der Karlsbrücke dahinter? Doch Finn und Joanna verfolgen bald eine andere heiße Spur. Und die führt sie mitten in die gefährliche Welt der Drogenmafia.


Rezension/Meinung

Dieser zweiten Band der “City Crime”-Reihe führt die beiden Protagonisten und Geschwister Joanna und Finn nach Prag und verwickelt sie, wie man schon am Titel erkennen kann, wieder in kriminelle Handlungen.

Dabei hat mir sehr gut gefallen, dass man in das Buch super hinein kam, auch wenn man den ersten Band nicht kennt, denn Joanna und Finn lernt man in den ersten Seiten so gut kennen, dass man die beiden durchaus schon sehr gut einschätzen kann und man hat auf keinen Fall das Gefühl, dass einem zu viel Wissen fehlt, wenn man den ersten Band nicht kennt. Joanna und Finn sind auch beides Charaktere, die ich durchaus sehr sympathisch und von ihrem Handeln und Denken auch altersgemäß sehr stimmig finde. Besonders passend, finde ich dabei z.B. wie es Finn teilweise stört, dass Joanna wieder ein wenig flirten muss bzw. sich wie ein typisches Mädchen benimmt.

Zudem gefällt es mir einfach, dass das Buch in vielem sehr informativ ist. Man erfährt sehr viele Dinge über die Stadt Prag, deren wichtigste Sehenswürdigkeiten, wie auch einiges zur Geschichte Prags, was so gut in die Handlung mit eingestreut ist, dass man es auch ein wenig unwissentlich mitlernt. Dazu kommt dann noch das kleine Tschechisch Wörterbuch, welches sich am Ende des Buches befindet und aus dem man einige wichtige Sätze und Worte lernen kann, die einem durchaus gut helfen können, wenn man mal Tourist in Prag sein sollte. Als Ergänzung zum Buch sehr schön, auch wenn es einem beim Lesen selbst eher nicht weiter bringt, denn mancher Charakter spricht zwar nur Tschechisch, aber diese, eher weniger touristentypische Sätze und Ausdrücke findet man nicht im Wörterbuch, aber sie sind sinngemäß ausreichend im Text übersetzt, dass man versteht, worum es geht. Mir persönlich hat dieser Aspekt auch sehr gefallen, da man einfach noch mehr den Eindruck bekommt in einer fremden Stadt zu sein, da es ja auch im echten Leben so wäre, dass die Tschechen selbst nur gebrochen Deutsch sprechen, wie es einige der Charakter auch machen oder wie wieder andere wirklich nur Tschechisch können. Das erhöht die Atmosphäre einfach enorm.

Ein spannende Handlung ist natürlich, durch den Krimianteil dieses Buches, garantiert und es macht einfach mächtig Spaß das Buch zu lesen und man beginnt immer mehr mit den beiden mit zu fiebern und neugierig zu werden, was wohl hinter dem Ganzen steckt und als sich alles mehr zuspitzt, herauszufinden, wie sich alles auflösen wird. Dabei haben Joanna und Finn ehrlich sehr gute Ideen, auch wenn manche nicht ganz realistisch denkbar sind, was aber nicht sonderlich stört und ein Kind es beim Lesen sicherlich nicht direkt merkt. Als Erwachsener kann man vielleicht noch anmerken, dass es teils ein bisschen viel ist, was die beiden in ihrem Alter so allein in einer fremden Stadt machen dürfen, aber ich sehe es so, dass das bei einem Buch durchaus mal sein darf und auch muss, schließlich sollten die Charaktere ja irgendwie ein Abenteuer erleben.

In Kombination mit dem sehr angenehmen Schreibstil, den ich sehr passend und stimmig für die angesprochene Altersgruppe dieses Buches finde, sowie den nicht zu häufigen und stimmigen Illustrationen, kann ich diesen Krimi für Kinder nur empfehlen, da ich ihn sehr gelungen finde. 


Fazit