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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Rezension ~ Schlamm oder die Katastrophe von Heath Cliff

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Schlamm oder die Katastrophe von Heath Cliff
Autor: Louis Sachar
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Ersterscheinung: 16. November 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407811993
ISBN-13: 978-3407811998
Empfohlenes Lesealter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Fuzzy Mud
Genre: Kinder- / Jugendbuch
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Über den Autor

Der US-amerikanische Kinder- und Jugendbuchautor Louis Sachar wurde in New York geboren und wohnte ab seinem 9. Lebensjahr mit seinen Eltern in Kalifornien, wo er auch heute noch mit seiner Frau und seiner Tochter lebt. Während seines Wirtschaftswissenschaftenstudiums unterrichtet er nachmittags an einer Schule, was ihm zu seinem ersten Kinderbuch "Sideways Stories From Wayside School" inspirierte. Später studierte er noch Jura und schrieb weitere Kinderbücher.


Inhaltsangabe/Klappentext

In seinem neuen Roman fesselt Louis Sachar die Leser mit der bizarren Geschichte über einen schlierigen Schlamm, der einen biologischen Super-GAU auslöst. Als Marshall und Tamaya auf dem Nachhauseweg eine Abkürzung durch den Wald einschlagen, geraten sie in ein Schlammloch mit giftigen Erregern. Die Jugendlichen stecken sich dabei lebensbedrohlich an und lösen eine rasante Infektionswelle in Heath Cliff aus. Um sie einzudämmen und ihren Ursprung zu finden, wird eilig ein Untersuchungsausschuss einberufen. In den Anhörungen, die Sachar geschickt in die Geschichte einbettet, zeigt sich das Ausmaß dieser Katastrophe und die Hilflosigkeit der Regierung. Was kann Heath Cliff retten?


Rezension/Meinnug

Bei diesem Buch tue ich mich ein wenig schwer es zu bewerten, was daran liegt, dass es einige ganz ordentliche Aspekte hat, aber in vielen Dingen einfach nur komisch ist.

Allen voran muss ich gestehen, dass mir die Dinge einfach zu schnell geschehen. Man hat ganz häufig den Eindruck, dass einfach alles ganz schnell erzählt werden muss, da vieles extrem abgehackt berichtet wird, schnell aufeinander folgt und einem dabei dann teils Zusammenhänge fehlen oder auch der rote Faden. Vor allen Dingen auch bei Verhaltensweisen der Charaktere. Es ist zwar so, dass Kinder- und Jugendbücher immer mal wieder etwas weniger detailliert erzählen, aber hier fehlt es einfach an Stellen der Handlung, die einem fehlen, die einfach eine klare Struktur erzeugen würden und nicht an zusätzlichen Details oder ähnlichem. Es gibt auch einfach zu viele Zeitsprünge, die einen dann vollkommen durcheinander bringen, denn plötzlich gibt es schon Todesfälle, wo ich sie nicht erwartet hätte, was aber daran liegt, dass schon Zeit vergangen ist, mit der man selbst ebenso nicht rechnete. Dadurch ist es wirklich etwas verwirrend.

Dazu kommt, dass ich mit den wichtigsten Charakteren, Tamaya und Mashall nicht warm werden konnte. Bei Tamaya als Protagonistin fehlen mir teilweise diverse Informationen. Liest man das Buch, denkt man, dass sie gar nicht mehr so jung sein kann, aber sie darf nicht allein nach Hause gehen und wirkt extrem naiv. Es sind einfach wieder so viele Kleinigkeiten, die nicht sauber wirken. Zumal Heath Cliff eine sehr seltsame Stadt zu sein scheint. Mit Marshall ist es so, dass ich bei ihm kaum verstehe, warum er sich Tamaya gegenüber verhält, wie er es tut, er wirkt einfach enorm unsympathisch und reagiert so über. Also allgemein nur Charaktere, die nicht so wirklich mein Fall sind.

Positiv hervorheben kann man aber, dass die Charaktere alle eine Entwicklung durch die Geschehnisse rund um den Schlamm durchmachen. Dabei geht das zwar auch alles wieder sehr schnell, aber sie sind wenigstens erkennbar. Den Schlamm betreffend, muss man sich entscheiden, ob die Beschreibungen seiner Auswirkungen als positiv oder negativ gesehen werden sollten, da sie schon gut, aber sehr eklig sind.

Alles in allem ein seltsames Buch.


Fazit

Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »Beltz und Gelberg«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Rezension ~ Die Tochter des letzten Königs

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Tochter des letzten Königs
Autor: Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 19. Mai 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479886
ISBN-13: 978-3442479887
Genre: Historischer Roman
Reihe:Wales
Band: I

 

Über die Autorin

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie ist vom Blute der alten Könige, und sie ist der Schlüssel zur Macht. Wales 1093: Als die Normannen in ihre Heimat einfallen, gerät die junge Fürstentochter Nesta in Gefangenschaft. Ihr königliches Blut macht sie zu einer wertvollen Geisel, und so bringt man sie an den Englischen Hof. Ihre unvergleichliche Schönheit bleibt auch Henry, dem zukünftigen König von England, nicht verborgen. Doch Nesta ist der Schlüssel zur Macht in Wales und wird schließlich gegen ihren Willen an den dortigen Kommandanten, einen Feind aus ihrer Kindheit, verheiratet. Was als Zwang beginnt, entwickelt sich langsam zu einer großen Liebe. Aber auch die walisischen Rebellen haben nicht vergessen, wer Nesta ist.


Rezension/Meinung

Nachdem ich den zweiten Band der Reihe “Das Blut der Rebellin” gelesen hatte, wurde ich einfach neugierig, wie der erste Band und Nestas Geschichte wohl vollständig aussehen, da der zweite Band auch immer wieder auf Nestas Abenteuer anspielt und was diese alles erlebt hat, so dass ich dieses Buch einfach noch lesen musste. Letztendlich wäre es zwer in der richtigen Reihenfolge besser gewesen, da man doch einfach schon zu viel weiß, wenn man den zweiten Band zuerst liest, aber trotzdem hat mir dieser historische Roman sehr viel Freude gemacht.

Allgemein umfasst dieser Roman, dadurch, dass er um die 30 Jahre aus Nestas Leben erzählt, einfach wieder eine sehr lange Zeitperiode, was teils dazu führt, dass einfach Jahre fehlen und man manchmal leichte Brüche in der Erzählung merkt, weil einem in Teilen wissen fehlt. Ebenso gibt es Abschnitte, die dann so schnell erzählt werden, vor allen Dingen gegen Ende, dass einem einfach das Gefühl für die Zeit verloren geht. Werden teils wenige Wochen über mehrere hundert Seiten abgehandelt und dann wieder zwei bis drei Jahre in wenigen Sätzen, kann einen die Realtion schon etwas verwirren. In diesem Band der Reihe kam das gegen Ende der Geschichte einfach etwas gehäuft vor, so dass mir ein Jahr in Nestas Leben eher vorkam, als dürfte es höchstens eine Woche gewesen sein.

Was dieser Roman jedoch richtig gut einfängt, sind zum einen die vielen Beziehungen der vielen personen in diesem Roman zueinander, sowie auch die politische Lage dieser Zeit. Dabei ist es einfach richtig spannend, wie gewisse Dinge damals gesehen wurden, welche Intrigen wo gesponnen werden und vor allen Dingen auch, wie sich das Leben auch in Adelskreisen von Ort zu Ort unterscheiden kann. Etwas, das ich sehr spannend finde. Ebenso, wie die Darstellung von Nestas Gefühlswelt, die sich mit ihren Erfahrungen und dem Alter natürlich wandelt, die aber richtig gut beschrieben ist und an so vielen Stellen kann man ihre Reaktionen einfach enorm gut nachempfinden. Manchmal hätte ich sie zwar auch gern gescholten für ihre unbedachten Taten, aber sie musste sich ja auch entwicklen. Ganz besonders stechen dort auch die Beziehungen zu Henry, Gerald de Windsor und ihrem Sohn Harri raus, wobei ich die Entwicklung ihrer Beziehung und ihrer Gefühle bezüglich den beiden Männern vor allem sehr spannend fand.

Auf jeden Fall ein sehr lesenswertes Buch, besonders auch, weil die historische Geschichte um Wales einfach spannend ist.


Fazit


Rezension ~ Zum Sterben schön

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Zum Sterben schön
Autor: Tessa Korber
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: btb Verlag
Ersterscheinung: 14. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442747252
ISBN-13: 978-3442747252
Genre: Krimi
Reihe: Bestatter-Krimi
Band: II


Über die Autorin

Tessa Korber, geboren im Juni 1966, hatte während ihrer Studentenzeit in verschiedene Fachrichtungen hineingeschnuppert, unter anderem in den medizinischen Bereich, wo sie auch einen Pathologiekurs absolvierte. Die Erfahrungen und Einblicke, die sie dort gewinnen konnte, waren ihr vor allem für ihre Kriminalromane eine große Hilfe. Ihr großes Debüt feierte Korber mit ihrem historischen Roman "Die Karawanenkönigin", der 1998 im Pendo Verlag erschienen ist. Seitdem arbeitet sie als freie Autorin. Tessa Korber lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Erlangen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Tante Hedwig reicht es. Jahrelang hat sie sich um ihre Familie und das gemeinsame Bestattungsinstitut gekümmert. Nun will sie endlich Zeit für sich und flüchtet in eine Kur. Dabei bräuchte ihr Neffe Viktor dringend Unterstützung, denn Onkel Wolfgang jagt einem Urnendieb hinterher. Und auch Viktor selbst ist gerade mit einem brisanten Fall beschäftigt: In Nürnberg treibt ein Serienkiller sein Unwesen, der hübsche Floristinnen ermordet und ihre Leichen pietätvoll mit Blumen dekoriert. Zusammen mit seiner Freundin Miriam lässt Viktor es sich selbstverständlich nicht nehmen, auf eigene Faust zu ermitteln. Ahnungslos, dass der Mörder es bereits auf Miriam abgesehen hat … 


Rezension/Meinung

Ein Bestatter-Krimi, mein erster Krimi, der so einen Untertitel trägt und ich muss sagen, es hat sich durchaus gelohnt diesen zu lesen, denn er verspricht genau das, was man von diesem Untertitel und dem Cover irgendwie erwartet: Ein wenig wie ein Regionalkrimi, eine Assoziation, die irgendwie vom Cover ausging, und ein wenig mehr Humor, als in vielen anderen Krimis, denn sowohl der Untertitel, als auch der Klappentext haben das einfach versprochen.

Diese beiden Dinge erfüllt der Roman einfach auf ganzer Länge. Er ist allein vom Schreisbtil ähnlich dem der Regionalkrimis, läst sich verdammt leicht und locker lesen, hat angenehm kurze Kapitel und Charaktere, die meiner Meinung nach eine sehr bunte Mischung bilden.Vor allen Dingen, Victor und seine Familie bildet allein schon einen Haufen sehr verrückter Charaktere, wobei es interessant ist, welche unterschiedlichen Motive und Gründe allesamt hier in diesem Roman habe. Dabei kann ich selbst Victor noch am besten verstehen, die Handlungen seines Onkels waren mir teils ein wenig unverständlich, auch wenn seine Beziehung zwischen ihm und seiner Frau Hedwig sehr niedlich ist. Allgemein haben die Familienmitglieder und ihre Beziehungen zueinander aber durchaus ein wenig etwas skuriles, was aber auf jeden Fall für einige sehr amüsante Stellen sorgt. Die häufigsten Lacher erzeugt jedoch Viktor bei seinen eigenständigen Ermittlungen in dem Fall des Serienkillers, da er an sehr absurden Orten landet, sich in diverse Gefahren begibt etc.

Was ich ein bisschen irritierend fand, sind die Hinweise und Anekdoten, die auf den ersten Band hinweisen, denn wenn man diesen, wie ich, nicht gelesen hat, dann bleiben einem einige dieser Anspielungen sehr schleierhaft. Wären es nur ein oder zwei Stellen gewesen, hätte ich diesen Aspekt nicht so irritierend empfunden, jedoch gab es leider einige mehr davon, was irgendwann einfach zu viel wurde.

Allgemein ein gelungener Krimi, der für kurzweilige Unterhaltung und einige Schmunzler und Lacher sorgt. Möchte man also einen amüsanten Krimi, mit skurilen Charakteren und einigen verrückten Begebenheiten hören möchte, dem kann ich diesen Krimi auf jeden Fall empfehlen.


Fazit


Mittwoch, 30. Dezember 2015

Rezension ~ Die Seiten der Welt - Nachtland

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Seiten der Welt - Nachtland
Autor: Kai Meyer
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: FISCHER FJB
Ersterscheinung: 25. Juni 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841421660
ISBN-13: 978-3841421661
Genre: Fanatsy
Reihe: Die Seiten der Welt
Band: II


Über den Autor

Kai Meyer, 1969 in Lübeck geboren, ist als Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor tätig. Er gilt als ein Vertreter des magischen Realismus – in seinen Büchern verbinden sich historische Ereignisse und Personen mit Elementen aus dem Bereich der Sagen und Mythen. Nach seinem Abitur studierte er einige Semester Film, Theater und Philosophie, bevor er ein Volontariat bei einer Tageszeitung begann. Nach einigen Jahren als Journalist und Filmkritiker beschloss Meyer 1995, zukünftig als freier Autor tätig zu sein. Bereits 1993 hatte er mit „Der Kreuzworträtsel-Mörder“ seinen ersten Kriminalroman veröffentlicht, der auf einem Fall aus der ehemaligen DDR basierte. Ein Jahr später ließ er „Schweigenetz“ folgen. Mit „Geisterseher“, welches 1995 erschien, gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller. In den folgenden Jahren schrieb Meyer zahlreiche Romane, viele davon bilden ganze Serien. Beispiele hierfür sind etwa die „Doktor Faustus“-Triologie, „Die Nibelungen“, „Die Sieben Siegel“ sowie die Trilogien „Merle und die fließende Königin“, „Die Wellenläufer“, „Wolkenvolk“ und „Sturmkönige“. Zudem schrieb Kai Meyer Drehbücher und war als Co-Autor an der Kreation eines Fantasy-Rollenspiels beteiligt. Bis zum heutigen Tage hat Kai Meyer rund 50 Bücher veröffentlicht, welche in fast 30 Sprachen übersetzt wurden. Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt mehrere Millionen Exemplare. Im März 2012 erschien der dritte Band der Alchimistin-Saga, "Die Gebannte". Hintergrund: Einige Jahre nach "Die Alchimistin" und "Die Unsterbliche" beschlossen Kai Meyer und sein Verlag (Heyne), die beiden Bände neu aufzulegen. Dafür überarbeitete Kai Meyer die Werke und bekam dabei Lust auf einen dritten Band.


Inhaltsangabe/Klappentext

Das Abenteuer geht weiter: Das zweite Buch des Spiegel-Bestsellers DIE SEITEN DER WELT von Erfolgsautor Kai Meyer um die junge Bibliomantin Furia.
Die Reise ins Herz der Bücherwelt
Schon seit Wochen roch Furia nach Büchern: Sie war auf dem besten Weg, eine erstklassige Bibliomantin zu werden.
Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor.
Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und
Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert.
Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über
die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre
Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern
zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die
verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen
auf das größte Geheimnis der Bibliomantik.

Die Fortsetzung des Bestsellers ›Die Seiten der Welt‹



Rezension/Meinung

Nach dem ersten Band dieser Reihe, muss ich echt sagen, war ich noch davon überzeugt, dass es sich um einen reinen Einzelband handelt, denn iregndwie wirkte die Geschichte für mich so abgeschlossen. Von daher war ich durchaus überrascht, dass "Die Seiten der Welt" doch noch weiter geht, aber ich muss sagen, dass es durchaus eine gelungene Fortsetzung ist und ich mich schon auf den dritten Band der Reihe freue.

Was ich sehr auffällig fand, ist der Aspekt, dass diesmal mehrere Charaktere eine leichte Protagonistenrolle hatten. Nicht nur allein Furia hat in diesem Teil eine erzählende Rolle, es gibt auch viele Kapitel, die von Isis Nimmernis erzählt werden. Genau diese Kapitel, muss ich zugeben, finde ich auch extrem spannend, da Isis so ein gänzlich anderer Charakter ist, deutlich erfahrener oft wirkt, als viele der anderen und gleichzeitig so viele Aktionen startet, die nicht wirklich stimmig wirken zu ihrem restlichen Verhalten. Was ihre leichte Zwiegespaltenheit, die zwischen ihrer alten und neuen Existenz immer noch vorhanden ist. Wobei ich sagen muss, dass ich Isis einfach sehr gern mag. Ebenso sind ihre Abschnitte einfach extrem interessant, da hinter so vielen Dingen, die man dort erfährt noch einige Gehemnisse oder auch anderes steckt, die es einfach spannend machen. Ebenso ist es auffällig, dass Finnian in diesem Band eine deutlich kleinere Rolle spielt, als noch im ersten Teil, was ich persönlich aber nicht sonderlich schlimm finde, da ich mit Finnian immer noch nicht warm geworden bin. Anders, als mit anderen Charakteren, die ich deutlich sympathischer nach diesem Teil finde und denen man deutlich näher kommen konnte.

Ganz besonders spannend, finde ich in diesem Teil die Figur Pandora Himmel, die einfach genial ist, vor allen Dingen, da sie so viele Facetten hat und ich zwischendrin ehrlich neugierig war, was sich für Ideen hinter ihren Taten verbergen werden. Allgemein muss man aber sagen, dass dieser Band deutlich voller mit Charakteren und Ideen ist, als noch der erste und so ist er teilweise vielleicht ein bissche unübersichtlich, einem fehlt manchmal ein wenig der rote Faden der Haupthandlung und trotzdem muss ich sagen, dass ich den Band sehr mag.

Alles in allem auf jeden Fall eine würde Fortsetzung, bei der ich es in vielen Punkten sehr begrüßt habe, wie viele Charakter wichtiger oder unwichtiger in ihren Rollen wurden, ebenso, wie die genialen Ideen, die Kai Mayer teils hinter sehr einfachen Begriffen oder an diesen angelehnten versteckt. Ebenso, wie ich die Dinge, die sich hinter der Bibliomanthik verstecken, sehr genial finde, auch wenn ich ehrlich neugierig bin, was uns noch im dritten Band erwarten wird.


Fazit


Rezension ~ Hagen von Tronje

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Hagen von Tronje
Autor: Wolfgang Hohlbein
Taschenbuch: 509 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 1986
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453116542
ISBN-13: 978-3453116542
Genre: Fantasy



Über den Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte und damit den Durchbruch feierte, schrieb er mehr als 150 Romane. Teils schreibt er diese alleine, teils mit Unterstützung seiner Frau, seiner Tochter oder unter Pseudonymen. Er gilt als einer der produktivsten Autoren überhaupt. Mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Romanen aus den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction, Kinderbücher und historische Romane –  hat er sich eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Seine Werke verkauften sich über 40 Millionen Mal. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Düsseldorf.


Inhaltsangabe/Klappentext

Hagen von Tronje gilt als der einsame, finstere Verräter und Königsmörder, während Siegfried, der Drachentöter und Herrscher der Nibelungen, der strahlendste aller Helden ist. Im Spannungsfeld dieser beiden großen, schillernden Gestalten entwickelt sich das dramatische Geschehen des Nibelungenepos.


Rezension/Meinung

Eins der zwei Bücher Wolfgang Hohlbeins, die ich als Jugendliche schon gelesen hatte und dieses Jahr noch einmal wieder zur Hand genommen habe. im Gegnsatz jedoch zu dem anderen Werk Hohlbeins, muss ich bei diesem Buch sagen, dass mir die Geschichte, ebenso wie schon beim ersten Lesen, einfach gut gefallen hat.

Es liegt wohl zum einen daran, dass ich die Nibelungensage einfach sehr interessant finde und diese Adaption Hohlbeins, vor allen Dingen, da ich die Protagonistenrolle Hagen von Tronjes einfach genial finde, sehr mag. Auch, wenn vielleicht daher nicht alles vollkommen dicht am originalen Epos bleibt, ist es Hohlbein hier doch gelungen eine spannende und interessante Geschichte zu erzählen. Dabei finde ich es einfach klasse, dass die Rollen von Hagen und Siegfried hier durchaus ziemlich vertauscht sind, kommt einem Siegfried nicht wirklich als die Sagengestalt vor, die er im Original doch ist, sondern wirkt eher ein wenig naiv, arrogant und einfach nicht so wirklich sympathisch, sondern sehr auf sich und seine eigene Darstellung erpicht. Hagen, der in allen anderen Versionen eher einfach nur der böse Unsympath ist, wird hier zu einer Figur, die man einfach gern haben muss, da er sympathisch, einfühlsam, männlich, düster und so vieles anderes ist. Aber vor allen Dingen kommt man ihm deutlich näher, als in anderen Versionen und kann sein Handeln nachvollziehen.

Ansonsten wird in groben Zügen die bekannte Sage rund um Siegfried, Gunther, Brunhilde, Kriemhild, Hagen von Tronje und die Nibelungen erzählt, die viele schon in den unterschiedlichsten Ausführungen kennen werden. Alles nur aus einer leicht anderen Perspektive und mit wenigen kleinen Verschiebungen, da Hagens Rolle doch eine etwas andere ist. Dabei sind die Geschehnisse sehr spannend geschildert, ein wenig zusätzliche Mysthik mit eingestreut und Hagen fr mich ein genialer Protagonist, wobei ich insbesondere seine Beziehung zu Alberiech in diesem Roman sehr genial finde.

Ein Roman Hohlbeins, der mir nach wie vor richtig, richtig gut gefällt und den ich gern auch noch ein weiteres Mal lesen würde, da ich die Sage einfach super interessant umgesetzt finde und Hagen seit diesem Roman einer meiner Lieblingscharakere der Sage geworden ist.


Fazit

 

 

Challenge der Protagonisten - Monatsaufgabe Dezember... Ein Blick zurück!


 Die letzte Monatsaufgabe dieser Challenge! Wir sollen zurückblicken auf das letzte Lesejahr und ich muss ehrlich zugeben, es ist vieles nicht so ganz gelaufen, wie ich es eigentlich geplant hatte. Aufgrund eines Umzugs meiner Ponys im Sommer, bin ich zu dieser Zeit so wenig zum Lesen gekommen, dass ich bei mehreren Challenges in Verzug geraten bin und es jetzt noch versuche auf die letzten Meter zu schaffen. Es wird zwar knapp, aber ein bisschen besteht die Chance noch, dass ich es schaffen kann, wenn ich mich jetzt mit dem Lesen und Rezensieren ranhalte :D

Aber jetzt will ich mal auf die Bücher zurückblicken, die ich dieses Jahr gelesen habe. Bei einigen der Fragen wird es sicher etwas schwerer sie zu beantworten, aber mal gucken :D
  • Welches war dein liebster Held, dein Lieblingsprotagonist 2015?
Gleich die erste Frage zählt zu einer der komplizierteren :D Ich habe da doch so einige Lieblinge und es ist schwer sich wirklich für einen zu entscheiden. Als da ich Pfridolin schon in einem anderen Punkt nenne, will ich hier mal auf zwei weitere eingehen. Unter anderem Gonvalon aus der "Drachenelfen"-Reihe, was vor allen Dingen daran liegt, dass er mich einfach auch an Ollowein aus der "Elfen"-Reihe erinnert, da dieser seine Wiedergeburt ist und Ollowein einfach einer meiner Lieblingscharakter aller Zeiten bleiben wird. Ebenso mag ich Arthur Penhaligon aus der "Schlüssel zum Königreich"-Reihe extrem gern, weil er sich so treu bleibt die gesamte Reihe hindurch. Einfach menschlich bleiben will und nicht der typische Held ist.
  • Welches war deine liebste Heldin, deine Lieblingsprotagonistin 2015?
 Irgendwie mag ich ja oft die Protagonisten lieber, als die Protagonistinnen :D Von daher fällt mir diese Frage hier auch sehr schwer.
Uschi aus "Alleine war gestern" ist auf jeden Fall eine Protagonistin gewesen, die ich sehr gern mochte. Ebenso mag ich Furia aus "Die Seiten der Welt" sehr gern, auch wenn sie manchmal noch etwas kindisch sein kann. Ansonsten muss ich gestehen, zählten die Bücher rein mit Protagonistin eher zu denen, die ich nicht so sonderlich positiv in Erinnerung habe. Außer ich nenne die Protagonistin später noch bei den Paaren :D.
  • In welchen Charakter hast du dich in diesem Jahr sofort verliebt?
 Hm, wie interpretiere ich diese Frage denn mal, ich nehme sie mal als "Welchen Charakter ich von anfang an einfach nur richtig super fand" und nicht ganz wörtlich, denn so richtig verlieben, dass passiert mir mit Charakteren aus Bücher eher nicht :D
Billi aus "Schnucken gucken" war mir auf jeden Fall sofort sympathisch mit ihrer doch eher etwas individuellen und konfusen Art. Ebenso auch, wie viele andere Charaktere, die ich hier in anderen Punkten nenne. Aber da ich nicht alle doppelt erwähnen will, denke ich mal, dass es ausreichen dürfte, wenn ich sie heir nicht nocheinmal erwähne.
  • Mit wem aus der Buchwelt könntest du Pferde stehlen?
Eine der einfachen Fragen, denn Pferde stehlen könnte man sicher sehr super mit Pfridolin Pferd aus "Tod im Misthaufen". Das natürlich aus mehreren Gründen, zum einen ist er als fast Hengst ein ziemlicher Draufgänger, was ich mir zum Pferde stehlen durchaus als gute Eigenschaft vorstellen kann, denn mit so jemanden kann man sicher mächtig viel Spaß haben. Zum anderen kann man diesen Ausdruck hier aber auch noch sehr wörtlich nehmen, schließlich ist Pfridolin ja auch ein Pferd ;o)
  • Welches war dein liebstes Paar?
 Das ist auch wieder eine Frage, die ich noch relativ einfach beantworten kann, auch wenn mir da mehrere Paare einfallen würden :D Das erste jedoch, was mir sofort in den Kopf springt, sind Lena und Ben aus "Hummeln im Herzen". Die beiden haben einfach so gut zusammen gepasst und brauchten aber so unendlich lange und einen sehr amüsanten Taxifahrer, um das wirklich auch zu verstehen :D
  • Mit welchem Paar konntest du dich so gar nicht anfreunden? 
Mit Alberta und Hannes aus "Als der Himmel uns gehörte". Bei den beiden hatte ich einfach den Großteil der Zeit das Gefühl, dass sie nicht wirklich zusammen passen. Daher konnte ich mich mit ihnen als Paar auch nicht so wirklich anfreunden, ich wollte immer, dass Alberta endlich merkt, dass sie da den falschen ausgesucht hat.
  • Wer war dein liebster Nebencharakter?
Das ist auch wieder eine der fieseren Fragen, da ich mich hier gar nicht entscheiden kann. Wen ich irre gern mag, ist Susi Türkisblau aus der "Schlüssel zum Königreich"-Reihe, aber auch Volodi aus der "Drachenelfen"-Reihe ist klasse, auch wenn man den da nicht wirklich als Nebencharakter bezeichnen kann, nur die Reihe hat so viele Protagonisten :D da nenne ich ihn hier einfach mal mit, ansonsten kann man ihn auch oben hinzufügen.
Wer auch einfach nur super ist, der Taxifahre Knut aus "Hummeln im Herzen", den guten Mann habe ich auch sehr ins Herz geschlossen!
  • Wen kürst du zum fiesesten Antagonisten 2015?
Das ist auch ganz einfach. Bei dieser Frage gewinnt bei mir ganz klar Lucien Folter aus "Die stille Bestie". Einen so genialen Antagonisten, den man zunächst nicht klar durchschaut, der auf so eine perfide Weise mit den Menschen spielt, wie es Folter schafft, ist einfach nicht so oft zu finden und war auch einfach ein super Gegenpart zu Robert Hunter!
  • Wem würdest du gerne einmal gehörig deine Meinung sagen?
Einem Charakter mal wirklich meine Meinung sagen, klingt gut. Vor allem würde ich das gerne bei so einigen aus der "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe. Dort gibt es ja einige Charaktere, die ziemlich verblendet sind. Bei den Büchern von Petra Hülsmann hätte ich da auch sofort die beiden Protagonistinnen, denen ich gern mal sagen würde, dass sie doch einfach mal die Augen aufmachen solllen :D Und Dame Primus auf "Die Schlüssel zum Königreich" gehört auch zu denen, der ich gern mal gehörig die Meinung sagen würde, weil ihre Allüren sind häufig kaum zu ertragen! Wenn ich noch länger nachdenken würde, käme ich bei diesem Punkt sicher noch auf so einige Charaktere, aber ich will es mal bei dieser kleinen Auswahl belassen!


Ja, es ist schon gar nicht so leicht so ein Rückblick, vor allen Dingen, wenn man dann doch mal merkt, wie viel man zu lesen geschafft hat, auch wenn man eine Zeit kaum ein Buch zur Hand genommen hat, weil einfach so viel anderes anlag, um das man sich kümmern musste.

Alles in allem bin ich aber relativ zufrieden mit meinem Lesejahr, denn es waren einige sehr gute Bücher dabei, natürlich, wie immer, wenn man queer Beet liest, auch einige Nieten, aber so ist das nun einmal. Jetzt drücke ich mir auf jeden Fall noch selbst die Daumen und schlage mit die Nacht noch um die Ohren, damit ich es vielleicht noch schaffe auch bei meiner anderen Challenge das Ziel, wenigstens zu einem Teil, zu erreichen!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Rezension ~ Das ferne Echo der Zeit

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das ferne Echo der Zeit
Autor: Pamela Hartshorne
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 17. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479312
ISBN-13: 978-3442479313
Originaltitel: Time's Echo
Genre: Historischer Roman / Belletristik



Über die Autorin

Pamela Hartshorne hat als Redaktionsassistentin für den Observer gearbeitet, als Köchin auf einer Farm im australischen Outback und als Produktionsassistentin des Open Air Theatre in Regent's Park. Um ihre Promotion im Bereich Mediävistik zu finanzieren, wandte sie sich schließlich dem Schreiben zu. In den vergangenen fünfzehn Jahren gelang es Pamela Hartshorne, ihre historischen Forschungen mit einer Karriere als Schriftstellerin zu kombinieren, und sie wurde bereits mit zwei der renommiertesten Preise im Genre der romantischen Unterhaltung ausgezeichnet: dem RITA®, der Romance Writers of America sowie dem begehrten Romance Prize, der von der britischen Romantic Novelists' Association verliehen wird. Die Autorin lebt im englischen York. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein fesselnder Roman, der das Schicksal zweier Frauen über die Jahrhunderte hinweg verbindet York 1577: Die junge Hawise Aske lächelt einem Fremden auf dem Marktplatz zu. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt. Denn der Mann wird sie nicht mehr vergessen, und eine Geschichte von Liebe, unversöhnlichem Hass, brennendem Begehren und tödlicher Eifersucht nimmt ihren Lauf. Viereinhalb Jahrhunderte später verschlägt es die Weltenbummlerin Grace Trewe ins englische York, wo sie den Hausstand ihrer verstorbenen Patentante auflösen soll. Doch irgendetwas scheint sie dort festzuhalten. In seltsamen Träumen taucht sie ab in die elisabethanische Zeit und das Leben von Hawise.


Rezension/Meinung

Trotzdem ich diesen Roman ehrlich gelungen finde, hatte ich extreme Probleme beim Lesen. Gefühlt, bin ich einfach nicht voran gekommen und konnte nicht einmal sagen, woran es liegt, denn es war nicht so, dass ich das Buch schlecht oder langweilig fand. Ganz im Gegenteil, es hat sogar eine sehr gelungene Geschichte erzählt.

Vor allen Dingen hat mir die Mischung in diesem Buch zwischen phantastischen Elementen und dem Realen sehr gefallen. Es war einfach so ineinander verpackt und verschachtelt, dass es gut gepasst hat und nicht zu übertrieben oder gekünstelt wirkte. Insbesondere die Sprüngen zwischen Grace und dem, was sie als Hawise in deren Zeit erlebt, sind einfach genial gemacht. Wie sich langsam die eine Zeit mit der anderen überblendet, finde ich toll beschrieben und vor allen Dingen auch als Idee richtig super. In manchen Augenblicken war man auch zunächst ebenso verwirrt, wie es Grace sicher war, wenn man in die Zeit von Hawise abgedriftet ist.

Dabei muss ich gestehen, finde ich die Erzählung rund um Hawise doch noch ein wenig spannender, als die Dinge, die Grace in ihrer Zeit erlebt, wenn sie nicht gerade Hawise Geschichte folgen muss. Allein weil auch die Charaktere sehr toll beschrieben sind, wie die Witwe Dent, die sicherlich eine weise, alte Kräuterfrau war und damit aber sehr gut in das Bild der Hexe passte und einfach viel Raum für Angriffe gegen sie bot. Wohl auch, weil sie eine sehr starke und selbstbewusste Frau ist. Hawise hingegen ist sehr naiv zu Beginn, man merkt aber, wie die Zeit und ihre Erlebnisse sie verändern. Eine Entwicklung, die sehr passend ist, auch wenn sie lange nicht vollständig ist, da sie sich doch aus einigen Richtungen noch etwas diktieren lässt. Ganz besonders das personifizierte Böse in Gestalt von Francis macht es ihr da aber auch nicht gerade leicht.

Spannend ist auch, wie Grace mit diesen Erlebnissen umgeht und was ihre Umwelt daher von ihr denkt. Vor allem auch, da es auch dort so viele unterschiedliche Charaktere gibt, die einen, deutlich mehr in der Realität verhaftet, die anderen, jedoch dem Übersinnlichen durchaus zugeneigt.

Ein spannender historisch-phantastischer Roman, der auch viele Elemente enthält, die sehr mystisch, spannend, unheimlich etc. sind und der wirklich gut erzählt ist. Von daher verstehe ich immer noch nicht, warum ich beim lesen so langsam war.


Fazit


Dienstag, 29. Dezember 2015

Rezension ~ Das Siegel

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Siegel
Autor: Wolfgang Hohlbein
Broschiert: 383 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 1987
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453135814
ISBN-13: 978-3453135819
Genre: Historischer Fantasyroman



Über den Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte und damit den Durchbruch feierte, schrieb er mehr als 150 Romane. Teils schreibt er diese alleine, teils mit Unterstützung seiner Frau, seiner Tochter oder unter Pseudonymen. Er gilt als einer der produktivsten Autoren überhaupt. Mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Romanen aus den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction, Kinderbücher und historische Romane – hat er sich eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Seine Werke verkauften sich über 40 Millionen Mal. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Düsseldorf.


Inhaltsangabe/Klappentext

Am frühen Morgen landet ein Schiff im Hafen von Alexandria. Unter den Gefangenen ist der junge Ulrich von Wolfenstein, der als Kreuzfahrer ins Heilige Land ziehen wollte und es nun als Sklave betritt. Er wird zum Mittelpunkt einer Intrige der Tempelritter und Sarazenen, das Schicksal Jerusalems liegt in seiner Hand.


Rezension/Meinung

Das Buch habe ich zum ersten Mal vor Jahren gelesen. Erinnere ich mich an meine Empfindungen von damals, muss ich gestehen, dass ich das Buch damals zwar nicht als eins der besten Hohlbeins empfand, jedoch durchaus mochte.

Jetzt mit einigem Abstand zu meinem jugendlichen Ich, kann deutlich sagen, dass das Buch durchauslesbar, aber nicht wirklich gut ist. Vieles geschieht einfach zu schnell, bei einigem gibt es einfach zu wenig Informationen. Allgemein ist es einfach alles zu schnell erzählt, trotzdem die Geschichte fast vierhundert Seiten einnimmt. Vor allen Dingen ist es einfach so, dass mir, trotzdem man bei Büchern Hohlbeins mit phantastischen Elementen rechnen muss, in diesem Fall hier dieser Aspekt ein bisschen zu viel. Es will einfach nicht so recht zum Rest der Geschichte passen. Allgemein hätte man einfach Vieles viel besser mit normalen Erklärungen, ohne Übersinnliches, erklären können. Vor allen Dingen die Beschreibungen vom Alten vom Berge ect., waren für mich einfach etwas zu viel. Auch, welche Widerstandskraft Ulrich haben soll, wo alle anderen von ihm beeinflusst werden.

Jedoch lässt sich das Buch durchaus gut lesen und es ist auch nicht so, dass man es als vollkommen langweilig bezeichnen kann, es gab nur einfach einige Stellen, an denen ich mich durchaus gefragt habe, warum so viele Wiederholungen jetzt sein müssen, unter anderem als immer wieder darauf herumgeritten wurde, dass Ulrich sich aufgrund der Reise durch die Wüste ausgetrocknet fühlt. Einen Satz in diese Richtung, jeden zweiten Satz lesen zu müssen, war doch ein wenig anstrengend.

Von daher ist es leider so, dass ein geschichtlich eigentlich sehr interssanter Konflikt hier ein bisschen zu sehr in die Fantasy-Richtung gezogen und dabei auch noch so eingebettet wird, dass es nicht wirklich stimmig für mich sein wollte, auch wenn Hohlbein durchaus auch hier, wie in vielen Seiner Werke sein Talent zum Erzählen beweist, wenn auch nicht wirklich ausschöpfen kann und mir einiges nicht so wirklich gefallen mochte.

Auch Ulrich ist ein Charakter, mit dem ich nur bedingt warm werden konnte. Vielleicht auch, weil manches so abgehackt berichtet wird, dass er einfach zu viel zu schnell lernt. Zu viel zu schnell kann, obwohl eigentlich doch mehr Zeit vergeht, was einem beim Lesen aber nicht so richtig bewusst wird. Oder er ist doch ein Wunderknabe und ich hatte mit meiner Empfindung recht.

Alles in allem kein ganz schlechtes Buch, aber auch nicht wirklich gut, sondern manchmal etwas anstrengend, aber durchaus lesbar.


Fazit