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Samstag, 30. April 2016

Rezension ~ Blaubeermorde

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Blaubeermorde
Autor: Mareike Marlow
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516993
ISBN-13: 978-3426516997
Genre: Krimi



Über die Autorin

Geboren 1974, wuchs Mareike Marlow in einer Stadt im Grünen auf. Ihre ersten Geschichten erfand sie, als sie mit ihrem Hund, im Urstromtal der Isar, auf Abenteuersuche ging. In Berlin verbrachte sie ihre Studentenzeit, genoss zwar die Annehmlichkeiten der niemals schlafenden Großstadt, doch tief im Herzen wuchs die Sehnsucht nach Landluft. Nach 12 Jahren aufregendem Metropoleleben zog sie mit ihrem Mann in ein wunderbares niedersächsisches Dörfchen. Dort widmet sie sich ihrem Garten, stromert mit ihren Kindern durch die Natur und findet dadurch immer wieder neue Ideen für ihre Bücher.


Inhaltsangabe/Klappentext

Tessa, 32, träumt vom Leben auf dem Land, mit Rüschchen-Schick und Obstkuchen. Jana, 63, lebt auf dem Land, mit Gummistiefeln und Misthaufen. Eigentlich haben die beiden nichts gemeinsam. Bis auf die Tatsache, dass sie Halbschwestern sind – und das Haus am See, das sie zusammen geerbt haben. Ach ja, und natürlich die Leiche in ebenjenem See ... Mit norddeutscher Gelassenheit und Berliner Elan machen die ungleichen Schwestern sich an die Lösung ihres ersten Mordfalls.


Rezension/Meinung

»Blaubeermorde« stellt für mich eine sehr besondere Art des RegionalKrimis dar, denn nicht ein typische Polizist vom Lande hat hier die Hauptrolle inne, sondern zwei Schwestern, die sowohl vom Alter, als auch Charakter und allem anderen, unterschiedlicher nicht sein könnten. Allein schon diese zwei unterschiedlichen Frauen machen den Krimi sehr interessant, denn ihre Schlagabtäusche etc. sind einfach nur klasse. Vor allem auch, wie viel unterschwelligen Humor man dadurch in vielen Szenen finden kann, ist einfach nur klasse.

Zum einen die noch relative junge Tessa aus Berlin, die unbekannter Weise das Haus ihres Vaters zusammen mit ihrer Schwester geerbt hat. Zum anderen Jana, die deutlich ältere der Schwestern, schon kurz vor der Rente stehend und immer auf dem Land in der Nähe ihres Vaters lebend. Der Altersunterschied und die vollkommen unterschiedlichen Situationen, aus denen die Frauen kommen, sind einfach klasse mit in ihren Charakter, ihre Persönlichkeit, eingewoben. Tessa ist eher der flippige Typ, hat Probleme damit, dass es zu ruhig um sie wird und echte Dunkelheit hat sie auch noch nicht erlebt. Jana hingegen lebt die Traditionen bei ihr auf dem Land, es wird typisch norddeutsch Tee getrunken und zudem ist sie deutlich ruhiger und abgeklärter. So unterschiedlich die beiden jedoch auch sind, ich habe sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Vor allen Dingen mochte ich auch den ermittelnden Dorfpolizisten sehr gern, da er mit seiner kleinen Marotte ständig Dinge zu backen einfach eine sehr sympathische Angewohnheit hatte, die ihn zwar nicht zum grandiosen Polizisten, aber zu einem sehr interessanten Charakter machte. Es gibt jedoch auch Charaktere in diesem Buch, die mich teils zur Verzweiflung getrieben haben. Aber gerade diese Würze an Charakteren macht dieses Buch schon sehr lesenswert.

Und das ist nicht alles, denn der Fall, dem die beiden Frauen hinterher sind und bei dem man merkt, wie interessant es ist, dass sie so unterschiedlich an die Dinge herangehen, sich teils auch ergänzen ist einfach sehr spannend und teilweise auch ziemlich undurchsichtig. Auch wenn ich ab einem gewissen Punkt einen verdacht hatte, obwohl ich etwas brauchte, um das Motiv wirklich greifen zu können.

Es handelt sich auf jeden Fall um einen, lockeren, lustigen, aber auch spannenden Krimi, der einfach Spaß macht. Und als kleines Gimmik enthält das Buch zudem noch ein paar Backrezepte, bei denen mir durchaus das Wasser schon beim Lesen im Mund zusammenläuft.


Fazit


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