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Freitag, 22. April 2016

Rezension ~ Der Ritter der Könige

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Ritter der Könige
Autor: Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 15. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442483727
ISBN-13: 978-3442483723
Genre: Historischer Roman
Reihe: Wales
Band: III

 

Über die Autorin

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark. Sie schreibt Fantasy für Jugendliche und Erwachsene, sowie historische Romane. Ihre Bücher erscheinen bei Aufbau, Baumhaus, Carlsen Impress und Goldmann. Sabrina Qunaj lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.


Inhaltsangabe/Klappentext

Könige fordern seine bedingungslose Treue, doch er dient allein der Gerechtigkeit.

Wales im 12. Jahrhundert: Der junge Maurice de Prendergast wird im Haushalt des Constable of Pembroke, Haupt der einflussreichen Geraldine-Sippe, zum Ritter ausgebildet. Nicht nur seine Verlobung mit einer Tochter der Familie, sondern auch die enge Freundschaft zu Richard de Clare, dem Sohn des mächtigen Earl of Pembroke, verschafft ihm bald erbitterte Feinde. Maurice geht aber als Ritter seinen Weg, macht sich an Richards Seite im englischen Bürgerkrieg verdient und spielt eine entscheidende Rolle bei der Eroberung Irlands. Doch als man eine junge Frau aus seiner Vergangenheit in den Krieg hineinzieht, wird seine Loyalität auf eine harte Probe gestellt ...


Rezension/Meinung

Der dritte Band der Reihe um den Krieg in und um Wales und der erste, bei dem es weniger um Wales direkt geht und zudem es einen Protagonisten und keine Protagonistin gibt. Es ist fast ein bisschen gewöhnungsbedürftig, dass man sich jetzt darauf einstellen muss, dass der handelnde Charakter keine Frau und vor allen Dingen auch keine Walisierin ist, denn Maurice de Prendergast gehört als Flame zu den Eindringlingen in Wales, die mit und nach den Normannen in das Land kamen.

Wie auch in den beiden Vorgängern behandelt dieser Band wieder eine sehr lange Zeitperiode. Sodass man Maurice von sehr jungen Jahren an begleitet, sieht, wie aus einem Kind ein Mann wird, der immer für seine Ehre einsteht und sich treu bleibt, durch alle Widrigkeiten hinweg. Vor allen Dingen erklären sich dadurch auch viele Freund- und Feindschaften, die sich durch die Jahrzehnte ziehen und es ist immer wieder erstaunlich, wie man die Dinge so aufbauen kann, dass eine Kleinigkeit aus der Jugend oder ähnliches einem Charakter so ewig nachhängen kann, wie es bei Maurice der Fall ist. Insgesamt ist es bei ihm vielleicht fast in ein paar zu vielen Fällen so, dass Begebenheiten aus einer sehr frühen Kindheitsperiode sein weiteres Leben so stark prägen, eine Bekanntschaft, eine Freundschaft, ein Versprechen und eine Feindschaft. Alle diese Dingen finden sich früh in seinem Leben ein und beeinflussen die gesamte Geschichte vom Beginn bis zum Ende.

Jedoch muss ich auch sagen, ich liebe den Schreibstil von Sabrina Qunaj, zumal sie es immer wieder schafft, dass die echten, historischen Elemente der Geschichte einfach super mit den ausgedachten verbunden sind, so dass man häufig eine kleine Hilfe des Dramatis Personae braucht, um wirklich erkennen zu können, um es sich bei einem Charakter um eine reale historische Person handelt. Im Allgemeinen finde ich es immer sehr gut, wenn ein Charakter sich merklich im Lauf einer Geschichte wandelt und entwickelt und teils auch sichtbar verändert, hier jedoch bleibt sich Maurice extrem treu und Wandlungen sind eher unterschwellig und kaum merkbar, trotzdem mag ich es genau so, wie es ist.

Besonders gefallen haben mir diesmal die Ausflüge nach Irland, denn von Wales hatte man zum einen schon so viel gelesen und zum anderen schien es mir gar nicht mehr so wichtig, wie noch in den anderen Bänden. Irland war dabei mal wieder etwas Neues und damit auch spannender, vor allem, da man dort wieder auf eine so ganz andere Kultur traf.

Für mich eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe, bei der ich es letztendlich auch nicht schlimm fand, dass man deutlich weniger von den Walisern erfahren hat, sondern jetzt einmal alles aus einer leicht anderen Perspektive beobachten durfte.


Fazit

 

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