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Dienstag, 19. April 2016

Rezension ~ Diabolisches Spiel

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Diabolisches Spiel
Autor: Petra K. Gungl
Broschiert: 509 Seiten
Verlag: Gmeiner-Verlag
Ersterscheinung: 3. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839218101
ISBN-13: 978-3839218105
Genre: Mystische Belletristik/Krimi
Vorgängerband: Diabolische List



Über die Autorin

Petra K. Gungl ist gebürtige Wienerin mit einer leidenschaftlichen Liebe zu Tee und England. Beruflich setzte sich die Juristerei gegen Kunst & Germanistik durch. Die promovierte Juristin arbeitete mehrere Jahre im medizinischen Bereich.
Von Jugend an dem Verfassen von Texten verfallen, schrieb Gungl während einer beruflichen Auszeit ihren ersten Roman und gleich darauf den nächsten und nächsten., weil ein Leben ohne Plotten und Dichten für sie einfach undenkbar ist.
Nach Familie und Schreiben bestimmt Wushu den Lebensstil der Autorin: Ihr Training im Shaolin-Tempel Austria besteht aus Kung-Fu, Taijiquan, Qigong und Meditation - und jeder Menge Muskelkater! 


Inhaltsangabe/Klappentext

In ihrem früheren Leben als Heilerin von Stonehenge nahm ER Agnes alles: Liebe, Freundschaft und das nackte Leben.
Diesmal soll es anders enden, schwört sie.
Denn im heutigen London trifft sie wieder auf IHN. Wiedergeboren als Chef eines Pharmaunternehmens, verantwortlich für einen tragischen Medikamententest und mysteriöse Todesfälle im Dunstkreis seiner Person. Von seiner Schuld ist Agnes überzeugt. Also setzt sie alles auf eine Karte, um ihn zu überführen. Koste es, was es wolle.


Rezension/Meinung

Auch, wenn man es, mit ein bisschen mehr Phantasie, als ich sie wohl im Bezug auf das Cover hatte, hätte erraten können, war ich doch überrascht, mit wie vielen, doch eher esoterischen Elementen dieses Buch aufwartet, hätte ich doch eher an eine einfach spannende Geschichte mit einem kleinen Bezug zu solchen Elementen gerechnet.

Mir selbst fiel es daher ein wenig schwer mich wirklich mit der Protagonistin Agnes zu identifizieren. Zumindest mit ihr in der Gegenwart, denn dort passten, auch wenn Spirituelles auch immer mehr in den Fokus gerät, einfach manche Dinge nicht so gut hin. Unter anderem wird immer wieder erwähnt, wie sie sich erdet oder Energien durch sich strömen lässt, kleinere und größere Visionen hat, gewisse Dinge auspendelt etc. Mir persönlich war es ein bisschen zu viel, auch wenn es, wenn man solche Aspekte mag, wirklich sehr gut in die restliche Geschichte eingearbeitet ist und sie nicht vollkommen unstimmig werden lässt, auch wenn es mich ab und an ein wenig aus dem Lesefluss geworfen hat. Anders ging es mit mit Agnes in ihrer zweiten Protagonistenrolle Violet, die eine Inkarnation von ihr in der Vergangenheit ist, da ich solche eher von Esoterik geprägten Verhaltensweisen in der Zeit Violets irgendwie stimmiger und harmonischer finde. Auch wenn es eine Szene gibt, bei der mir die Dinge dann doch etwas zu schnell gingen, auch wenn irgendwelche überirdischen Kräfte da am Wirken gewesen sind.

Ich hatte daher ein wenig Probleme mich wirklich mit Agnes als Protagonistin anzufreunden, aber trotzdem lies sich das Buch gut lesen, auch wenn ich über Agnes und ihre Reaktionen und Aktionen doch häufig den Kopf schütteln musste.

Der Kriminalfall rund um das Mittel »Ulysses« ist jedoch durchaus spannend, auch wenn man leider einige Dinge vorweg weiß, da sie einem als Leser einfach verraten werden und dann viele Aspekte einfach schon so klar sind, dass man dort nicht mehr viel rätseln muss. Allerdings wartet zum Ende hin noch eine Szene auf einen, die mich dann mit den anderen, eher von mir persönlich nicht so gern gemochten  Aspekten des Buches versöhnt hat, da eine Ermittlungsszene geschaffen wurde, die mich sehr an alte Krimis erinnert hat, was ich richtig genial fand.

Ein Buch, das einen sicher vor allem dann vollkommen in seinen Bann ziehen kann, wenn man selbst ein bisschen stärker an Esoterischem und Spirituellem interessiert ist.


Fazit


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