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Mittwoch, 13. April 2016

Rezension ~ Es muss wohl an dir liegen

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Es muss wohl an dir liegen
Autor: Mhairi McFarlane
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426517957
ISBN-13: 978-3426517956
Originaltitel: It's Not Me It's You
Genre: Belletristik


Über die Autorin

Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk - Afrika - Milton Keynes - Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Bereits ihr erster Roman "Wir in drei Worten" gelang der Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste. Mit ihrem zweiten Roman "Vielleicht mag ich dich morgen" eroberte sie dann die Herzen der Leser im Sturm und kletterte bis auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nach "Wir in drei Worten" und "Vielleicht mag ich dich morgen" kommt endlich der neue Liebes-Roman der Spiegel-Bestsellerautorin Mhairi McFarlane - romantisch, witzig und unterhaltsam.

Wie viele Schmetterlinge passen in einen Bauch?

Mit ihren tizianroten Haaren und ihren Kurven ist Delia vielleicht nicht ganz der Model-Typ, aber dass Paul sie nach zehn Jahren gemeinsamen Glücks mit einer Studentin betrügt, trifft sie ziemlich unvorbereitet. Am Anfang glaubt sie, alles sei ihre Schuld. Doch dann erkennt Delia, dass die zerplatzten Seifenblasen von gestern die Chance auf das Glück von morgen bedeuten: Denn nun kann sie selbst entscheiden, wie sie die bunten Puzzleteile ihres Lebens neu zusammensetzt. Kurzerhand zieht sie zu ihrer besten Freundin Emma nach London und sucht sich einen neuen Job. Alles könnte gut werden. Wäre da nicht Adam, ein Skandalreporter und der härteste Konkurrent ihres neuen Arbeitgebers - denn er bringt die Schmetterlinge in Delias Bauch plötzlich kräftig in Wallung. Und zu allem Übel setzt Paul wieder alle Hebel in Bewegung, um Delia zurückzugewinnen.

»Originell, scharfsinnig und witzig - ein moderner Liebesroman in höchster Vollendung.« Heat
»Unterhaltsam und einfach nur entzückend.« OK!


Rezension/Meinung

Der dritte Roman der Autorin Mhairi McFarlane und ich muss gestehen, es ist der für mich bisher am wenigsten amüsante. Es ist eher so, dass er ein wenig vor sich hin plätschert, seine Längen hat und auch die Protagonistin ist nicht so direkt mein Fall. Delia ist mir teilweise einfach viel zu naiv, bzw. auch impulsiv. Mir fiel es ehrlich sehr schwer eine Bindung zu ihr aufzubauen, da ich viele ihrer Entscheidungen, vor allen Dingen bezüglich Paul, nachdem sie ihn zu Begin des Buches verlassen hat, nicht nachvollziehen konnte.

Delia kam mir als Person einfach blass vor, hatte keine richtige Substanz, sich meist einfach dem gefügt, was gerade so passierte. Vor allem gegenüber ihres Chefs Kurt, der mir extrem unsympathisch war, konnte ich das ja noch irgendwie verstehen, denn wer steht schon gern so ganz ohne Job da, egal, wie schlecht dieser ist, auch wenn ich mich immer etwas gewundert habe, warum sich Delia nie etwas in dem Beriche gesucht hatte, auch schon vorher, in dem sie ihre Ausbildung hatte. Einziger interessanter Aspekt an Delia war für mich ehrlich, dass sie Comics zeichnet, das aber mal wieder nur im Verborgenen, da es ihr irgendwie wohl auch etwas peinlich ist. Mir persönlich haben die Comics, denn ein paar Seiten enthält das Buch von diesen, nicht sonderlich gefallen von ihrer Optik und ihrem Inhalt her, aber die Idee selbst, das Buch mit diesen aufzupeppen und zudem Delias Gedankengängen und wie sie diese verarbeitet, mehr Tiefe zu geben, finde ich sehr gut.

Meine liebsten Charaktere waren in diesem Band der Reihe irgendwie zwei der Nebencharaktere, wobei man den einen schon fast nicht richtig zählen dürfte, da es sich bei ihm um den Hund Parsnip handelt, den Delia und Paul sich angeschafft hatten. Allein die Beschreibung des kleinen Kerlchens fand ich irgendwie niedlich, zumal er für einen der wenigen wirklich richtig emotionalen Momente im gesamten Buch sorgt. Der zweite Charakter, welcher mir sehr gut gefallen hat, ist Peschwari Naan, den Delia unbedingt identifizieren soll, da er ungewollte Kommentare zu Internetbeiträgen von ihrem ersten Arbeitgeber veröffentlich und mit dem sich zwischen ihm und Delia noch einige Wortschlachten und ein sehr reger Kontakt entwickeln. Wobei ich auch in diesen Auseinandersetzungen oft Delias Kommentare nicht ganz greifen konnte, mir der Humor irgendwie etwas verschlossen blieb.

Vor allem gegen Ende wurde mir das Buch dann ein wenig zu absurd, was so alles passiert, wie Delia wieder reagiert, etc. Es war einfach ein wenig zu viel des Guten. Aber alles in allem ist es ein Buch, das sich gut und locker weglesen lässt, auch wenn es leider nicht ganz an die anderen beiden Teile heran kommt.


Fazit


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