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Samstag, 23. April 2016

Rezension ~ Holmes und ich - Die Morde von Sherringford

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Holmes und ich - Die Morde von Sherringford
Autor: Brittany Cavallaro
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Ersterscheinung: 19. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423761369
ISBN-13: 978-3423761369
Empfohlenes Lesealter: 14 - 16
Originaltitel: A Study in Charlotte
Genre: Jugendbuch / Krimi


Über die Autorin

 Brittany Cavallaro studierte zunächst am Middlebury-College in Vermont und dann an der University of Wisconsin/Madison Creative Writing und bereitet dort derzeit ihre Promotion vor. Sie ist Chefredakteurin mehrerer Universitäts-Zeitschriften, konnte dank diverser Stipendien ihr Schreibtalent ausbauen und veröffentlichte im Januar 2015 einen ersten Band mit Gedichten. Seit ihrer Kindheit ist Brittany Cavallaro ein riesengroßer „Sherlock“-Fan - so kam ihr die Idee zu „Holmes und ich“, ihrem ersten Jugendbuchprojekt.


Inhaltsangabe/Klappentext

So hast du Holmes und Watson noch nie erlebt!

Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:
1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.
2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.
3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.
Doch dann wird Jamie von seinem Zimmergenossen zu einer Party mitgeschleift, auf der er Charlotte begegnet und sofort von ihr fasziniert ist. Kurz darauf geschieht ein Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes! Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen.

Rezension/Meinung

Ich liebe die Geschichten über Sherlock Holmes und Dr. Watson. Die Idee, dass die Thematik um die beiden in einem Jugendbuch aufgearbeitet wird, in dem Nachfahren der beiden die Hauptrollen spielen, fand ich schon ziemlich genial von der Idee her. Vor allen Dingen, da beide Protagonisten auch teils typische Eigenheiten ihrer berühmten Vorfahren aufweisen.

Charlotte Holmes, eine weibliche Nachfahrin des großen Meisters, ist sowohl drogenabhängig, wie auch nicht wirklich sozial kompatibel, da sie alles, was sie erfährt erstmal deduziert. Zudem führt sie seltsame Experimente in ihrem privaten Labor im Internat Sherringford durch, spielt virtuos Geige und hat auch ein gewisses Maß an krimineller Energie in sich.

James Watson, der von vielen nur Jamie genannt wird, möchte seinem Vorfahren vor allen Dingen in dem Punkt nacheifern, dass er sein schriftstellerisches Erbe weitertragen will, da er ihn genau darum bewundert. Ebenso drängt es ihn danach Abenteuer im Stil der Geschichte rund um Sherlock Holmes zu erleben. Am liebsten natürlich mit dessen Nachfahrin Charlotte, auch, als er diese noch gar nicht kennt. Jamie ist dabei der deutlich normalere Part in diesem Pärchen und ich muss erhlich sagen, dass ich manche seiner Gedankengänge und Idee fast schon niedlich fand.

Insgesamt macht der Krimi aber auf jeden Fall verdammt viel Spaß, nicht nur, weil Charlotte und Jamie auch als Verdächtige dastehen und sich dann selbst daran machen, herauszufinden, wer hinter der Tat steckt, sondern vor allen Dingen, da die Diskussionen zwischen ihnen einfach nur genial sind, es gleichzeitig spannend, interessant und lustig ist, mitzuerleben, auf welche Ideen sie teils kommen, wie sie ermitteln, wie der Umgang zwischen ihnen stattfinde, etc. Dabei bleibt vieles sehr logisch, manches ist durchaus ziemlich absurd bzw abgehoben, aber es ist trotzdem so, dass der Fall nicht vollkommen unlogisch ist. Obwohl ich das Ende sehr obskur fand, denn vor allem, was so um die Familien von Charlotte und Jamie herumgesponnen wird in diesem Buch, ist teilweise sehr mysteriös und auch ein bisschen sehr verrückt.

Trotzdem ist es ein Buch das Spaß macht und ich finde die Idee, wie die Thematik rund um die beiden von mir sehr geschätzen literatischen Charaktere hier aufgearbeitet ist, wirklich gelungen, da es nicht versucht das Original nachzuahmen, sondern sich teils daran orientiert und sich manches Mal auch ein wenig darüber amüsiert.


Fazit

 

Kommentare:

  1. Ave,
    ach Mensch, ich darf nicht länger auf deinem Blog verweilen - hier entdecke ich gerade viel zu viele potenziell interessant klingende Bücher. ^^'

    Wobei man sich bei diesem hier ja schon darüber streiten könnte, ob es realistisch ist, dass Sherlock Holmes tatsächlich Nachfahren gezeugt hat. Schließlich wirkt er doch oftmals sehr asexuell. ;)

    In dem Klappentext wird ja etwas von Verliebtheit gesagt, findet man dafür viele Anhaltspunkte in dem Buch?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Seitenfetzer

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    1. Ein bisschen, aber sie sind nicht dominant, sondern soweit vorhanden sehr stimmig und Charlotte ist auch eher so ein seltsamer Charakter :D
      Und ja, Holmes wirkt oft so sehr der Welt entrückt, dass man ihm zwischenmenschliche Beziehungen, die über das, was er mit Watson hat, hinausgehen, nicht zutraut, obwohl er ja auch von Irene Adler sehr fasziniert war ;o)

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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