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Samstag, 26. November 2016

Rezension ~ Cold Fury

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Cold Fury
Autor: T.M. Goeglein
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267699
ISBN-13: 978-3453267695
Empfohlenes Lesealter: ab 14
Genre: Jugendbuch / Myterie-Thriller


Über den Autor

T.M. Goeglein war schon Drehbuchautor, Journalist und arbeitete in der Werbung, ehe er mit COLD FURY sein erstes Jugendbuch veröffentlichte. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Chicago.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wenn du dir nicht hilfst, hilft dir keiner! Mein Name ist Sara Jane Rispoli. Seit meinem sechsten Geburtstag habe ich Boxunterricht. Ich finde mich ganz o. k., bis auf meine Nase, die ist furchtbar, die werde ich mir wohl irgendwann operieren lassen. Ich habe einen Freund – oder zumindest so was Ähnliches. Und dann habe ich noch einen Aktenkoffer mit 96.000 Dollar in kleinen Scheinen, einer Knarre und einem Notizbuch mit belastendem Beweismaterial. Was ich nicht mehr habe, sind meine Eltern und mein kleiner Bruder. Sie sind verschwunden – und ich schwöre, ich hole sie zurück!

Sara Jane Rispoli freut sich auf ihren sechzehnten Geburtstag. Und ein Date hat sie auch schon, mit dem unwiderstehlichen Max. Doch dann verläuft der große Tag etwas anders als geplant: Ihre Eltern und ihr kleiner Bruder verschwinden. Und sie selbst wird von einem maskierten Mann angegriffen. Jede andere würde vor lauter Angst jetzt den Kopf verlieren – nicht so Sara Jane. Denn sie ist alles andere als normal: Mit sechs bekam sie Boxunterricht, mit sechzehn hat sie eine Knarre und eine beträchtliche Menge Bargeld in der Handtasche. Sara Jane kommt aus einer italienischstämmigen Familie, in der der Großvater Enzo ehrfurchtsvoll mit 'Boss' angeredet und in der so manches Geschäft in ihrer Chicagoer Konditorei hinter verschlossenen Türen gemacht wird. Sie weiß, dass die Polizei ihr nicht helfen kann. Und auch sonst niemand, denn auf der Suche nach ihren Eltern stößt sie auf einige dunkle Geheimnisse. Doch Sara Jane gibt nicht auf: Sie wird ihre Familie wiederfinden … 


Rezension/Meinung

Ich gebe zu, als ich mir den Klappentext zu diesem Jugendbuch durchgelesen habe, hatte ich ein bisschen etwas anderes erwartet, als ich am Ende mit dem Buch erhalten habe. Vor allen Dingen hatte ich nicht unbedingt erwartet, dass das Buch minimal phantastisch angehaucht ist, da die titelgebende 'Cold Fury' schon so wirkt, als sei sie nicht ganz real erklärbar.

Wäre nicht schon durch Sara Jane Rispolis eigenen Namen klar, dass es sich bei ihrer Familie um Italiner handelt, hätte man vielleicht nicht so schnell auf den Gedanken kommen können, dass es sich bei manchen Dingen, die um ihre Familie herum passieren, um mafiöse Verstrickungen handeln könnte, so kommt man jedoch sehr schnell auf diesen Gedanken. Allein die Kombination aus dem, was ihrer Familie passiert, als auch dem was man ansonsten noch erfährt legt diesen Verdacht einfach nah, auch wenn die Erinnerungen von Sara Jane an ihre Kindheit in der Bäckerei der Familie und ihr bisheriges Leben eigentlich relativ normal wirkten.

Grundsätzlich ist die Geschichte spannend aufgemacht, man fragt sich eine ganze Zeit lang, wer wohl ihre Familie entführt hat und was genau das für ein Mann ist, der sie die ganze Zeit lang verfolgt. Im Grunde besteht die Hauptfrage darin, was ihre Eltern entweder angestellt haben, dass sie in diese Situation geraten sind oder was sie entwendet haben bzw. besitzen, was andere unbedingt wollen, da ja trotz ihres Verschwindens auch Sara Jane immer noch verfolgt und bedroht wird. Die Auflösung am Ende konnte man zwar mit jeder weiteren Erkenntnis recht leicht ergründen, aber trotzdem bleibt es bis zum Ende spannend und ist für ein Jugendbuch auch relativ brutal. Dabei ist die 'Cold Fury' als etwas mystischer Teil so gut eingebaut, dass sie nicht unbedingt stört, auch wenn man etwas realitätsnäheres erwartet hatte.

Sara Jane ist ein ziemlich taffer Charakter, bei der ich es aber auch gut finde, dass ihre Unsicherheit immer mal wieder zum Tragen kommt und man merkt, dass sie nicht vollkommen furchlos, abgebrüht oder ähliches ist, sondern im Grunde noch ein ganz normales junges Mädchen. Mein liebster Charakter ist dabei übrigens nicht sie als Protagonistin, sondern ihr Boxtrainer, der mir irgendwie irre sympathisch ist.

Ein gut zu lesendes Buch, bei dem mich das Ende irgendwie geärgert hat, da es mir nicht abgeschlossen genug ist, ich aber auch nocht wüsste, dass die Geschichte fortgeführt wird.


Fazit


Interessant gemachte Action-Mafia-Story, die leicht phantastisch angehaucht ist und mir einer taffen, aber auch glaubhaften Protagonistin aufwarten kann, mir aber vom Ende her nicht zusagt.

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