Seiten

Donnerstag, 10. November 2016

Rezension ~ Der Adventkiller

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Der Adventkiller
Autor: Alastair Gunn
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 20. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481473
ISBN-13: 978-3442481477
Originaltitel: The Advent Killer
Genre: Krimi



Über den Autor

Alastair Gunn ist Journalist, er schreibt für Zeitschriften und Magazine. Mit "Der Adventkiller" begann seine Serie um DCI Antonia Hawkins. Gunn lebt mit seiner Verlobten Anna in Hertfordshire.


Inhaltsangabe/Klappentext

Vorweihnachtszeit in London: DCI Antonia Hawkins von der Metropolitan Police leitet ihren ersten großen Fall. Zwei Frauen sind auf brutale Weise getötet worden. Es scheint keine Gemeinsamkeiten zu geben – bis auf die Tatzeit: Beide Morde geschahen um ein Uhr am Morgen eines Adventssonntags. Zunächst sieht es aus wie ein Zufall – doch dann bringt eine neue Woche eine neue Leiche. Während sich in London mehr und mehr Panik breitmacht, muss DCI Antonia Hawkins einen eiskalten Killer finden, bevor es ein weiteres Opfer gibt. Am Sonntag, wenn es ein Uhr schlägt ...


Rezension/Meinung

Antonia Hawkins, Ermittlerin bei der Metropolitan Police und Protagonistin dieses Krimis, hat es nicht gerade einfach, da es sich um ihren ersten Fall handelt, den sie in leitender Position übernommen hat und der zudem auch noch nicht besonders leicht zu sein scheint, gab es schon zwei Morde und bisher immer noch nicht wirklich eine Theorie, wer wohl der Täter sein könnte und was für ein Motiv hinter den Taten steckt, denn sie wirken, bis auf den identischen Tatzeitpunkt, der schon sehr speziell ist, nicht wirklich zusammenhängend. Jedoch gibt es einen sehr herausragenden Punkt, der das Ermitteln nicht unbedingt leichter macht, denn der Täter hinterlässt nie auch nur die kleinste Spur am Tatort.

Mir persönlich ist es zunächst ehrlich etwas schwer gefallen mit Antonia warm zu werden, will sie gefühlt einfach zu perfekt sein. Zudem finde ich ihr Verhalten manchen anderen Personen in diesem Roman gegenüber ein wenig zu unfreundlich, als müsse sie so sein, um sich in ihrer Position behaupten zu können, obwohl dies gar nicht wirklich gefragt ist. Vor allen Dingen ihrem Exgeliebten, der zum Team dazu stößt, da ihr scheinbar nicht zugetraut wird, es ohne ihn zu lösen, behandelt sie so manches Mal sehr seltsam. Aber auch andere, wie ihren Polizisten in Ausbildung, den sie betreut. Irgendwie bekommt man aber schnell den Eindruck, dass sie die Leute so behandeln muss, da sie selbst merkt, dass sie es allein wirklich nicht hinbekommen würde. Leider kann man nicht einmal genau sagen, warum Antonia ist, wie sie ist, da ihre Persönlichkeit doch sehr flach und auf wenige Kleinigkeiten begrenzt ist, die der Autor immer wieder hervor holt.

Der Fall selbst ist nicht vollkommen uninteressant, zieht sich gefühlt aber doch sehr hin und auch, wenn man immer Gedankenschnipsel vom Täter bekommt, durch die man sich schon denken kann, was sein Motiv ist und auch eine Ahnung bekommen, um wen es sich beim Täter handlen könnte, schleichen sich leichte Längen ein. Und auch, wenn es in gewisser Weise zunächt spannend war, wurde es ab einem Punkt, der für mich zu früh kam, zu deutlich, wer der Täter sein musste, da es anders alles einfach keinen Sinn mehr gemacht hätte, was ich wieder einmal sehr schade fiinde, da dann für mich die Luft oftmals ein wenig raus ist. Zudem passt die Atmosphäre nicht so recht, denn von Advent und Weihnachten spürt man in diesem Krimi herzlich wenig.

Eine grundsätzlich sehr gute Idee, die vielleicht einfach ein bisschen zu lasch umgesetzt wurde und die durchaus eine etwas sympathischere Protagonistin hätte vertragen können.


Fazit


Eine gute Idee, die aber ein wenig schleppend voran kommt und auch noch durch eine eher sehr unsympathische Ermittlerin boykottiert wird.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen