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Mittwoch, 16. November 2016

Rezension ~ Der Augensammler

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Augensammler
Autor: Sebastian Fitzek
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. Juni 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426503751
ISBN-13: 978-3426503751
Genre: Thriller
Reihe: Alexander Zorbach
Band: I

 

Über den Autor

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. „Therapie“, erschienen 2006, war sein erstes Werk – und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie – und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender „Mailoholic“ ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der 'Augensammler' keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …


Rezension/Meinung

Ich war irgendwie überezugt, dass ich dieses Buch vor dem zweiten Band "Der Augenjäger" um Alexander Zorbach schon gelesen hatte. Dem war leider nicht so und Gott sei Dank war bei mir ausreichend Zeit verstrichen, dass ich nicht mehr wusste, was genau im zweiten Band passiert ist, um hier noch ein wenig Spannung zu erhalten, denn manches, was man hier besser nicht wissen darf, damit das Buch spannend bleibt und ist, wusste ich eigentlich schon und teilweise war es mir auch noch bewusst. Von daher schon vorweg: Lest dieses Buch, wenn ihr beide lesen wollt immer zuerst!

Allgemein kann man zu diesem Thriller nur sagen, dass er richtig gekonnt gemacht ist, denn bis kurz vor dem Ende wäre ich nicht darauf gekommen, bei wem es sich um den Augensammler handelt. Und das, obwohl immer mal wieder einiges auch zu seiner Person verraten wird und man vielleicht sogar darauf hätte kommen können, um wen es sich bei ihm handeln muss. Es werden außerdem auch immer wieder Fährten in Richtungen gelegt, bei denen man schon ins Grübeln kommt, ob diese Person wirklich das ist, was sie vorgibt zu sein und wie sehr man ihr glauben kann. Vor allen Dingen bei Alina Gregoriev war ich mir lange nicht klar, wie ich sie einschätze soll, vor allem, die Fähigkeiten als Medium nicht gerade zu einem normalen Thriller gehören und eher in die Bereiche Fantasy bzw. Mysterie fallen.

Alexander Zorbach als Protagonist gefällt mir aber sehr gut, da er nicht ganz der simpelste Charakter ist, dabei aber nicht vollkommen verschroben und zudem aber noch etwas sehr sympathisches hat und dadurch, dass er nicht Polizist, sondern nur noch Journalist ist, einen ganz anderen Ermittlungsblickwinkel hinein bringt. Dabei war ich manches Mal schon etwas überrascht, wie er seine Prioritäten setzt bzw. manche Dinge weitergibt, denn es sind durchaus einige Situationen vorhanden, die er hätte leichter lösen können.

Und jetzt noch zu dem bemerkenswertesten Aspekt an diesem Buch, es spielt gewisser Maßen rückwärts, denn achtet man einmal ganz genau auf die Seitenzahlen fängt das Buch zum einen mit dem Epilog an, was als Stilmittel einfach nur klasse ist und auch auf Seite 400 und irgendwas. D.h. die Seitenzahlen zählen rückwärts. Das Motiv des Täters sowie seine daraus erwachsenden Handlungen bis hin zum Showdown sind zudem sehr schlüssig dargelegt und vor allem das Ende dieses Buchs ist echter Nervenkitzel.


Fazit


Bisher eindeutig einer der besten, spannendsten Thriller von Fitzek, den ich gelesen habe und zudem allein durch die Kapitelreihenfolge etc. etwas ganz besonderes.

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