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Donnerstag, 17. November 2016

Rezension ~ Die Sandwitwe

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Sandwitwe
Autor: Derek Meister
Genre: Thriller
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 16. Mai 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734100615
ISBN-13: 978-3734100611
Reihe: Knut Jansen & Helen Henning
Band: II



Über den Autor

Derek Meister wurde 1973 in Hannover geboren. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Geschichtenerzählen und den Film. So entstanden in den 1980ern erste "Drehbücher" und mit Freunden, erste Spielfilme auf Super-8... Die frühen Versuche verschlugen ihn 1995 an die Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam/Babelsberg. Dort studierte er Film- und Fernsehdramaturgie. Schon während des Studiums wurden erste Drehbücher unter anderem vom ZDF realisiert. 2003 beendete Derek Meister sein Studium zum Film- und Fernsehdramaturgen mit Diplom. Er entwickelte die Krimiserie "Mit Herz und Handschellen" mit, die 2003 erfolgreich auf SAT1 lief und wurde mit "Weg!" für den FirstSteps-Preis nominiert. Außerdem gewann das Spiel "Wiggles", für das er das Drehbuch verfasste, zahlreiche Branchenpreise, Sein Abenteuerfilm "Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen" wurde 4 mal zum Deutschen Fernsehpreis nominiert und erzielte ein tolles Einschaltergebnis für RTL. Derek Meister ist verheiratet und arbeitet seit 1999 als freier Autor. Er lebt in Niedersachsen


Inhaltsangabe/Klappentext

NORDSEE gleich MORDSEE

Kommissar Knut Jansen und Profilerin Helen Henning stehen vor einem Rätsel: In Valandsiel werden mehrere mit Sand gefüllte Leichen gefunden, die der Mörder zu grotesken Figuren drapiert hat. Seine Taten scheinen keinem Muster zu folgen, werden dabei aber immer brutaler und perfekter. Als er sich anonym bei der Polizei meldet, nimmt ein nervenzerreißendes Katz- und Maus-Spiel seinen Anfang, denn er hat eine junge Frau in seiner Gewalt – und die soll nun sein letztes Opfer werden, die Krönung seines perfiden Plans. Werden Knut und Helen die Wahrheit enthüllen, die seit fünfundzwanzig Jahren im Sand vergraben liegt?


Rezension/Meinung

Was mir zunächst nicht gleich bewusst war, "Die Sandwitwe" ist schon der zweite Band um die Ermittler Knut Jansen und Helen Henning. Dass ich den Vorgänger "Der Jungfrauenmacher" nicht kannte, hat mich grundsätzlich nicht groß behindert, da ich auch so sehr gut in die Geschichte hinein gekommen bin. Jedoch muss ich auch sagen, dass ich es bei manchen Kleinigkeiten bezüglich der Charaktere etwas schwer hatte gewisse Dinge ihre Vergangenheit oder auch Persönlichkeit richtig zu greifen, weil da das Vorwissen sicher hilfreich gewesen wäre.

Um auch gleich mit den Charakteren weiter zu machen, ich finde sie beide auf jeden Fall nicht unsympathisch, aber Knuts Umgang mit seinem Vater bzw. dessen Einmischungen die die aktive Polizeiarbeit und wie er ihm dadurch eigentlich auch vollkommen bewusst, denn das sollte es ihm bei seiner Vergangenheit klar sein, Steine in den Weg legt, ist recht anstrengend. Diese Tatsache bringt die Geschichte zwar auch noch ein wenig durcheinander, vielleicht wären die Ermittlungen ansonsten zu einfach geworden, aber trotzdem ist es doch ein bisschen wenig souverän von Knut, dass er gefühlt sehr wenig gegen die Aktionen seines Vaters unternimmt. Helen betreffend finde ich die Rückblicke in ihre Vergangenheit zwar nicht uninteressant und sie führen einen sicher auch näher an ihre Person heran, lenken aber vom eigentlich Fall ein wenig ab, was ich sehr schade finde, auch wenn die Thematik rund um ihre Person ja nicht gerade unwichtig für die gesamte Reihe erscheint. Auf jeden Fall ist Helen für mich ein sehr kontroverser Charakter und ich kann schon verstehen, dass sie eine gewisse Faszination auch auf Knut ausübt, der in Liebesdingen in diesem Band eh seine Probleme hat.

Die Morde selbst, das Motiv und was man immer wieder von früher von der Piratenbande damals und rund um die Opfer heute erfährt ist richtig interessant, da ich es mag, wenn man immer mal wieder auch ein bisschen tiefer in die Hintergründe eines Motivs eintaucht, vor allen Dingen, wenn es so weit in der Vergangenheit liegt. Manchmal kann man schon überlegen, ob es ein bisschen zu viel des Abtauchens ist und den Fokus zu sehr von den Taten der Gegenwart ablenkt. Diese finde ich übrigens sehr gut beschrieben. In manchen Fällen auf jeden Fall sehr brutal und nicht gerade was für zarte Gemüter, aber gerade auch durch dieses Abstrakte mit den Sandtürmchen bekommen die Morde etwas sehr makaberes. Die Auflösung ist definitiv sehr schlüssig und man kommt nicht sofort auf den wahren Täter, auch wenn man sanft in die richtige Richtung geschubst wird, wenn man aufmerksam liest.

Alles in allem ein guter Thriller, der gern noch ein paar kleine Verbesserungen hinsichtlich der vielen Sprünge und seiner Charaktere vertragen könnte, dass diese etwas klarer werden, aber ansonsten gelungen ist.


Fazit


Ein sehr gelungener Thriller mit kleinen Mankos, spannend ist er aber allemal.

Kommentare:

  1. Ich war total enttäuscht vom Buch! Genauso wie du fand ich Knut nicht sympathisch und die Einmischungen seines vaters nicht ok. Und die geshcichte mit helen....das wurde uimmer wieder durchgekaut und eigentlich kam es zu keiner Lösung, hatte aber mit dem Fall gar nichts zu tun. Mein erstes und letztes Buch des Autors!
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Ja, die beiden Punkte fand ich auch etwas nervig :D aber wohl nicht ganz so schlimm, wie du. Ist aber immer wieder interessant, wie unterschiedlich Bücher bzw. solche Aspekte bei unterschiedlichen Lesern ankommen, finde ich ^^

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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