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Dienstag, 8. November 2016

Rezension ~ Francis - Felidae II

Allgemeine informationen zum Roman


Titel: Francis - Felidae II
Autor: Akif Pirinçci
Taschenbuch: 302 Seiten 
Verlag : Goldmann
ISBN: B008MF2IR8 
Sprache: Deutsch
Ersterscheinung: 01.01.1996
Genre: Krimi
Reihe: Felidae
Band: II



Über den Autor

Akif Pirinçci wurde in der Türkei geboren und emigrierte mit seinen Eltern nach Deutschland als er 10 Jahre alt war. Mit 14 begann er seine Schauspielkarriere. Im Alter von 16 Jahren schrieb er erste Kurzgeschichten und Gedichte. Mit 21 erschien sein erster Roman "Tränen sind immer das Ende." Einen ersten Durchbruch erlangte er aber erst mit seinem Katzenkrimi "Felidae." Er studierte vier Jahre lang an der Wiener Film- und Fernsehakademie und schrieb Drehbücher für Auftraggeber, die aber nur selten umgesetzt wurden. Felidae wurde zu einem Zeichentrickfilm, zu dem Pirinçci selbst das Drehbuch schrieb


Inhaltsangabe/Klappentext

Francis, der samtpfötige Klugscheißer, geht aufs Land. Was als gepflegter Ausbruch aus den häuslichen Verhältnissen beginnt, wird zu einer wahren Odyssee des Schreckens. Nur zu bald stößt Francis auf einen enthaupteten Artgenossen, und schon steckt er in einer mörderischen Geschichte um blinde Katzen und wilde Jäger, schlaue Verbündete und einer schöne Verführungen. Wenn einer in der Lage ist, die Mordserie zu beenden, dann der neugierige Katzendetektiv. Doch die Grausamkeit der Tiere und der Wahn des Menschen fordern ihren Tribut...


Rezension/Meinung

Krimis mit Tieren wurden ja durch "Glennkill" kurzzeitig wieder richtig modern. Was ich bis vor kurzem nicht wusste, es gab schon ältere Krimis, in denen ein Tier die Ermittlerrolle übernommen hat, wie in den Romanen über den Kater Francis von Akif Pirinçci.

Den ersten Band mit Francis kenne ich nicht, aber das schadet deutlich nicht, um diesen Band zu verstehen und in die Geschichte hinein zu finden. Was man jedoch sicherlich schon gewusst hätte, wenn man den ersten Band kennt, mir dann aber neu war, sind so einige der Persönlichkeitsmerkmale von Francis, die mich doch überrascht haben.

Zum einen ist dieser Kater gleichzeitig ein ziemlich ängstlicher Kerl, zum anderen aber ein Klugscheißer vor dem Herrn, was eine sehr seltsame Mischung ergibt. Diese Neugierg, samt Besserwisserei, aber trotzdem immer die Furcht, die in vielen Situationen durchkommt, ist schon urig. Ohne diese Eigenschaften wäre Francis aber sicherlich in viele Situationen nicht hinein geschlittert, wie es ihm dadurch jetzt passiert. Ein wenig lästig fand ich beim Lesen, dass der Autor doch teilweise eine sehr abgehobene Wortwahl nutzt, das gesamte Werk weniger gen leichter Literatur, als doch schwerer Kost tendiert und man es nicht einfach so weg lesen kann, da es nicht ganz so simpel zu lesen ist. Mir war es für einen solchen Krimi manches Mal ein bisschen zu hochgestochen. Vor allen Dingen auch, wenn es dann um solche Themen, wie das animalische Verhalten von Francis geht, als er einer hübschen Katzendame begegnet. Ebenso, wie manchmal seine Gedankengänge bezüglich seines Herrchens oder anderer Trivialitäten, denn komplexe Begebenheiten und Strukturen durchdenkt Francis wie ein Weltmeister und das auf einer Ebene, die ich selbst bei vielen Menschen so nicht vermute.

Trotz dieses nicht ganz einfachen Stils, in welchem das Buch geschrieben ist, kann man der Geschichte nicht absprechen, dass sie irgendwie interessant ist, wenn auch ganz anders, als ich es zunächst erwartet hätte, da sie weniger kriminalistische Elemente hat, als ich sie erwartet habe. Jedoch bietet sie ein gewisses Maß an Spannung und zudem noch manchen ziemlich skurrilen Charakter.

Alles in allem ein Buch, das ich irgendwie anders, vor allem irgendwie leicher und lockerer erwartet hätte, das aber trotzdem nicht schlecht war, aber speziell.


Fazit


Ein Tierkrimi, den ich doch deutlich anders erwartet hatte, als er sich mir am Ende präsentierte, vor allen Dingen mit deutlich mehr tiefgreifenden philosophischen Gedankengängen.

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