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Mittwoch, 23. November 2016

Rezension ~ Ich finde dich

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Ich finde dich
Autor: Harlan Coben
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Page & Turner
Ersterscheinung: 10. März 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442204356
ISBN-13: 978-3442204359
Originaltitel: Six Years
Genre: Krimi / Thriller



Über den Autor

Harlan Coben wuchs in New Jersey auf und besuchte das Amherst College in Massachussetts, wo er Politische Wissenschaft studierte. Danach arbeitete er einige Jahre in der Reisebranche, bevor er mit dem Schreiben begann. 1995 erschien der erste Thriller um Myron Bolitar. Mit dieser Reihe war Coben außerordentlich erfolgreich.Ihm gelang es als erster Autor, die drei wichtigsten amerikanischen Krimipreise gleichzeitig zu gewinnen. Harlan Coben lebt zusammen mit seiner Frau Anne Armstrong-Coben und seinen vier Kindern in Ridgewood, New Jersey.


Inhaltsangabe/Klappentext

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen und macht sich auf die Suche nach ihr. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat ...


Rezension/Meinung

Als Thriller würde ich dieses Buch nicht bezeichnen, wenn dann eher als Krimi, der aber nicht von der Polizei als Ermittler ausgeht, denn wirklich die Aspekte, die für mich einen Thriller zum Thriller machen, d.h. entweder extremere Gewaltszenen oder auch ein psychischer Faktor, der einen regelrecht um den Verstand bringt, sind hier nicht zu finden. Eher ist es zwar auch ein psychischer Faktor, aber mehr durch Neugier und den Drang dem Rätsel auf die Schliche zu kommen geprägt, denn durch psychische Spielchen oder ähnliches.

Jake als Protagonist war mir nicht unsympathisch, obwohl ich ihn manchmal nicht so richtig verstanden habe und selbst ein bisschen überrascht war, wie leicht ihm manche Nachforschungen fallen, wo man als offizielle Behörde schon deutlich Probleme hätte und er ist nun ja als Professor eigentlich nicht gerade ein Ass in solchen Vorgehensweisen, zumindest würde es mich wundern. Hätte man ihn jetzt als Hacker kennengelernt und er sich so einiges über dunkle Kanäle im Netz gesogen, hätte das etwas glaubhafter gewirkt. Aber da nicht immer alles vollkommen glaubhaft sein muss, kann man über diesen Aspekt eigentlich hinweg sehen, denn spannend ist die Geschichte auf jeden Fall, wenn auch ab einem gewissen Punkt wieder vorhersehbar, aber das passiert mit bei fast jedem Krimi oder Thriller, bei dem es darum geht einen Täter bzw. ein Motiv zu finden oder ein Rätsel zu ergründen, weswegen ich da schon ein wenig drüber hinweg sehe.

Jake als Charakter finde ich gleichsam interessant, da man seinen Gedanken durch die Ich-Erzähler-Perspektive sehr gut folgen kann, muss aber gestehen auch manchmal etwas seltsam, da ich schon gleich zu Beginn des Buches etwas irritiert war, dass eine so kleine Sache so einen Forscherdrang in ihm auslöst. Allein aufgrund einer Todesanzeige die Suche nach Natalie zu starten, finde ich schon etwas verrückt und habe ich auch nicht ganz nachvollziehen können. Obwohl Jake immer wieder erwähnt, wie groß seine Liebe zu ihr war und irgendwie auch noch ist, obwohl er sie Jahre nicht gesehen hat, sie vermeindlich einen anderen heiratete etc.

Ein Buch, das durchaus Spaß macht beim Lesen, vielleicht nicht ganz das glaubhafteste ist, wenn man es realitätsnah mag, aber trotzdem nicht schlecht ist, auch wenn letztendlich vielleicht wieder ein bisschen sehr viel hinter allem steckt.


Fazit

Ein Buch, das sich sehr gut wegliest, weniger Thriller, denn Krimi ist und vor allen Dingen nicht zu ernst genommen werden sollte von seiner Realitätsnähe.

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