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Freitag, 11. November 2016

Rezension ~ Iloy - Denn er ist anders

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Iloy - Denn er ist anders
Autor: Rea Sturm
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Aeternica Verlag
Ersterscheinung: 21. September 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943739465
ISBN-13: 978-3943739466
Genre: Science-Fiction



Über die Autorin

Rea Sturm ist ein Pseudonym von Claudia Speer, die 2012 mit dem Schreiben angefangen hat. Sie lebt in Pforzheim, einer Stadt am Rande des Schwarzwalds. Am Beginn ihres Autorenlebens standen Kurzgeschichten im Vordergrund: Es war ein Herantasten, Reinschmecken, Ausprobieren welche Geschichten ihr liegen. Wie im Rausch sind so sehr unterschiedliche Geschichten in Anthologien erschienen. Nach zwei Jahren wurden dann ihre ersten Bücher veröffentlicht. Ein kurzer Historischer Roman, der im Pforzheim 1197 spielt und ein Science Fiktion.


Inhaltsangabe/Klappentext

Iloy ist anders. Denn er ist ein Mischling – halb Mensch, halb Ink, nicht Mann, nicht Frau. Dessen wird er sich schmerzlich bewusst, Tag für Tag aufs Neue. Auf Aborra, der landwirtschaftlich geprägten Kolonialwelt, wird seine Anwesenheit lediglich geduldet. Die Mitschüler meiden ihn, während die meisten Lehrer zumindest versuchen, ihn ihre Abneigung nicht allzu deutlich spüren zu lassen. Aber alle wissen: Iloy gehört nicht dazu. Da begegnet er Laith, die neu auf die Schule und in seine Klasse kommt. Iloy verliebt sich in sie und sie scheint sich ebenfalls für ihn zu interessieren. Doch damit vervielfachen sich seine Probleme nur noch. Denn sie ist die Tochter eines Hohen Hauses der Zentralwelt und wurde von ihrem Vater nach Aborra verbannt. Und darüber hinaus hat sich auch ausgerechnet Derrin, der Sohn des Administrator Aborras, in sie verliebt, Iloys größter Feind. Verzweifelt versucht Iloy mit dieser so offensichtlich unmöglichen Liebe umzugehen, seinen Platz in der aborranischen Gesellschaft zu finden und das Geheimnis seiner Herkunft zu ergründen.


Rezension/Meinung

Im Vorfeld wusste ich von der Autorin, dass es in diesem Roman unter anderem auch verstärkt um das Thema Mobbing in einem etwas anderen Kontext, da Science-Fiction, gehen sollte. Man merkt auch deutlich, dass es in diesem Buch stark darum geht, wie Iloy, der anders ist, als die anderen Bewohner Aborras, von einigen seiner Mitmenschen behandelt wird, aber im Allgemeinen hatte es für mich weniger etas von Mobbing, denn von Fremdenhass, wie das Verhalten der Leute sich äußert, denn unter anderem Mordanschläge übt man ja doch eher noch nicht im Kontext des Mobbings durch und treibt das Ganze noch auf eine vollkommen andere Ebene.

Allgemein muss ich sagen, finde ich das Thema nicht schlecht aufgegriffen, denn man sieht, wie seht die Abneigung bzw. auch die Furcht vor dem Unbekannten, die Leute dazu treibt, dass sie sich Iloy gegenüber anders und bisweilen sehr feindselig verhalten. Vor allen Dingen Erren, Sohn des Administrators des Planeten Aborra, der Iloy zu seinem persönlichen Feind auserkoren hat und das nicht nur, da Iloy anders ist, sondern in manchen Punkten wohl auch aus Neid und Furcht, dass er in manchen Dingen auch noch besser ist oder sein könnte. Diese Feindschaft zwischen den beiden Jungen ist auch sehr deutlich herausgearbeitet und man spürt Iloys Unverständnis darüber, dass Erren so gegen ihn ist sehr klar, ebenso, wie Errens Gefühle bezüglich Iloy. Vor allen Dingen wird die Situation durch das hinzukommen Laiths, die beide sehr sympathisch findet und das bei Erren und Iloy auch auf Gegenseitigkeit beruht, nicht besser.

Ein bisschen Schade ist, dass das Buch zwischendrin deutliche Längen hat, nicht wirklich etwas passiert und ich mich ehrlich gefragt habe, worauf die Handlung, rund um die Thematik des Fremdenhasses und die Beziehung zwischen Iloy und Erren eigentlich führen würde. Zumal viele weitere Themen in die Geschichte hinein geworfen werden, teilweise auch Neugier schüren oder einen mit Begriffen konfrontieren, die man nicht zuordnen kann und dann wird dieses Thema einfach nicht weiter verfolgt. Leider.

Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall nicht schlecht, hätte aber einen etwas klareren roten Fanden in de Handlung gut vertragen können, denn so wurde es, trotz einiger spannenderer Stellen auch wirklich mal ein wenig langweiliger.


Fazit

Eine richtig interessante Idee, die leider durch kleinere Längen in der Erzählung und einen nicht ganz klaren Faden, worauf die Geschichte hinauslaufen könnte, ein bisschen schwächelt.

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