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Freitag, 25. November 2016

Rezension ~ Sieben Jahre später

Allgemeine Informationen zum Roman


 
Titel: Sieben Jahre später 
Autor: Guillaume Musso
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Pendo
Ersterscheinung: 13. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123175
ISBN-13: 978-3866123175
Originaltitel: 7 ans après
Genre: Belletristik


Über den Autor

Guillaume Musso, geb. 1974 in Antibes, gewann mit 15 einen Kurzgeschichtenwettbewerb und beschloss somit, zu schreiben. Mit 19 Jahren ging er für einige Monate nach New York City, und diese für ihn wichtige Zeit prägte ihn und seine später verfassten Werke. Zurück in Frankreich studierte Musso Wirtschaftswissenschaften in Nizza und Montpellier und war danach lange Zeit als Dozent und Gymnasiallehrer tätig. Mit seinem Debutroman "Ein Engel im Winter" gelang ihm 2004 der literarische Durchbruch. Das Buch führte in Frankreich wochenlang die Bestsellerlisten an und wurde schließlich mit John Malkovich in der Hauptrolle verfilmt. Mittlerweile hat der Autor 12 weitere Romane veröffentlich, die in über 20 Sprachen übersetzt werden und sich als internationale Bestseller durchgesetzt haben.


Inhaltsangabe/Klappentext

Nikki und Sebastian sind geschieden – und glücklich darüber. Doch als ihr Sohn Jeremy spurlos verschwindet, müssen sie sich zusammen auf die Suche nach ihm machen. Auf ihrer atemlosen Verfolgungsjagd stellen sie sich den schwierigsten Herausforderungen: rätselhaften Botschaften, skrupellosen Gegnern – und ihren eigenen Gefühlen.


Rezension/Meinung

Das zweite Buch des Autors, das ich gelesen habe und ich muss sagen, dass es mir deutlich weniger gut gefällt. Unter anderem liegt das darin begründet, dass ich sowohl die Geschichte etwas weit hergeholt finde, als auch das Verhalten und die Persönlichkeit der beiden Protagonisten.

Es ist definitiv nicht so, dass sich die Geschichte schwerfällig lesen lässt oder so gar keinen Spaß macht, aber es ist zum einen schon viel zu früh klar, in welche Richtung alles gehen wird, wieso Jeremy verschwunden ist und was dahinter steckt. Es war in meinen Augen einfach ein wenig zu offensichtlich. Trotzdem war ich schon ein wenig neugierig, welche Auswirkungen sein Verschwinden und die Suche nach ihm auf seine Eltern haben würde, da die beiden sich zu Beginn des Buches ja nicht wirklich grün sind.

Bei Sebastian und Nikki ist es so, dass ich die beiden nicht so wirklich verstehe. Nikki ist noch ein halbwegs authentischer Charakter, da sie sich genau so benimmt, wie man es von ihr erwartet, nachdem man sie auf den ersten Seiten kennengelernt hat. Ein wenig unkonventionell und auch nicht immer im ganz legalen Bereich. Bei Sebastian, der sehr steif und reserviert wirkt am Anfang, was zu einem Geigenbauer auch passt, ist schon dadurch eher ein Charakter der mir nicht sonderlich sympathisch werden konnte. Dazu kommt, dass er durch seine extrem kontrollierte Art und den Drang, dass alles eine klare Linie haben muss und organisiert gehört, dies auch seiner Tochter vorlebt und sie genau in der richtigen Bahn laufen muss und ihr Verhalten um kein My abweichen darf. Ganz schlimm finde ich, dass er Handy, PC und Zimmer seiner Tochter regelmäßig kontrolliert und seine Erkenntnisse auch noch direkt vor ihr ausbreitet und sie mit Vorwürfen überschüttet. Noch seltsamer wird Sebastian für mich aber, als er plötzlich anfängt alle Aspekte die ihn ausmachen über Bord zu werfen und Dinge tut, die einfach nicht zu seinem Charakter passen wollen. Grundsätzlich hätte ich bei ihm einfach ein anderes Verhalten vermutet und ich finde es wenig glaubwürdig, dass er sich einfach so um 180° dreht.

Die Suche nach Jeremy und was den beiden dabei passiert, ist auf jeden Fall spannend und interessant, wenn auch teilweise etwas weit hergeholt, weil der Zufall eine Verstrickung mit hinein bringt, die alles etwas in ein anderes Licht rückt.

Insgesamt ein Buch, das man gut einfach so weglesen kann, aber doch irgendwie auch ein bisschen weit hergeholt dafür, dass ich etwas realitätsnähres vermutet hatte.


Fazit


Gute Unterhaltung, bei der aber zu schnell klar ist wie der Hase läuft und ich zudem die Protagonisten nicht immer ganz glaubwürdig fand.

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