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Freitag, 2. Dezember 2016

Rezension ~ Als Gott ein Kaninchen war

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Als Gott ein Kaninchen war
Autor: Sarah Winman
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 19. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442377625
ISBN-13: 978-3442377626
Originaltitel: When God was a Rabbit
Genre: Belletristik



Über die Autorin

Sarah Winman ist in der Grafschaft Essex aufgewachsen und lebt heute in London. Hauptberuflich ist sie Schauspielerin. Nach ihrer Ausbildung an der Webber Douglas Academy of Dramatic trat sie vornehmlich im Theater auf, spielte jedoch auch in zahlreichen Filmen und Fernsehproduktionen mit. »Als Gott ein Kaninchen« war ist ihr erster Roman und schaffte es sofort in die Top Five der Sunday Times Bestsellerliste. Ihr Debüt wurde mittlerweile in 22 verschiedenen Ländern veröffentlicht.


Inhaltsangabe/Klappentext

Welche Überraschungen hält das Leben wohl für Sie bereit?


Als Gott ein Kaninchen war, war Elly Portman noch ein Kind. Behütet von ihrem großen Bruder Joe, befreundet mit einem seltsamen Mädchen namens Jenny. Die Welt war schön und voller Überraschungen, die Träume noch klein und für jeden zu erreichen, und Süßigkeiten kosteten nur einen Penny. Zusammen konnte man die Klippen des Lebens umschiffen, sich allen Widrigkeiten stellen. Zwanzig Jahre später sind Elly und Joe erwachsen und sich näher denn je. Bis das Schicksal Elly zu einer langen Reise zwingt, denn ihr geliebter großer Bruder braucht ihre Hilfe. Nun ist es an ihr, Joe zurück ins Leben zu holen und endlich ihr eigenes Glück zu finden.


Rezension/Meinung

Ich kann gar nicht genau sagen, was ich von diesem Buch eigentlich erwartet habe, gekauft habe ich es allein wegen des Titels, den ich sehr amüsant und innovativ empfand, weniger wegen des Klappentextes, der jedoch grundsätzlich auch nicht vollkommen uninteressant klingt, wenn man ihn denn dann mal liest, aber leider auch eher wenig mit dem Buch als solches gemein hat.

Elly ist ein sehr spezielles Kind, wie ich finde, das merkt man in jeder Seite dieses Buches und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto seltsamer wird Elly in meinen Augen. Das liegt wohl auch teils daran, was sie so erlebt, aber auch einfach an ihrer Persönlichkeitsstruktur. Wirklich 'normal' kommt sie mir aber nie vor, selbst als Erwachsene nicht, die sie irgendwann ist, sondern immer irgendwie anders. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass aber viele der Menschen in ihrer Umgebung einfach anders sind. Sowohl ihre Eltern, als auch ihr Bruder, sein bester Freund Charlie, der ältere Nachbar mit dem Elly Zeit verbringt, ihre Tante Nancy und Arthur, den sie im Verlauf der Geschichte noch irgendwo aufgabeln. Ganz besonders aber auch ihre beste Freundin Jenny Penny, die durch ihre alleinerziehende Mutter - das in den 70er Jahren - , die nicht gerade die beste Erziehungsbeauftragte ist, ein sehr wunderlicher Mensch ist. Noch am normalsten in diesem Buch ist wohl GOTT, Ellys Kaninchen, dass sie in ihrer Kindheit geschenkt bekommt.

Irgendwie fänd ich die Geschichte selbst eher ein wenig langweilig und langatmig, wären die Charaktere nicht alle irgendwie so anders, seltsam, besonders, teilweise irre und komisch. Für micht ist das Buch zwar irgendwie ein Erlebnis gewesen, aber keins, das ich wirklich klar als positiv, noch als negativ empfinde. Es war so, wie alle Charaktere in diesem Buch - anders.

Man sollte sich nicht zu sehr vom Klappentext leiten lassen, trifft dieser zwar die Beziehung zwischen den Geschwistern sehr gut, aber den Großteil der Geschichte nicht wirklich, denn der Aspekt zwanzig Jahre später ist wohl der geringste im Roman und gar nicht so eklatant wichtig, wie vieles andere. Trotzdem kann man das Buch gut lesen und will man mal etwas irgendwie anderes, dann ist man hier auf jeden Fall richtig, denn in gewissem Maß philosophisch kann man auch noch ein bisschen etwas aus dieser Lektüre für sich mitnehmen. Nur spannend, das war das Buch für mich irgendwie nicht, eher etwas träge, ohne klaren roten Faden worauf das Buch hinauslaufen könnte.


Fazit


Eine Geschichte, die anders ist, bei der mir nicht wirklich klar war, was sie mir eigentlich erzählen will, die trotzdem nicht wirklich negativ ist, aber bei der ich keine direkte Verbidnung zu den Personen gefunden habe, der Zugang zum Inhalt etwas schwerfällig war.

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