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Samstag, 31. Dezember 2016

Rezension ~ Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht
Autor: Claudia Ziegler
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 24. Oktober 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453357434
ISBN-13: 978-3453357433
Genre: Historischer Roman



Über die Autorin

Claudia Ziegler wird 1968 in Berlin geboren, wo sie bis heute lebt. Im Anschluss an ihr Abitur absolviert sie ein Studium der Französischen Sprach- und Literaturwissenschaft, Germanistik und Publizistik. Nach ihrem Studienabschluss ist Claudia Ziegler als freie Journalistin und Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Nach ihren ersten Romanerfolgen mit "Die Favoritin des Königs" und "Die geheime Tochter" erschien im Oktober 2011 ihr Buch "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht".


Inhaltsangabe/Klappentext

Claudia Ziegler zeichnet ein vielschichtiges Bild einer aufregenden Epoche und erzählt glaubhaft die Geschichte einer mutigen jungen Frau

Sie kann in die Zukunft sehen und droht als Hexe verraten zu werden: Als die 19-jährige Madeleine zwischen die Fronten der verfeindeten Katholiken und Protestanten gerät, schwebt sie in größter Gefahr. Doch dann überträgt Catherine de Medici ihr eine geheime Mission, und Madeleine kämpft nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das Schicksal Frankreichs.
Ein mitreißendes Epos über die Bartholomäusnacht am 24. August 1572.


Rezension/Meinung

Die Bartholomäusnacht in Frankreich, in welcher der Konflikt zwischen den Katoliken und protestantischen Hugenotten zu einem seiner Höhepunkte entbrannte, war bisher ein Ereignis, von dem mir gar nichts weiter bekannt war. Wie ich jetzt durch dieses Buch erfahren habe, eigentlich ein sehr spannendes historisches Ereignis, bei dem es durchaus sehr schade ist, dass es mir bisher so unbekannt war.

Dabei ist Madeleine eine Protagonistin, die ich sehr sympathisch finde, auch wenn sie in den Wirren zwischen ihren Visionen, die sie aus ihrem normalen Leben herausreißen, ihrem Dasein als Katholikin, den Hugenotten, denen sie unbewusst hilft, dem Hass, der ihr von manchem auf katholischer Seite nun entgegen schlägt, so wie dem Interesse der Medici, Mutter des französischen Königs, manchmal auch zu Entscheidungen und Sichtweisen neigt, die ich nicht ganz verstehe. Vor allem Madeleines Visionen sind etwas, das ich sehr gut beschrieben finde, da sie sich sehr harmonisch in diesen Roman einfügen und nicht zu arg aufgesetzt wirken, ihn nicht zu arg in eine Fantasyschiene verschieben, in die er eigentlich nicht gehört. In einigen Situationen ist mir Madeleine manchmal ein wenig naiv, dafür aber mit der Zeit immer klüger wirkend, was sie mir wieder sympathisch macht. Vor allen Dingen merkt man, wie sie daran reift, was ihr so widerfährt.

Viele historische Romane neigen dazu, dass sie immer mal wieder Längen entwickeln, was häufig daran liegt, dass sie eine sehr lange Zeitperiode abdecken. In diesem Buch sind diese Längen, wenn man sie überhaupt vorhanden nennen will, sehr minimal. Und viele der Nebencharaktere sind auch so interessant, dass die Handlung auch dann Spaß macht, wenn man nicht direkt Madelein folgt. Obwohl gewisse Geheimnisse für mich vielleicht ein bisschen zu leicht zu durchschauen waren, auch wenn ich meine Bestätigung sehr spät erst im Roman erhalten habe.

Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch, zu einem historischen Ereignis, das wirklich sehr schlimm, aber dennoch auch wieder sehr interessant zu betrachten ist.


Fazit


Ein Roman über ein historisches Ereignis, zu dem mir bisher gar nichts bekannt war, dass aber extrem interessant ist und sehr gut recherchiert wurde.

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